DE1293583B - Auskopierschicht mit einem Merocyanin und einer photolytischen organischen Halogenverbindung - Google Patents
Auskopierschicht mit einem Merocyanin und einer photolytischen organischen HalogenverbindungInfo
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- DE1293583B DE1293583B DEH48762A DEH0048762A DE1293583B DE 1293583 B DE1293583 B DE 1293583B DE H48762 A DEH48762 A DE H48762A DE H0048762 A DEH0048762 A DE H0048762A DE 1293583 B DE1293583 B DE 1293583B
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Description
Die Erfindung betrifft eine Auskopierschicht mit einem Merocyanin, einer photolytischen, organischen
Halogenverbindung und gegebenenfalls einem Bindemittel.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, photographische Aufzeichnungsmaterialien, die mindestens
eine halogenierte, vorzugsweise eine polyhalogenierte, photolytische organische Halogenverbindung der
Formel
R — C — X3
enthalten, in welcher R gleich einem Wasserstoff-, Chlor-, Brom- oder Jodatom oder gleich einem
Alkyl-, Halogenalkyl-, Aryl- oder Aralkylrest ist und X gleiche oder verschiedene Chlor-, Brom- oder
Jodatome sind, mit Styrylfarbstoffbasen und deren höhere Vinylenhomologen oder mit Cyaninfarbstoffbasen
für sichtbares Licht zu sensibilisieren.
Schließlich wurde auch bereits der Zusatz einer geeigneten Menge einer Leukobase eines Di- oder Triphenylmethanfarbstoffes zu Styryl- bzw. Cyaninfarbstoffbasen enthaltenden lichtempfindlichen Schichten für photographische Aufzeichnungsmaterialien vorgeschlagen.
Schließlich wurde auch bereits der Zusatz einer geeigneten Menge einer Leukobase eines Di- oder Triphenylmethanfarbstoffes zu Styryl- bzw. Cyaninfarbstoffbasen enthaltenden lichtempfindlichen Schichten für photographische Aufzeichnungsmaterialien vorgeschlagen.
Nachteilig an derartigen photographischen Aufzeichnungsmaterialien
ist, daß sie gegenüber größeren Wellenlängen des sichtbaren Lichtes eine relativ
geringe Lichtempfindlichkeit aufweisen.
Aufgabe der Erfindung ist, Auskopierschichten für photographische Aufzeichnungsmaterialien anzugeben,
die eine höhere Empfindlichkeit für sichtbares Licht größerer Wellenlänge aufweisen als die
bereits vorgeschlagenen.
Der Gegenstand der Erfindung geht von einer Auskopierschicht mit einem Merocyanin, einer
photolytischen, organischen Halogenverbindung und gegebenenfalls einem Bindemittel aus und ist dadurch
gekennzeichnet, daß sie als Merocyanin eine dreikernige Merocyaninfarbstoffbase der Formel
O = C
R—Ν—(CH=CH)0-T1-C=(CH-CH)^1=C C=(CH-CH)^1=C-C=(CH-CH)^1=N
enthält, in welcher R gleich einer Alkylgruppe mit 1 bis 4 C-Atomen oder einer Benzylgruppe, R2
gleich einer Alkylgruppe mit 1 bis 4 C-Atomen, einer Aryl- oder Benzylgruppe und R3 gleich einem
Wasserstoffatom oder einer CN-Gruppe
α gleich 1 oder 2,
b gleich 1, 2 oder 3,
c gleich 1, 2 oder 3 und
d gleich 1 oder 2,
b gleich 1, 2 oder 3,
c gleich 1, 2 oder 3 und
d gleich 1 oder 2,
Y und Z gleich C, S, Se, O oder N oder gleich den zur Vervollständigung eines gegebenenfalls substituierten
heterocyclischen 5- oder 6-Ringes erforderlichen Atomen, Q gleich einem Sauerstoff-, Schwefeloder
Selenatom oder der Gruppe
— N —Ri
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung enthält die Schicht als Merocyaninfarbstoffbase
eine solche, in der Q ein Schwefelatom ist.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung enthält die Schicht eine Merocyaninfarbstoffbase,
in der R, Z und a so gewählt sind, daß
-N-
R — N — (CH = CH)^1-C =
der Gruppierung
L=
in der Ri eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 C-Atomen, eine Arylgruppe oder Benzylgruppe bedeutet, ist.
Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung enthält entspricht.
die Schicht eine solche Merocyaninfarbstoffbase, in 50 Die Auskopierschichten nach der Erfindung umder
Y und el so gewählt sind, daß fassen:
-C = (CH = CH)^ ,= N
der Gruppierung
der Gruppierung
oder der Gruppierung
entspricht.
1. eine Merocyaninfarbstoffbase als Sensibilisator;
2. eine photolytische, organische Halogenverbindung;
3. gegebenenfalls ein Bindemittel, in welchem die halogensubstituierte organische Verbindung und
der Sensibilisator dispergiert sind.
Weiterhin können diese Auskopierschichten zusätzlich eine Leukobase eines Di- oder Triphenylmethanfarbstoffes
enthalten.
1. Merocyaninfarbstoffbasen als Sensibilisatoren
Eine besonders bevorzugte Merocyaninfarbstoffbase, die insbesondere in Kombination mit einem
bromierten Methan oder bromierten Äthan, z. B.
CBr1 oder C2HBr5, wirksam ist, ist 3-Äthyl-5-(3-äthyl-2(3
H) - benzothiazolyden - 2 - (4 - chinolyl - methylen)-4-thiazolidon.
2. Photolytische organische Halogenverbindung
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung enthält die Schicht als photolytische organische
Halogenverbindungen eine Verbindung der Formel
R —C —Xa
in welcher R gleich H, Cl, Br, J, Alkyl, Halogenalkyl,
Aryl, Aroyl oder Aralkyl und X gleich Cl, Br oder J ist.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung enthält die Schicht als photolytische organische
Halogenverbindung Tetrabrommethan.
Verbindungen, die sich in den erfindungsgemäßen, Merocyaninfarbstoffbasen enthaltenden Schichten
als besonders wirksam erwiesen haben, sind z. B. CCI1, CBr4, CHCl3, CHBr3, CHJ3, CBrCl3, C2CIe,
CoBr« und C2HBrs sowie Benzotribromid und Tribromacetophenon.
3. Bindemittel
Die photolytische, organische Halogenverbindung und die Merocyaninfarbstoffbase können in einem
üblichen bekannten Bindemittel dispergiert werden. Für die Merocyaninfarbstoffbasen und die oben
angegebenen bromieKten Kohlenwasserstoffe hat sich Polystyrol als besonders vorteilhaft erwiesen.
35
4. Leukobasen von Di- oder
Triphenylmethanfarbstoffen erfindungsgemäßen Auskopierschichten erhalten wird, zeichnet sich durch eine erhöhte Empfindlichkeit aus, die durch einen synergistischen Effekt bedingt ist.
Triphenylmethanfarbstoffen erfindungsgemäßen Auskopierschichten erhalten wird, zeichnet sich durch eine erhöhte Empfindlichkeit aus, die durch einen synergistischen Effekt bedingt ist.
