DE1284030B - Verfahren zur Herstellung von gummielastischen Polyurethanfaeden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von gummielastischen Polyurethanfaeden

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DE1284030B
DE1284030B DEZ11606A DEZ0011606A DE1284030B DE 1284030 B DE1284030 B DE 1284030B DE Z11606 A DEZ11606 A DE Z11606A DE Z0011606 A DEZ0011606 A DE Z0011606A DE 1284030 B DE1284030 B DE 1284030B
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Germany
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production
elastic polyurethane
rubber elastic
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polyurethane threads
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DEZ11606A
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Dipl-Chem Dr Hans
Peters
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Vickers Zimmer AG
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Vickers Zimmer AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G18/00Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates
    • C08G18/06Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen
    • C08G18/08Processes
    • C08G18/10Prepolymer processes involving reaction of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen in a first reaction step
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Description

1 2
Hochpolymere auf Polyurethanbasis werden nach längerungssubstanzen beider Verfahren sind die für bekannten Verfahren durch Umsetzung hydroxyl- die Reaktion erforderlichen Temperaturen recht gruppenhaltiger Polymerer mit organischen Diiso- unterschiedlich. Während bei der Verlängerung durch cyanaten und weitere Reaktion der erhaltenen Makro- die Hydrazidverbindungen in den meisten Fällen bei diisocyanate mit in bezug auf Isocyanatgruppen di- 5 Zimmertemperatur gearbeitet wird, erfolgt die Ver- oder polyfunktionellen, reaktiven Verbindungen her- längerung bei dem erfindungsgemäßen Verfahren bei gestellt. Als di- oder polyfunktionelle reaktive Ver- wesentlich höheren Temperaturen, z. B. bei 90° C. bindungen, die eine Kettenverlängerung bzw. eine Dies hat einmal den Vorteil, daß nach Ablauf der Vernetzung der Makrodiisocyanate bewirken, kommen Reaktion sofort Fäden gesponnen werden können, vor allem organische Diamine in Frage. io Temperaturen von 60 bis 100° C sind nämlich ge-
Zur Herstellung technisch besonders brauchbarer eignete Spinntemperaturen sowohl für das Lösungsgummielastischer Produkte verwendet man mehr oder als auch für das Trockenspinnen. Es erübrigt sich also weniger lineare Polyurethane, die zur Oniumbildung bei dem erfindungsgemäßen Verfahren eine Kühlung befähigte Gruppen, beispielsweise tertiäre Amino- des Reaktionsgemisches vor der Verlängerungsgruppen, enthielten, und setzte sie mit polyfunktio- 15 reaktion und auch ein Wiederaufheizen für das Vernellen Quaternierungsmitteln um. spinnen. Das bedeutet natürlich eine erhebliche
Nach einem Verfahren zur Herstellung hoch- Energieersparnis.
elastischer Produkte auf Polyurethanbasis geht man Ein weiterer Vorteil dieser Verlängerungsreaktion
von Polyurethanen aus, die aus hydroxylgruppen- bei höherer Temperatur ist der, daß die Verlängerung haltigen Polyalkylenglykoläthern, Polyacetylen oder ao auf Grund des weniger reaktiven Verhaltens der Polythioäthern mit Polyisocyanaten und gegebenen- Diaminotriazine viel weniger stürmisch verläuft. Läßt falls Kettenverlängerungsmitteln erhalten wurden und man ein solches Reaktionsgemisch 1 Stunde lang ohne die in mindestens einer der Komponenten zur Onium- neue Wärmezufuhr stehen, so erfolgt eine viel unbildung befähigte Gruppen enthalten. Beispielsweise gestörtere Kettenbildung, und es resultieren hochkann das Kettenverlängerungsmittel eine quaternier- 35 wertige Produkte.
bare Aminogruppe enthalten, wie sie in Methyl- Die Verlängerungsreaktion kann bei dem erfin-
diäthanolamin vorliegt. Die Vernetzung der Polymeren dungsgemäßen Verfahren in größerer Konzentration zu gummielastischen Produkten erfolgt dann durch als bei dem bekannten Verfahren durchgeführt werden, Umsetzen mit di- oder polyfunktionellen Alkylie- so daß die Lösung gleich eine für die Verspinnung rungsmitteln. Auf diese Weise ist es möglich, aus Poly- 30 geeignete Konzentration von 30 bis 40% hat, wie das urethanen auf Basis von Polyalkylenglykoläthern, nachstehende Beispiel zeigt. Ein Arbeiten mit solch Polyacetalen oder Polythioäthern hochelastische Pro- konzentrierten Lösungen ist nach dem Verfahren der dukte herzustellen. Entgegenhaltung nicht möglich, denn die dort ge-
