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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Auswählen von
Karten mit randoffenen, als Markierung von Begriffen dienenden Ausschnitten für
den Eingriff von quer zu den Karten verlaufenden Auswählschienen bzw: -nadeln durch
Verschieben der den entsprechenden Begriff aufweisenden Karten durch einen aus einer
Düse austretenden und auf die entsprechenden Kanten der Karten einwirkenden Gasstrom.
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Bei Kartenauswählvorrichtungen dieser Art ruht der auszuwählende Kartenstapel
derart auf einer mit Seitenwänden versehenen Platte, daß der Fußrand der Karten
mit den Ausschnitten für den Eingriff der Auswählnadeln senkrecht zur Platte steht.
Die Auswählnädeln durchsetzen hierbei entlang der Vorderkante die Seitenwände..
Zum Auswählen bestimmter, die gesuchten Begriffe aufweisender Karten wird der Gasstrom
entlang dem Kartenstapel so geführt, daß unter Lockerung des Kartenstapels zugleich
die Karten gegen die Auswählnadeln gefördert werden. Dieses ist jedoch nur bei den
Karten der Fall, deren Fußrand die den gesteckten Suchnadeln entsprechende Ausschnitte
aufweisen, die alsdann dem Kartenstapel entnommen werden können.
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Es hat sich jedoch herausgestellt, daß mit der bekannten Vorrichtung
der Auswählvorgang praktisch zu keinem Ergebnis führt, da der aus einem langgestreckten
Schlitz der Düse austretende Gasstrom quer auf die zu beaufschlagenden Kanten der
Karten auftrifft. Dadurch wird von jeder betroffenen Kante immer nur ein Bruchteil
ihrer Länge beaufschlagt. Dieses ermöglicht jedoch keine genügend große Kraft, um
die Reibung zwischen dem Kartenfühler zu vermindern und zugleich die in Fragekommenden
Karten zu verschieben. Die bekannte Vorrichtung zum. Auswählen der Karten ist daher
von vornherein nicht -verwendbar, obgleich die Anwendung eines Gasstromes zum Auswählen
insbesondere für die erheblich Platz sparenden Karten geringer Stärke von Bedeutung
ist, da hierbei im Gegensatz zu der manuellen Handhabung des Auswählvorganges die
mechanische Beanspruchung hinsichtlich Reibung zwischen den Karten und des äuf '
dfe Aüswählschienen oder Nadeln ausgeübten Druckes am geringsten ist. Abgesehen
davon, erfordert, ein derartiger Auswählvorgang auch noch eine größere Anzahl Handgriffe,
-wodurch die Handhabung erschwert und der Zeitaufwand zu groß wird.
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Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, die bekannte Aüswählvorrichtung
mit den eingangs im ersten Absatz erläuterten Merkmalen so auszubilden, daß unter
Anwendung eines Gasstromes die gesuchten Karten aus einem Stapel mit dicht aufeinanderliegenden
Karten nicht nur schnell, sondern zugleich auch zuverlässig auswählbar sind. Die
Lösung dieser Aufgabe besteht gemäß der Erfindung im wesentlichen darin, daß dem
Gasstrom in Strömungsrichtung eine Fördervorrichtung für die ausgewählten Karten
zugeordnet und die Düse mit einer etwa den Bereich der Dicke mehrerer Karten entsprechenden
Breite parallel zu den vom Gasstrom beaufschlab baren Kanten der in einem Behälter
eingestellten Karten angeordnet ist und daß der Kartenstapel und die Düse über die
Länge des auszuwählenden Kartenstapels relativ zueinander beweglich sind.
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Im einzelnen wird die Ausbildung in vorteilhafter Weise so durchgeführt,
daß der Boden des den auszuwählenden Kartenstapel aufnehmenden Behälters von zwei
an als Seitenwände dienenden Endplatten befestigten Bodenschienen gebildet ist.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist der Behälter im Mittelteil in einer
zum Boden randoffenen Aussparung der Vorderrand und Rückwand eine Anordnung auf,
die von der Düse und von einem die Düse sowie die Gaszufuhr steuernde Elektromagneten
gebildet ist.
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Die oberhalb des Behälters angeordnete und die vom Gasstrom der Düse
angehobenen Karten erfassende Fördervorrichtung kann von elektromotorisch angetriebenen
Rollenpaaren gebildet sein, welche zum Rückfördern ausgewählter Karten in ihrer
Bewegungsrichtung umschaltbar sind. Hierbei kann mindestens ein Rollenpaar der Fördervorrichtung
zum Erfassen der jeweils durch den Gasstrom der Düse angehobenen Karten unmittelbar
an der Öffnung des Behälters angeordnet sein. Ferner ist eine von der vorlaufenden
Kante der ausgewählten Karte mittels der unteren Rollenpaare einschaltbare Steuereinrichtung
zum Unterbrechen der Relativbewegung von Düse und Behälter vorgesehen. In vorteilhafter
Weise sind die Auswählschienen zum Eingriff in die randoffenen Ausschnitte der Karten
auf der der Düse gegenüberliegenden Seite des Behälters angeordnet und durch eine
gemeinsame Antriebsvorrichtung entgegen der Wirkung von Federn in die Auswählstellung
verschiebbar, in welcher jede dem gesuchten Begriff entsprechende Auswählschiene
durch eine Riegeleinrichtung verriegelbar ist: Vorzugsweise wird weiterhin zum Unterbrechen
des Gasstromes aus der Düsenöffnung vor dem Bewegungsbeginn der Auswählschienen
in die Ruhestellung ein den Düsenquerschnitt -abdeckender Flügel vorgesehen, der
an dem Anker des Elektromagneten befestigt ist und unter Einwirkung einer Feder
beim Stromloswerden des Elektromagneten in die Düse einschwenkbar ist. Innerhalb
des Kartenbehälters kann schließlich noch eine auf die Stirnseite des Kartenstapels
einwirkende Feder angeordnet sein.
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Durch diese Maßnahmen wird-jede aus einem Stapel auszuwählende Karte
über die gesamte Länge der "Schlitzdüse an ihrer entsprechenden Kante vom Gasstrom
beaufschlagt. Da hierbei noch zugleich eine stetige Relativbewegung der Düse entlang
dem Kartenstapel erfolgt, wird der Auswählvorgang nicht nur schnell, sondern auch
zuverlässig durchgeführt, selbst wenn nur Karten von geringer Blattstärke verwendet
werden, zur Vereinfachung der Auswählvorrichtung kann -im- Bedarfsfall die automatisch
wirkende Förder- und Rückführvorrichtung mit dem dazu notwendigen Zubehör wegfallen
und beispielsweise die jeweils ausgewählte Karte von Hand aus der Auswählvorrichtung
entnommen werden.