Die aufgeführten Zusätze können in verschiedenen Konzentrationen verwendet werden. Berechnet auf
das Trockengewicht des Bindemittels, haben sich' die folgenden Konzentrationen als besonders vorteilhaft
erwiesen:
| Gewichtsteile | |
| je Gewichtsteil Bindemittel | |
| Photolytische, organische | |
| Halogenverbindung | 0,1 bis 10,0 |
| Merocyaninfarbstoffbase ... | 0,001 bis 0,10 |
| Leukobase eines Di- oder | |
| Triphenylmethanfarb- | |
| stoffes | 0,001 bis 0,01 |
Ein panchromatisch sensibilisiertes photographisches Aufzeichnungsmaterial, das durch Einarbeiten
von Leukobasen bzw. Carbinolbasen von Triphenylmethan- oder Diphenylmethanfarbstoffen in die
40 Durch die Erfindung wird erreicht, daß Auskopierschichten
mit dreikernigen Merocyaninfarbstoffbasen zur Verfügung stehen, die sich durch eine hohe
Empfindlichkeit gegen sichtbares Licht, insbesondere Licht längerer Wellenlänge, durch die Intensivierbarkeit
ihrer Empfindlichkeit durch Wärme und durch die Fähigkeit zur Erzeugung von Bildern
nahezu neutraler Bildfarbe auszeichnen.
Die dreikernigen Merocyaninfarbstoffbasen können in der Weise hergestellt werden, daß man quaternierte
Merocyanine, die eine aktive Alkylmercapto- oder Anilidogruppierung enthalten, mit einer
Cyanmethylverbindung, ζ. B. 2- oder 4-Cyanmethylbenzthiazol,
kondensiert und nachfolgend die Cyangriippe abspaltet.
Die nachfolgend angeführten Herstellungsbeispiele sind nicht Gegenstand der Erfindung; sie dienen
lediglich zum Nachweis der Zugänglichkeit der in den erfindungsgemäßen Auskopierschichten enthaltenen
dreikernigen Merocyaninfarbstoffbasen.
Herstellung von 3-Äthyl-5-(3-äthyl-2(3)-benzothiazolyliden)-2-(2-chinolylmethylen)-4-thiazolidon
(Sensibilisator 1)
N-C2H5
= C
\S/ C = CH
1 g (0,0022 Mol) 3-Äthyl-5-(3-äthyl-2-(3H)-benzothiazolyliden-2-[cyano-2-chinolylmethylen]-4-thia-
zolidon wurde 3 Minuten in 50 ml 6O"/oiger H2SOi
zum Sieden erhitzt. Die Mischung wurde schnell abgekühlt und auf zerkleinertes Eis gegossen. Nach
dem Neutralisieren mit NHiOH und Filtrieren wurden 0,8 g Rohprodukt erhalten.
Durch Umkristallisation aus Aceton wurden 0,40 g gelbe Kristalle vom Schmelzpunkt 222 bis 224 C
erhalten.
Das in Aceton bestimmte Absorptionsmaximum betrug 463 nm.
5 6
Herstellung von 3-Äthyl-5-(3-äthyl-2(3H)-benzothiazolyliden)-2-(4-chinolylmethylen)-4-thiazQlidon
(Sensibilisator 2)
N-QH5 C = CH
C2H5
0,5 g (0,0011 Mol) 3-Äthyl-5-(3-äthyl-2(3H)-benzothiazolyliden)
- 2 - [(cyano) - 4 - chinolylmethylen]-4-thiazolidon
wurden 2 Minuten in 40 ml 60%iger H2SO4 zum Sieden erhitzt. Die gelbe Lösung wurde
schnell abgekühlt und auf zerkleinertes Eis gegossen. Durch Neutralisation mit NHiOH und
Filtration wurden 0,4 g Rohprodukt und durch Umkristallisation aus 100 ml Aceton wurden 0,25 g
(52,0%) bräunlichrote Kristalle erhalten. Der Schmelzpunkt betrug 190 bis 192°C (Zersetzung).
Das Produkt ergab in Aceton ein Absorptionsmaximum von 434 nm.
Das Produkt ergab in Aceton ein Absorptionsmaximum von 434 nm.
