DE1288967B - Verfahren zur Herstellung von magnetisierbaren Ferritkernen mit geringen Verlusten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von magnetisierbaren Ferritkernen mit geringen Verlusten

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DE1288967B DE1965S0096449 DES0096449A DE1288967B DE 1288967 B DE1288967 B DE 1288967B DE 1965S0096449 DE1965S0096449 DE 1965S0096449 DE S0096449 A DES0096449 A DE S0096449A DE 1288967 B DE1288967 B DE 1288967B
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    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B35/00Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products
    • C04B35/01Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics
    • C04B35/26Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics based on ferrites

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Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von magnetisierbaren Ferritkernen aus unterstöchiometrischem Nickel-Zink-Ferrit mit geringen Anteilen an Kobalt und geringen Verlusten, insbesondere im Mittelwellen- und Kurzwellenbereich, durch Mischen, Pressen und Sintern der gegebenenfalls vorbehandelten Ausgangssubstanzen.
  • Derartige magnetisierbare Ferritkerne werden beispielsweise als Magnetika in induktiven elektrischen Bauelementen, wie Spulen und übertrager, als Antennenstäbe od. dgl. verwendet. Gegenüber metallischen Ferromagnetika zeichnen sich die Ferrite durch einen bedeutend höheren elektrischen Widerstand aus, so daß ihre Verluste gegenüber den metallischen Ferromagnetika bedeutend geringer sind. Ihr Anwendungsgebiet liegt daher vorwiegend bei höheren Frequenzen im kHz- und MHz-Gebiet.
  • Derartige Ferritkerne werden beispielsweise durch Mischen der ferritbildenden Ausgangssubstanzen, das sind in der Regel Metalloxide oder Metallkarbonate, durch Pressen der Mischung zu Kernpreßlingen und anschließendes Sintern derselben hergestellt. Beim Sintern bildet sich aus dem Ausgangsgemisch das Ferritgefüge, das sich in der Regel durch ein Spinellgitter auszeichnet. Als ferritbildende Ausgangssubstanzen werden neben Eisenoxid vorwiegend Zinkoxid, Manganoxid, Nickeloxid und Magnesiumoxid verwendet. Unter diesen ferritbildenden Ausgangsoxiden zeichnen sich bestimmte Mischungen durch besonders günstige Eigenschaften aus. Da die Ferrite bei der Sinterung und nachfolgenden Abkühlung von der umgebenen Gasatmosphäre beeinflußt werden, ist es in vielen Fällen erforderlich, den Einfluß der Gasatmosphäre bei der Sinterung und Abkühlung so zu steuern, daß die gewünschten Eigenschaften auftreten.
  • So ist es bereits bekannt, verlustarme Ferritkerne durch Mischen, Pressen und Sintern von kobalthaltigen Nickeloxid-, Zinkoxid- und Eisenoxid-Mischungen herzustellen. Sehr günstige Eigenschaften werden dann erreicht, wenn überstöchiometrische Nickel-Zink-Ferrite, d. h. mehr als 50 Molprozent Fe20s aufweisende Nickel Zink-Ferrite, nach der Sinterung mit einer Geschwindigkeit von etwa 50° C/h langsam abgekühlt werden. Der Kobaltoxidanteil beträgt dabei zwischen 0,1 und 5 Molprozent.
  • Gute Eigenschaften werden auch bei unterstöchiometrischen, kobalthaltigen Ni-Zn-Ferriten angetroffen. Die gesamte Abkühlungszeit beträgt etwa 24 Stunden. Eine derartige langsame Abkühlung, die in der Regel in den abgeschalteten Sinteröfen durchgeführt wird, ist insofern erwünscht, als die Standzeit der Öfen außerordentlich lang ist und diese Öfen während der Abkühlungszeit nicht für weitere Sinterungen zur Verfügung stehen. Diese schlechte Produktivität der Sinteröfen suchte man dadurch zu vermeiden, daß man Ferrite herstellte, die trotz einer raschen Abkühlung immer noch ausreichende magnetische Eigenschaften aufweisen. Dabei stellte sich jedoch heraus, daß die mechanischen Eigenschaften, i insbesondere die Festigkeit, der rasch abgekühlten Ferritkerne sehr zu wünschen übrigließen.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, magnetisierbare Ferritkerne mit geringen Verlusten, insbesondere im Mittelwellen- und Kurzwellenbereich, i und mit guter mechanischer Festigkeit bei geringem Aufwand herzustellen.
