DE128024C - - Google Patents

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DE128024C
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    • G—PHYSICS
    • G11—INFORMATION STORAGE
    • G11B—INFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
    • G11B3/00—Recording by mechanical cutting, deforming or pressing, e.g. of grooves or pits; Reproducing by mechanical sensing; Record carriers therefor
    • G11B3/44—Styli, e.g. sapphire, diamond
    • G11B3/50—Anvils or other supports opposing stylus forces

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  • Ultra Sonic Daignosis Equipment (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
JVi 128024 KLASSE 42g·.
Die Erfindung betrifft eine Membrankapsel für Phonographen, Grammophone oder dergl., bei der die Membran von einem Flüssigkeitsring umgeben ist. Es ist bekannt, die Mem- j bran zwischen zwei dünnen, aus weichem, porösen Stoff bestehenden Polstern, die mit einer Flüssigkeit, z. B. OeI, geträ'nkt sind, zu lagern. Um ein Austreten der Flüssigkeit zu verhindern, hat man diese Polster mit wasserdichten Rändern versehen.
Bei der Erfindung wird die Membran nicht zwischen zwei Kissen oder Ringen gelagert, sondern an einem Ring aufgehängt, der aus einer zähen Flüssigkeit, am besten gereinigtem Leinsamöl, besteht. Dieser Ring ist am Umfang oder an der inneren Wand der Membrankapsel angeordnet und haftet lediglich durch Adhäsion an der Membrankapsel. Das Wesen der Erfindung besteht also darin, dafs der Flüssigkeitsring lediglich durch Adhäsion einerseits an der Wandung der Membrankapsel, andererseits an der Membran haftet. Dadurch werden wesentliche Vortheile erzielt. Reibungen der Membran in den Lagern- sind ausgeschlossen. Wegen der geringen Dichtigkeit der Flüssigkeit reagirt die Membran auf die schwächsten Töne und ist im Stande, kleinste Schwingungen mit gröfster Schärfe und Genauigkeit wiederzugeben. Der freie Raum, der der Membran zum Schwingen zur Verfügung steht, ist unbegrenzt; die Beweglichkeit der Membran ist nur von der Zähigkeit und Dickflüssigkeit der Flüssigkeitsschicht abhängig.
Die beiliegenden Zeichnungen veranschaulichen eine Membrankapsel, die mit der vorliegenden Erfindung versehen ist.
Fig. ι zeigt einen Längsschnitt durch eine Membrankapsel nach ι - ι der Fig. 2. Fig. 2 ist die perspectivische Ansicht einer mit dem Erfindungsgegenstand versehenen Membrankapsel. Fig. 3 und 4 zeigen abgeänderte Ausführungsformen in der Anordnung des Flüssigkeitsringes an der Membran und an der Wandung der Membrankapsel. Fig. 5 zeigt einen der Fig. 1 ähnlichen Längsschnitt durch die Membrankapsel. Fig. 6 ist die perspectivische Ansicht der in Fig. 5 im Längsschnitt dargestellten Membrankapsel. Fig. 7 zeigt einen Theil des Längsschnittes nach Fig. 5 in vergröfsertem Maisstabe. Fig. 8 veranschaulicht eine Abänderung der in Fig. 7 dargestellten Ausführung.
Die Membrankapsel ist mit der allgemein gebräuchlichen Aussparung 2 versehen, welche mit dem Schallrohr 3 in Verbindung steht. Die Membran 4 ist in dieser Aussparung 2 untergebracht und besitzt einen Durchmesser, der dem Durchmesser der Aussparung 2 ziemlich gleich ist. In der Nähe der Membran 4, aber nicht in unmittelbarer Berührung mit ihr, ist ein Ring 5, der zweckmäfsig aus Metall hergestellt ist und einen ungefähr dem Durchmesser der Membran gleichen Durchmesser besitzt, angeordnet. Am Umfang und in der Nähe des Umfanges der Membran 4 und des Ringes 5 ist ein Ring 6, der aus einer zweck-
mäfsigen Flüssigkeit besteht, vorgesehen. Der Ring 5 bietet für den Flüssigkeitsring, der an der Oberfläche der Membran durch Adhäsion haftet, auf einer der Membran gegenüberliegenden Fläche eine gröfsere Oberfläche, an welcher er leicht haften kann. Sowohl der Ring 5 als auch die Membran 4 sind aufser Berührung mit der inneren Wandung der Aussparung 2 und können sich in der Aussparung vollkommen frei rückwärts und vorwärts bewegen. Dies ist nothwendig, weil die Membran von Zeit zu Zeit eine Verschiebung erleidet, die von dem mit ihr verbundenen Griffel 7, der von der Scheibe zur Aufnahme des Tonbildes abgehoben oder aufgesetzt wird, herrührt. Die Membran kann sich bei dieser Construction derart frei bewegen, dafs sie allen Einwirkungen der Schallwellen genau folgen kann. Es ist ersichtlich, dafs durch die Anordnung des Ringes 5, wie dies besonders in den Fig. 5, 6, 7 und 8 dargestellt ist, für den Flüssigkeitsring eine gröfsere Oberfläche geboten wird, und infolge dessen eine gröfsere Menge Flüssigkeit von ihm aufgenommen und durch Adhäsionswirkung an der Membran, an dem Ring und an der Wandung der Membrankapsel haftet. Die Flüssigkeit wird infolge dessen auch nicht so schnell verdunsten, und braucht nicht so oft ersetzt zu werden, wie dies der Fall sein würde, wenn nur eine kleine Menge Flüssigkeit zur Verwendung kommt. Es ist aufserdem ersichtlich, dafs in dem Falle, wo eine gröfsere Menge Flüssigkeit verwendet wird, die Elastizität und