-
5Sorrichtung zum selbsttätigen geordneten Einschieben von länglichen
Gegenständen in offene Schachteln Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum selbsttätigen
geordneten Einschieben von länglichen Gegenständen in offene Schachteln, bei der
jeweils eine vorbestimmte Anzahl der auf einem Transportband ankommenden Gegenstände
von einem quer zur Transportrichtung der Gegenstände beweglichen Schieber über eine
feste Auflagefläche unter einer Quertraverse hindurch in eine zumindest während
des Einfüllvorganges bezüglich der Bewegungsrichtung des Schiebers schrägliegende
Schachtel einschiebbar ist und bei der zum Zuführen der Schachteln eine geneigte
Transportfläche mit einem Anschlag für die unterste Schachtel vorgesehen ist.
-
Es ist eine Vorrichtung dieser Art bekannt, bei der die Anordnung
derart getroffen ist, daß die Schachteln von einer starr mit dem Maschinenrahmen
verbundenen geneigten Fläche zugeliefert werden, von der die jeweils unterste Schachtel
von einem quer zur Vorschubbewegung der Schachteln beweglichen Schieber in einen
Schachtelhalter einschiebbar ist. Der Schachtelhalter ist seitlich gegen die geneigte
Transportfläche versetzt und auf die Bewegungsrichtung des die Gegenstände in die
Schachtel einschiebenden Schiebers ausgerichtet. Um ein ordnungsgemäßes Einschieben
der verhältnismäßig schmalen Gegenstände, die die Gestalt von länglichen Klötzehen
haben, in die Schachtel zu gewährleisten. ist zwischen der festen Auflagefläche,
über die das Transportband läuft, und dem Schachtelhalter eine verschwenkbare Brücke
angeordnet. Der Schachtelhalter selbst ist mit einem Hebelgetriebe verbunden. das
von einer Herzkurve gesteuert ist und das der auf dem Schachtelhalter angeordneten
Schachtel während der Einfüllbewegung des Schiebers die relative Verschiebebese(Jung
ertelen kann. Um den Schachtelhalter den für diese Bewegung erforderlichen Spielraum
zu geben, ist es erforderlich, die geneigte Transportfläche und den Schachtelhalter
seitlich gegeneinander zu versetzen und einen eigenen Schieber vorzusehen.
-
Diese bekannte Vorrichtung ist speziell für das Einschieben vorbestimmter
Gegenstände mit ganz bestimmten Abmessungen in die Schachteln zugeschnitten. Sie
gestattet keine Abänderung oder Anpassung im Sinne der Ermöglidung des Einfüllens
von Gegenständen mit unterschiedlichen Querabmessungen, insbesondere ist es jedoch
ausgeschlossen, die Gegenstände wahlweise flachliegend oder hochkantstehend in die
Schachteln einzubringen. Dieses zuletzt genannte Problem tritt aber beim Einschieben
von flachen Schokoladetafeln in die Verpackungskartons auf: Wie die Erfahrung gezeigt
hat, sind solche Schokoladetafeln wesentlich weniger druckgefährdet, wenn sie hochkantstehend
in den Verpackungskartons untergebracht sind, während andererseits gelegentlich
das Bedürfnis besteht die Tafeln auch flachliegend zu verpacken.
-
Ziel der Erfindung ist es, ausgehend von dem erwähnten Stande der
Technik eine Vorrichtung zum selbsttätiaen geordneten Einschieben von länglichen
Gegenständen.' beispielsweise Schokoladetafeln, in offenen Schachteln zu schaffen,
die es ermöglicht, ohne Schwierigkeiten eine Anpassung an verschiedene Schaclltelgrößen
und -typen wie auch an unterschiedliche Verpackungsarten - flachliegend oder hochkant
- zu erzielen. Die erfindungsgemäße VorriciltuIlg zeichnet sich dadurch aus daß
die geneigte Transportfläche unmittelbar anschließend an die feste Auflagefläche
in der Verlängerung der Bewegungsrichtung des Schiebers und bezüglich der Auflagefläche
verstellbar angeordnet ist. Hierbei kann der Neigungswinkel der geneigten Transportfläche
bezüglich der festen Auflagefläche einstellbar sein, wie es auch möglich ist, daß
die schiefe Ebene bezüglich der festen Auflagefläche in der Richtung ihrer Längsachse
höhenverstellbar ist. Damit ist es möglich, mit einfachsten Mitteln zu erreichen,
daß Schachteln unterschiedlicher Größenverhältnisse - mit ein oder
zwei
Abteilen - wahlweise flachliegend oder hochkantstehend etwa mit Schokoladetafeln
gefüllt werden können. Eine Anpassung an unterschiedliche Betriebsverhältnisse und
Schachtelgrößen ist jederzeit möglich. Überraschenderweise hat sich gezeigt, daß
dadurch, daß die Gegenstände von der festen Auflagefläche aus unmittelbar in die
auf der geneigten Transportfläche aufliegende unterste Schachtel ohne Verwendung
irgendwelcher Zwischenglieder eingeschoben werden, sich eine hervorragend betriebssichere
Einschichtung der Gegenstände ergibt, während gleichzeitig sich ein ganz besonders
einfacher und damit äußerst betriebssicherer konstruktiver Aufbau der Vorrichtung
erreichen läßt.
