DE128787C - - Google Patents

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DE128787C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B19/00Handling rods, casings, tubes or the like outside the borehole, e.g. in the derrick; Apparatus for feeding the rods or cables
    • E21B19/08Apparatus for feeding the rods or cables; Apparatus for increasing or decreasing the pressure on the drilling tool; Apparatus for counterbalancing the weight of the rods
    • E21B19/084Apparatus for feeding the rods or cables; Apparatus for increasing or decreasing the pressure on the drilling tool; Apparatus for counterbalancing the weight of the rods with flexible drawing means, e.g. cables

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
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  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Earth Drilling (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das allmählich wachsende Gewicht des Bohrgestänges bei zunehmender Tiefe des Bohrloches macht es erforderlich, diesem Gewichte eine Kraft entgegen wirken zu lassen, um einerseits die Antriebsmaschine zu schonen und andererseits Schläge des Bohrzeuges mit möglichst gleichbleibender Kraft ausführen zu können.
Vorliegende Erfindung betrifft nun eine Gewichtsausgleichung des Bohrgestänges mit directem Nachlassen und mit Regelung der Gewichtsausgleichung. Früher wurden dem Gestängegewichte, welches an einem doppelarmigen Hebel (Balancier) an dem einen Ende desselben angehängt ist, Gegengewichte als Entlastung an dem anderen Ende entgegengestellt. Eine hohe Schlagzahl kann jedoch bei dieser Anordnung nicht angewendet werden, weil die schwingenden Massen dies verhindern.
Diesem Uebelstande wird durch die vorliegende Vorrichtung abgeholfen, indem bei derselben das Gestängegewicht ohne Rücksicht auf die Schlagzahl ausgeglichen werden kann.
Die Vorrichtung besteht im Wesentlichen aus einem Holzbalken mit aufgelegten Gewichten , welcher zwecks Führung dieser letzteren an dem einen Ende festgehalten ist; infolge dessen verhindert seine Spannkraft ein allzugrofses Schwingen der Gegengewichte.
Die Zeichnungen stellen eine solche Anordnung in schematischer Weise dar. Fig. 1 ist eine Seitenansicht und Fig. 2 die Draufsicht auf dieselbe. Fig. 3 zeigt eine geänderte Ausführung.
Das Bohrzeug hängt bei r an einem Seile, das mit einem Wirbel q verbunden ist, von welchem aus die Seile zur Ausgleichungsvorrichtung und zum Bewegungsmechanismus führen, und zwar in der Weise, dafs das Seil der Ausgleichungsvorrichtung um eine Seilrolle innerhalb des Wirbels geschlungen ist, während das zum Antriebsorgane führende Seil am oberen Ende des Wirbels angreift. Dieses letztere Seil führt über die Seilscheibe α nach den Scheiben bed zur Nacblafstrommel <?, welche behufs Nachlassens mittels eines Schneckenantriebes η mit dem Handrade 0 gedreht werden kann. Zwischen den Seiltrümmern von der Seilscheibe b über die Rolle c nach der Rolle d ist das Antriebsorgan ρ in der angedeuteten Weise eingeschaltet.
Das Seil der Ausgleichungsvorrichtung führt um die Seilscheibe im Wirbel q nach, den Seilscheiben /1J1Z2 und über die Scheiben gt g., und Zi1 Iz2 ebenfalls nach der obgenannten Nachlafstrommel, kann also gemeinsam mit dem Seile des Äntriebsorganes nachgelassen werden, ohne dafs der Grad der Ausgleichung geändert wird. Die Ausgleichung des Bohrgestänges selbst wird durch einen Holzbalken / bewirkt, auf dessen einem Ende Gegengewichte m aufgelegt sind und dessen anderes Ende am Bohrgerüst befestigt ist. Diese Befestigung dient dazu, dem Holzbalken eine Federung zu
geben, wenn dieser gebogen wird. Wird das Bohrzeug durch das Antriebsorgan ρ gehoben, so helfen die Gegengewichte m und die Federkraft des Holzbalkens / beim Heben, mit. Beim Fallen des Bohrzeuges gehen die Gewichte nach aufwärts und der Balken biegt sich wieder aus. Die Gröfse der Ausbiegung des Holzbalkens mufs so grofs als der Hub (Fallhöhe) des Bohrers sein, was sich von selbst ergiebt, wenn man bei gehobenem Bohrer den Holzbalken in gerader Lage anordnet. Beim Senken des Bohrers wird dann der Holzbalken um den Hub durchgebogen. Es erscheint also hier die Führung der Gegengewichte durch Festlegen des Holzbaumes / an dem einen Ende am einfachsten gelöst.
