DE1298536B - Druckwerk zum Aufbringen von Merkmalen auf Gegenstaende von unterschiedlicher Dicke - Google Patents
Druckwerk zum Aufbringen von Merkmalen auf Gegenstaende von unterschiedlicher DickeInfo
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Description
1 2
Die Erfindung bezieht sich auf ein Druckwerk zum rechten Seitenwand eine Stützplatte (Stützorgan) 3
Aufbringen von Merkmalen auf Gegenstände von angeordnet, die mit öffnungen zum Durchtritt der
unterschiedlicher Dicke, wie z. B. Briefe, mit einem Druckstempel 4 versehen ist. Vor dieser Stützplatte
den Gegenstand beim Druckvorgang abstützenden läuft das Farbband 5. Die linke Seitenwand des För-Amboß,
der entsprechend der Dicke des Gegenstan- 5 derkanals 2 hat eine Ausnehmung für den Durchtritt
des so einstellbar und feststellbar ist, daß dessen zu des Ambosses 6.
bedruckende Oberfläche jeweils an einem mit öff- Die Druckstempel 4 sind z. B. in vier Kolonnen zu
nungen zum Durchtritt der Druckstempel versehenen je fünf Stempeln angeordnet und sind in einem heiz-Stützorgan
anliegt. baren Block 7 entgegen einer Rückstellkraft ver-
Derartige Druckwerke werden beispielsweise für io schiebbar gelagert. Den Druckstempeln sind Betätidas
Aufbringen der codierten Leitmerkmale auf gungsstößel 8 zugeordnet, die innerhalb eines Fühselbsttätig
zu verteilende Briefe verwendet. Hierbei rungskörpers 9 durch je einen verschiebbaren Anker
werden die Codeelemente mittels geheizter Druck- 8' entsprechend dem gewünschten Permutationscode
stempel von einem Spezialfarbband (Transferband) wahlweise in eine obere oder eine untere Stellung geauf
den Brief übertragen. Die Bezugsebene beim 15 bracht werden können. Der Führungskörper selbst ist
Druckvorgang ist die Farbbandebene. Das Farbband an Schwingen 10 und 11 gelagert. Er kann durch eine
läuft über eine mit Öffnungen zum Durchtritt der an einer Rolle 12 der Schwinge 10 angreifende Nocke
Druckstempel versehene Stützplatte. Vor dem Druck- 13 in Verbindung mit einer Rückholfeder 14 aus
Vorgang muß der Brief durch den Amboß (Gegen- einer hinteren Stellung (Auswahlstellung) in eine vordruckklotz)
mit seiner Vorderseite an die Stützplatte 20 dere Stellung (Arbeitsstellung, Fig. 2) und zurück
und damit an das Farbband angelegt werden. Die gebracht werden, indem die Welle (Nockenwelle) 15
Kraft, mit der dies geschieht, darf einen bestimmten eine Umdrehung vollführt. In F i g. 1 ist er auf dem
Wert nicht überschreiten, damit nicht hierbei schon Wege in die Arbeitsstellung, in Fig. 2 befindet er
ein Farbübertrag vom Farbband auf den Brief ein- sich in dieser. Jedem der Betätigungsstößel 8 bzw. der
tritt. Andererseits werden aber beim Druckvorgang 25 Anker 8' ist ein wahlweise erregbarer Auswahlmagnet
durch die Stempel erhebliche Kräfte auf den Brief 16 zugeordnet.
ausgeübt, die wiederum vom Amboß aufgenommen Der bisher beschriebene Teil des Druckwerks
werden müssen. arbeitet wie folgt: In der Auswahlstellung liegen alle
Die Einstellbewegung des Ambosses, durch die Anker 8' der Betätigungsstößel an den Auswahldieser
in eine durch die Briefdicke bestimmte End- 3° magneten 16 an. Dadurch sind alle Betätigungsstößel
stellung gelangt, darf also nur mit verhältnismäßig angehoben. Bei Beginn des Vorlaufs des Führungsgeringer
Kraft erfolgen. Beim Druckvorgang darf körpers bleiben jene Anker haften, deren zugeordaber
der Amboß auch unter dem Einfluß von um ein neter Auswahlmagnet erregt ist. Hierdurch senken
Vielfaches größeren Kräften nicht ausweichen kön- sich die entsprechenden Betätigungsstößel und schienen.