  • Die Erfindung macht sich die überraschende Erkenntnis zunutze, daß auch bei kobalthaltigen Nickel-Zink-Ferriten trotz im wesentlichen rascher Abkühlung die obengenannte Aufgabe sehr gut erfüllt werden kann. Das eingangs genannte Verfahren zeichnet sich durch die folgenden erfindungsgemäßen Merkmale aus: a) der Kobaltoxidanteil beträgt etwa 0,03 bis etwa 0,6 Gewichtsprozent; b) die Abkühlung von der Sintertemperatur bis etwa 700° C wird rasch, mit einer Geschwindigkeit von etwa 5000° C/h, und die weitere Abkühlung bis etwa 500° C langsam, mit einer Geschwindigkeit von etwa 100 bis 200° C/h, vorgenommen.
  • Der letzte Teil der Abkühlung von etwa 500° C bis Raumtemperatur kann ebenfalls rasch erfolgen. Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es möglich, die Abkühlung im wesentlichen rasch vorzunehmen. Lediglich in dem Temperaturintervall zwischen 700 und etwa 500° C soll die Abkühlung langsam erfolgen. Die wirtschaftlichen Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens liegen auf der Hand. Da keine besondere Schutzatmosphäre bei der Abkühlung verlangt wird, sondern Luft verwendet werden kann, und da eine langsame Abkühlung nur in einem kurzen Temperaturintervall zu erfolgen hat, zeichnen sich die erfindungsgemäß hergestellten Ferritkerne durch niedrige Herstellungskosten aus. Sie weisen überdies besonders kleine Hochfrequenzverluste auf und sind überraschenderweise sehr fest.
  • Besonders vorteilhaft wird das erfindungsgemäße Verfahren bei folgender Ferritzusammensetzung angewendet: 44 bis weniger als 50 Molprozent Fe.Os, 15 bis 56 Molprozent Ni0, Rest Zn0 und 0,03 bis 0,6 Gewichtsprozent Co0. In weiterer Ausbildung der Erfindung wird das Herstellungsverfahren dadurch noch wirtschaftlicher gestaltet, daß die gesinterten Kerne unmittelbar nach dem Sintern aus dem Sinterofen entnommen und in einen auf eine Temperatur von etwa 700° C geheizten Wärmeofen gebracht, dort langsam in etwa 200° C/h bis auf etwa 500° C abgekühlt und danach aus diesem Wärmeofen zur weiteren raschen Abkühlung entfernt werden. Auf diese Weise ist es möglich, daß der Sinterofen unmittelbar nach der Sinterung der Ferritkerne wieder zur Sinterung weiterer Kernpreßlinge zur Verfügung steht. Die Standzeit des Sinterofens ist damit außerordentlich gegenüber den bekannten Verfahren mit langsamer Abkühlung im Sinterofen vermindert. Während die nachfolgenden Kernpreßlinge gesintert werden, erfolgt die langsame Abkühlung zwischen 500 und 700° C der vorgesinterten Kerne im Wärmeofen. Dieser steht ebenfalls nach nicht allzu langer Zeit wieder für die Aufnahme der später gesinterten Kerne zur Verfügung. Besonders vorteilhaft wird in weiterer Ausbildung der Erfindung das Sintergut in einem Durchstoßofen gesintert und abgekühlt. Dieser Durchstoßofen enthält eine Sinterstrecke, eine Temperatursturzstrecke, eine Wärmestrecke zwischen etwa 700 und etwa 500° C und einen Auswüii zur weiteren raschen Abkühlung. Die zu sinternden Kernpreßlinge werden beispielsweise auf ein Förderband geschichtet, das zuerst, nach der Anheiz- oder Erwärmungsstrecke, die Sinterstrecke des Durchstoßofens durchläuft. Nach dem Durchlauf durch die Sinterstrecke werden die gesinterten Kerne in der Temperatursturzstrecke sehr rasch von der Sintertemperatur bis auf eine Temperatur von etwa 700° C abgekühlt. Anschließend durchlaufen sie die Wärmestrecke, in der sie langsam bis auf etwa 500° C abgekühlt werden. Danach werden die Kerne ausgeworfen, so daß die weitere Abkühlung bis auf Raumtemperatur ebenfalls rasch erfolgt. Da eine normale Luftatmosphäre verwendet werden kann, ist die Anwendung eines derartigen Durchstoßofens mit keinerlei Schwierigkeiten hinsichtlich der Abdichtung verbunden.