-
An Hand der Zeichnung werden nachfolgend beispielsweise Ausführungsformen
der Erfindung näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 eine Aufsicht auf eine erste Ausführungsform
F i g. 2 einen Schnitt längs der Linie 2-2 der F i g. 1, Fig. 3 in größerem Maßstab
eine Einzelzeit der Fig. 2, Fig.4 und 5 einen zur Fig. 3 analogen Schnitt durch
eine zweite Ausführungsform während zwei verschiedener Betriebsphasen, Fig. 6 bis
7 einen zu Fig. 3 bzw. 4 und 5 analogen Schnitt durch eine dritte Ausführungsform
während drei verschiedener Betriebsphasen.
-
In F i g. 1 ist eine erste Ausführungsform dargestellt, wobei für
das Verständnis der Erfindung unwesentliche Teile und Betätigungsmittel weggelassen
sind.
-
Längliche Schokoladeriegel 1 werden von einem ständig laufenden endlosen
Band 2 in Richtung des Pfeiles A transportiert. Die Riegel 1 kommen aus einer oder
mehreren Einwickelmaschinen in regelmäßiger oder unregelmäßiger Folge. Das Band
2 schiebt die Riegel 1 gegen den Anschlag 3, wobei sich die Riegel seitlich aneinander
lagern und über den Anschlag 3 auf die Feder 4 drücken. Diese ist so bemessen, daß
sie durch den von einer vollzähligen Riegelgruppe ausgeübten Schub zusammengedrückt
wird und dabei (nicht dargestellte) Betätigungsmittel auslöst, welchen den Schieber
5 in Richtung des Pfeiles B betätigen.
-
Der Schieber 5 schiebt nun eine Gruppe von Riegeln 1 in Richtung
des Pfeiles B innerhalb seitlicher Führungen 14 auf einer glatten Bahn 6 und unter
fest angeordneten Quertraversen 7 hindurch gegen eine nach oben offene Schachtelhälfte
10. Die Anzahl der Riegel 1 in einer Gruppe entspricht dabei der Breite des Schiebers
5, welche ihrerseits der Länge der Schachtelhälfte 10 entspricht.
-
Kurz vor dem Ende der Bahn 6 (F i g. 2) ist eine obere einstellbare
Quertraverse 8 angeordnet, unter welcher die Gruppen der Riegel 1 hindurchgestoßen
werden. Am Ende der Bahn 6 ist eine Schachtelhälfte schräg mit ihrer Öffnung gegen
den Schieber 5 gerichtet angeordnet. Die Quertraverse ist so eingestellt, daß die
vom Schieber 5 gestoßene Gruppe der Riegel 1 ohne obere und untere zwangsweise Führung
frei in die Schachtelhälfte 10 abrutscht und dabei nur je der äußere Rand jedes
in einer Gruppe außen liegenden Riegels durch die entsprechenden Schachtelwände
geführt wird.
-
Wie aus F i g. 2 ersichtlich ist, ruht eine Reihe von Schachtelhälften
10 auf einer schrägen Unterlage 9, welche mittels eines Scharniers 13 an der Bahn
6 be-
festigt ist, so daß der Winkel der Unterlage 13 eingestellt werden kann. Die
Schachtelhälften 10 können beispielsweise von Hand auf die Unterlage 9 gebracht
werden, auf welcher sie seitlich geführt abrutschen, wenn die unterste Schachtelhälfte
entfernt wird.
-
Das Einschieben der Riegelgruppen in eine Schachtelhälfte 10 ist
in größerem Maßstab in F i g. 3 dargestellt. Man sieht, daß es möglich ist, zuerst
den Boden der Schachtel mit einer Gruppe von Riegeln zu bedecken und hernach auf
diese erste Lage eine zweite Lage zu bringen, welche von der nächsten Riegelgruppe
gebildet wird, ohne daß an der Einstellung der Quertraverse 8 oder einem anderen
Maschinenteil etwas geändert wird. Die Neigung der Unterlage 9 für die Schachtel
10 wird vor der Inbetriebnahme den besonderen Verhältnissen angepaßt und dann ebenfalls
nicht mehr geändert.