Die Seile der Ausgleichungsvorrichtung, die das Biegen des Balkens vermitteln, bewegen die Seilscheiben gx ga, welche mit dem Holzbalken / in solcher Weise verbunden sind, dafs eine Regelung des Grades der Ausgleichung möglich ist. Die beiden Seilscheiben gx g.2 sitzen zu diesem Zwecke auf einer gemeinsamen Achse, in deren Mitte ein Auge zur Verbindung mit der Schraube j angeordnet ist; ein Handrad k auf dieser Schraube J, welches sich gegen ein Widerlager s an dem Holzbalken / stützt, ermöglicht es, die beiden Seilscheiben g1 g.2 näher oder weiter, dem Holzbalken gegenüber, zu versetzen, wodurch eine Regelung des Ausgleichungsgrades in feinerem Mafse erreicht wird. Wie schon erwähnt, ist der Holzbalken / an einem Ende festgelegt und wird ausgebogen. Durch dieses Biegen des Holzbalkens wird eine Spannung erzeugt, welche beim Anheben des Bohrzeuges gemeinsam mit den Gegengewichten zur Wirkung kommt und ein möglichst elastisches Ausgleichen , ermöglicht. Je nachdem nun der Grad der Ausbiegung des Holzbalkens und damit die erzeugte Spannung gesteigert oder vermindert wird, wird auch der Grad der Ausgleichung geregelt. Ein stärkeres Ausbiegen des Holzbalkens kann erreicht werden, wenn die Seillänge der Seile für die Ausgleichung zwischen der Seilscheibe q und der Nachlafstrommel e verkürzt wird. Dies kann mittels Handrad k und Schraube j bewirkt werden, indem man die Seilscheiben gx g, dem Holzbalken / näher bringt. Dadurch wird der Holzbalken mehr ausgebogen, erhält also eine gröfsere Spannung, wodurch im Verein mit den Gewichten m das Bohrzeug leichter gehoben werden kann. Im umgekehrten Sinne wird die Spannung durch Biegen des Holzbaumes verringert und damit auch der Grad der Ausgleichung verkleinert. Selbstverständlich dürfen die Gegengewichte in niemals gröfser sein als die gesammte Gestängelast.
Die Regelung des Grades der-Ausgleichung kann auch derart bewirkt werden, dafs man die Seilscheiben Zz1 A2 verschiebbar anordnet.
Wenn das vom Antriebsorgan bewegte Seil über die Seilscheibe α im umgekehrten Sinne geschlungen und das eine Ende mit dem Holzbalken / verbunden ist, während das andere Ende bei t festgehalten wird (Fig. 3), dann kann ebenfalls gebohrt werden. Das Antriebsorgan biegt den Holzbalken /, an welchem der Bohrer nun angehängt ist, noch um soviel weiter, als für den Schlag erforderlich ist. Nichtsdestoweniger ist das Gestänge ausgeglichen und das Antriebsorgan bedarf nur einer geringen Kraft. Dies ist ein Hauptmerkmal der vorliegenden Einrichtung, da bis jetzt nur Hebel, Zugstange oder Schwengelkopf federnd angeordnet wurden, nicht aber das Bohrzeug direct auf einem Holzbalken mit aufgelegten Gegengewichten einerseits und eingespannten Enden andererseits aufgehängt wurde. Aufserdem kann nachgelassen und die Ausgleichung geregelt werden, so dafs diese Anordnung auch für sich einen Bohrapparat bildet, dem nur der antreibende Mechanismus fehlt, der, in jeder beliebigen Form ausgeführt, hinzugefügt wird.
Die Vorrichtung ist sowohl bei Bohrkrahnen mit, als auch ohne Schwengel und für jeden Hub verwendbar und gestattet auf einfache Weise eine sehr genaue Regelung.

Claims (2)

  1. Patent-An Sprüche:
    ι. Vorrichtung zur Gewichtsausgleichung für Bohrgestänge dadurch gekennzeichnet, dafs diese Ausgleichung durch einerseits mit dem Bohrzeuge, andererseits mit der Nachlafstrommel (e) in directer Verbindung stehende Seile erfolgt, die über Rollen (S\ Si) geführt sind, Welche auf einem federnden, an dem einen Ende befestigten, an dem anderen Ende belasteten Holzbalken (I) sitzen, wobei die Biegungsspannung des Holzbalkens durch Verstellen des Rollenpaares (gx g.2J geregelt werden kann.
  2. 2. Eine Abänderung der unter 1. genannten Vorrichtung zur Gewichtsausgleichung zwecks Verwendung derselben als Bohrapparat, dadurch gekennzeichnet, dafs das vom Antriebsorgan (p) aus bewegte Seil an dem einen Ende festgehalten, an dem anderen Ende dagegen mit dem federnden Holzbalken (I) verbunden ist, dessen Schwingungen auf das mit der Nachlafstrommel (e) und dem Bohrzeuge in directer Verbindung stehende Seil übertragen werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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