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Einige Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind in den
Zeichiiungeri dargestellt. Es zeigt F i g:1 schematisch einen Querschnitt einer
ersten Ausführungsform einer Aüswählvorrichtung, F i g. 2 einen Län_ gsschnitt entlang
der Linie 2-2 der F i g. 1, F i g. 3 schematisch einen Querschnitt einer zweiten
Ausführungsform einer Auswählvorrichtung mit Auswählschienen, F i g. 4 einen Längsschnitt
entlang der Linie 4-4 der F i g. 3, F i g. 5 einen Längsschnitt entsprechend der
F i g. 4, jedoch mit einer anderen Lage einzelner Teile und Auswählschienen zueinander,
F
i g, 6 einen Behälter für die Auswählvorrichtung nach den F i g. 4 und 5 für kleinere
Kartenstapel, F i g. 7 eine perspektivische Gesamtansicht einer weiteren Ausführungsform
einer Auswählvorrichtung, F i g. 8 die Frontansicht der Auswählvorrichtung gemäß
F i g. 7, in teilweisem Querschnitt, F i g. 9 eine Seitenansicht der Auswählvorrichtung
gemäß F i g. 7, F i g. 10 einen zum Boden des Kartenbehälters parallelen Schnitt
entlang der Linie 10-10 der F i g. 8, F i g. 11 in vergrößertem Maßstab einen lotrechten
Schnitt entlang der Linie 11-11 der F i g. 8, F i g. 12 die Draufsicht auf die Auswählvorrichtung
gemäß F i g. 7, F i g. 13 einen lotrechten Schnitt entlang der Linie 13-13 der F
i g. 12, F i g. 14 einen lotrechten Schnitt entlang der Linie 14-14 der F i g. 10,
F i g. 15 eine Einzelheit der F i g. 14 in vergrößertem Maßstab, F i g. 16 einen
lotrechten Schnitt entlang der Linie 16-16 der F i g. 10, jedoch mit einer etwas
unterschiedlichen Stellung einzelner Teile zueinander, F i g. 17 einen lotrechten
Schnitt entlang der Linie 17-17 der F i g. 12, F i g. 18 die Draufsicht auf die
Ebene 18-18 der F i g. 17, F i g. 19 und 20 lotrechte Schnitte entsprechend der
F i g. 17, jedoch mit unterschiedlichen. Stellungen einzelner Teile zueinander,
F i g. 21 eine Ansicht der Schalttafel und der Bedienungsknöpfe für die Auswählvorrichtung
gemäß F i g. 7 und F i g. 22 eine schematische Darstellung der von den Bedienungsknöpfen
durchgeführten Funktionen. In der Darstellung der F i g. 1 ist schematisch ein Behälter
gezeigt, der Seitenwände 21 und 22 und an diesen zwei Bodenschienen 23 und 24 aufweist.
Auf den Bodenschienen ruht ein Stapel von Karten 25. Die Karten besitzen längs ihrer
Fußkante eine Anzahl von Löchern 26. Die einzelnen Karten sind dadurch klassifiziert
oder verschlüsselt, daß das Material zwischen der Fußkante der Karte und einem oder
mehreren der Löcher 26 ausgestanzt ist, so daß sich randoffene Ausnehmungen entsprechend
der Ausnehmung 27 ergeben.
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Wenn eine oder mehrere Karten aus dem Stapel ausgewählt werden sollen,
werden eine oder mehrere Auswählschienen oder Nadeln durch die entsprechenden Löcher
sämtlicher Karten des Stapels hindurchgesteckt. Eine dieser eingesteckten Nadeln
28 ist in F i g. 2 gezeigt. Sie erstreckt sich durch die Endplatten 31 und 32 des
Behälters sowie durch sämtliche Karten hindurch. Durch die Nadel (oder Nadeln) werden
alle Karten in dem Behälter in ihrer Lage fixiert, mit Ausnahme jedoch natürlich
derjenigen Karten, deren den Nadeln entsprechende Löcher randoffen eingekerbt sind.
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Unterhalb des Behälters befindet sich ein Schlauch 33, der mit einer
nicht weiter dargestellten Energiequelle zur Erzeugung eines Gasstromes (z. B. einem
Luftgebläse) verbunden ist. Am Ende des Schlauches 33 befindet sich eine schlitzartige
Düse 34, die am Austrittsende einen fächerförmigen Luftstrom erzeugen kann. Sobald
die Düse 34 unter den Karten mit ihrer schlitzartigen Öffnung parallel zu deren
Fußkanten in der Stapelrichtung bewegt wird (z. B. von links nach rechts in der
Darstellung der F i g. 2), umhüllt eine Schicht von sich bewegender Luft aufeinanderfolgend
jede einzelne Karte. Dabei werden alle diejenigen Karten, die nicht durch die Nadeln
in ihrer Stellung fixiert sind, nach oben geblasen, wie dies durch die Karte 25
in F i g. 2 angedeutet ist. Während des Anhebens der Karten entsteht nur wenig oder
überhaupt keine Reibung zwischen benachbarten Karten, da die Luftströmung bei jeder
sich bewegenden Karte über beide Kartenoberflächen hinwegstreicht. Die Luftströmung
ist stark genug, um die ausgewählte Karte ohne Zuhilfenahme sonstiger mechanischer
Mittel wie Stangen, Hebel od. dgl. aus dem Packen heraus in eine hochgeschobene
Lage zu bringen.
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Die Fixierung der nicht gewünschten Karten mittels Nadeln stellt eine
technisch nicht immer vorteilhafte Lösung dar und führt überdies zu einer Unsicherheit
hinsichtlich der Höhe, bis zu der die ausgewählte Karte aus dem Packen hochgeschoben
wird. Falls die Karten in dem Behälter lose genug stehen, kann die ausgewählte Karte
sogar vollständig herausgeblasen werden, was ihre weitere automatische Handhabung
erschwert. An Hand der F i g. 3 bis 5 ist eine in Hinsicht auf die letztgenannte
Schwierigkeit verbesserte Anordnung erläutert.
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In der Ausführungsform der F i g. 3 bis 5 wird der gleiche Behälter
aus Seitenwänden 21 und 22, Endplatten 31 und 32 und Bodenschienen 23 und 24 benutzt.
Auch der Schlauch 33 mit Düse 34 ist vorgesehen. Jede Karte in dem Stapel besitzt
jedoch nunmehr eine oder mehrere Einkerbungen an der Kopfkante, wobei die Anzahl
der Einkerbungen und ihre Lage durch den jeweils gewählten Kode bestimmt ist. In
F i g. 3 ist eine Karte 37 zu erkennen, die an ihrer Kopfkante zwei Einkerbungen
38 und 39 besitzt.
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Oberhalb des Behälters ist eine Anzahl von Auswählschienen 41 bis
45 angeordnet, von- denen jede zu einer Auswählstellung unmittelbar oberhalb des
Kartenstapels abgesenkt werden kann. In der Darstellung der F i g. 3 befinden sich
die Auswählschienen 42 und 43 in ihrer abgesenkten Lage, sie liegen dabei unmittelbar
oberhalb der Einkerbungen 38 und 39. Sobald der Luftstrom angelegt wird, verhindern
die abgesenkten Auswählschienen, daß sich die Karten aufwärts bewegen können, mit
Ausnahme jedoch derjenigen Karten, die unmittelbar unter sämtlichen abgesenkten
so eine randoffene Ausnehmung besitzen: Im Fall der F i g. 3 kann mithin nur diejenige
Karte oder diejenigen Karten angehoben werden, die unterhalb der abgesenkten Auswählschienen
42 und 43 mit randoffenen Ausnehmungen 38 und 39 versehen sind.
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Die Auswahl der Karten wird wie im zuerst beschriebenen Ausführungsbeispiel
durch den in Stapelrichtung der Karten über dem Boden des Behälters geführten Luftstrom
bewirkt. Die Höhe, bis zu der die mit den randoffenen Ausnehmungen 38 und 39 versehenen
Karten aus dem Stapel hochsteigen können, ist jedoch durch die Tiefe der Einkerbungen
festgelegt; denn selbstverständlich können die Karten (z. B. die Karte 37 in F i
g. 4) nur so hoch geblasen werden, bis sie mit dem Boden der Ausnehmungen an den
in Auswählstellung befindlichen- Auswählschienen zur Anlage kommen. Wenn nach Beendigung
der Kartenauswahl der Luftstrom abgeschaltet wird, bleiben die ausgewählten Karten
in ihrer hochgeschobenen Lage stehen, wie dies in F i g. 5 schematisch angedeutet
ist. Die Auswählschienen -können
dann in eine Stellung gebracht
werden, die eine Entnahme der ausgewählten Karten auf beliebigem Weg zuläßt.