Herstellung von 3-Äthyl-5-{3-äthyl-2(3)-benzothiazolyliden)-2-[3-(2-chinolyl)-allyliden]-
4-lhiazolidon (Sensibilisator 3)
N-C2H5
C = CH-CH = CH Das Rohprodukt wurde in Chloroform gelöst
und an Aluminiumoxyd chromatographisch aufgearbeitet. Die Chloroformlösung wurde auf ein
kleines Volumen konzentriert und dann Petroläther zugesetzt. Es fiel ein dunkelroter amorpher Niederschlag
in einer Menge von 24,4% (0,20 g) vom Schmelzpunkt 140 bis 143 C (unter Zersetzung) aus.
Die Absorptionsmaxima in Aceton bei Dichten von 0,85 g und 0,395 betrugen 450 bzw. 370 nm.
CH,
200 ml 60%ige H2SO4 wurden mit 0,9 g
(0,0018 Mol) 3 - Äthyl - 5 - (3 - äthyl - 2(3H) - benzothiazolyliden)-2-[(3-cyano)-3-(2-chinolyl)-allyIiden]-
4-thiazolidon gemischt und die Mischung langsam zum Sieden erhitzt. Die Lösung wurde 1 Minute
im Sieden gehalten, schnell abgekühlt und auf Eis gegossen. Durch Filtrieren nach der Neutralisation
mit konzentriertem NH4OH wurden 0,8 g eines
dunkelroten festen Rohproduktes erhalten.
Herstellung von 3-Äthyl-5-(34ithyl-2(3)-benzothiazolyliden-2-[3-(4-chinolyl)-allyIiden]-
4-thiazolidon (Sensibilisator 4)
N — C2H5 = CH —CH = CH
und Filtration wurden 0,45 g eines rotbraunen Feststoffes erhalten.
Das Rohprodukt wurde aus 50 ml heißem Äthanol umkristallisiert, wodurch 0,19 g (41,8%) eines
rotbraunen amorphen Feststoffes vom Schmelzpunkt 245 bis 248 C erhalten wurden.
Das Absorptionsmaximum in Aceton betrug 448 nm.
QH5
0,5 g (0,001 Mol) 3-Äthyl-5-(3-äthyl-2(3)-benzothiazolyliden)-2-[(
1 -cyano)-3-(4-chinolyl)-allyliden]-4-thiazolidon wurden mit 50 ml 60%iger H2SO4
gemischt und langsam auf 150 C erhitzt. Die Lösung wurde f Minute auf 150 C gehalten, dann gekühlt
und auf zerkleinertes Eis gegossen.
Durch Neutralisation mit konzentriertem NHjOH
Herstellung von 3-Äthyl-5-[(3-äthyl-2(3)-benzoxazolyliden)-äthyliden]-2-cyano-(2-chinolylmethyIen)-4-thazolidon
(Sensibilisator 5)
5 g (0,01 Mol) 5-[(3-Äthyl-2(3)-benzoxazolyliden)-äthyl
iden] - 2 - methylmercapto - 4( 5) - thiazolon - äthylp-toluolsulfonat
und 1,68 g (0,01 Mol) 2-Chinolylacetonitril
wurden mit 125 ml absolutem Äthanol, das 2,02 g (0,02 Mol) Triäthylamin enthielt, gemischt,
das Gemisch 10 Minuten unter Rückfluß zum Sieden erhitzt und dann über Nacht gekühlt.
Die erhaltenen kristallinen Festkörper wurden abfiltriert, mit 100 ml Äthanol in kleinen Teilmengen
gewaschen und dann auf Gewichtskonstanz getrocknet. Die Ausbeute an roten Rohkristallen betrug
3,3 g (70,8%).
Durch Umkristallisieren aus 1 bis 1Z2 1 Chloroform
und 3 1 Petroläther wurden 2,8 g (Ausbeute 60,1%) eines roten, kristallinen Pulvers vom Schmelzpunkt
250 bis 252,5 C erhalten.
Das Absorptionsmaximum in Aceton betrug 508 nm.
Analyse für C27
Berechnet ..
gefunden ..
gefunden ..
C 69.51. H 4.72, N 12,02, S 6,88;
C 69.29, H 4,00, N 12,06, S 6,72.