Eine Verklinkung des Ambosses hat sich in der 35 ben bei weiterem Vorlauf des Führungskörpers 9 ihre
Praxis als nicht günstig erwiesen. Nachteilig ist dabei, Druckstempel 4 vor.
daß die Abstände der einzelnen Rasten verhältnis- Der den Druckstempeln 4 gegenüberliegende Am-
mäßig groß sein müssen, also der Amboß sich nicht boß 6 ist mit Hilfe zweier Schwingen 17 und 18 pargenau
genug auf die Briefdicke einstellen kann. Eine allelgeführt. Er steht über eine Koppel 19 und einen
engere Teilung der Rasten bedeutet eine größere 40 Arm 20 unter der Wirkung einer Feder 21, die die
Störanfälligkeit durch Verschmutzung und größere Einstellkraft in Richtung auf die Stützplatte 3 ver-Flächenpressung.
Außerdem müssen besondere Maß- mittelt Auf der gleichen Welle 15, die die Nocke 13
nahmen getroffen werden, die Klinke im geeigneten trägt, befindet sich eine weitere Nocke 22, die mit
Moment wieder auszuheben. Ein weiterer Nachteil einer auf dem Arm 20 gelagerten Rolle 23 zusammenbesteht
darin, daß die verhältnismäßig großen Druck- 45 wirkt. Mit Hilfe der Nocke 22 kann der Amboß entkräfte
von dem die Einstellung des Ambosses gegen der Einstellkraft der Feder 21 in die in F i g. 1
bewirkenden Getriebe aufgenommen werden müs- dargestellte Bereitschaftsstellung gebracht und vor
sen, deren Gelenke hierbei einem Verschleiß unter- dem Druckvorgang, nach entsprechender Verdrehung
liegen. der Welle 15, zur Einstellbewegung freigegeben
Die Erfindung bezweckt, ein Druckwerk der ein- 50 werden.
gangs genannten Gattung zu schaffen, bei dem diese Hinter dem Amboß 6 ist ein festes Widerlager 24
Nachteile nicht auftreten können. Dies wird dadurch vorgesehen und zwischen Amboß und Widerlager ist
erreicht, daß hinter dem Amboß ein festes Widerlager ein quer zur Einstellrichtung des Ambosses vervorgesehen
ist und daß zwischen Amboß und Wider- schiebbarer Keil (Riegelkeil) 25 angeordnet, dessen
lager ein quer zur Einstellrichtung des Ambosses ver- 55 Aufgabe darin besteht, den eingestellten, also den
schiebbarer, den eingestellten Amboß am Wider- Brief 1 gegen die Stützplatte 3 anlegenden Amboß am
lager abstützender Keil angeordnet ist. Widerlager abzustützen. Eine Koppel 26 verbindet
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele den Keil 25 mit einem zweiarmigen Hebel 27, an dem
der Erfindung dargestellt. Es zeigen eine Feder 28 und, über eine Rolle 29, eine gleich-
F i g. 1 und 2 schematisch das erste Ausführungs- 60 falls auf der Welle 21 sitzende dritte Nocke 30 anbeispiel
in Seitenansicht vor bzw. während des greift.
Druckvorganges, Nach Einlaufen eines Briefes 1 in die Druckstellung
F i g. 3 und 4 in entsprechender Darstellung das wird durch die Drehung der Welle 15 über die Nocke
zweite Ausführungsbeispiel. 22 der Arm 20 freigegeben, so daß durch die Wir-
Die zu bedruckenden Briefe 1 werden in einem 65 kung der Feder 21 über die Koppel 19 der Amboß 6
senkrecht zur Zeichenebene verlaufenden Förder- sich nach rechts bewegt und den Brief 1 gegen das
kanal 2 in das Druckwerk ein- und aus diesem her- Farbband 5 und die Stützplatte 3 drückt. Etwa gleichausgeführt.
Im Bereich der Druckstellung ist in der zeitig mit dem Arm 20 wird über die Nocke 30 auch
der Arm 27 freigegeben, so daß sich unter der Wirkung
der Feder 28 der Keil 25 nach oben, in die in F i g. 2 gezeigte Stellung bewegt, in der er den eingestellten
Amboß 6 am Widerlager 24 abstützt.
Der Keilwinkel des Keiles 25 wird in vorteilhafter Weise so gewählt, daß der Keil selbsthemmend ist.
Der Keil kann dann ohne stützende Querkraft beliebig große Längskräfte aufnehmen, und die Feder 28
braucht nur so stark zu sein, daß sie zur Erzielung der Stellbewegung des Keiles ausreicht. Die vom
Amboß 6 auf den Brief 1 ausgeübte Andruckkraft ist im wesentlichen durch die Feder 21 bestimmt.
Mit dem Weiterdrehen der Nockenwelle 15 über die in F i g. 2 gezeigte Stellung hinaus wird durch die
Nocke 13 der Arm 10 zur Rückstellbewegung des Führungskörpers 9 unter der Wirkung der Feder 14
freigegeben. Ferner werden durch die Nocken 22 bzw. 30 der Keil 25 und nachfolgend der Amboß 6 entgegen
den durch die Federn 21 bzw. 28 ausgeübten Verschiebekräften wieder in ihre in F i g. 1 gezeigte so
Bereitschaftsstellung gebracht, womit der Druckzyklus beendet ist.