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' Es ist gefunden worden, daß für die Packungsdichte der Karten ein
weiter Bereich möglich ist, um sowohl das-Hochblasen der Karten durch den Luftstrom
als auch das reibungsschlüssige Festhalten der Karten- in der hochgeschobenen Lage
sicherzustellen. Beispielsweise ergibt sich bei einem Behälter von 25 mm Tiefe und
bei Karten mit 0,18 mm Stärke eine ausreichende Packungsdichte bei einer Kartenanzahl
von etwa achtzig bis zu weit über hundert Stück. Im übrigen kann die gesamte Anordnung
auch auf die Seite gestellt werden, so daß jede ausgewählte Karte seitlich aus dem
Packen herausgeblasen wird. Bei einer solchen Anordnung besteht naturgemäß keine
Gefahr, daß im Fall zu geringer Reibung an den Nachbarkarten die ausgewählte Karte
nach dem Abschalten des Luftstromes wieder in den Behälter zurückfallen kann.
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An Hand der F i g. 6 ist ein für kleinere, den Behälterraum nicht
ausfüllende Kartenstapel gezeigt, bei der die Endplatte 32 durch eine Endplatte
47 ersetzt ist. Die Endplatte 47 ist mit einer Öffnung 48 versehen, in der eine
S-förmige Feder 49 befestigt ist, die die Karten aufrecht hält und sanft gegen die
gegenüberliegende Endplatte 31 drückt. Die Feder 49
ist im übrigen
so bemessen, daß sie für das reibungsschlüssige Festhalten der hochgeschobenen Karten
nach dem Abschalten des Luftstromes einen ausreichenden Andruck auf den Kartenstapel
ausübt. Bei 'der Anordnung nach F i g. 6 ist es mithin nicht mehr notwendig, daß
der Behälter voll oder nahezu voll ist, vielmehr haben Versuche gezeigt, daß sich
die angestrebte Wirkung bereits bei einer einzigen im Behälter befindlichen Karte
einstellt.
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An Hand der übrigen F i g. 7 bis 23 wird nunmehr nachfolgend eine
Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes beschrieben, mit der es möglich ist,
aus einem Packen von etwa hundert Karten oder mehr irgendeine bestimmte Karte automatisch
auszuwählen, die ausgewählte Karte aus dem Packen herauszuziehen, die ausgewählte
Karte in eine Beobachtungsstellung zu bringen und schließlich die ausgewählte Karte
wieder in den Packen zurückzubringen. Dieses Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
ist zur Verwendung mit Karten von 80 X 155 mm 'und etwa 0,18 mm Stärke gedacht.
Dabei können die Karten mit einer Öffnung in der Größenordnung von 38 bis 56 mm
versehen sein, innerhalb der ein Mikrofilmstreifen, der irgendwelche Informationen
enthält; angebracht ist. Derartige Karten werden häufig auch als »Mikrofilm-Trägerkarten«
bezeichnet.
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In der Darstellung der F i g. 7 ist ein Kartenbehälter 51 von rechteckiger
Form zu erkennen, der nach oben offen ist und der etwa hundert derartiger Karten
enthält. Der Behälter 51 ist auf zwei Schienen 52 und 53 befestigt, die ihrerseits
jeweils mit dem Schlitten eine Kugellager-Schlittenführung 54 bzw.
55 verbunden sind. Der stationäre Teil der beiden Schlittenführungen ist
auf einem Rahmenteil 56 bzw. 57 befestigt. Die Schlittenbewegung wird durch einen
Elektromotor 58. in einer weiter unten erläuterten Weise bewirkt.
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Neben dem Behälter 51 ist ein Teil einer kombinierten Düsen- und Ventilanordnung
61 erkennbar. Die Düse besitzt eine Öffnung 125 von etwa 33 mm Länge und 0,1 mm
Breite (vgl. F i g. 14), und das Ventil ist ein in Schließrichtung federbelastetes
Ventil. Auf der Anordnung 61 ist ein Elektromagnet 62 befestigt, der bei Speisung
das Ventil öffnet. Eine zur Anordnung 61 führende Leitung 63 ist mit
einer ein Druckmedium erzeugenden Quelle für Druckgas, beispielsweise einem nicht
dargestellten motorgetriebenen Luftgebläse, verbunden. Die Anordnung 61 ist starr
gelagert und bewegt sich nicht. Der Behälter 51 hat in seiner Vorder- und Rückwand
116 und 117 im Bereich der Düsenöffnung eine Ausnehmung 64, so daß die Düsenöffnung
dicht unterhalb der Unterkante der in dem Behälter 51 enthaltenen Karten angeordnet
werden kann.
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Eine oberhalb des Behälters 51 und senkrecht zu dessen Boden angeordnete
Platte 65 dient als Führung zum Halten der Karten in der Beobachtungsstellung. Parallel
vor der Platte 65 ist an deren unterem Teil eine breite Führungsschiene 66 angeordnet,
die mittels seitlicher Abstandsstreifen (von denen der Streifen 67 in F i g. 7 erkennbar
ist) im Abstand von der Platte 65 gehalten ist. Die Platte 65 und
die Schiene 66 sind relativ zur Düsenanordnung 61 so angeordnet, daß die (in F i
g. 7 nicht sichtbare) Düsenöffnung sich unmittelbar unterhalb des Zwischenraumes
zwischen diesen beiden Teilen befindet. Dadurch wird erreicht, daß eine aus dem
Stapel ausgewählte Karte durch den aus der Düsenöffnung austretenden Gas- bzw: Luftstrom
in den Zwischenraum zwischen der Platte 65 und der Schiene 11 »geblasen« wird.
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Aus F i g. 8 ist ersichtlich, daß der Behälter 51 zwei Endplatten
71 und 72 besitzt; die mit Bodenschienen 73 und 74 verbunden sind. Auf den beiden
Bodenschienen liegen die Karten an beiden Enden auf. Der Zwischenraum zwischen den
beiden Bodenschienen ist offen. Von den im Behälter 51 gelagerten Karten ist in
F i g. 8 die Karte 75 erkennbar, die an ihrem oberen Rand zwei Einkerbungen
76 und 77
besitzt und die mit einer Öffnung 78 versehen ist, innerhalb
der z. B. ein Filmstreifen befestigt ist. Die Einkerbungen können beispielsweise
5 mm breit und 12 mm tief sein. Sie sind nach Maßgabe irgendeines gewünschten Kodes
so längs der oberen Kartenkante angeordnet, daß eine eindeutige Identifikation einer
jeden der hundert verschiedenen Karten möglich ist. Um dies zu bewirken, können
beispielsweise zwanzig Stellen für Einkerbungen bei jeder Karte vorgesehen sein,
wobei zehn dieser Stellen die Einer-Stellen und die übrigen zehn die Zehner-Stellen
definieren. Mit anderen Worten läßt sich mit einem einfachen Dezimal-Kode unter
Verwendung von nur zwei Einkerbungen eine eindeutige Identifizierung einer jeden
Karte innerhalb eines Stapels von hundert Karten durchführen.
