DE134186C - - Google Patents
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- DE134186C DE134186C DENDAT134186D DE134186DA DE134186C DE 134186 C DE134186 C DE 134186C DE NDAT134186 D DENDAT134186 D DE NDAT134186D DE 134186D A DE134186D A DE 134186DA DE 134186 C DE134186 C DE 134186C
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- whey
- milk
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- preparations
- lactalbumin
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23C—DAIRY PRODUCTS, e.g. MILK, BUTTER OR CHEESE; MILK OR CHEESE SUBSTITUTES; PREPARATION THEREOF
- A23C21/00—Whey; Whey preparations
- A23C21/06—Mixtures of whey with milk products or milk components
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Food Science & Technology (AREA)
- Polymers & Plastics (AREA)
- Dairy Products (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 53 e. 5~"
Es ist vielfach versucht worden, den Nährwerth, welchen die bei der Butter- und Käsebereitung
abfallenden Molkereiproducte infolge ihres hohen Gehaltes an leicht verdaulichem
Eiweifs und Milchzucker besitzen, der menschlichen Ernährung nutzbar zu machen. Es
kommen hierbei in Betracht die Molken und die Magermilch. Der diätetische Werth der
Molke ist durch die zeitweise in ausgedehntem Mafs empfohlene Verwendung derselben zu
Kurzwecken dargethan. Man ist jedoch in neuerer Zeit von dieser Verwendung mehr zurückgekommen, weil das Präparat sehr
wässerig ist, ungemein leicht verdirbt und dann Verdauungsstörungen bewirkt. Es erscheint
deshalb wesentlich, die Molke zu sterilisiren und dann einzudampfen, um die in ihr enthaltenen
diätetisch wirksamen Stoffe ohne den grofsen Ueberschufs von Wasser und vor Zersetzungen
geschützt jederzeit für Ernährungszwecke zur Verfügung zu haben. Die Sterilisation
der Molke ist aber ohne Weiteres nicht ausführbar, weil der Säuregehalt der Molke
beim Aufkochen einen Theil des Lactalbumins in Form von Gerinnsel ausfällt.
Man könnte versuchen, diese Ausfällung durch Zusatz von Alkali nach dem in der
Patentschrift .62484 vorgeschlagenen Verfahren zu verhindern. Dies hat sich aber praktisch
recht schwierig und speciell bei der Molke auch als vielfach nicht genügend erwiesen.
Durch Versuche, welche zu vorliegender Erfindung führten, ist nun festgestellt worden,
dafs es durch Zusatz von Milch zur Molke (unter Molke ist dem Sprachgebrauch entsprechend
süfse, d. h. durch Lab gewonnene Molke zu verstehen) in viel vollkommenerer Weise als durch Alkalizusatz gelingt, das Ausfällen
des Lactalbumins beim Kochen bezw. Eindampfen derselben zu verhüten. Durch welchen chemischen Procefs diese lösende
Wirkung der Milch auf das Lactalbumin der Molke zu Stande kommt, hat bisher nicht
sicher festgestellt werden können. Es ist wahrscheinlich , dafs bei der erhöhten Temperatur
eine Verbindung von Case'in und Lactalbumin gebildet wird, welche die günstige Eigenschaft
hat, in der Siedehitze nicht zu coaguliren. Unabhängig von jeder theoretischen Erklärung' ist
der vorerwähnte technische Effect sichergestellt. Es genügt zur Verhinderung der Lactalbumingerinnung,
wenn J/8 vom Gewicht der Molke
an Milch zugesetzt wird. Ob man diesen Zusatz aus Vollmilch oder Magermilch bestehen
läfst, wird von den Preisverhältnissen und der beabsichtigten Verwendung des Präparates abhängen;
wo eine langdauernde Aufbewahrung in Pulverform beabsichtigt ist, wird man meist
Magermilch wählen müssen.