C 69.29, H 4,00, N 12,06, S 6,72.
20
Herstellung von 3-Äthyl-5-[(3-äthyl-2(3)-benzoxazolyliden)-äthyliden]-2-(2-chinolylmethylen)-
4-thiazoIidon (Sensibilisator 6)
1 g (0,0022 Mol) 3-Äthyl-5-[(3-äthyl-2(3)-benzoxazolyliden) - äthyliden] - 2 - (cyano) - 2 - (chinolylmethylen)-4-thiazolidon
wurde in einem Kolben mit 140 ml 80%iger H2SOi versetzt und unter Umrühren
V2 Stunde auf einem Dampfbad erhitzt. Die Lösung
wurde dann etwa 1 Minute auf 180 C erhitzt, bis die rosa Farbe verschwunden war.
Das Reaktionsgemisch wurde schnell abgekühlt und auf zerkleinertes Eis gegossen. Nach dem Neutralisieren
mit konzentriertem NH4OH und dem Filtrieren betrug die Ausbeute 0,9 g (92,8%) eines
dunkelroten Rohproduktes.
Durch Umkristallisieren aus einem Gemisch von 50 ml CHCIi und 400 ml Petroläther wurden 0,60 g
(Ausbeute 61,7%) eines dunkelroten kristallinen Pulvers mit einem Schmelzpunkt von 202 bis 204 C
(Zersetzung) erhalten.
Das Absorptionsmaximum in Aceton betrug 490 nm.
Herstellung von 3-Äthyl-5-[(3-äthyl-2(3)-benzothiazolyliden-äthyliden]-2-(chinolylmethylen)-4-thiazoIidon
(Sensibilisator 7)
O=C N-C2H5
S s
C = CH-CH = C C = CH
C2H5
■s/
1 g (0.0021 Mol) 3-Äthyl-5-[(3-äthyl-2(3)-benzothiazolyliden)
- äthyliden] - 2 - [(cyano) - 2 - chinolylmethylen]-4"thiazolidon
wurde in 200 ml 80%iger H2SOj gelöst, indem es 20 Minuten auf einem
Dampfbad erhitzt wurde. Die klar gewordene Lösung wurde 30 Sekunden aufgekocht, schnell
abgekühlt und auf zerkleinertes Eis gegossen.
Nach dem Neutralisieren mit konzentriertem NHiOH und Filtrieren wurde eine Ausbeute von
0,85 g (88,5%) eines braunen, festen Rohproduktes erhalten.
Das getrocknete Rohprodukt wurde in 200 ml Chloroform gelöst und durch eine 45,7 cm lange
Aluminiumoxydsäule geschickt. Die Verunreinigungen wurden mit 2 1 Petroläther eluiert. Das Produkt
wurde mit Aceton aus der Säule entfernt und iimkristallisiert, wodurch 0,35 g (37"/«) braunrote Kristalle
mit einem Schmelzpunkt von 238 bis 240,5 C erhalten wurden.
Das Absorptionsmaximum in Aceton lag bei 493 nm.
In den Auskopierschichten nach der Erfindung wurde die sensibilisierende Wirkung der Merocyaninfarbstoffbasen
mit Tetrabromkohlenstoff als photolytischer, organischer Halogenverbindung bestimmt.
Die erhaltenen Ergebnisse sind in den folgenden Tabellen I und II zusammengefaßt.
Beschichtungslösungen wurden hergestellt, indem 25 mg der Merocyaninfarbstoffbase (Sensibilisator)
einer Lösung zugesetzt wurden, die aus 4 ecm Aceton, 4 ecm einer 10%igen Polystyrollösung in Benzol und
1,4 g Tetrabromkohlenstoff bestand. Ferner wurden entsprechende Mischungen, denen jedoch zusätzlich
2 mg Leukokristallviolelt zugesetzt worden waren, in genau der gleichen Weise hergestellt und, wie im
folgenden beschrieben, photographisch getestet.