  • In diesem Zusammenhang sei noch erwähnt, daß bereits die Verwendung unterstöchiometrischer Nickel-Zink-Ferrite mit 0,3 bis 5 Atomprozent, vorzugsweise mit 0,5 bis 1,5 Molprozent, bekanntgeworden sind, die, abgesehen von ihrem unterschiedlichen Kobaltoxidanteil, durchwegs langsam abgekühlt werden (französische Patentschrift 1148 963). Diese Patentschrift enthält somit keinerlei Hinweis auf die erfindungsgemäß ausgewählte Abkühlungsfolge, wobei zusätzlich zu beachten ist, daß die in dieser Patentschrift angegebenen Kobaltoxidanteile mehr oder weniger stark von den erfindungsgemäß vorgeschlagenen, vorwiegend geringeren Kobaltoxidanteilen abweichen. Darüber hinaus sind auch bereits unterstöchiometrische Ferrite mit geringen Kobaltoxidanteilen (deutsche Auslegeschrift 1017 521 und deutsche Patentschrift 756 383) bekannt, deren gewichtsprozentuale Zusammensetzungen im einen Fall bis 0,1 bis 3 Gewichtsprozent und im anderen Fall in Spuren, d. h. weniger als 0;01 Gewichtsprozent, als vorteilhaft bezeichnet werden. Der erfindungsgemäß vorgeschlagene Bereich für den Kobaltoxidanteil liegt vornehmlich zwischen diesen beiden empfohlenen Bereichen. Zusätzlich zu diesem Unterschied enthält dieser Stand der Technik keinen Hinweis über die zu wählende Abkühlungsgeschwindigkeit.
  • An Hand der F i g. 1 bis 3, die Beispiele für das erfindungsgemäße Verfahren darstellen, ist die Erfindung näher erläutert.
  • In der F i g. 1 ist ein Temperaturfahrplan, d. h. die Funktion der die Kerne umgebenden Temperatur Tu in Abhängigkeit von der Zeit t schematisch dargestellt. Die Kernpreßlinge werden gemäß der Kurve a bis auf die Sintertemperatur von etwa 1150° C aufgeheizt. Die Sinterung gemäß dem Kurventeil b dauert etwa ts = 3 Stunden. Anschließend wird gemäß dem Kurventeil c rasch bis auf eine Temperatur von etwa 700° C abgekühlt. Nunmehr erfolgt die langsamere Abkühlung gemäß dem Kurventeil d über einen Zeitraum von tA =1 bis 2 Stunden bis auf etwa 500° C. Nunmehr werden die Ferritkerne gemäß dem Kurventeil c rasch bis auf Raumtemperatur abgekühlt. Das in F i g. 1 dargestellte Temperatur-Zeit-Diagramm veranschaulicht die Temperatur der die Kernpreßlinge bzw. Ferritkerne unmittelbar umgebenden Atmosphäre. Es ist selbstverständlich, daß die Temperatur der Ferritkerne selbst nicht sofort der i Umgebungstemperatur TU entspricht, sondern dieser um einen gewissen Zeitfaktor nachhinkt, so daß der Temperaturfahrplan der Kernpreßlinge bzw. Ferritkerne nicht derartig scharfe Kanten aufweist, wie dies in der F i g. 1 dargestellt ist. Aus dieser Figur kann i ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens abgeleitet werden. Vergleicht man die Abkühlungszeit tA =1 bis 2 Stunden gemäß diesem Beispiel mit der Abkühlungszeit von langsam abgekühlten Nickel-Zink-Ferriten, deren Abkühlungszeit etwa 24 Stunden beträgt, dann wird bereits eine Verkürzung der Abkühlungszeit um den Faktor 4 festgestellt.