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Unmittelbar oberhalb der Karte 75 sind die Enden von zwanzig Auswählschienen
81 erkennbar, von denen jede einzelne unmittelbar oberhalb desjenigen Bereichs des
oberen Kartenrandes angeordnet ist, der für jeweils eine Einkerbung vorgesehen ist.
Die Schienen 81 sind jede in einer Richtung etwa senkrecht zur Zeichenebene der
F i g. 8 verschieblich gelagert, wobei sie in ihrer Auswählstellung einige oder
alle der im Behälter angeordneten Karten überdecken, in ihrer anderen, zurückgezogenen
Stellung jedoch nicht. Die Verschiebung der Schienen 81 wird durch eine weiter unten
erläuterte Einrichtung bewirkt. In der Auswählstellung verhindert jede Schiene eine
Aufwärtsbewegung der im Behälter befindlichen Karten
mit Ausnahme
derjenigen Karten, die in dem gegenüberliegenden Rand mit einer Einkerbung bzw.
randoffenen Ausnehmungen 76 bzw. 77 versehen sind.
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An einer Welle 85, die auf der Rückseite der Platte 65 gelagert ist,
sind zwei kleine Rollen 83 und 84 befestigt. Von diesen beiden Rollen ragt jeweils
ein Teil durch eine entsprechende kleine Öffnung, die in der Platte 65 vorgesehen
ist, bis zu deren Vorderseite hindurch. Ein in F i g. 8 nicht erkennbarer Elektromotor
treibt über ein Getrieberad 86, das auf der Welle 85 befestigt ist, die Rollen 83
und 84 an. An den beiden Enden der Welle 85 sind zwei Riemenscheiben 87 und 88 befestigt,
die mit Zahnriemen 91 bzw. 92 zusammenwirken. Der Riemen 91 treibt über eine Scheibe
93 eine unterhalb der Platte 65 gelagerte Welle 94 an, während der Riemen 92 über
eine Scheibe 95 eine unterhalb der Platte 65 gelagerte Welle 96 antreibt. Auf diesen
beiden Wellen 94 bzw. 96 sind jeweils eine Rolle 97 bzw. 98 befestigt, und zwar
in vertikaler Ausfluchtung mit den Rollen 83 und 84.
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Senkrecht oberhalb des Filmfensters 78 in der Karte 75 ist die Platte
65 mit einer Öffnung 101 versehen. In der Nähe der Oberkante der Platte 65 befindet
sich eine schwenkbar gelagerte Anschlagschiene 102, die dazu dient, die Aufwärtsbewegung
einer ausgewählten Karte (die nach dem »Ausblasen« durch die vorangehend erwähnten
Rollen bewirkt wird) so zu begrenzen, daß das Filmfenster 78 mit der Öffnung 101
fluchtet.
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Zwei im wesentlichen U-förmige Träger 103 und 104 (F i g. 7) sind
mittels ihres Steges mit der Führungsschiene 66 verbunden. Auf diesen beiden Trägern
ist jeweils am oberen Ende eine Rolle 105 bzw. 106 gelagert, und zwar derart, daß
sie unter Federbelastung gegen die Rollen 83 bzw. 84 gedrückt werden. Zwei weitere,
in F i g. 7 nicht sichtbare Rollen sind in entsprechender Weise im unteren Teil
der Träger 103 und 104 gelagert.
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Aus F i g. 7 ist weiterhin noch eine horizontal bzw. senkrecht zur
Platte 65 gelagerte Grundplatte 107 erkennbar, auf der die Betätigungseinrichtungen
für die (in F i g. 7 nicht erkennbaren) Auswählschienen 81 angebracht sind.
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Der zum Verschieben des Behälters 51 dienende Elektromotor 58 ist
mit einer Getriebeeinheit 112 (F i g. 9) versehen, die eine rechtwinklig zur Motorwelle
angeordnete Welle 113 antreibt. Mit der Welle 113 ist ein im wesentlichen herzförmiger
Nocken 114 verbunden, der mit einer an dem Behälter 51 gelagerten Rolle 115 zusammenwirkt.
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Die Vorderplatte und die Rückplatte 116 bzw. 117 des Behälters 51
sind aus F i g. 10 ersichtlich. Die Rolle 115 ist in einem geeigneten Bügel 118
gelagert, der seinerseits mit der Rückplatte 117 verbunden ist. Zwei Federn 120
und 121 drücken den Behälter 51 gegen den Nocken 114. Ein Ende einer jeden der Federn
ist mit der Rückplatte 117 verbunden, während das andere Ende um einen Stab 122
herumgebogen ist, der seinerseits von Rahmenteilen 123 und i 124 getragen wird.
Die Form des Nockens 114 ist so gewählt, daß bei Rotation des Nockens der Behälter
51 nach vorwärts und rückwärts gerichtete Bewegungen zyklisch mit gleichförmiger
Geschwindigkeit ausführt. i Die Welle 85 ist, wie F i g. 11 erkennen läßt, in einem
an der Platte 65 befestigten Lager 126 gelagert. Die die Rolle 98 tragende Welle
96 ist über ein Lager 127 mit dem unteren Teil der Platte 65 verbunden. Die Rolle
98 liegt gegen eine Rolle 128 an, welche auf einer Welle 129 befestigt ist. Die
Welle 129 ihrerseits ist mit dem unteren Ende eines Lagerteils 131 verbunden. Das
Lagerteil 131 ist um eine Welle 132 schwenkbar, deren Enden an dem U-förmigen Träger
104 befestigt sind. Eine Kompressionsfeder 133 liegt mit ihrem einen Ende gegen
den Lagerteil 131 an, während sie sich mit ihrem anderen Ende gegen eine Schraube
134 abstützt, die in eine Bohrung des Trägers 104 eingeschraubt ist. Durch die Feder
133 wird die Rolle 128 gegen die Rolle 98 gedrückt. In einer unteren Ausnehmung
des Trägers 104 ist ein Mikroschalter LRS-1 so befestigt, daß dessen Schalthebel
gegen einen Ansatz 137 des Lagerteils 131 anliegt. Sobald eine Karte zwischen die
Rollen 98 und 128 gelangt, schwingt der Lagerteil 131 um die Welle 132 (in F i g.
11) nach links und betätigt dabei den Schalter LRS-1.
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Die Rolle 106 ist in gleicher Weise in einem schwenkbaren Lagerteil
im oberen Bereich des Trägers 104 gelagert und mit der gleichen Einrichtung versehen.
Sobald eine Karte zwischen die Rollen 84 und 106 gelangt, wird ein Mikroschalter
URS-1 betätigt.
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Aus F i g. 7 ist ersichtlich, daß im oberen Teil des Trägers 104 ein
weiterer Schalter URS-2 befestigt ist, der gleichzeitig mit dem Schalter URS-1 betätigt
wird. Auch im unteren Bereich des Trägers 104, der analog dem oberen Bereich ausgebildet
ist, befindet sich zusätzlich zum Schalter LRS-1 noch ein zweiter nicht dargestellter
Schalter LRS-2.
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Der Träger 103 ist identisch zum Träger 104 ausgebildet, d. h., er
enthält in seinem oberen Bereich eine Rolle 105 und zwei Mikroschalter URS-3 und
URS-4 sowie in seinem unteren Bereich (in F i g. 7 nicht mehr sichtbar) eine Rolle
138 und zwei Mikroschalter LRS-3 und LRS-4. Mithin werden, sobald eine Karte zwischen
die linken und rechten beiden unteren Rollenpaare gelangt, die vier Schalter LRS-1,
LRS-2, LRS-3 und LRS-4 betätigt. Sobald die von den entsprechenden unteren Rollenpaaren
nach oben gezogene Karte zu den oberen Rollenpaaren gelangt, werden vier weitere
Schalter URS-1, URS-2, URS-3 und URS-4 betätigt. Diese Schalter dienen zu Steuerzwecken.