Bei dem zweiten, in den Fig. 3 und 4 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Bauelemente 2 bis 16
und 24 bis 27 in gleicher Weise ausgebildet wie in «5
den F i g. 1 und 2.
Hingegen ist der Amboß 16 hier nur an einer Schwinge 31 gelagert. Gegen Verdrehung um die
Achse 32 wird er durch den Keil 25 gestützt, gegen den er durch eine Rückholfeder 33 dauernd angelegt
wird. Es erübrigen sich dadurch die Nocke 22 und die mit ihr zusammenwirkenden Getriebeelemente aus
Fig. 1. Der Keil25 steht mit den gleichen Antriebselementen 26, 27, 29 und 30 in Verbindung- wie bei
dem ersten Ausführungsbeispiel.
Die Kraft für die Einstellbewegung des Ambosses 6 wird durch die über den Keil 25 auf ihn einwirkende
Verschiebekraft der Feder 28' aufgebracht. Diese ist deshalb entsprechend stärker bemessen als die Feder
28 in den F i g. 1 und 2. Sobald der Antriebsarm 27 des Keiles 25 im Verlaufe des Druckzyklus durch die
Nocke30 freigegeben wird (Fig.4), wird der Keil
25 durch die Feder 28' nach oben bewegt und bewirkt über die Keilfläche auch die Einstellbewegung
des Ambosses 6.
Der Keil 25 ist somit bei diesem Ausführungsbeispiel nicht nur als Stützorgan, sondern auch als
Antriebsorgan des Ambosses wirksam. Die auf den Amboß wirkende Einstellkraft entspricht, von geringen
Reibungsverlusten an der Keilfläche abgesehen, der Differenz aus der in seiner Verschieberichtung
wirksamen Kraftkomponente aus der Feder 28' und der an ihm angreifenden Rückstellkraft der Feder 33.
Claims (4)
1. Druckwerk zum Aufbringen von Merkmalen auf Gegenstände von unterschiedlicher Dicke, wie
z. B. Briefe, mit einem den Gegenstand beim Druckvorgang abstützenden Amboß, der entsprechend
der Dicke des Gegenstandes so einstellbar und feststellbar ist, daß dessen zu bedruckende
Oberfläche jeweils an einem mit Öffnungen zum Durchtritt der Druckstempel versehenen Stützorgan
anliegt, dadurch gekennzeichnet, daß hinter dem Amboß (6) ein festes Widerlager (24) vorgesehen ist und daß zwischen Amboß und
Widerlager ein quer zur Einstellrichtung des Ambosses verschiebbarer, den eingestellten Amboß
am Widerlager abstützender Keil (25) angeordnet ist.
2. Druckwerk nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen solchen Keilwinkel des Keiles
(25), daß dieser selbsthemmend ist.
3. Druckwerk nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß am Amboß (6) eine in Richtung
auf das Stützorgan (3) wirkende Einstellfederkraft (21) und am Keil (25) eine in Richtung
auf Amboß und Widerlager wirkende Verschiebefederkraft (28) angreift und daß je ein
Nockengetriebe (22,20,19,18 bzw. 30,27,26) vorgesehen ist, welche den Keil (25) und den
Amboß (6) entgegen der Federkräfte (21 bzw. 28) zwangsweise in eine Bereitschaftsstellung bringen
und vor dem Druckvorgang den Amboß zur Einstellbewegung und den Keil zum Abstützen des
Ambosses, jeweils unter der Einwirkung der Federkräfte (21 bzw. 28) freigeben.
4. Druckwerk nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß am Amboß (6) eine in Richtung
auf das Widerlager (24) wirkende Rückstellfederkraft (33) und am Keil (25) eine in Richtung
auf den Amboß (6) und das Widerlager (24) wirkende Verschiebefederkraft (28') angreift und
daß ein Nockengetriebe (30, 27,26) vorgesehen ist, welches den Keil entgegen der Verschiebefederkraft
(28') zwangsweise in eine Bereitschaftsstellung bringt, wobei der Amboß (6) unter der
Einwirkung der Rückstellfederkraft (33) nachfolgt, und welches den Keil vor dem Druckvorgang
freigibt, wodurch infolge der über den Keil (25) ausgeübten Verschiebefederkraft (28')
der Amboß (6) die Einstellbewegung vollführt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE2818228A1 (de) * | 1978-04-26 | 1979-11-08 | Licentia Gmbh | Druckwerk zum aufbringen eines aufdrucks auf gegenstaende von unterschiedlicher dicke |
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Non-Patent Citations (1)
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Also Published As
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| BE707797A (de) | 1968-04-16 |
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