DE1237993B - Anode zur Elektrolyse einer Alkalimetall-chloridloesung - Google Patents
Anode zur Elektrolyse einer Alkalimetall-chloridloesungInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25B—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
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- C25B1/00—Electrolytic production of inorganic compounds or non-metals
- C25B1/01—Products
- C25B1/34—Simultaneous production of alkali metal hydroxides and chlorine, oxyacids or salts of chlorine, e.g. by chlor-alkali electrolysis
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
COId
C25B-1/40/
Deutsche Kl.: 121-1/12
Nummer: 1 237 993
Aktenzeichen: H 47609 IV a/121
Anmeldetag: 6. Dezember 1962
Auslegetag: 6. April 1967
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anode zur Elektrolyse einer Alkalimetallchloridlösung unter Verwendung
einer horizontalen Quecksilberkathode.
Bei der Elektrolyse einer Alkalimetallchloridlösung unter Verwendung einer horizontalen Quecksilberkathode
besteht das Bestreben, eine Herabsetzung der Anlagekosten dadurch zu erzielen, daß die Stromdichte
erhöht und der Bodenraum der elektrolytischen Zelle so klein wie möglich gehalten wird. Dadurch
wird die Spannung der elektrolytischen Zelle jedoch übermäßig erhöht, und es ist schwer, die angestrebten
wirtschaftlichen Ergebnisse in ausreichendem Maße zu gewährleisten.
Wenn nämlich eine elektrolytische Zelle mit einer hohen elektrischen Stromdichte betätigt wird, erhöht
sich die Gaserzeugungsgeschwindigkeit pro Flächeneinheit der aktiven Fläche einer Anode äußerst stark.
Falls die Betätigung bei einer derart hohen elektrischen Stromdichte unter Verwendung einer bisher schon
vorhandenen Elektrode durchgeführt wurde, wird die aktive Anodenfläche von dem erzeugten Gas, dessen
Erzeugungsgeschwindigkeit hoch ist, bedeckt, die eigentliche Arbeitsfläche überaus stark verringert und
der scheinbare elektrische Widerstand des Elektrolyten, wie allgemein bekannt ist, infolge der erzeugten
dispergierenden Gasblasen erhöht.
Es hängt nun davon ab, wie schnell die Gasblasen, die auf der aktiven Anodenfläche gebildet worden
sind, entfernt werden, um diese Schwierigkeiten zu beseitigen und um eine wirtschaftliche Betätigung bei
einer niedrigen Zersetzungsspannung und bei einer hohen Stromdichte durchzuführen. Es genügt hierbei
nicht, wenn erzeugte Gasblasen bei niedriger Beseitigungsgeschwindigkeit entfernt werden.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, die Blasenbeseitigungsgeschwindigkeit zu erhöhen und
eine fast augenblickliche Beseitigung von erzeugten Gasblasen zu ermöglichen, indem der Elektrolyt
veranlaßt wird, zwischen der Anode und der Kathode mit einer Geschwindigkeit von 0,2 m/s zu fließen.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt dadurch, daß an der unteren Seite einer mit mindestens einem
elektrisch leitenden Stab versehenen Graphitanodenplatte mindestens eine Induktionskammer zur Aufnahme
von durch die Elektrolyse erzeugten Chlorgasblasen vorgesehen ist und mit der Induktionskammer mindestens ein ungefähr 350 mm hohes Rohr
in Verbindung steht, in dem die Chlorgasblasen aufsteigen, und die Induktionskammer an beiden Längsseiten
mit einem Kanal für den Durchgang des Elektrolyten verbunden ist.
Es wird nach der Erfindung ein Umlaufverfahren Anode zur Elektrolyse einer Alkalimetallchloridlösung
Anmelder:
Ei Hirohashi, geb. Karasawa, Tokio
Vertreter:
Dr. H. Haalck, Rechtsanwalt,
Hamburg 20, Goernestr. 12
Hamburg 20, Goernestr. 12
Als Erfinder benannt:
Kenryo Hirohashi, Tokio
Kenryo Hirohashi, Tokio
für einen starken Elektrolyten geschaffen, um das auf der aktiven Anodenfläche erzeugte Gas augenblicklich
zu entfernen.