Jede der Beschichtungslösungen wurde 0,038 mm dick (naß) auf einen haftschichtfreien Schichtträger
aus Polyethylenterephthalat aufgetragen und die Schicht vor dem Belichten 60 Minuten an der Luft
getrocknet. Außer den mit einem Sensitometer durchgeführten Messungen wurde ein zweites Prüfverfahren
durchgeführt, bei welchem ein Stufenkeil benutzt wurde, der mit fünf Wratten-Filterstreifen
(2 B Ultraviolett, 47 B Blau, 12 Gelb, 58 Grün und 25 Rot) belegt war und bei dem ein sechster Streifen
filterlos blieb. Die angegebenen lichtempfindlichen Schichten wurden unter diesem Stufenkeil 2 Minuten
aus einem Abstand von 30,5 cm mit einer Fotolampe belichtet. Die belichteten Schichten wurden dann
fixiert, indem die nicht umgesetzten Bestandteile mit einem Gemisch aus Aceton und Petroläther
(1:4 Volumteile) ausgewaschen wurden.
909 517/515
10
Dichtewerte belichteter, dreikernige Merocyaninfarbstoffbasen enthaltender Auskopierschichten im Vergleich
zu Schichten mit 2-(p-Dimethylaminostyryl)-chinolin (SQ).
Photolytische, organische Halogenverbindung: Tetrabrommethan LCV = Leukokristallviolett
Farbstoff
Filier
2B
Sichtbare
Stufenzahl
Gesamt dichte
47 Blau
Sichtbare
Stufenzahl
Ge-
samtdichte
12 Gelb
Sichtbare
Stufenzahl Gesamt
dichte
dichte
Klar
Sichtbare
Slufenzahl
Ge
samtdichte
58 Grün
Sichtbare
Stul'enzahl
Ge
samtdichte
25 A Rot
Sichtbare
Stufenzahl
Ge
samtdichte
Dichte von
Schichtträger plus
Schleier
SQ*)
SQ+LCV
Sensibilisator 1*).
Sensibilisator 1
+ LCV
+ LCV
Sensibilisator 2*).
Sensibilisator 2
+ LCV
+ LCV
Sensibilisator 3*).
Sensibilisator 3
+ LCV
+ LCV
Sensibilisator 4*).
Sensibilisator 4
+ LCV
+ LCV
Sensibilisator 5*).
Sensibilisator 5
+ LCV
+ LCV
Sensibilisator 6*).
Sensibilisator 6
+ LCV
+ LCV
Sensibilisator 7**)
Sensibilisator 7
+ LCV
+ LCV
13
11
11
15
17
17
18
9
9
10
12
12
13
14
14
.35 .96
.32
.46
.57
.77 .37
.52 .14
.32
5 9
7 5
8 10
11
.15 .40
.19
.32 .26
.53 .34
.50 .11
.15
13 8
10 9
15 16
18 8
12 .28
.87
.87
.22
.47
.33
.33
.76
.37
.37
.47
.12
.12
.20
12
17
17
13
14
13
13
17
17
17
18
10
10
13
.50
1.10
1.10
.35
.42
.65
.65
.85
.37
.37
.55
.14
.14
.32
6
10
10
8
6
6
10
12
12
.15
.47
.47
.18
.35
.24
.64
.40
.40
.47
.12
.12
.14
zum Ablesen zu niedrig
2 4
10 12
14 1
.09 .46
.06
.06 .16
.71 .36
.44 .09
.10
| .32 | 2 | .12 | 9 | .27 | 11 | .35 | 6 | .17 | 1 | .11 |
| .27 | 5 | .14 | 10 | .25 | 12 | .28 | 6 | .16 | 1 | .06 |
| .53 | 8 | .31 | 12 | .55 | 15 | .62 | 9 | .42 | 6 | .28 |
| .46 | 7 | .26 | 12 | .46 | 13 | .43 | 8 | .36 | 7 | .21 |
| .59 | 8 | .37 | 14 | .53 | 16 | .61 | 9 | .47 | 8 | .39 |
*) Die Strukturformeln dieser Farbstoffe sind aus Tabelle Il ersichtlich.