Es ist ferner aus der deutschen Auslegeschrift nannten Hydrazidverbindungen sind auf Grund der 1154 937 bekannt, zur Herstellung von Urethan- und 35 Größe des Moleküls und des chemischen Charakters Semicarbazidgruppen sowie Cyanursäureringe auf- in organischen Lösungsmitteln sehr viel schwerer lösweisenden, aus der Lösung verformbaren hoch- lieh als die Diaminotriazine. Andererseits würde das elastischen Polymeren im wesentlichen lineare iso- Arbeiten mit konzentrierteren Lösungen die Reakcyanatmodifizierte Polyhydroxylverbindungen mit end- tionen noch stürmischer und unkontrollierbarer abständigen NCO-Gruppen und einem Molekular- 40 laufen lassen und zu schlechteren Produkten führen, gewicht von etwa 700 bis 5000 in Lösungsmitteln mit Die vergleichsweise geringe Molekülgröße der Di-Lösungen von Dihydrazinotriazinen nach dem Iso- aminotriazinderivate wirkt sich auch noch in anderer cyanat-Polyadditionsverfahren umzusetzen. Weise vorteilhaft aus: der mit — R bezeichnete Teil
Gegenstand der Erfindung ist demgegenüber ein des Moleküls kann im Gegensatz zu dem in der Ent-Verfahren zur Herstellung von gummielastischen 45 gegenhaltung mit — R1 bezeichneten Teil der Ver-Polyurethanfäden, durch Umsetzung von im wesent- längerungssubstanz mehrere Halogenatome und außer liehen linearen, isocyanatmodifizierten Polyestern nach Chlor auch Fluor, Brom, Jod und die Cyangruppe dem Isocyanat-Polyadditionsverfahren in Lösung mit enthalten, ohne daß die Löslichkeit der Substanz in Diaminen und Verspinnen der erhaltenen Poly- organischen Lösungsmitteln so stark abnimmt, daß urethane, dadurch gekennzeichnet, daß man als 50 eine Reaktion in Lösung unmöglich wird. Bekannt-Diamine 2,4-Diamino-triazine-(l,3,5) der Formel lieh können Halogenatome hochpolymere Substanzen
aber entscheidend verändern im Hinblick auf die Ent-
R flammbarkeit, die Festigkeit, die Quellbarkeit in
j Lösungsmitteln und die Bakterienanfälligkeit.
C 55 Ein weiterer außerordentlicher Vorteil der erfin-
/ V dungsgemäß verwendeten Diaminotriazinderivate ist
N N ihre gesteigerte Wirksamkeit auch in geringeren
!I I Mengen, als nach dem Verfahren der Entgegenhaltung
H2N — C C NH2 notwendig ist. So genügt es beispielsweise bei dem
\ f 60 erflndungsgemäßen Verfahren, wenn Acetoguanamin-
N derivate als Verlängerungsmittel in Mengen von 50
bis 100 Molprozent der zur Umsetzung mit den voreinsetzt, in der R ein Wasserstoff- oder Halogenatom, handenen NCO-Gruppen benötigten Mengen der isoeinen Alkyl-, Aryl- oder einen Halogenatome ent- cyanatmodifizierten Polyhydroxylverbindung zugesetzt haltenden Alkyl- oder Arylrest bedeutet. 65 werden. In dem Verfahren der Entgegenhaltung ist es
Dieses Verfahren hat gegenüber dem bekannten dagegen notwendig, 100 bis 110 Molprozent des Ver-Verfahren eine Reihe von Vorteilen. Auf Grund des längerungsmittels zu verwenden, bei dem es sich im Unterschiedes in der chemischen Struktur der Ver- Gegensatz zu den erfindungsgemäß zu verwendenden
Substanzen um kompliziert gebaute und teure Verbindungen handelt.
Gemäß dem Verfahren der Erfindung stellen Polyurethane, die Polyestereinheiten mit einem Molekulargewicht von 500 bis 4000 enthalten, nach Umsetzung mit den genannten Diaminotriazinen als Kettenverlängerungsmittel auch ohne Quaternierung bereits stabile gummielastische Stoffe dar. Eine anschließende Vernetzung erübrigt sich meist, weil sie in vielen Fällen zu keiner weiteren Verbesserung des Materials führt.
Die aus der Lösung gewonnenen Fäden glänzen perlmuttartig und haben einen vorteilhaften textlien Griff. Beide Eigenschaften sind auf dem Modesektor sehr erwünscht.
Beispiel
50 g eines Polyesters aus Äthylenglykol und Adipinsäure mit endständigen Hydroxylgruppen vom Molekulargewicht 2000 mit einer Hydroxylzahl von 56 und einer Säurezahl von 1 wurden in einem 250-ml-Dreihalskolben innerhalb 1 Stunde bei 170° C und einem Druck von 1 mm Hg entwässert. Nach Abkühlung auf 900C wurden 12,7 g Diphenylmethan-4,4'-diisocyanat zugegeben. Unter Stickstoffeinleitung und Rührung wurde das Reaktionsgemisch noch 1 Stunde auf 90°C erhitzt. Nach Wegnahme der Heizung wurden 50 ml Dimethylformamid zugegeben. Bei 30° C wurde eine Lösung von 2 g 2,4-Diamino-6-methyltriazin-(l,3,5) in 75 ml Dimethylformamid eingerührt. Danach wurde das Reaktionsgemisch 1 Stunde auf 900C erhitzt. Am nächsten Tag wurde die so entstandene viskose Flüssigkeit nach dem Lösungsspinnverfahren zu Fäden versponnen. Als Fäll- und Waschmittel wurde Wasser verwendet.
Nach Lufttrocknung wurden folgende mechanische Werte ermittelt:
1. Titer 100 den
2. Zerreißfestigkeit 0,4 g/den
3. Zerreißdehnung 320 °/0
4. Elastisches Erholungsvermögen .. 95 %·