Alle an der Unterseite der Anode entstehenden Gasblasen werden in einer Sammelkammer gesammelt,
und die Chlorgasblasen steigen in dem Rohr auf. Die Flüssigkeit zirkuliert zwangläufig und gleichmäßig
durch das eine starke Auftriebskraft erzeugende Rohr, so daß die Gasblasen die Unterseite der Anoden
verlassen und abgeführt werden. Alle Gasblasen sammeln sich in der Kammer an und steigen mit
großer Geschwindigkeit durch das Rohr nach oben.
Nach der Erfindung kann jeder der elektrisch leitenden Stäbe vorzugsweise durch ein undurchlässiges
elektrisches Verbindungsstück mit der Graphitanodenplatte verbunden sein. Es ist weiter vorgesehen,
daß die elektrisch leitenden Stäbe an einen oder mehrere metallene elektrische Hauptleiter angeschlossen
sind. Die elektrisch leitenden Stäbe können vorzugsweise mit Schutzhüllen abgedeckt sein.
In den Zeichnungen, die zwei bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung zeigen, ist
F i g. 1 ein Schnitt durch eine elektrolytische Zelle unter Verwendung einer Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Anode und in deren Mittellinie angeordneten Rohren, in denen die Chlorgasblasen
aufsteigen,
F i g. 2 eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, der in F i g. 1 dargestellten Anode und
F i g. 3 eine der F i g. 2 ähnliche Seitenansicht, teilweise im Schnitt, einer weiteren Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Anode.
F i g. 1 und 2 zeigen einen leitenden Metallstab 1, der mit einer Schutzhülle 2 abgedeckt ist, ein undurchlässiges
elektrisches Verbindungsstück 3 aus
709 548/251
Graphit, eine Graphitanodenplatte 4, zwei Induktionskammern 5 zur Erzeugung von Chlorgasblasen,
die durch die Elektrolyse der Alkalimetallchloridlösung freigesetzt werden, zwei Rohre 6, in denen die
Chlorgasblasen aufsteigen, eine horizontal bewegliche Quecksilberkathode 7, ein elektrolytisches Gefäß
8, eine Deckplatte 9, eine Bodenplatte 10, ein Rohr 11 zur Abführung des Chlorgases und einen
Elektrolyten 12.
Bei der Durchführung einer Elektrolyse unter Verwendung der in F i g. 1 dargestellten elektrolytischen
Zelle werden Chlorgasblasen, die an der Unterseite der Graphitanodenplatte 4 freigesetzt werden, in
Richtung der aus F i g. 1 ersichtlichen Pfeile in die Induktionskammer 5 eingeführt, steigen dann zusammen
mit dem Elektrolyten in dem Rohr 6 hoch, und das Gemisch der Chlorgasblasen und des Elektrolyten
tritt aus dem Rohr 6 aus, worauf die Chlorgasblasen von dem Elektrolyten getrennt werden und das
Chlorgas durch das Rohr 11 abgeführt wird. Der Elektrolyt, aus dem die Chlorgasblasen entfernt sind,
wird außen von der Graphitanodenplatte 4 in Richtung der aus F i g. 1 ersichtlichen Pfeile in den Raum
zwischen den beiden Elektroden eingeführt und dort von neuem elektrolysiert.
Nachstehend wird ein Beispiel einer in der Vorrichtung gemäß F i g. 1 ausgeführten Elektrolyse einer
Natriumchloridlösung gegeben.
