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Es ist bereits vorgeschlagen worden, für Scheinwerfer für Kraftfahrzeuge
als Lichtquellen Halogen-Glühlampen zu verwenden, die neben dem Füllgas ein Halogen,
z. B. Jod oder Brom, enthalten, wodurch die Lebensdauer der Glühwendel bei gleicher
Leistung vergrößert wird bzw. bei gleicher Lebensdauer die Leistung erhöht werden
kann. Eine Halogen-Glühlampe mit einem Zweifadensystem wurde bisher nicht verwirklicht.
Man ist deshalb gezwungen, besondere Lösungen mit zwei Halogen-Glühlampen für das
Fern- und Abblendlicht vorzusehen. Die einfachste Lösung besteht in einem Vier-Scheinwerfer-System
für ein Kraftfahrzeug, bei dem jeweils zwei Scheinwerfer für das Abblendlicht und
zwei Scheinwerfer für das Fernlicht dienen.
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Die Erfindung schafft dagegen eine Lösung für einen Scheinwerfer,
bei dem in einem einzigen parabolischen Reflektor zwei Halogen-Glühlampen für das
Fern- und Abblendlicht angeordnet sind. Die Aufgabe besteht darin, einen einfachen,
betriebssicheren und leicht zu handhabenden Aufbau eines derartigen Scheinwerfers
zu schaffen. Die Erfindung betrifft deshalb einen Scheinwerfer für Kraftfahrzeuge
mit einem parabolischen Reflektor und mit zwei als Lichtquellen für das Fern- und
Abblendlicht dienenden Halogen-Glühlampen, die gemäß Patentanmeldung P 12 74 533.4-51
(deutsche Auslegeschrift 1274 533) als Halogen-Glühlampen mit einem rohrförmigen
Lampenkolben und einer quer zur Rohrachse liegenden Glühwendel ausgebildet sind,
von denen die als Lichtquelle für das Abblendlicht dienende Halogen-Glühlampe zumindest
nahezu lotrecht mit nach oben weisenden Anschlüssen vor dem Parabelbrennpunkt angeordnet
ist, während die für das Fernlicht dienende Halogen-Glühlampe dahinter angeordnet
ist. Der Scheinwerfer ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß beide Halogen-Glühlampen
auf einem Lampenträger angeordnet sind, der mit einem tellerförmigen Teil in die
Öffnung des Reflektors eingesetzt und dort in an sich bekannter Weise durch eine
sich an einem Verschlußring abstützende Feder gehalten ist, der bajonettver= schlußartig
am Reflektor befestigt ist. Ein derartiger Scheinwerfer weist zusätzlich den Vorteil
auf, daß gegebenenfalls der Lampenträger mit den eingesetzten Halogen-Glühlampen
gegen eine normale Zweifadenglühlampe ausgetauscht werden kann bzw. umgekehrt.
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Der Lampenträger besteht vorzugsweise im wesentlichen aus dem tellerförmigen
Teil ttnd aus einem darauf befestigten U-förmigen Bauteil mit je einer Aufnahme
für eine Halogen-Glühlampe auf beiden Schenkeln des U. Die Halogen-Glühlampe für
das Abblendlicht kann auf einem- Schenkel des U-förmigen Bauteils angeordnet sein
und der außerhalb der Halogen-Glühlampe angeordnete Abdeckschirm für das Abblendlicht
auf dem anderen Schenkel. Vorzugsweise ist der Verschlußring mit einem Kontaktträger
für die Anschlüsse der Glühlampen versehen. Dieser Kontaktträger besteht bei einer
besonderen Ausführungsform aus einem becherförmigen Isolierstoffteil, das in den
Verschlußring eingesetzt, insbesondere eingesprengt ist.
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An Hand eines Ausführungsbeispiels der Erfindung, aus dem weitere
Einzelheiten und Vorteile hervorgehen, sollen diese näher beschrieben werden.
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In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt. F i g.
1 zeigt einen Ausschnitt aus dem Reflektor thit eingesetztem Lampenträger im Schnitt;
F i g. 2 zeigt eine Draufsicht auf den Lampenträger; F i g. 3 zeigt eine Ansicht
des Lampenträgers von vorn.
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Der abgebrochen dargestellte Reflektor 1 weist in bekannter Weise
im Scheitelpunkt eine Öffnung auf, in die der erfindungsgemäß aufgebaute Lampenträger
eingesetzt ist. Die Öffnung wird durch ein tellerförmiges Teil 2 vollständig verschlossen,
das mit einem U-förmigen Bauteil 3, das auf das tellerförmige Teil 2 aüfgenietet
ist, im -wesentlichen den Lampenträger dargestellt. Damit eine genaue Justierung
des Lampenträgers gewährleistet ist, sind aus dem U-förmigen Bauteil 3 zwei Arretiernocken
4 und 5 herausgedrückt, die in entsprechende Öffnungen des tellerförmigen Teils
2 eingreifen. Das tellerförmige Teil 2 ist mit einer Arretiernase 6 versehen,
die in einen entsprechenden Ausschnitt des Randes der Öffnung des Reflektors eingreift,
wodurch der Lampenträger gegen Verdrehung gesichert wird.