**) Beispiel 6. I Minute Belichtung.
In einer weiteren Versuchsreihe zur Auswertung der Merocyaninfarbstoffbasen wurden Wratten-Filterstreifen
auf die Stirnseite eines Sensitometers so aufgeheftet, daß die lichtempfindliche Schicht gleichzeitig
durch ein Wratten-Rotfilter 25, ein Wrattcn-Grünfiltcr
58 und eine klare, filterlose Fläche belichtet wurde. Bei diesem Sensitomelerversuch wurde
eine Wolframfadenlampe von KX)VVaH verwendet, deren Farbtemperatur 2850 K beträgt. Es wurde
ein F.lfstufcnkcil benutzt.
Das zu belichtende Aufzeichnungsmaterial wurde hergestellt, indem undurchsichtige weiße Polyvinylchloridbögen
mit Beschichtungslösungen aus folgenden Bestandteilen beschichtet wurden:
55 25 mg Merocyaninfarbbase, 8 ecm Äthylcellulose (1% in Toluol),
1,4 g Tetrabrommethan und
25 mg Leukokristallviolett (falls verwendet).
Die Beschichtungen besaßen naß eine Dicke von 0,04 mm, und sie wurden vor dem Belichten 30 Minuten
an der Luft getrocknet. Nach dem Belichten wurden die Schichten durch zweimaliges, aufeinanderfolgendes
Waschen in Toluol fixiert, wodurch die nicht in Reaktion getretenen Ausgangsstoffe entfernt
wurden.
f»5 Die mit dem Merocyaninfarbsloffbasen der Beispiele
1, 2, 3 und 4 erzielten Ergebnisse und die Vergleichsergebnisse bei Zusatz von Leukokristallviolett
sind in Tabelle Il aufgeführt.
Farbempfindlichkeit von Auskopierschichten mit dreikernigen Merocyaninfarbstoffbasen
mit und ohne Leukokristallviolett
| Farbstoff Strukturformel | Vergleich , ; V |
CV | i C2H5 |
N | Belich tung (Sek.) |
Anzah Stufen Sens (0,3 1 zwiscl ohne Filter |
5 | I der sich eines elfs itometer Dichtezuw ien den S Wratte 58 Grün |
tbaren tuflgen ceils /achs tufen) n-Filter 25 Rot |
Nettoc Stufe, Farb- ohne Filter |
lichte der < gemessen Densitome ein Griinfi Wratte 58 Grün |
lichtesten mit einem ter durch ter n-Filter 25 Rot |
| / SQ = N^ />--CH=CH—f V-N(CH3J2 |
isator 4 O Il |
Sensibilisator 3 + LCV | / | |||||||||
| SQ + L Sensibi |
//ys\ /Cni | 20 | 4 | 2 | 0 | .035 | .010 | 0 | ||||
| 20 | 7 | 4 | 4 | .48 | .14 | .14 | ||||||
| VJ-C2H5 | Sensibilisator 2 O Il |
0 | 20 | 1 | — | — | — | — | — | |||
| ^H5 V_ | Il | |||||||||||
| Sensibilisator 4 + LCV | if c=c ■■" ^N'' VC |
20 | 8 | .37 | ||||||||
| Sensibilisator 3 O Il |
||||||||||||
|
s /Cxi
Il c=c |
QH5 \_/ | 20 60 |
4 4 |
2 2 |
1 1 |
.045 .05 |
— | |||||
| :=CH—CH=CH-NxnJ | Sensibilisator ~> + LCV | |||||||||||
| Sensibilisator 1 O Il |
20 60 |
4 7 |
2 4 |
4 7 |
.09 .31 |
— | .14 | |||||
| U : , 'S\ /^N-C2H5 ,χ ./κ Il C=C. I ,- γ S |
||||||||||||
| C2H5 | ||||||||||||
| Sensibilisator 1 + LCV | 20 | 2 | .06 | |||||||||
| 20 | 6 | __ | .53 | _ | ||||||||
| 20 | 3 | - | — | — | — | - | ||||||
| 20 | — | — | .1 | |||||||||
13 14
B e i s ρ i e 1
Die mit den vorstehenden Schichten erhaltenen Bilder können durch Wärmeeinwirkung verstärkt werden,
wie aus den in Tabelle III gegebenen Werten ersichtlich wird.