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Der Abstand zwischen einem unteren Rollenpaar (z. B. 98 und 128 in
F i g. 11) und dem zugeordneten oberen Rollenpaar (z. B. 84 und 106 in F i g. 11)
ist geringer als eine Kartenbreite, so daß eine Karte bei ihrer Aufwärtsbewegung
von dem oberen Rollenpaar freigegeben wird. Da, wie erwähnt, die in den Zeichnungen
erläuterte Ausführungsform für Karten von 80 mm Breite gedacht ist, hat sich entsprechend
in der Praxis ein Abstand zwischen den Rollenpaaren von etwa 70 mm als ausreichend
erwiesen.
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In der Nähe der Oberkante der Platte 65 ist an dieser auf der Rückseite
eine horizontale bzw. zum Boden des Behälters 51 parallele Ansatzplatte 141 (F i
g. 9 und 12) befestigt. Auf der oberen Fläche dieser Platte sind vier kleine Blöcke
fest angeordnet, für die der Block 142 typisch ist. Eine sich im wesentlichen über
die gesamte Länge der Platte 141 erstreckende Welle 143 ist in Öffnungen in jedem
dieser Blöcke gelagert. Vier weitere kleine Blöcke, für die der Block 144 typisch
ist, sind drehbar um die Welle 143 befestigt, und zwar jeweils einer in Zuordnung
zu einem der fest angeordneten Blöcke.
Nach F i g. 13 besitzt die
Anschagschiene 102 (F i g. 7, 8 und 9) einen L-förmigen Querschnitt. Ein Arm dieser
Schiene erstreckt sich durch eine Öffnung 145 in der Platte 65, während der andere
Arm dieser Schiene mit dem um eine Welle 143 schwenkbaren Block 144 und den entsprechenden
drei anderen schwenkbaren Blöcken verbunden ist. Ein Mikroschalter LPS-1 ist auf
der Platte 141 so befestigt, daß sein Betätigungshebel 146 den Block 144 berührt.
Die Welle 143 erstreckt sich in versetzter bzw. exzentrischer Anordnung durch den
Block 144 hindurch (d. h., sie liegt in der Darstellung der F i g. 13 mehr zur rechten
Seite des Blocks 144), so daß der Block 144 mit der Anschlagschiene 102 durch die
Wirkung der Schwerkraft in Richtung gegen den Uhrzeigersinn in F i g 13 belastet
ist und auf der Unterkante der Öffnung 145 aufliegt. Der Schalthebel 146 berührt
den Block 144 unterhalb von dessen Schwenkpunkt, so daß in der in F i g. 13 dargestellten
Lage der Schalthebel 146 in den Schalter LPS-1 hineingedrückt ist. Sobald die Anschlagschiene
102 durch eine sich aufwärts bewegende Karte angehoben wird, verschwenkt der Block
144 um die Welle 143 wobei entsprechend mittels des Schalthebels 146 der Schalter
LPS-1 betätigt wird.
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Drei weitere Schalter LPS-2, LPS-3 und LPS-4 sind; wie F i g. 12 erkennen
läßt, in entsprechender Weise den drei übrigen Blöcken zugeordnet. Sämtliche vorgenannten
vier LPS-Schalter dienen zu Steuerzwecken. Die kombinierte Düsen- und Ventilanordnung
61 enthält (F i g. 14) zwei Blockteile 148 und 149, von denen jeder in seinem unteren
Bereich mit einer halbzylinderförmigen Ausnehmung versehen ist, so daß sich insgesamt
eine Anschlußöffnung für die Leitung 63 ergibt (vgl. F i g. 9). Diese Anschlußöffnung
verengt sich zu der schlitzartigen Düsenöffnung 125, so daß der über die Leitung
63 zugeführte Gas-oder Luftstrom in einem fächerförmigen Strom umgewandelt wird,
d. h. in einen Luftstrom, dessen Querschnitt in der einen Dimension breit und in
der anderen Dimension nur sehr schmal ist.
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Der Elektromagnet 62 ist mit einem Anker 151
versehen,
der mittels einer Gelenkstelle 152 schwenkbar in einem Rahmenteil 153 gelagert ist.
Eine Feder 154 drückt den Anker 151 von dem Kern 155 des Elektromagneten 62 weg.
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Wie am deutlichsten F i g. 15rv erkennen läßt, ragt ein L-förmiger
Flügel 156, der vom Anker 151 getragen wird, in eine Ausnehmung des Blockes 149
hinein. Dieser Flügel erstreckt sich durch die Düsenöffnung 125 hindurch bis in
eine entsprechende Ausnehmung im gegenüberliegenden Block 148, wo er zur Betätigung
eines Schalters 0S-1 dient. Die Ausnehmungen sind in der Darstellung der F i g.
15 aus Gründen besserer Übersichtlichkeit sehr groß gezeigt. In der Praxis sind
sie jedoch lediglich gerade so groß bemessen, daß sie ein für die Bewegung des Flügels
156 ausreichendes Spiel ergeben, damit in der in F i g. 15 dargestellten Stellung
des Flügels 156 die Düsenöffnung 125 im wesentlichen blockiert ist, und nur eine
unbedeutende Luftmenge daraus entweichen kann. Sobald der Elektromagnet 62 eingeschaltet
wird; wird der Anker 151 vom Kern 155 angezogen, mit der Folge, daß der Flügel 156
die Düsenöffnung 125 freigibt. Damit kann Luft aus der Düsenöffnung 125 entweichen
und der Schalter 0S-1 ist ebenfalls frei.
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Die Vorderplatte und die Rückplatte 116 und 117 des Kartenbehälters
51- sind, wie sich aus F i g. 14 ergibt; oberhalb der Düsenöffnung 125 angeordnet.
Wiederum oberhalb der beiden genannten Platten befinden sich die unteren Rollenpaare,
von denen die Paare 138 und 97 in F i g. 14 erkennbar sind. Die Rollen und auch
die Düsenöffnung sind stationär angeordnet, während der Kartenbehälter mit den Karten
(in der Darstellung der F i g. 14) nach rechts und links beweglich gelagert ist.
Da der Spalt zwischen den unteren Rollenpaaren direkt oberhalb der Düsenöffnung
125 liegt, wird jede von dem Luftstrom nach oben ausgeblasene Karte von den beiden
unteren Rollenpaaren ergriffen.
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Eine der Auswählschienen 81 ist in F i g. 14 in der Auswählstellung
gezeigt. In dieser Stellung erstreckt sich das Ende der Schiene 81 über die vom
Gasstrom und von den übereinanderliegenden Rollenpaaren erfaßte Ebene hinaus, d.
h., die Schiene schneidet die Vertikalebene, die durch die Düsenöffnung 125 und
den Spalt zwischen den unteren Rollenpaaren gebildet ist.
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In F i g. 16 befindet sich der Kartenbehälter 51 in der ganz nach
rechts verschobenen Endlage. In dieser Lage ist der Behälter, wenn eine zuvor herausgezogene
Karte wieder in den Stapel eingefügt werden soll. Die Vorderplatte 116 des Behälters
besitzt in ihrem oberen Teil eine Verdickung 157. Diese Verdickung ist mit einer
Abschrägung 158 versehen, die etwa im Winkel von 45° zur Horizontalebene in das
Behälterinnere verläuft. Die Kanten dieser Abschrägung sind abgerundet. In der in
F i g. 16 dargestellten Stellung liegt die Abschrägung 158 direkt unterhalb des
zwischen den unteren Rollenpaaren gebildeten Spaltes. Zum Einfügen einer Karte in
den Kartenstapel wird die Drehrichtung sämtlicher vier Auszugsrollenpaare umgekehrt.
