DE1237781B - Verfahren zum Polymerisieren von N-Sulfonylaziridinen - Google Patents
Verfahren zum Polymerisieren von N-SulfonylaziridinenInfo
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- C08G—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
- C08G73/00—Macromolecular compounds obtained by reactions forming a linkage containing nitrogen with or without oxygen or carbon in the main chain of the macromolecule, not provided for in groups C08G12/00 - C08G71/00
- C08G73/02—Polyamines
- C08G73/0246—Polyamines containing other atoms than carbon, hydrogen, nitrogen or oxygen in the main chain
- C08G73/0253—Polyamines containing sulfur in the main chain
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
C08g
Deutsche Kl.: 39 c -15
Nummer: 1237781
Aktenzeichen: A. 47383IV d/39 c
Anmeldetag: 20. Oktober 1964
Auslegetag: 30. März 1967
Es ist bereits bekannt, N-Sulfonylaziridine zu
polymerisieren, indem man sie bis zum flüssigen Zustand erhitzt (vgl. USA.-Patentschrift 2 269 997,
insbesondere S. 1, linke Spalte, Zeilen 11 bis 25, S. 3, rechte Spalte, Zeilen 50 bis 75 und Spalte 1).
Weiterhin ist bekannt, N-Sulfonylaziridine in Gegenwart von Friedel-Crafts-Katalysatoren in flüssigem
Zustand zu polymerisieren (vgl. deutsche Patentschrift 914 325, insbesondere S. 2). So werden
auf S. 2, Zeilen 4 bis 14, dieser Patentschrift als Äthyleniminverbindungen ausdrücklich solche aufgeführt,
die durch Umsetzung von Äthyleniminverbindung mit Sulfonsäurechloriden hergestellt worden
sind. Daß damit N-Sulfonylaziridine gemeint sind, ergibt sich eindeutig aus der USA.-Patentschrift
2 269 997, S. 1, rechte Spalte, Zeilen 6 bis 9 (Reaktionsgleichung).
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Polymerisieren von N-Sulfonylaziridinen der Formel
R-SO2-N
Verfahren zum Polymerisieren von
N-Sulfonylaziridinen
N-Sulfonylaziridinen
Anmelder:
5
5
Allied Chemical Corporation,
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Vertreter:
ίο Dipl.-Chem. Dr. I. Ruch, Patentanwalt,
München 5, Reichenbachstr. 51
München 5, Reichenbachstr. 51
Als Erfinder benannt:
Morton Herbert Litt,
Morton Herbert Litt,
Taghi Guy Bassiri, Morristown, N.J. (V.St.A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 22. Oktober 1963
(318 092)
(318 092)
R""
in der R eine Alkyl-, Aryl-, Alkylaryl-, Aralkyl- oder Cycloalkylgruppe und R', R", R"' und R"" ein
Wasserstoffatom oder eine Alkyl-, Aryl-, Aralkyl- oder Alkylarylgruppe bedeuten, wobei wenigstens
zwei dieser Reste WasserstofFatome sind, durch Erhitzen der N-Sulfonylaziridine bis zum flüssigen
Zustand und Halten der Temperatur zwischen dem Schmelzpunkt der monomeren Verbindung und
2000C, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man N-Sulfonylaziridine, die vor der Polymerisation bis
zu einem praktisch konstanten Schmelzpunkt gereinigt worden sind, verwendet.
Bei der Verwendung von N-Sulfonylaziridinen, die bis zu einem praktisch konstanten Schmelzpunkt
gereinigt wurden, erhält man Polymerisate mit einem beträchtlich höheren Molekulargewicht als mit unreineren
monomeren Verbindungen, und zwar unabhängig davon, ob ein Friedel-Crafts-Katalysator
verwendet wird oder nicht. Ein N-Sulfonylaziridin, das nicht bis zu einem praktisch konstanten Schmelzpunkt
gereinigt worden ist, polymerisiert zwar rasch; das so erhaltene Polymerisat hat aber kein so hohes
Molekulargewicht wie ein Polymerisat aus einer monomeren Verbindung, die einer gründlichen
Reinigung bis zum konstanten Schmelzpunkt beispielsweise durch wiederholtes Umkristallisieren aus
einem geeigneten Lösungsmittel, wie Äther, unterworfen wurde. So ergibt ein dreimal umkristallisiertes
N-(p-Toluolsulfonyl)-aziridin ein Polymerisat von reduzierter Viskosität, gemessen in l%iger Lösung
in 95%iger wäßriger Schwefelsäure bei 25°C von wenigstens 0,8, vom F. etwa 295 bis 3050C,
aus dessen Schmelze Fäden gebildet werden können.