  • In der F i g. 2 ist die Güte Q eines erfindungsgemäß hergestellten Ferritkerns gemäß Kurvenzug f mit der Güte eines entsprechend zusammengesetzten, jedoch langsam abgekühlten Ferritkerns gemäß Kurve g dargestellt. Gemessen wurde die Güte von Antennenstäben mit 10 mm Außen- und 3 mm Innendurchmesser sowie 160 mm Länge der folgenden Zusammensetzung: 48,7 Molprozent Fe203, 19,4 Molprozent Ni0, 31,9 Molprozent Zn0 sowie ein Zusatz von 0,14 Gewichtsprozent Co0.
  • Die erfindungsgemäß lediglich zwischen 500 und 700° C langsam mit einer Geschwindigkeit von etwa 150° C/h abgekühlten Ferritkerne zeichnen sich bei einer Permeabilität von ,u" = 230 bis 270 (ganze Stäbe als Ringkern gemessen) um eine um etwa 20% höhere Güte als langsam abgekühlte Stäbe gleicher Permeabilität bei einer Meßfrequenz von f = 1 MHz aus. Werden die entsprechenden Stäbe von der Sintertemperatur bis auf Raumtemperatur durchgehend rasch abgekühlt, dann ist die Güte ebenfalls weitaus geringer als die Güte der erfindungsgemäß hergestellten Stäbe. Außerdem ist überraschenderweise die mechanische Festigkeit der .erfindungsgemäß hergestellten Stäbe größer als die der langsam abgekühlten Stäbe gleicher Zusammensetzung. Die Bruchspannung beträgt etwa 1000 kp/cm2. Auch eine Güteverbesserung von Stäben oder Kernen, die langsam abgekühlt wurden, ist möglich, wenn die Stäbe oder Kerne nochmals kurz auf oder in die Nähe der Sintertemperatur gebracht und dann schnell auf 700°C und langsam auf 500°C abgekühlt werden.