-
Im Ausführungsbeispiel gemäß den F i g. 1 bis 3 ist nach zwei Hüben
des Schiebers 5 eine Schachtelhälfte 10 vollständig gefüllt. Nach zwei Hüben des
Schiebers 5 treten nun (nicht dargestellte) Betätigungsmittel in Aktion, welche
einen Schieber 11 innerhalb seiner Führungen 12 in Richtung des Pfeiles C verschieben
und damit die gefüllte Schachtelhälfte 10 seitlich forttransportieren. Hierauf zieht
sich der Schieber 11 zurück, so daß die nächste Schachtelhälfte 10 auf der Unterlage
9 nachrutschen kann.
-
Alle Bewegungsabläufe sind mit bekannten Mitteln derart synchronisiert,
daß das Wegschieben einer gefüllten Schachtelhälfte, der Rückzug des Schiebers 11
und das Nachrutschen einer leeren Schachtelhälfte auf der Unterlage 9 in der Zeit
erfolgen, in welcher der Schieber 5 keine neue Riegelgruppe in Richtung des Pfeiles
B schiebt.
-
Die in den F i g. 4 und 5 dargestellte Ausführungsform unterscheidet
sich von derjenigen der Fig. bis 3 dadurch, daß eine Einrichtung vorhanden ist,
um zweiteilige Schachtelhälften zu füllen. Die Schacht telhälften 10 sind durch
Zwischenwände 13 in zwei gleiche Hälften geteilt. Zunächst wird, wie mit Bezug auf
die F i g. 1 bis 3 beschrieben, die untere Hälfte der Schachtelhälfte 10 durch zwei
Hübe des Schiebers 5 gefüllt (F i g. 4). Nun tritt aber der Schieber 11 noch nicht
in Aktion, sondern die Unterlage 9 wird mitsamt der halbgefüllten Schachtel 10 durch
(nicht dargestellte) Verschiebemittel um eine halbe Schachtelbreite nach unten verschoben,
worauf durch zwei weitere Hübe des Schiebers 5 auch die andere Hälfte der Schachtelhälfte
10 gefüllt wird (F i g. 5). Hierauf tritt der Schieber 11 wie oben beschrieben in
Aktion, nachdem die vollständig gefüllte Schachtelhälfte wieder in die in Fig. 4
dargestellte Lage angehoben worden ist.
-
Bei der in F i g. 6 bis 8 dargestellten Ausführungsform werden die
Riegelgruppen (oder auch Schoko ladetafeln) hochkant in die Schachtelhälften 10
geschoben. Das Hochkantstellen kann durch entsprechende Wahl des Neigungswinkels
der Unterlage 9 und der Einstellung der Quertraverse 8 ohne weiteres erreicht werden.
-
In der in F i g. 6 dargestellten ersten Phase schiebt der Schieber
5 eine Riegelgruppe hochkant in den untersten Teil der Schachtelhälfte. Sobald das
geschehen ist, wird die Unterlage 9 durch (nicht dargestellte) Mittel um einen der
Gruppendicke entsprechenden Betrag abgesenkt, worauf der Schieber 5 eine zweite
Riegelgruppe hochkant einschiebt, welche auf die erste Gruppe zu liegen kommt (F
i g. 7). Hierauf
werden weitere Gruppen in gleicher Weise eingeschoben,
bis die SchachtelhälftelO voll ist. In der Zeichnung ist lediglich in F i g. 8 noch
die dritte Phase gezeigt.
-
Sobald die Schachtelhälfte 10 auf diese Weise mit hochkant liegenden
Gruppen gefüllt ist, wird sie durch (nicht dargestellte) Mittel in ihre Ausgangsstellung
gezogen. worauf der Schieber 11 in Aktion tritt und sie entfernt.
-
Zum Entfernen der gefüllten Schachtelhälften 10 braucht man nicht
unbedingt einen Schieber 11 vorzusehen. Man könnte die leeren Schachtelhälften beispielsweise
auf einem Karussell anordnen, welches sich nach jedem Füllen einer Schachtelhälfte
um einen bestimmten Winkel dreht. Ferner wäre es auch möglich, die leeren Schachtelhälften
auf der schiefen Unterlage 9 ankommen zu lassen und sie dann nach der Füllung durch
eine im geeigneten Augenblick freigegebene Öffnung nach unten abzutransportieren.
Der Fachmann wird noch weitere solche Möglichkeiten ins Auge fassen, ohne sich aus
dem Rahmen der vorliegenden Erfindung zu entfernen.
-
Es ist ersichtlich, daß in allen Ausführungsbeispielen das Abrutschen
der Gruppe in die Schachtel 10 durch die Vorwärtsbewegung des Schiebers 5, die Einstellung
der oberen Quertraverse 8 und die Neigung der Schachtel 10 gesteuert wird.