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von gummielastischen Polyurethanfäden durch Umsetzung von im wesentlichen linearen, isocyanatmodifizierten Polyestern nach dem Isocyanat-Polyadditionsverfahren in Lösung mit Diaminen und Verspinnen der erhaltenen Polyurethane, dadurch gekennzeichnet, daß man als Diamine 2,4-Diaminotriazine-(l,3,5) der Formel
    N N
    I! ι
    H2N-C C-NH2
    einsetzt, in der R ein Wasserstoff- oder Halogenatom, einen Alkyl-, Aryl- oder einen Halogenatome enthaltenden Alkyl- oder Arylrest bedeutet.
DEZ11606A 1964-12-14 1965-06-15 Verfahren zur Herstellung von gummielastischen Polyurethanfaeden Pending DE1284030B (de)

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DEZ11231A DE1292863B (de) 1964-12-14 1964-12-14 Verfahren zur Herstellung von Urethangruppen enthaltenden Polymeren
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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1154937B (de) * 1962-07-27 1963-09-26 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von Urethan- und Semicarbazid-Gruppierungen sowie Cyanursaeureringe aufweisenden, aus der Loesung verformbaren hochelastischen Polymeren

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1154937B (de) * 1962-07-27 1963-09-26 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von Urethan- und Semicarbazid-Gruppierungen sowie Cyanursaeureringe aufweisenden, aus der Loesung verformbaren hochelastischen Polymeren

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