Allgemein ist das Molekulargewicht (bestimmt aus der reduzierten Viskosität) eines nach dem Verfahren
der Erfindung erhaltenen N-Sulfonylaziridinpolymerisats,
dessen Monomeres dreimal bis zum konstanten Schmelzpunkt umkristallisiert wurde,
beträchtlich höher als das Molekulargewicht eines Polymerisats, das aus einem nur einmal umkristallisierten
Monomeren erhalten wird.
Die Erhöhung des Molekulargewichtes des N-SuI-fonylaziridins
ist jedoch nicht abhängig von der zur Reinigung der monomeren Verbindung angewandten
Methode. Das heißt, die Reinigung kann auch nach anderen Methoden, beispielsweise durch eine fraktionierte
Destillation, erfolgen. Ein einmal umkristallisiertes p-Toluolsulfonylaziridin vom F. 64 bis
65 0C beispielsweise polymerisiert nur langsam, wenn es auf 65 0C erhitzt wird, zu einem Polymerisat
von niedrigem Molekulargewicht, während die
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gleiche Verbindung nach dreimaligem Umkristallisieren zum konstanten Schmelzpunkt von 66° C
nach dem Verfahren der Erfindung bei seiner Schmelztemperatur rasch zu einem Polymerisat von hohem
Molekulargewicht polymerisiert.
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht daher eine leichte Polymerisation von monomeren N-Sulfonylaziridinen,
die sonst nicht leicht polymerisieren. Zum Beispiel polymerisiert N-(n-Butansulfonyl)-aziridin,
das aus Äther auskristallisiert und im Vakuum getrocknet war, nicht wie die meisten
N-Sulfonylaziridine, wenn man es erwärmt. Wenn diese Verbindung jedoch zum konstanten Schmelzpunkt
gereinigt wird, bis ihr Siedepunkt 102 bis 104° C bei 3 bis 4 mm beträgt, so wurde auch in
Abwesenheit eines Katalysators unter langsamer Polymerisation ein Polymerisat erhalten. In Anwesenheit
von Ferrichlorid erfolgte die Polymerisation rasch und in Anwesenheit von Bortrifluorid
fast momentan.
Gegebenenfalls können Friedel-Crafts-Katalysatoren, wie beispielsweise AICI3, FeCk, SnCU, BF3,
SnCl2, BeCl2, TiCl4, ZrCl4, HfCl4, ThCl4, NbCl5
oder TaClö, zur Herabsetzung der Polymerisationszeit zugesetzt werden. Das Verhältnis von N-Sulfonyl-
aziridin zu Katalysator beträgt in diesem Falle 200 : 1 und 10 000 : 1, und die Reaktionstemperatur
liegt unter etwa 200°C.
Die N-Sulfonylaziridine werden polymerisiert, indem man sie erhitzt, bis sie schmelzen und die
Temperatur des Reaktionsgemisches dann zwischen dem Schmelzpunkt der monomeren Verbindung und
etwa 200° C hält. Vorzugsweise wird die Temperatur des Reaktionsgemisches für die meisten N-Sulfonylaziridine
unter 1003C gehalten. Andererseits werden die Reaktionstemperaturen vorzugsweise über 7O0C
gehalten, da bei Temperaturen unter 70°C eine beträchtliche
Zeit erforderlich ist, um selbst in Anwesenheit von Katalysatoren eine gute Polymerisation zu
erzielen. Immerhin bilden sich aber auch bei kurzem Erhitzen auf Temperaturen zwischen 60 und 70° C
feste Polymerisate.