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In an sich bekannter Weise wird das tellerförmige Teil 2 ähnlich wie
der Fassungsteller einer Zweifadenglühlampe auf die Öffnung des Reflektors aufgepreßt,
wozu eine kegelförmige Schraubenfeder 7 dient, die sich auf. einen Verschlußring
8 abstützt. Der Verschlußring 8 besitzt drei am Umfang verteilte Nasen, von denen
in F i g. 1 eine Nase 9 dargestellt ist, die in entsprechend am Umfang der Öffnung
des Reflektors 1 verteilte Haken 1(3 bajonettverschlußartig eingreifen.
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In den Verschlußring 8 ist - ein Kontaktträger 11
eingesetzt,
der aus einem becherförmigen Isolierstoffteil besteht. Wie aus der Zeichnung hervorgeht,
ist er in den Verschlußring 8 eingesprengt. Der Kontaktträger 11 trägt Flachsteckerstifte
12 und 13, die zum äußeren Anschluß der Glühlampen an das Bordnetz des Kraftfahrzeugs
dienen. Die Flachsteckerstifte 12 und 13 sind durch den Kontaktträger 11 hindurch
fortgesetzt und enden in Flachsteckerstiften 14 und 15, auf die die Flachstecker
aufgeschoben sind, die von den Halogen-Glühlampen herkommen.
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Das U-förmige Bauteil 3 besitzt zwei Schenkel 3 a und 3 b, die zur
Aufnahme der Halogen-Glühlampen 16 und 17 dienen. Die Halogen-Glühlampe 16 für das
Abblendlicht ist in den oberen Schenkel 3 a eingesetzt. Sie weist einen rechteckförmigen
Sockel 16 a auf, der in einer entsprechenden Öffnung des Schenkels 3 a verdrehsicher
gehalten ist. Der Sockel ist weiter mit einem `Teller 16 l3 versehen, der auf dem
Schenkel 3 a aufliegt und mit Hilfe einer Schnappfeder 18 gehalten wird, die an
einem Stützblech 19 befestigt ist, das die beiden Schenkel 3 a und 3 b miteinander
verbindet. Der Teller 16 b der Glühlampe 16- ist mit einer halbränden Ausnehmung
20 und einer rechteckförmigen Ausnehmung 21 am Rand versehen, die hinter
entsprechend gestaltete Arretiernocken des Schenkels 3 a greifen. Wie sich aus dem
ganzen Aufbau ergibt, ist die Glühwendel 16c in ihrer Lage vor dem Brennpunkt 22
genau justiert.
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Die Glühlampe 17 für das Fernlicht ist in entsprechender Weise von
unten in den Schenkel 3 b des U-förmigen Bauteils 3 eingesetzt. Zu ihrer Halterung
dient eine entsprechend gestaltete Schnappfeder 23, die in eine Kralle 24 eingehängt
ist, die aus dem tellerförmigen Teil 2 herausgedrückt ist. Der Abdeckschirm für
das Abblendlicht besteht aus einem Blechkästchen 25, dessen vordere Begrenzung durch
das
Stützblech 19 gebildet wird (s. F i g. 3). Es ist mit entsprechenden Lappen 26,
27 und 28 am Stützblech 19 und am unteren Schenkel 3 b des U-förmigen
Bauteils 3 befestigt. Wie aus F i g. 3 hervorgeht, ist im Ausführungsbeispiel eine
15°-Abschrägung entsprechend dem asymmetrischen Abblendlicht vorgesehen. Selbstverständlich
kann auch eine Ausbildung für symmetrisches Abblendlicht vorgesehen werden. Zum
Hindurchstrecken der von den Halogen-Glühlampen 16 und 17 kommenden Kabel mit Flachsteckern
sind in dem tellerförmigen Teil 2 zwei öffnungen 29 und 30 vorgesehen.
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Das Stützblech 19 ist mit Hilfe von Nasen 31 bis 34
an den beiden Schenkeln 3 a und 3 b des U-förmigen Bauteils 3 gehalten. Sowohl das
tellerförmige Bauteil 2 als auch das U-förmige Bauteil 3 können aus entsprechend
starken Stahlblechen geformt sein. Gegebenenfalls können sie aber auch aus Druck-
oder Spritzguß bestehen. In diesem Falle können die Teile 2 und 3 vorzugsweise aus
einem Stück bestehen.