DE135348C - - Google Patents

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DE135348C
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cans
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B2/00Preservation of foods or foodstuffs, in general
    • A23B2/30Preservation of foods or foodstuffs, in general by heating materials in packages which are not progressively transported through the apparatus

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Food Preservation Except Freezing, Refrigeration, And Drying (AREA)
  • General Preparation And Processing Of Foods (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
JVl 135348 -KLASSE 53 c.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. April 1898 ab.
Vorliegende Erfindung bezweckt, den Geruch der in Büchsen konservirten Nahrungsmittel zu verbessern, den schalen Geschmack, welchen Nahrungsmittel, wie eingemachte Pfirsiche, Birnen, Erbsen, grüne Bohnen, bei den allgemein üblichen Konservirungsverfahren annehmen, zu entfernen und auch solche Nahrungsmittel einzumachen, deren Konservirung in Büchsen bisher nicht erfolgreich durchgeführt werden konnte, wie die als Cornmeal mush bekannte Maisspeise.
Diese mehr oder weniger empfundenen Uebelsta'nde werden gemäfs vorliegender Erfindung dadurch vermieden, dafs man erstens die Luft aus den gefüllten Büchsen bis auf etwa 90 pCt. absaugt, sodann die Büchsen verschliefst und den Inhalt bei Luftleere kocht. Es wurde durch wiederholte Versuche festgestellt, dafs bei Aufrechthalten einer Druckverminderung von etwa 0,75 Atm. während. des Kochens der natürliche Geruch der Waare erhalten bleibt. Ein anderer Vortheil des vorliegenden Verfahrens gegenüber den bekannten besteht darin, dafs das Absaugen der Luft vor dem Kochen des Büchseninhalts geringere Expansion und geringeren Zug auf die Büchsen und deren gelöthete Ränder als bisher verursacht, wodurch der Verlust an beim Kochen platzenden Büchsen bedeutend eingeschränkt wird.
In der Zeichnung stellt Fig. 1 einen Schnitt durch eine zur Ausführung des vorliegenden Verfahrens geeignete Konservenbüchse dar.
Fig. 2 ist ein Schnitt durch eine geeignete Vacuumkammer, welche zum mechanischen Absaugen der in den Büchsen befindlichen Luft, zum luftdichten Verschliefsen der Büchsen und zum Befestigen der Deckel durch das Vacuum oder den Atmosphärendruck benutzt wird.
Fig. 3 zeigt einen Schnitt einer verschlossenen Konservenbüchse,
Fig. 4 einen Schnitt durch eine Drückmaschine zum Schliefsen und Befestigen der Deckel an den Büchsen durch Bördeln des Randes.
Fig. 5 ist ein Schnitt durch eine sowohl mittelst des Atmosphärendrucks oder Vacuums als auch mittelst Bördelung verschlossene Konservenbüchse.
Fig. 6 zeigt einen Schnitt durch eine Vorrichtung zum Festklemmen der Büchsendeckel während des Kochens, um den Austritt von Dampf durch den hermetischen Verschlufs zu vermeiden,
Fig. 7 einen Schnitt durch die Koch- und Sterilisirkammer.
Die zur praktischen Ausführung der vorliegenden Erfindung benutzten Büchsen müssen so construirt sein, dafs sie nach ihrer Füllung und nach dem Aufbringen der Deckel in eine Vacuumkammer gebracht oder mit anderen mechanischen Mitteln zur Erzeugung eines Vacuums verbunden werden können. Eine solche Construction zeigt Fig. 1, Nachdem die Büchsen verschlossen worden sind, werden deren Deckel, bevor sie in die Kochkammer gebracht werden, sicher befestigt, so dafs der Verschlufs während des Kochens bis zur Wiederherstellung des Atmosphärendrucks luftdicht hält. In Fig. 4 ist ein sehr geeigneter Mechanismus gezeigt, welcher vermittelst Rollen den oberen Rand des Deckels eindrückt und so dicht am Ende der Büchsenwandung schliefst. Nachdem dieser mechanische Verschlufs hergestellt ist, werden die Büchsen in Klemmvorrichtungen gebracht, welche aus einer oberen und einer unteren, mittelst Schraubenbolzens und Mutter zusammenschraubbaren Platte bestehen. An Stelle dieser Vorrichtung kann auch
eine beliebige andere benutzt werden, welche die Unterbrechung des Büchsenschlusses während des Kochens des Büchseninhalts verhindert. Die gefüllten, verschlossenen Büchsen werden nun behufs Erhaltung des Vacuums während des Kochens in eine gewöhnliche Kochkammer (Fig. 7) gebracht und in gewöhnlicher Weise gekocht. Der Unterschied gegenüber den bisherigen Verfahren besteht darin, dafs nur etwa iopCt. Luft in den Büchsen verbleiben, welche mit den Nahrungsmitteln sterilisirt werden. Diese kleine Luftmenge schadet dem Geruch des Büchseninhalts nicht. (Das Verfahren kann auch in anderen Büchsen, beispielsweise in Glasbüchsen ausgeführt werden.) Nach dem Kochen werden die Büchsen in kaltes Wasser getaucht oder in anderer Weise gekühlt, bevor sie aus der Klemmvorrichtung herausgenommen werden.