Dadurch wird die ausgezogene Karte (z. B. 159 in F i g.16) abwärts gegen die Abschrägung
158 bewegt. Sie gleitet mit ihrer unteren Kante dieser Abschrägung entlang, bis
sie mit der nächsten zur Vorderplatte benachbart liegenden Karte in Berührung gelangt.
Daraufhin gleitet sie weiter zwischen dieser Karte und der Vorderplatte in den Behälter
hinein. Während dieses Vorganges wird die Karte leicht gekrümmt, wie dies die zu
etwa bereits zwei Drittel wieder eingeschobene Karte 159 in F i g.16 erkennen läßt.
Sobald die obere Kante der Karte 159 den Spalt zwischen den unteren Rollenpaaren
verläßt, wird sie infolge der durch die Krümmung bewirkten Spannung gegen den unteren
Bereich der Rolle 98 (bzw. der zweiten entsprechenden Rolle) gedrückt und damit
noch weiter abwärts bewegt, bis der tiefste Arbeitsbereich der betreffenden beiden
Rollen erreicht ist. Durch Momentenkräfte kann die Karte möglicherweise sogar noch
weiter abwärts bewegt werden, jedoch ist diese nicht weiter bedeutsam, da es lediglich
notwendig ist, daß die wieder eingefügte Karte den unteren Arbeitsbereich der Rollen
freigibt, denn in dieser Ebene oder gering oberhalb dieser Ebene sind die Auswählschienen
angeordnet. Im übrigen wird sowieso bei dem nächstfolgenden Durchschütteln der Karten
mittels des Luftstromes ein vollständiges Absinken der zuletzt zurückgeschobenen
Karte in den Stapel bewirkt.
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Aus der Beschreibung der F i g. 16 ist erkennbar, daß beim Wiedereinfügen
einer vollständig herausgezogenen Karte von dem Behälter eine Stellung eingenommen
wird, in der jede Karte in dem Behälter an die Vorderseite des Packens gebracht
wird. Dadurch
ändert sich natürlich die Reihenfolge der Karten
innerhalb des Stapels, doch dies ist unwesentlich, weil jede Karte in einer eindeutigen
Weise verschlüsselt ist und deshalb unabhängig von ihrer Lage innerhalb des Packens
aufgefunden und bearbeitet werden kann.
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Die in F i g.16 gezeigte Stellung wird durch einen Mikroschalter RPS-1
gesteuert, der auf einer kleinen Platte 160 befestigt ist, welche ihrerseits auf
dem Rahmenteil 123 der Vorrichtung angebracht ist.
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An einer Halterung 162, die an der Platte 65 befestigt ist, (vgl.
F i g. 9 und 12) ist ein Elektromotor 161 angebracht. Dieser Motor 161 treibt ein
Zahnrad 164 an, das mit dem vorangehend erwähnten Getrieberad 86 kämmt und damit
eine Rotation der Welle 85 bewirkt.
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Die Grundplatte 107 trägt eine Betätigungsanordnung 166, welche zwanzig
Elektromagneten enthält. Die Anker dieser Magneten betätigen zwanzig Zapfen derart,
daß bestimmte Auswählschienen in die Betriebsstellung geschoben werden können. Auf
der Platte 107 ist weiterhin noch ein Drehsolenoid 167 mit einem Arm 168 befestigt,
der an seinem freien Ende eine Endrolle 169 trägt. Eine in der Nähe der Platte 107
befestigte Stange 171 wird, wenn der Solenoid 167 gespeist wird, in der Darstellung
der F i g.12 nach links verschoben.
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Der Drehsolenoid 167 (vgl. F i g.17) ist so angeordnet, daß die Rolle
169 gegen die Stange 171 anliegt. Die Stange 171 ist dabei an der Anlageseite der
Rolle 169 mit einem Streifen 172 ausgehärtetem Stahl und an der gegenüberliegenden
Seite mit einem Streifen 173 aus weichem, nicht elastischem Material versehen.
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Für die zwanzig Auswählschienen 81 kann die Schiene 174 in der F i
g.17 als typisch angesehen werden. Diese Schiene ist unmittelbar unterhalb der Platte
107 in entsprechenden Nuten von zwei Führungsschienen 175 und 176 so gelagert, daß
sie (in der Darstellung der F i g.17) nach links und rechts verschieblich ist. An
dem rechten Ende der Schiene ist das eine Ende einer Feder 177 mit der Schiene
174 verbunden. Das andere Ende der Feder ist an einer Halterung 178 befestigt,
die ihrerseits an der Platte 107 fest angeordnet ist. Durch die Feder 177 wird die
Schiene 174 (in der Darstellung der F i g.17) nach rechts gezogen. Im Bereich der
Oberkante der Schiene 174 ist eine randoffene Ausnehmung 179 vorgesehen.
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Die Stange 171 ist mit zwei Verlängerungen 181 und 182 (F i g.18)
ausgerüstet, die an den einander gegenüberliegenden Enden der Stange 171 vorgesehen
und mit Gestängeteilen 183 bzw. 184 verbunden sind. Die Gestängeteile 183 und 184
erstrecken sich im Gleitsitz durch Lager 185 bzw. 186 hindurch, welche ihrerseits
mit der Platte 107 verbunden sind. Die Gestängeteile 183 und 184 erstrecken sich
weiterhin im Gleitsitz durch die Endbereiche der Führungsstange 175 hindurch. Im
Ergebnis sind weiterhin die Stange 171 und die Gegenstände 183 und 184 vorwärts
und rückwärts als eine Einheit gleitbar gelagert.
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Die beiden Führungsschienen 175 und 176 sind mit der Platte
107 verbunden. Jede dieser beiden Führungsschienen ist an ihrer zur Platte
107 hinweisenden Seite mit zwanzig Nuten versehen (nicht sichtbar in F i
g.18), die als Gleitführung für die Auswählschienen dienen. In F i g. 18 sind im
übrigen aus Gründen zeichnerischer Vereinfachung nur acht der zwanzig vorhandenen
Auswählschienen gezeigt.
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Jede der Auswählschienen vom Typ der Schiene 174 stößt gegen die mit
weichem, nicht elastischem Material verkleidete Kante 173 der gleitbar gelagerten
Stange 171 an und wird von einer besonderen Feder vom Typ der Feder 177 nach
rechts gezogen. Durch die kombinierte Wirkung der Schienen und ihrer Federn wird
natürlich auch die gleitbar gelagerte Stange 171 nach rechts in die in F i g. 17
und 18 gezeigte Lage gezogen. Bei Speisung des Drehsolenoids 167 wird dessen Arm
168 nach links verschwenkt, wobei die Rolle 169 eine Verschiebung der Stange 171
nach links und eine entsprechende Bewegung sämtlicher Auswählschienen nach links
bewirkt.