  • An Hand der F i g. 3 sind die auf der Anfangspermeabilität bei 5 MHz bezogenen Verluste von erfindungsgemäß hergestellten Ferritringkernen mit denjenigen nicht erfindungsgemäß hergestellter Ferritkerne entsprechender Zusammensetzung verglichen. Die Grundzusammensetzung beträgt dabei 48,5 Molprozent Fe203, 40,0 Molprozent NiO, 11,5 Molprozent Zn0. Diese Mischung wird 2 Stunden in einer Kugelmühle naß gemischt und nach dem Filtrieren und Trocknen 2 Stunden bei 1050° C geglüht. Diesem vorgesinterten Ferritpulver sind Zusätze von je 0,15, 0,30, 0,60 und 1,2 Gewichtsprozent CoO in Form von Co304 zugegeben. Die Mischungen werden dann jeweils 2 Stunden naß gemahlen, nach dem Filtrieren und Trocknen mit Bindemitteln gemischt und zu Ringkernen verpreßt. Nach einer Sinterung bei 1150° C während 3 Stunden in Luft werden die Kerne gemäß dem Kurvenzug h langsam in etwa 24 Stunden im Ofen abgekühlt. Der Kurvenzug i gibt die Verlusteigenschaften von Kernen an, die nach der Sinterung in einen auf 700° C geheizten Ofen umgesetzt und anschließend nach Abschalten des Ofens mit dem Ofen in etwa 5 Stunden abgekühlt wurden. Dieselben Eigenschaften lassen sich auch erzielen, wenn diese Kerne bei 500° C aus diesem Wärmeofen entfernt werden und danach rasch abkühlen. Der Gütefaktor und die Permeabilität derart hergestellter Ringkerne wurden in einer teilbaren Spule mit zehn Windungen an einem Gütemesser bei der Frequenz von 5 MHz bestimmt. Es zeigt sich an Hand der F i g. 3, daß bei Anwendung der erfindungsgemäßen Kombination, d. h. sowohl dem besonderen Bereich des Kobaltoxidzusatzes zwischen etwa 0;03 und 0,6 Gewichtsprozent sowie der erfindungsgemäßen Abkühlung, besonders niedrigere Verluste auftreten. Wird eine erfindungsgemäße Abkühlung, jedoch ein höherer Kobaltoxidzusatz verwendet, dann steigen die Verluste an. Bei fehlendem Kobalt oxidzusatz kann ein Unterschied zwischen langsam und erfindungsgemäß abgekühlten Ferritkernen nicht festgestellt werden. Während bei generell langsam abgekühlten Ferritkernen dieser Zusammensetzung innerhalb des beanspruchten Kobaltoxidanteils nur eine geringe Verminderung der Verluste festgestellt wird, ist die Verlustminderung in dem beanspruchten Kobaltoxidbereich bei der erfindungsgemäßen Abkühlung außerordentlich hoch. Es wird eine Verminderung um etwa den Faktor 3 erzielt.

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von magnetisierbaren Ferritkernen aus unterstöchiometrischem Nickel-Zink Ferrit mit geringen Anteilen an Kobalt und geringen Verlusten, insbesondere im Mittelwellen- und Kurzwellenbereich, durch Mischen, Pressen und Sintern der gegebenenfalls baren Ferritkernen aus unterstöchiometrischem zeichnet durch folgende Merkmale: a) Der Kobaltoxidanteil beträgt etwa 0,03 bis etwa 0;6 Gewichtsprozent; b) die Abkühlung von der Sintertemperatur bis etwa- 700° C wird rasch, mit einer Geschwindigkeit von etwa 5000° C/h, und die weitere Abkühlung bis etwa 500° C langsam, mit einer Geschwindigkeit von etwa 100 bis 200° C/h, vorgenommen.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von etwa 500° C bis Raumtemperatur rasch abgekühlt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in Luft abgekühlt wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die gesinterten Kerne unmittelbar nach dem Sintern aus dem Sinterofen in einen auf die Temperatur von etwa 700° C aufgeheizten Wärmeofen gebracht, dort langsam in etwa einer Stunde bis auf 500° C abgekühlt und danach aus diesem Wärmeofen wieder entfernt werden.
  5. 5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Sintergut in einem Durchstoßofen gesintert und abgekühlt wird, der eine Sinterstrecke, eine Temperaturstrecke, eine Wärmestrecke zwischen etwa 700° C und etwa 500° C und einen Auswurf zur weiteren raschen Abkühlung aufweist.
  6. 6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß etwa folgender Grundzusammensetzungsbereich gewählt wird: 44 bis weniger als 50 Molprozent Fe203, 15 .bis 56 Molprozent Ni0, Rest Zn0.
  7. 7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß langsam abgekühlte Ferritkerne nochmals in die Nähe der Sintertemperatur erhitzt und anschließend bis etwa 700° C rasch und danach bis etwa 500° C langsam abgekühlt werden.
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