In den Zeichnungen ist A der Büchsenkörper und B der Deckel. Am oberen Ende des Büchsenkörpers befindet sich ein nach innen hervortretender Bord a. Der Deckel B hat einen äufseren Flantsch b und einen inneren Flantsch b1 (Fig. 1 und 5), zwischen welchen ein ringförmiger Raum b2 für eine Dichtung b3 gebildet wird, so dafs, wenn die gefüllte, mit dem Deckel lose verschlossene Büchse A in die Vacuumkammer gebracht worden ist, die Luft aus der Büchse zwischen Deckel und Büchse hindurch herausgesaugt werden kann. Wenn nun plötzlich der Druck in der Vacuumkammer wieder hergestellt wird, werden die Buchsendeckel augenblicklich luftdicht verschlossen und durch den Atmosphärendruck auf der Büchse festgehalten.
In Fig. 2 stellt C die Vacuumkammer zur Aufnahme der Konservenbüchsen A dar. In dieser Kammer befindet sich ein geeigneter Wagen C1 mit vier Pfosten, auf welchen eine Platte C2 angeordnet ist. Letztere ermöglicht ein Geraderücken der Büchsendeckel, wenn der Druck plötzlich wieder hergestellt wird. C3 bezeichnet einen Dreiweghahn zum Oeffnen und Schliefsen der Verbindung zwischen Kammer C und dem zur Vacuumpumpe führenden Rohr C4 bezw. dem Lufteinlafsrohr C5. Die Kammer C ist zweckmäfsig mit Thüren C6 an jedem Ende versehen, so dafs der Wagen mit den Büchsen an einem Ende hinein- und am anderen Ende herausgefahren werden kann.
In Fig. 3 ist eine Büchse gezeigt, welche der Behandlung in der Vacuumkammer ausgesetzt worden ist; der Deckel B ist auf den Büchsenrand gedrückt und bildet mit Hülfe des Atmosphärendrucks einen hermetischen Verschlufs.
Die Drück- oder Bördelmaschine, welche zum mechanischen Schliefsen des Deckels dient, stellt in dem inneren Flantsch b1 des Deckels eine Vertiefung b* her, welche gegen den unteren Theil des vorspringenden Bords α der Büchsenwandung zu liegen kommt. Diese in Fig. 4 gezeigte Vorrichtung besteht zweckmäfsig aus einem den Büchsenrand umfassenden Ring d . und Bördelrollen d\ welche an bei d3 drehbar gelagerten Hebeln d2 angeordnet sind. Diese Hebel hängen an einem rotirenden Ringe oder einer Hülse a?4, welche auf der Welle i5 befestigt ist. Letztere hat einen Kopf mit Ringnuth da, welche mit den inneren Enden der Hebel d2 in Eingriff steht.
Fig. 5 zeigt die Büchse A in dem nächsten Stadium des Verfahrens, d. h., nachdem der Deckel mittelst der Schliefsvorrichtung mechanisch geschlossen und gesichert ist. Die Büchsen werden zunächst zwischen zwei Klemmplatten F gebracht und mittelst der Klemmschrauben F1 fest zusammengeprefst, wie Fig. 6 zeigt. Hiernach kommen die Büchsen in die Kochkammer G, indem sie zweckmäfsig auf einen geeigneten Wagen G1 gebracht werden, welcher durch die Thür G2 in die Kammer hineingeschoben wird. G3 ist das Dampfeinlafsrohr und G4 das Sicherheitsventil. ■ ■."·■'■ ;'-
Der grofse Vortheil, welchen das vor dem Kochen stattfindende Absaugen der Luft aus den Büchsen bietet, liegt in der Verbesserung der Beschaffenheit und des Geschmacks der Nahrungsmittel.
Wenn die mit den Nahrungsmitteln gefüllten offenen Büchsen bis zu einem Grade würden erhitzt werden, wo durch die Entwickelung von Dampf alle Luft ausgetrieben wird, so wurden die Früchte, Gemüse oder andere Nahrungsmittel durch und durch erhitzt werden, bevor die Luft durch die Dampfentwickelung entfernt werden könnte. Diese Erhitzung würde die Nahrungsmittel zum Kochen bringen. Das Kochen würde also in Gegenwart von Luft stattfinden. Dies soll gerade durch das beschriebene Verfahren möglichst vermieden werden.
Nach vorliegendem Verfahren wird die Luft vor dem Kochen aus den Büchsen abgesaugt und dann werden die Büchsen mit dem Deckel dicht verschlossen, so dafs das nachfolgende Kochen der Nahrungsmittel bei Luftleere stattfindet. Dadurch wird Geschmack und Beschaffenheit der Nahrungsmittel wesentlich verbessert.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zum Konserviren von Nahrungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, dafs aus den mit den Nahrungsmitteln gefüllten Büchsen in einer Vacuumkammer die Luft abgesaugt wird, darauf die Büchsendeckel hermetisch verschlossen und die Büchsen mit dem unter Luftleere stehenden Inhalt sterilisirt werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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