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Innerhalb der auf der Platte 107 befestigten Auswähleinichtung 166
ist eine Anzahl von Elektromagneten enthalten, für die die in F i g. 17 gezeigten
Elektromagneten 191 und 192 typisch sind. Zur weiteren Erläuterung ist auf den Elektromagneten
192
Bezug genommen. Dieser Magnet besitzt einen Anker 193, der in einem Lager
194 schwenkbar gelagert ist. Eine an dem einen Ankerende angreifende Feder 195 drückt
den Anker aus der Berührung mit dem Kern des Elektromagneten heraus. Ein vertikaler
Zapfen 196 erstreckt sich durch eine Öffnung in dem gegenüberliegenden Ende des
Ankers 193 sowie durch eine kleine Öffnung in der Platte 107 hindurch. Normalerweise
nimmt dieser Zapfen 196 eine Stellung ein, bei der sein unteres Ende in erste Näherung
bündig mit der unteren Fläche der Platte 107 oder aber geringfügig oberhalb
dieser unteren Fläche liegt. Eine mit dem Zapfen 196 aus einem Stück bestehende
Schulter 197 ist mit ihrem oberen Ende gerade unterhalb des Ankers 193 gelagert.
Zwischen dem unteren Ende der Schulter und der Basis 107
wirkt eine Feder
198, die den Zapfen 196 in die vorangehend beschriebene Normallage drückt und die
dabei auch die Feder 195 für das Hochdrücken des Ankers 193 unterstützt.
Im hochgedrückten Zustand liegt dabei der Anker 193 gegen die obere Kante
einer in einer Messingplatte 199 vorgesehenen Öffnung an.
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Der Zapfen 196, der Elektromagnet 192 und der vorangehend beschriebene
zugeordnete Geräteteil bilden zusammen mit der randoffenen Ausnehmung 179 in der
Auswählschiene 174 einen Riegel zum Fixieren der Auswählschiene 174 in der Auswählstellung.
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F i g.19 läßt die Stellung der einzelnen Teile erkennen, wenn sowohl
der Elektromagnet 192 als auch das Drehsolenoid 167 gespeist sind. In diesem Zustand
sind in der F i g.19 sämtliche der Auswählschienen vom Typ der Schiene 174 nach
links verschoben. Der Zapfen 196 ist in. die Ausnehmung 179
eingetreten,
so daß die Schiene 174 in der Auswählstellung fixiert bzw. verriegelt ist.
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F i g. 20 zeigt die Stellung der einzelnen Teile, nachdem das Drehsolenoid
177 wieder abgeschaltet worden ist, der Elektromagnet 192 aber nach wie vor noch
gespeist wird. Die Schiene 174 ist nach wie vor durch den Zapfen 196 in der Betriebsstellung
festgehalten, während alle übrigen Schienen unter der Einwirkung der ihnen zugeordneten
Zugfedern wieder nach rechts gezogen worden sind.
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In der Nähe ihrer über den Behälter 51 greifenden Enden sind alle
Auswählschienen mit einem Schuh
200 versehen, der sich' jeweils
von der Unterkante der betreffenden- Schiene aus abwärts erstreckt. F i g. 18 läßt
erkennen, daß die Schuhe 200 etwas breiter sind als die zugeordnete Schiene 174.
Die Breite der Schuhe ist ein klein wenig geringer bemessen als die Breite der randoffenen
Einkerbungen in den Karten. Beispielsweise hat sich für Einkerbungen von 4,8 mm
Breite eine Schuhbreite von etwa 3 mm als zufricdenstellend erwiesen.
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Zur Bedienung der Auswählschienen ist eine Schalttafel 201 (F i g.
21) vorgesehen, die zwei Kolonnen von je zehn Bedienungsknöpfen enthält. Die Bedienungsknöpfe
sind jeweils mit »0« bis »9« markiert. Die eine der beiden Kolonnen gilt dabei für
die Einer Stellen und die andere für die Zehner-Stellen der insgesamt durch den
eingangs beschriebenen zweistelligen Dezimal-Kode dargestellten neunundneunzig Zahlen.
Die Bedienungsknöpfe sind in bekannter Weise so angeordnet, daß jeder gedrückte
Knopf mechanisch in der gedrückten Stellung festgehalten wird und daß beim Drücken
eines nächsten Knopfes der gleichen Kolonnen jeweils der vorhergehend gedrückte
Knopf wieder freigegeben wird.
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Beim Drücken eines jeden Knopfes wird ein Einpol-Einweg-Schalter betätigt,
wie dies im einzelnen aus F i g. 22 hervorgeht. Zusätzlich ist jede Kolonne mit
einem Solenoid 202 bzw. 203 versehen, der mechanisch mit sämtlichen Knöpfen. und
Schaltern der betreffenden Kolonne so gekoppelt ist, daß beim Speisen dieses Solenoids
jeder zuvor gedrückte Knopf wieder freigegeben wird und kein Knopf in der gedrückten
Stellung festgehalten werden kann. Die mechanischen Verbindungen, mit denen diese
Funktion bewirkt wird, sind nicht weiter dargestellt, da sie üblichen, bekannten
Aufbau besitzen. Jeder der den einzelnen Knöpfen zugeordneten Schalter ist mit einem
der zwanzig Elektromagneten in der Magnetanordnung 166 (F i g. 12) so verbunden,
daß die jeweils zugeordnete Auswählschiene 81 (F i g. 8) gesteuert werden kann.
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Die Schalttafel 201 enthält weiterhin noch zwei Knöpfe »S« und »R«.
Jeder dieser beiden Knöpfe ist entgegen der Betätigungsrichtung so federbelastet,
daß er nur während der Betätigung durch die Bedienungsperson in der gedrückten Stellung
gehalten werden kann. Wie sich aus F i g. 22 ergibt, wirkt der Knopf »S« auf zwei
Sätze von normalerweise offenen Kontakten S 1-1 und S 1-2, während der Knopf »R«
zwei Einpol-Doppelweg-Schalter RS-1 und RS-2 betätigt.
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Nachfolgend wird nun die Wirkungsweise der erfindungsgemäß ausgebildeten
Vorrichtung nach den F i g. 7 bis 22 in größeren Einzelheiten erläutert, und zwar
- zur Erleichterung der 17bersichtlichkeit -zunächst ohne Bezugnahme auf die elektrischen
Schaltverbindungen, die die Durchführung der einzelnen Funktionen ermöglichen.
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Es sei angenommen, daß die elektrische Stromversorgung der Vorrichtung
eingeschaltet worden ist und daß die Vorrichtung zur Kartenauswahl bereit ist. In
diesem Augenblick rotieren sämtliche Rollenpaare in solcher Richtung, daß sie eine
zwischen ihnen befindliche Karte nach oben ziehen können. Sämtliche Auswählschienen
81 sind in ihrer unwirksamen Stellung. Das Ventil in der Ventilanordnung i 61 ist
geschlossen, so daß keine Luft austreten kann. Die Bedienung wird mit Hilfe der
Schalttafel 201 (F i g. 21) gesteuert. Wenn beispielsweise die Karte Nr. 54 ausgewählt
werden soll, wird der Knopf »5« in der Zehner-Kolonne und der Knopf »4« in der Einer-Kolonne
gedrückt. Dabei schließen sich die entsprechenden zugeordneten Schalter mit der
Folge, daß die aus den zwanzig Elektromagneten in der Magnetanordnung 166 (F i g.
7, 9 und 12) ausgewählten beiden Elektromagneten gespeist werden. Durch die Speisung
der Elektromagneten werden die entsprechenden Zapfen (wie der Zapfen 196 in F i
g..17) in Abwärtsrichtung belastet. Aus F i g. 17 ergibt sich aber, daß keiner der
Zapfen sich in diesem Augenblick tatsächlich bewegen kann, da sämtliche Zapfen noch
auf der Oberkante der jeweils zugeordneten Auswählschienen aufliegen.
