DE130718C - - Google Patents

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DE130718C
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piston
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pistons
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B67OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
    • B67DDISPENSING, DELIVERING OR TRANSFERRING LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B67D1/00Apparatus or devices for dispensing beverages on draught
    • B67D1/08Details
    • B67D1/10Pump mechanism
    • B67D1/101Pump mechanism of the piston-cylinder type

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Details Of Reciprocating Pumps (AREA)

Description

PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 130718 KLASSE 64 c.
JACOB BUTLER in ZUG (Schweiz). Steuerung für einen Bierdruckapparat.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. April 1900 ab.
Die meisten bis jetzt gebräuchlichen Bierdruckapparate leiden an dem Uebelstande, dafs zur Steuerung der Pumpe ein Differentialkolben zur Anwendung kommt, welcher bekanntlich immer von einer Seite mit Gegendruck belastet ist, so dais dessen Verschiebung mehr Kraft in Anspruch nimmt.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet mm. ein Bierdruckapparat, welcher diesem Uebelstand dadurch abhelfen soll, dafs bei demselben zur .Steuerung der Pumpe zwei Kolben von gleichem Durchmesser zur Anwendung gelangen, von denen der eine immer entlastet ist. Diese Kolben sind mit einem Kolbenschieber für den Ein- und Auslafs des Treibmediums im Pumpencylinder verbunden. Die Verstellung dieser Steuerungskolben und somit auch des Kolbenschiebers wird durch eine doppelt wirkende Vorsteuerung veranlafst, welche durch den Arbeitskolben der Pumpe beim Ende des Hubes desselben bewirkt wird.
Auf beiliegender Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht, und zwar zeigt:
Fig. ι einen senkrechten Schnitt durch den Apparat,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie A-A der Fig. 1,
Fig". 3 einen Schnitt nach der Linie B-B der Fig. 1,
Fig. 4 den Arbeitskolben der Pumpe.
ι bezeichnet den Cylinder der Pumpe, in welchem der Kolben 2, der oben mit einer Dichtungsmanschette 3 versehen ist, sich senkrecht auf- und abwärts bewegt. Im Boden des Pumpencylinders ist in axialer Richtung ein drei Ringnuthen 6, 7 und 8 enthaltender Cylinder 5 eingeschraubt. Die Bohrung des Cylinders ist durch einen Blechcylinder 9 verkleidet, welcher an den Ringnuthen 6, 7 und 8 durchlocht ist. In diesem Cylinder führt sich ein Kolbenschieber mit zwei Kolben 10 und 11, dessen Kolbenstange 12 in das Innere des Kolbens 2 hineinragt und innerhalb desselben in einem Rohre 13 sich führt. Diese Kolbenstange besitzt einen Anschlagring 14, welcher eine gewisse Strecke unterhalb des Endes der Stange angeordnet ist. Das untere Ende des Rohres 13 ist durch eine Ueberwurfmutter 15 geschlossen, welche von einem Ring aus weichem Material, wie z. B. Kautschuk, umgeben ist, zu einem weiter unten angegebenen Zweck. Senkrecht zum Cylinder 5 ist ein Steuerungscylinder 16 angeordnet, in welchem die Steuerungskolben 17, 18 und der Kolbenschieber 19 untergebracht sind. Diese drei Organe stehen in fester Verbindung mit einander. Die Enden des Steuerungscylinders sind durch Schraubenscheiben 20 verschlossen und die Steuerungskolben 17 und 18 sind mit Anschlagstiften 21
versehen, welche beim Verschieben der Kolben gegen die Schraubenscheiben 20 anstofsen und die Bewegung des Systems 17, 18 und 19 begrenzen. Die Wandung des Steuerungscylinders hat eine Ringnuth 22; die linke Hälfte des Cylinders ist mit einem Blechcylinder 23 ausgekleidet, welcher an der Ringnuth 22 durchlocht ist. Im Steuerungscylinder münden die Kanäle 24 und 25, der erstere zwischen dem Kolbenschieber 19 und dem Steuerkolben 18, der zweite zwischen dem Kolbenschieber 19 und dem Steuerungskolben 17. Die Ringnuth 22 steht durch einen Kanal 26 (Fig. 2 und 3) mit dem unteren Ende des Pumpe'ncylinders in Verbindung. Ferner führt auf der linken Seite des Cylinders 5 ein Kanal 27 vom linken Ende des Steuerungscylinders zur Ringnuth 8 und ein zweiter Kanal 28 vom Cylinderraum zwischen den Organen 17 und 19 zur Ringnuth 7, während auf der rechten Seite ein Kanal 29 von dem rechten Ende des Steuerungscylinders nach der Ringnuth 6 und ein Kanal 30 von dem Cylinderraum zwischen den Organen 18 und 19 oberhalb der Ringnuth 6 führt. Eine Bohrung 31 verbindet das Ende des Cylinders 5 mit dem Cylinder 16.
Die Wirkungsweise des beschriebenen Apparates ist die folgende:
Der Raum oberhalb des Arbeitskolbens 2 steht, wie üblich bei diesen Apparaten, einerseits mit der zum Bierfafs führenden Leitung, andererseits mit der Atmosphäre in Verbindung, wobei an geeigneter Stelle die nöthigen Saug- und Druckventile angeordnet sind. Es sei hier bemerkt, dais die Fig. 1 die Stellung der Organe am Ende des Abwärtshubes des Kolbens 2 angiebt. In diesem Augenblick hat letzterer die Stange 12 verstellt und die Kolben 10 und 11 derart bewegt, dais der Kolben 10 oberhalb der Ringnuth 7 und.der Kolben 11 unterhalb der Ringnuth 8 sich befinden. Das durch die Leitung 25 in den Apparat gelangende Treibmediuni kann durch den Kanal 28 in den Vorsteuerungscylinder 5 und von da durch den Kanal 27 links vom Steuerungskolben 17 eintreten. Dadurch wird das System 17, 18 und 19 nach rechts in die punktirt eingezeichnete Lage verschoben, und es gelangt der Kolbenschieber 19 nach der rechten Seite der Ringnuth 22, wodurch eine Verbindung zwischen der Zuleitung 25 und dem an dem unteren Ende des Arbeitscylinders 1 mündenden Kanal 26 hergestellt wird. Das Treibmedium kann also durch diesen Kanal 26 hindurch unterhalb des Arbeitskolbens der Pumpe eintreten. In dieser Lage verharrt der Arbeitskolben der Pumpe so lange, als über demselben der vorgeschriebene Druck vorhanden ist. Nimmt derselbe ab, so bewegt sich der Kolben unter dem Einflufs des unterhalb desselben wirkenden Treibmediums nach aufwärts und drückt Luft in das Bierfafs. Am Ende des Aufwärtshubes des Kolbens 2 wird durch die Ueberwurf mutter 15, welche auf den Anschlagring 14 trifft, die Kolbenstange 12 mitgenommen und die Kolben 10 und 11 in die in Fig. ι punktirt angegebene Stellung gebracht, bei welcher der Kolben 10 oberhalb der Ringnuth 6 und der Kolben 11 unterhalb der Ringnuth 7 gelangt. Das Treibmedium kann jetzt durch die Kanäle 28 und 29 rechts vom Steuerungskolben 18 eintreten, so dafs das System 17, 18 und 19 in seine frühere Lage zurückkommt, bei welcher (indem der Kolbenschieber 19 links von der Ringnuth 22 liegt) die Verbindung zwischen Leitung 25 und Kanal 26 aufgehoben ist, dagegen eine Verbindung zwischen letzterem und der Abflufsleitung 24 hergestellt wird. Aus Vorstehendem ist ersichtlich, dafs die beschriebene Vorsteuerung (Kolben 10 und 11, die sich im Cylinder 5 bewegen) eine doppeltwirkende ist. Unter dem Einflufs seines Eigengewichtes bewegt sich alsdann der Arbeitskolben nach unten und das im Arbeitscylinder enthaltene Treibmedium fliefst durch die Leitung 24 ab. Am Ende des Abwärtshubes des Kolbens trifft derselbe auf das Ende der Stange 12, drückt dieselbe nach unten und veranlafst dadurch eine Verschiebung der Kolben 10 und 11 in ihre frühere Lage, bei welcher das Treibmedium auf den Kolben 17 einwirken kann. Das Spiel wiederholt sich, bis der vorgeschriebene Druck erreicht wird. Die Bohrung 31 hat den Zweck, bei der Bewegung des Systems 17, 18 und 19 nach links das Abfliefsen des links vom Steuerungskolben 17 befindlichen Treibmediums zu ermöglichen. Zu demselben Zweck dient der Kanal 30 für das rechts vom Steuerungskolben 18 befindliche Treibmedium bei der Bewegung des Systems 17, 18 und 19 nach rechts. Der die Ueberwurfmutter umgebende Ring aus weichem Material hat den Zweck, einen starken Stofs gegen den Boden des Arbeitscylinders, wenn der Kolben unter dem Einflufs seines Eigengewichtes nach unten fällt, zu verhindern.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Steuerung für einen Bierdruckapparat, gekennzeichnet durch zwei gleiche Steuerungskolben (17, 18) und einen zwischen beiden angeordneten, auf gleicher Achse sitzenden Kolbenschieber (19), welche mittelst einer doppeltwirkenden Vorsteuerung (5, 10, 11), die von einem Arbeitskolben (2) am Ende eines Hubes in Thätigkeit gesetzt wird, derart verschoben wer-
    den, dafs das Treibmedium abwechselnd auf den einen oder anderen Steuerungskolben wirkt und somit die Verstellung des Kolbenschiebers (19) veranlafst.
    Bierdruckapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dais die Zu- und Abflufsleitungen (25,24) für das Treibmedium je in einen der zwischen Steuerungskolben (17,18) und Kolbenschieber (19) gebildeten Räume münden und dais •sich der Kolbenschieber (19) in seinen Grenzstellungen auf der einen oder anderen Seite der Mündung einer in den Pumpencylinder (1) führenden Leitung {22, 26) befindet.
    Bierdruckapparat nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dafs die doppeltwirkende Vorsteuerung (5, 10, 11) aus zwei mit einander verbundenen Kolben (10, 11) besteht, welche sich in einem Cylinder (5) führen, der einerseits mit dem Raum vor dem einen Steuerungskolben (17), in der Mitte mit der Zuleitung des Treibmediums, · andererseits mit dem Raum vor dem anderen Steuerungskolben (18) in Verbindung steht, zum Zweck, in den Grenzstellungen des Kolbenschiebers das Druckmedium auf den einen oder den anderen Steuerungskolben wirken zu lassen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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