Bei der in F i g. 1 dargestellten Vorrichtung betrug
die Größe der Einlaßöffnung der Induktionskammer 5 20 % der unteren Fläche der Graphitanodenplatte 4, die Querschnittfläche der Induktionskammer 5 betrug 7% der unteren Fläche der Graphitanodenplatte 4, und die Höhe des Rohres 6 betrug
350 mm. Bei der Elektrolyse der Natriumchloridlösung mit einer Konzentration von 280 g/l und einer
Temperatur von 80° C und einem Elektrodenabstand von 5 mm wurden die folgenden Ergebnisse erzielt:
| Elektroden | Strom | Amalgam | Strom |
| spannung | dichte | konzentration | leistung |
| (V) | (A/dm2) | (7o) | (°/o) |
| 4,5 | 130 | 0,12 | 98 |
| 4,4 | 123 | 0,12 | 98 |
| 4,3 | 115 | 0,12 | 98 |
| 4,2 | 107 | 0,12 | 98 |
| 4,1 | 99 | 0,12 | 98 |
Bei der Elektrolyse einer Natriumchloridlösung beträgt die Elektrodenspannung bei Verwendung einer
horizontalen Quecksilberkathode und einer herkömmlichen Anode im allgemeinen etwa 4,4 bis 4,2 V und
die Stromdichte etwa 58 bis 36 A/dm2. Im Hinblick auf diese Werte der herkömmlichen Anode und der
erfindungsgemäßen Anode kann der Bodenraum der erfindungsgemäßen elektrolytischen Zelle auf etwa
30 % der herkömmlichen elektrolytischen Zelle herabgesetzt werden, wodurch sich die Kosten der Anlage
erheblich verringern.
Bei der in F i g. 3 dargestellten Ausführungsform besitzt die Vorrichtung einen metallenen elektrischen
Hauptleiter 13, der mit einer Schutzhülle 14 abgedeckt ist, Befestigungsschrauben 15, die ebenfalls mit der
Schutzhülle 14 abgedeckt sind, elektrisch leitende Metallstäbe 16, die ebenfalls mit einer Schutzhülle 14
abgedeckt sind, Rohre 17, in denen die Chlorgasblasen aufsteigen, undurchlässige elektrische Verbindungsstücke
18 aus Graphit, eine Graphitanodenplatte 19, eine Induktionskammer 21 und mit dieser
auf beiden Längsseiten in Verbindung stehende Kanäle 20, durch die der Elektrolyt hindurchgeführt
werden kann.
Bei der in F i g. 3 dargestellten Ausführungsform
ίο der erfindungsgemäßen Anode werden die an der
unteren Fläche der Anode freigesetzten Chlorgasblasen, wie an Hand der F i g. 1 und 2 beschrieben,
in die Induktionskammer eingeführt. Durch die Rohre 17 steigen die Chlorgasblasen zusammen mit
dem Elektrolyten hoch, und das Gemisch der Chlorgasblasen und des Elektrolyten tritt aus den Rohren 17
aus, worauf die Chlorgasblasen von dem Elektrolyten getrennt werden. Ein Teil des Elektrolyten, aus dem
die Chlorgasblasen entfernt sind, wird in den Raum zwischen den beiden Elektroden eingeführt und von
neuem elektrolysiert und gelangt zusammen mit dem durch die Kanäle 20 einströmenden übrigen Teil des
Elektrolyten in die Induktionskammer 21.
Nachstehend werden Beispiele einer in der Vorrichtung gemäß F i g. 3 ausgeführten Elektrolyse
einer Natriumchloridlösung gegeben.
Bei diesem Beispiel waren die Größe der Induktionskammer,
die Länge des Rohres, in dem die Chlorgasblasen aufsteigen, und die Konzentration und
Temperatur der Natriumchloridlösung die gleichen wie im Beispiel 1. Die Entfernung zwischen der Anode
und der Kathode betrug aber 4,0 mm.
Die Ergebnisse waren wie folgt:
Die Ergebnisse waren wie folgt:
Bei diesem Beispiel waren die Größe der Induktionskammer,
die Länge des Rohres, in dem die Chlorgasblasen aufsteigen, und die Konzentration und
Temperatur der Natriumchloridlösung die gleichen wie im Beispiel 1. Die Entfernung zwischen der Anode
und der Kathode betrug aber 3,5 mm.