Bei der Durchführung des Verfahrens der Erfindung wird die Umsetzung vorzugsweise in einer
inerten Atmosphäre oder im Vakuum durchgeführt, um einen nachteiligen Einfluß von Wasser oder Luft
auf die Umsetzung oder das gebildete Polymerisat auszuschließen.
Die folgenden Beispiele dienen zur Erläuterung der Erfindung. Die Viskositäten wurden an l%igen
Lösungen der Polymerisate in 95%iger Schwefelsäure bei 25° C bestimmt. Unerwartete technische Vorteile
des erfindungsgemäßen Verfahrens gegenüber den bekannten Verfahren ergeben sich aus den im Beispiel
1 niedergelegten Vergleichswerten:
Dreimal umkristallisiertes N-(p-Toluolsulfonyl)-aziridin vom F. 660C wurde 26 Stunden auf 60 bis
65°C und dann 114 Stunden auf 100° C erhitzt. Das
so erhaltene Polymerisat hatte eine beträchtlich höhere Viskosität als ein Polymerisat, das in bekannter
Weise aus der nur einmal umkristallisierten monomeren Verbindung erhalten wurde. Das letztere, das
durch 6stündiges Erhitzen der monomeren Verbindung vom F. 64 bis 650C und weiteres 24stündiges
Erhitzen auf 100° C erhalten war, hatte einen Schmelzpunkt
von 3000C und eine reduzierte Viskosität von
0,45 (l%ige Lösung in 95%iger Schwefelsäure). Die dreimal umkristallisierte monomere Verbindung ergab
ein Polymerisat vom F. 3000C und einer reduzierten
Viskosität der Schmelze von 0,81. Aus diesem Polymerisat von hohem Molekulargewicht wurde ein
Faden gezogen, der beim Erstarren seine fadenförmige Gestalt behielt.
Zu N-(p-Toluolsulfonyl)-aziridin vom F. 66° C wurden 0,01% seines Gewichtes an wasserfreiem
Ferrichlorid, gelöst in einer geringen Menge Äthyläther, zugesetzt. Das Gemisch wurde 24 Stunden im
Vakuum auf 700C und weiter 72 Stunden auf 80°C und schließlich 41 Stunden auf 100°C erhitzt. Das
erhaltene Polymerisat hatte eine reduzierte Viskosität von 1,70, was anzeigt, daß dieses Polymerisat ein
viel höheres Molekulargewicht hat als das der Produkte von Beispiel 1.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zum Polymerisieren von N-Sulfonylaziridinen der FormelR-SO2-NR'"R""in der R eine Alkyl-, Aryl-, Alkylaryl-, Aralkyl- oder Cycloalkylgruppe und R', R", R'" und R"" ein Wasserstoffatom oder eine Alkyl-, Aryl-, Aralkyl- oder Alkylarylgruppe bedeuten, wobei wenigstens zwei dieser Reste Wasserstoffatome sind, durch Erhitzen der N-Sulfonylaziridine bis zum flüssigen Zustand und Halten der Temperatur zwischen dem Schmelzpunkt der monomeren Verbindung und 2000C, dadurch gekennzeichnet, daß man N-Sulfonylaziridine, die vor der Polymerisation bis zu einem praktisch konstanten Schmelzpunkt gereinigt worden sind, verwendet.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 914 325;
USA.-Patentschrift Nr. 2 269 997.709 547/418 3.67Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US318092A US3314924A (en) | 1963-10-22 | 1963-10-22 | Polymerization of n-sulfonylaziridines |
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ID=23236612
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEA47383A Pending DE1237781B (de) | 1963-10-22 | 1964-10-20 | Verfahren zum Polymerisieren von N-Sulfonylaziridinen |
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| US2269997A (en) * | 1939-03-09 | 1942-01-13 | Du Pont | Nu-sulphonylalkylenimine polymers |
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1963
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1964
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- 1964-10-20 NL NL6412214A patent/NL6412214A/xx unknown
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| GB1063345A (en) | 1967-03-30 |
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