Ist die Herstellung eines durchaus bezw. unbegrenzt haltbaren Präparates beabsichtigt, so
ist die möglichste Entfettung der Molke und der Milch, welche vermittelst der Centrifuge
leicht zu erreichen ist, nothwendig. Für die Herstellung des eben beschriebenen Nährpräparates
erscheint es auch wesentlich, dafs die Käsebereitung nicht in blanken kupfernen,
sondern in verzinnten, emaillirten oder hölzer-
nen Gefä'fsen erfolgt, da sonst die in der Molke enthaltene Säure das gesundheitsschädliche
Kupfer löst.
Durch zweckmäfsige Wahl des Mischungsverhältnisses von Molke und Milch ist man so
im Stande, Präparate herzustellen, in welchen das Verhältnifs der Eiweifskörper zu den stickstofffreien
Nährstoffen allen besonderen Anforderungen der Diätetik entspricht. Bei den Gemischen von Molke und Milch kann z. B.
die Menge der Molke das Gleiche bis 8 fache der Milch betragen; immer besitzt das Product
die eben beschriebene, bisher unbekannte Eigenschaft, ohne jeden weiteren Zusatz beim Kochen,
Sterilisiren und Eindampfen kein Eiweifsgerinnsel auszuscheiden, was die Molke für sich,
wie vorher auseinandergesetzt, thut. Man hat daher in diesem Präparat die denkbar gröfste
Garantie, jede Veränderung der nativen Eiweifskörper vermieden zu haben.
Die vorstehend beschriebenen, mit Hülfe von Molke hergestellten Präparate sollen für diätetische
Zwecke in der WTeise Verwendung finden, dafs dieselben einerseits im Haushalt anderen
Nahrungsmitteln, beispielsweise Milch, Suppen, Kakao, Puddings, zur Erhöhung ihres Nährwerthes
zugesetzt werden, andererseits bei der industriellen Herstellung von Nahrungsmitteln
im gleichen Sinne verwendet werden. Diese industrielle Verwerthung hätte beispielsweise
die Bereitung von Mehlen, besonders Kindermehlen, Backwaaren und Kakaopräparaten ins
Auge zu fassen. Auch könnte man den Präparaten Fett und fetthaltige Substanzen, beispielsweise
Eidotter, zusetzen, was bereits bei der Herstellung des Molkenpräparates gewünschtenfalls
geschehen kann. Für Backzwecke empfiehlt es sich, bei der Teigbereitung unter Umständen an Stelle der pulverförmigen
bis auf etwa ein Viertel eingedickte Präparate zu verwenden.
An folgendem Beispiel mag die Ausführung des Verfahrens noch näher erläutert werden:
ίο 1 Molke werden mit 2 1 Milch gemischt, das Gemisch zum Kochen erhitzt,
im Vacuum zur Syrupconsistenz eingedampft, hierauf im Vacuumtrockenschrank vollends entwässert
und dann gepulvert. Gewünschtenfalls kann schliefslich das Pulver durch kurzes Erhitzen
auf ioo° C. leicht geröstet werden, wodurch der Geschmack modificirt und die Halt- .
barkeit erhöht wird.
Claims (1)
- Patent-A N spruch:
Verfahren zur Herstellung eines Nahrungsmittels aus Molke, durch Eindampfen derselben, dadurch gekennzeichnet, dafs man beim Eindampfen und Sterilisiren der Molke die Gerinnung ihres Eiweifses durch Zusatz von Milch verhindert.JIWJIt
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE134186C true DE134186C (de) |
Family
ID=402329
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT134186D Active DE134186C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE134186C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2521853A (en) * | 1946-09-14 | 1950-09-12 | Armour & Co | Recovery of lactalbumin |
-
0
- DE DENDAT134186D patent/DE134186C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2521853A (en) * | 1946-09-14 | 1950-09-12 | Armour & Co | Recovery of lactalbumin |
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