Tabelle III Wärmeverstärkung einer Schicht mit Sensibilisator 6 nach Beispiel 1 mit und ohne Leukokristallviolett
| Belichtung | Dichte | brutto | 10 Sekunden mit einer Fotolampe Dichten in der 2 | Infrarot 30 Sekunden |
. Stufe | Ofen 30 Sekunden 150 C |
|
| Schichtträger + Schleier |
keine Wärme | .41 | .47 | ||||
| Sensibilisator 6 | netto | .29 | .05 | .10 | |||
| brutto | .05 | .36 | .37 | ||||
| Schichtträger + Schleier |
.24 | .47 | .59 | ||||
| Sensibilisator 6 + LCV |
netto | .32 | .09 | .08 | |||
| .05 | .36 | .50 | |||||
| '.27 |
Claims (1)
- Patentansprüche:1. Auskopierschicht mit einem Merocyanin einer photolytischen, organischen Halogenver-O = C R—N—(CH=CH)5T1-C=(CH- CH)^1=C bindung und gegebenenfalls einem Bindemittel, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Merocyanin eine dreikernige Merocyaninfarbstoffbase der Formel-Y-"N-R2 R3I IC=(CH-CH)f_,=C—C=(CH-CH)d_,=Nenthält, in welcher R gleich einer Alkylgruppe mit 1 bis 4 C-Atomen oder einer Benzylgruppe, R2 gleich einer Alkylgruppe mit 1 bis 4 C-Atomen, einer Aryl- oder Benzylgruppe und Rs gleich einem Wasserstoffatom oder einer CN-Gruppe, α gleich 1 oder 2, h gleich 1, 2 oder 3,
c gleich 1, 2 oder 3 und d gleich I oder 2,Y und Z gleich C, S. Se, O oder N oder gleich den zur Vervollständigung eines gegebenenfalls= (CH-CH)^1=Nder Gruppierungentspricht.3. Schicht nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Merocyaninfarbstoffbase eine solche enthält, in der Q ein Schwefelatom ist. substituierten heterocyclischen 5- oder 6-Ringes erforderlichen Atomen, Q gleich einem Sauerstoff-, Schwefel- oder Selenatom oder der Gruppe— N — R.Jin der R4 eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 C-Atomen, eine Arylgruppe oder Benzylgruppe bedeutet, ist. 2. Schicht nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Merocyaninfarbstoffbase eine solche enthält, in der Y und d so gewählt sind, daßoder der Gruppierung \=4. Schicht nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Merocyaninfarbstoffbase eine solche enthält, in der R, Z und a so gewählt sind, daßder GruppierungR — N — (CH = CH)„-=i—'"Centspricht.Q =15 165. Schicht nach Anspruch 1, dadurch gekenn- enthält, in welcher R gleich H, Cl, Br, J, Alkyl,zeichnet, daß sie als photulytische organische Halogenalkyl, Aryl, Aroyl oder Aralkyl und XHalogenverbindung eine Verbindung der all- gleich Cl, Br oder J ist.gemeinen Formel 6. Schicht nach Anspruch 5, dadurch gekenn-5 zeichnet, daß sie als photolytische organischeR — C — X:i Ilalogenverbindung Tetrabrommethan enthält.909517/515
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|
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