Nachgiebigkeit des Flüssigkeitsringes vergröfsert und die Einstellung der Membran in der Kapsel wesentlich erleichtert wird. Die Flüssigkeit kann an dem Umfang der Membran und des Ringes und auf einer oder beiden Seiten derselben vorgesehen werden. Es darf nicht mehr Flüssigkeit zugeführt werden, als von den Flächen, an welchen sie haftet, getragen werden kann. Die Flüssigkeit kann dadurch eingeführt werden, dafs man, nachdem die Membran in die Büchse gebracht wurde, unter einem entsprechenden Winkel die Flüssigkeit mittels eines Oelers oder dergl. der Kante der Membran zuführt, so dafs sie gleichzeitig an dem Umfang der Membran, an dem Ring und an der Innenwand der Kapsel haftet. Man kann auch die Kapsel unter einem bestimmten Winkel halten, an einer Stelle die Flüssigkeit zuführen und die Membran und den Metallring in der Büchse drehen, wodurch die Flüssigkeit mitgeführt, und dadurch mit der Innenwandung der Kapsel in Berührung gebracht wird. Es ist ersichtlich, dafs die Flüssigkeit mit einer Ringfläche der Membran und mit der dieser Ringfläche gegenüberliegenden Fläche des Ringes 5 in Berührung sein kann; der Ring selbst kann mit der Büchse ebenfalls durch Flüssigkeit verbunden sein, wie dies z. B. in Fig. 8 gezeigt ist. Bei dieser Ausführung steht die Flüssigkeit, die an der Membran haftet, nicht direct, sondern nur indirect mit der Wandung der Kapsel in Verbindung. Die Ringe oder Kränze 5 können in gleicher Weise auf beiden Seiten der Membran liegen.
Wenn auch der Ring 5, wie er in den Fig. 5, 6, 7 und 8 dargestellt ist, sehr grofse Vortheile besitzt und eine sichere Wirkung gewährt, ist zur Erzielung guter Resultate nicht durchaus nothwendig, dafs dieser Ring angewendet wird. In den in Fig. 1, 2, 3 und 4 veranschaulichten Ausführungen, wo der Ring 5 weggelassen ist, ist die Flüssigkeitsschicht 6 am Umfang oder in der Nähe des Umfangs der Membran vorgesehen und haftet an ihr durch Adhäsionswirkung und an der Wandung der Kapsel, so dafs ein schmaler Flüssigkeitsring zwischen der Membran und der Wandung der Büchse gebildet wird. Wie in Fig. 1 veranschaulicht, wird die Flüssigkeit vortheilhaft zu beiden Seiten des Randes der Membran angeordnet, so dafs sie sich als schmaler Streifen zwischen der Kante der Membran und der Innenwandung der Kapsel ausdehnt und so die beiden Haupttheile des Flüssigkeitsringes mit einander verbindet. Es ist klar, dafs die Flüssigkeit auch nur auf einer Seite vorhanden zu sein braucht, z. B. in Fällen, wo sich die Membran ziemlich nahe an die Begrenzungswandung der Kapsel anschmiegt, wie dies in Fig. 3 und 4 dargestellt ist.
Es ist auch möglich, dafs der Flüssigkeitsring an einer anderen Stelle als am Umfang der Membran liegt und mit der Wandung der Kapsel indirect anstatt direct verbunden ist, so z. B. durch einen ringförmigen Vorsprung 8 (Fig. 3). In einem solchen Fall kann sich die Flüssigkeit zwischen der Plattenfläche und dem Ring 8 befinden. Es kann aber auch der Flüssigkeitsring sich an der Rückseite der Membran befinden und an einem Vorsprung der Wandung der Kapsel haften (Fig. 4).
Als Flüssigkeit kann Wasser oder eine beliebige Oelart verwendet werden; OeI ist in jedem Falle vorzuziehen. Da eine fortwährende Verdunstung stattfindet, ist es natürlich vortheilhaft, Flüssigkeiten zu verwenden, die sehr langsam verdunsten. Die Flüssigkeit mufs je nach dem Fortschreiten der Verdunstung immer wieder ersetzt werden.
Mit der Membran 4 ist, wie aus der Zeichnung ersichtlich, ein beliebig construirter Griffe^ verbunden, der an dem Träger 9 befestigt ist. Die Construction dieser Vorrichtung ist für die Erfindung unwesentlich.
Die beschriebene Erfindung eignet sich sowohl für Vorrichtungen zum Aufzeichnen als auch für Vorrichtungen zum Wiedererzeugen von Tönen; hauptsächlich aber ist sie für Vorrichtungen zum Aufzeichnen von Tönen bestimmt, da sie eine sehr genaue Aufzeichnung des Tonbildes ermöglicht.

Claims (1)

  1. Pate nt-Ansprüche:
    ι . Membrankapsel für Phonographen, Grammophone oder dergl , bei welcher die Membran von einem Flüssigkeitsring umgeben ist, dadurch gekennzeichnet, dafs derselbe lediglich durch Adhäsion an der Wandung der Membrankapsel und an der Membran haftet.
    !. Membrankapsel, gemäfs Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs an der Wandung (Fig. 3) oder an dem Boden (Fig. 4) der Membrankapsel eine ringförmige Rippe angeordnet ist, an welche sich der Flüssigkeitsring anlegt, zu dem Zweck, die Bej rührungsfläche zwischen dem Flüssigkeitsring und der Schallbüchse zu vergröfsern.
    ;. Membrankapsel, gemäfs Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen freiliegenden Ring (5), der durch einen Flüssigkeitsring mit der Wandung der Schallbüchse und durch einen zweiten Flüssigkeitsring mit der Schallplatte in Verbindung steht, zu dem Zwecke, die Empfindlichkeit der Schallplatte zu erhöhen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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