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Als nächster Schritt wird nunmehr der Knopf »S« kurzzeitig gedrückt.
Dadurch wird die Operation eingeleitet. Das Drehsolenoid 167 wird gespeist, und
die Auswählschienen 81 verschieben sich sämtlich in ihre zum Auswählen wirksame
Stellung. Die beiden belasteten Zapfen, die den beiden gedrückten Knöpfen entsprechen,
können dabei in die randoffenen Ausnehmungen der beiden zugeordneten Schienen einrasten,
wodurch diese beiden Schienen in ihrer Auswählstellung festgehalten werden. Der
Solenoid 167 wird danach abgeschaltet, so daß die Feder (entsprechend der
Feder 177) die übrigen achtzehn Auswählschienen in die unwirksame Stellung zurückziehen
können. Zu etwa der gleichen Zeit wird der Elektromagnet 62 (F i g. 7 und 14) gespeist,
wodurch der Flügel 156 (F i g.15) aus der Düse zurückgeschwenkt wird. Daraufhin
kann ein aufwärts gericheter Luftstrom aus der Düsenöffnung 125 austreten. Ebenfalls
zu der gleichen Zeit wird der Motor 58 (F i g. 7, 9 und 10) gespeist, wodurch der
Nocken 114 in Drehung versetzt wird. Dadurch wird der Kartenbehälter 51 oberhalb
der Düsenöffnung und unterhalb der Rollen sowie Auswählschienen hin und her bewegt.
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Der Luftstrom aus der Öffnung 125 trifft auf die unteren Kanten der
im Behälter befindlichen Karten auf und umhüllt in der bereits erläuterten Weise
aufeinanderfolgend jede einzelne Karte. Die beiden in der Auswählstellung befindlichen
Auswählschienen verhindern eine wesentliche Aufwärtsbewegung sämtlicher Karten mit
Ausnahme derjenigen, bei denen die randoffenen Einkerbungen mit der Stellung der
beiden Auswählschienen zusammenwirken. Sobald eine gewünschte und in diesem Sinne
gekerbte Karte sich oberhalb der Düsenöffnung 125 befindet, wird sie durch den Luftstrom
nach aufwärts geblasen. Diese Aufwärtsbewegung ist begrenzt durch den Anschlag der
unteren Kante der Einkerbungen an den in der Auswählstellung befindlichen Aufwählschienen.
Bevor diese Stellung jedoch von der betreffenden Karte erreicht wird, wird die Oberkante
dieser Karte von den beiden unteren Rollenpaaren (97, 138 und 97,128 in F i g. 8,
11 und 14) ergriffen.
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Die unteren Rollenpaare beginnen dabei, die Karte nach oben zu ziehen.
Dabei werden jedoch die diesen Rollenpaaren zugeordneten Schalter (z. B. der Schalter
LRS-1 der F i g.11) betätigt. Durch die Betätigung dieser Schalter werden im wesentlichen
gleichzeitig drei Operationen ausgelöst. Als erste Operation wird der Motor 58 gestoppt,
wodurch der Kartenbehälter 51 in seiner momentanen Stellung stehenbleibt. Als zweite
Operation wird der Elektromagnet 62 abgeschaltet, so daß die Feder 154 (F i g.14)
den Flügel 156 (F i g,15) zur Abschaltung des Luft
Stromes wieder
über die Düsenöffnung 125 ziehen kann. Als dritte Operation werden die zuvor gespeisten
und auf die Auswählschienen einwirkenden Elektromagnete abgeschaltet, wodurch die
Zapfen (entsprechend dem Zapfen 196 in F i g. 20) wieder zurückgezogen werden. Dadurch
können die Federn (entsprechend der Feder 177) auch in beiden in der Auswählstellung
befindlichen Auswählschienen wieder in ihre unwirksame Stellungen zurückziehen,
bei der sie eine weitere Aufwärtsbewegung der ausgewählten Karte nicht mehr behindern.
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Die Karte wird nunmehr durch die unteren Rollenpaare weiter aufwärts
gefördert. Bevor sie dabei diese Rollenpaare mit ihrer unteren Kante verläßt, wird
sie an ihrer oberen Kante durch die oberen Rollenpaare (83,105 und 84,106 in F i
g. 7) ergriffen. Dabei werden die zugeordneten oberen Schalter URS-1, URS-2, URS-3
und URS-4 betätigt. Einer dieser Schalter speist die beiden Solenoide 202 und 203
(F i g. 22) in der Schalttafel, wodurch die zuvor gedrückten Knöpfe wieder freigegeben
werden und in ihre obere Stellung zurückkehren können.
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Die ausgewählte Karte führt eine weitere Aufwärtsbewegung aus, bis
ihre obere Kante schließlich gegen die Schiene 102 (F i g. 7, 8 und 9) stößt und
diese anhebt. Wie sich am besten aus F i g. 13 ergibt, verschwenken beim Anheben
der Schiene 102 die Blöcke 144 mit der Folge, daß die Schalter LPS-1, LPS-2, LPS-3
und LPS-4 (Fi g.12) betätigt werden. Die Betätigung dieser Schalter führt zu zwei
Operationen. Als erste Operation wird der Motor 161 (F i g. 9 und 12), der die Rollen
antreibt, gestoppt, so daß die ausgewählte Karte in ihrer augenblicklichen Stellung
stehenbleibt. Als zweite Operation wird der Behältermotor 58 (F i g. 7, 9 und 10)
erneut gespeist, wodurch der Kartenbehälter 51 in seine in F i g.16 gezeigte Endstellung
gebracht wird. Bei der Ankunft in dieser Stellung betätigt der Kartenbehälter
51 den Schalter RPS-1 (F i g.10 und 16), der daraufhin den Motor 58 wieder
abschaltet, so daß der Kartenbehälter in dieser Stellung stehenbleibt.
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Aus den vorangehenden Erläuterungen ergibt sich, daß die ausgewählte
Karte gegenüber der Platte 65 (F i g. 7 und 8) durch die nunmehr stillstehenden
oberen Rollenpaare gehalten wird, wobei die obere Kante der Karte gegen die Schiene
102 anliegt. In dieser Lage deckt sich das Filmfenster 78 der Karte mit der öffnung
101 in der Platte 65. Die Karte kann entweder in dieser Lage beobachtet werden,
oder aber es kann der Filmabschnitt der Karte auf einen Beobachtungsschirm projiziert
werden, oder aber es kann schließlich eine Beobachtung des Filmfensters der Karte
mit Hilfe geeigneter Fernseheinrichtungen erfolgen.
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Sobald die ausgewählte Karte wieder in den Kartenbehälter zurückgeschoben
werden soll, wird der Knopf »R« (return) [F i g. 21 und 22] gedrückt. Dadurch wird
veranlaßt, daß der Motor 161 (F i g. 9 und 12) in umgekehrter Richtung angetrieben
wird. Entsprechend drehen sich dadurch auch die oberen und unteren Rollenpaare in
umgekehrter Richtung, so daß die Karte gegen die Abschrägung 158 (F i g. 16) der
vorderen Behälterwand gefördert wird und in der bereits beschriebenen Weise wieder
in den Kartenbehälter 51 hineingleitet. Sobald die Karte zurückgeschoben ist, werden
die Solenoide 202 (F i g. 22) abgeschaltet, wodurch der Sperrmechanismus für die
Bedienungsknöpfe freigegeben wird. Daraufhin kann eine neue Kartenauswahl durch
Betätigung der entsprechenden Bedienungsknöpfe- erfolgen.