Die Ergebnisse waren wie folgt:
Die Ergebnisse waren wie folgt:
| Elektroden | Strom | Amalgam | Strom |
| spannung | dichte | konzentration | leistung |
| (V) | (A/dm2) | (°/o) | (%) |
| 4,4 | 190 | 0,12 | 98 |
| 4,2 | 151 | 0,12 | 98 |
| 4,0 | 124 | 0,12 | 98 |
| 3,8 | 91 | 0,12 | 98 |
| Elektroden | Strom | Amalgam | Strom |
| spannung | dichte | konzentration | leistung |
| (V) | (A/dm2) | (%) | (%) |
| 4,4 | 212 | 0,12 | 98 |
| 4,2 | 176 | 0,12 | 98 |
| 4,0 | 141 | 0,12 | 98 |
| 3,8 | 106 | 0,12 | 98 |
Aus den Angaben in den obigen Beispielen 2 und 3 geht hervor, daß bei Verwendung der erfindungs-
gemäßen, mit Kanälen versehenen Anode die Elektrolyse bei erheblich niedrigerer Spannung und größerer
Stromdichte als bei den bisher bekannten Anoden ausgeführt werden kann.
Claims (4)
1. Anode zur Elektrolyse einer Alkalimetallchloridlösung unter Verwendung einer horizontalen
Quecksilberkathode, dadurch gekennzeichnet, daß an der unteren Seite einer mit mindestens einem elektrisch leitenden Stab (1, 16)
versehenen Graphitanodenplatte (4, 19) mindestens eine Induktionskammer (5, 21) zur Aufnahme
von durch die Elektrolyse erzeugten Chlorgasblasen vorgesehen ist und mit der Induktionskammer (5, 21) mindestens ein ungefähr 350 mm
hohes Rohr (6, 17) in Verbindung steht, in dem die Chlorgasblasen aufsteigen, und die Induktionskammer (5, 21) an beiden Längsseiten mit einem
Kanal für den Durchgang des Elektrolyten verbunden ist.
2. Anode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der elektrisch leitenden Stäbe
(1, 16) durch ein undurchlässiges elektrisches Verbindungsstück (3, 18) mit der Graphitanodenplatte (4, 19) verbunden ist.
3. Anode nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrisch leitenden Stäbe
(16) an einen oder mehrere metallene elektrische Hauptleiter (13) angeschlossen sind.
4. Anode nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrisch leitenden Stäbe
(1, 16) mit Schutzhüllen (2, 14) abgedeckt sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 934 044, 934 404;
deutsche Auslegeschrift Nr. 1 103 304;
Chem. Ing. Techn., 1962, S. 353 bis 355.
Deutsche Patentschriften Nr. 934 044, 934 404;
deutsche Auslegeschrift Nr. 1 103 304;
Chem. Ing. Techn., 1962, S. 353 bis 355.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH47609A DE1237993B (de) | 1962-12-04 | 1962-12-06 | Anode zur Elektrolyse einer Alkalimetall-chloridloesung |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB45825/62A GB988610A (en) | 1962-12-04 | 1962-12-04 | An anode for the electrolysis of alkali metal chloride solutions using a horizontal mercury cathode |
| DEH47609A DE1237993B (de) | 1962-12-04 | 1962-12-06 | Anode zur Elektrolyse einer Alkalimetall-chloridloesung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1237993B true DE1237993B (de) | 1967-04-06 |
Family
ID=25979957
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH47609A Pending DE1237993B (de) | 1962-12-04 | 1962-12-06 | Anode zur Elektrolyse einer Alkalimetall-chloridloesung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1237993B (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE934044C (de) * | 1951-04-10 | 1955-10-13 | Hoechst Ag | Elektrodenanordnung fuer elektrolytische Zellen |
| DE934404C (de) * | 1947-04-21 | 1955-10-20 | Asea Ab | Kuehlvorrichtung an Strangpressen |
| DE1103304B (de) * | 1959-12-14 | 1961-03-30 | Krebs & Co A G | Vorrichtung zum Befestigen und Einstellen von Anoden in Elektrolysezellen |
-
1962
- 1962-12-06 DE DEH47609A patent/DE1237993B/de active Pending
Patent Citations (3)
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|---|---|---|---|---|
| DE934404C (de) * | 1947-04-21 | 1955-10-20 | Asea Ab | Kuehlvorrichtung an Strangpressen |
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| DE1103304B (de) * | 1959-12-14 | 1961-03-30 | Krebs & Co A G | Vorrichtung zum Befestigen und Einstellen von Anoden in Elektrolysezellen |
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