DE1237155B - Verfahren und Ofen zum Erwaermen von Knueppeln aus tellurhaltigem Stahl auf Walz-temperatur - Google Patents

Verfahren und Ofen zum Erwaermen von Knueppeln aus tellurhaltigem Stahl auf Walz-temperatur

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DE1237155B
DE1237155B DEJ24234A DEJ0024234A DE1237155B DE 1237155 B DE1237155 B DE 1237155B DE J24234 A DEJ24234 A DE J24234A DE J0024234 A DEJ0024234 A DE J0024234A DE 1237155 B DE1237155 B DE 1237155B
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Louis Molnar
Charlton Frank Schrader
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Inland Steel Co
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Inland Steel Co
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    • C21D9/00Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor
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    • C21DMODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
Int. Cl.:
C21d
Deutsche Kl.: 18 c - 9/00
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
1 237 155
J 24234 VI a/18 c 12. August 1963 23. März 1967 12. Oktober 1967
Auslegetag:
Ausgabetag:
Patentschrift stimmt mit der Auslegeschrift überein
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und einen Ofen zum Erwärmen von Knüppeln vor dem Warmwalzen auf Walztemperatur, welche aus Stahl bestehen, der zum Zwecke der Verbesserung der mechanischen Bearbeitungseigenschaften Tellur enthält, d. h. etwa in einer Menge von 0,03 bis 0,5 %·
Bei der Glühbehandlung von Gegenständen aus Stahl, bei welcher die Stahlgegenstände in öfen stationär auf Glühtemperatur (etwa 8000C) erhitzt werden und dabei im öfen stationär verbleiben, ist es bekannt, die das Ofeninnere beheizenden Brenner gegen die Innenwandung des Ofens oder besondere Prallsteine zu richten, um so den Ofeninhalt durch Abstrahlung auf die gewünschte Glühtemperatur zu bringen.
Ferner ist es beim Erwärmen von Knüppeln aus Stählen verschiedenster Zusammensetzung auf Walztemperatur bekannt, die Knüppel in einer Lage quer zu ihrer Bewegungsrichtung durch die Heizzone einer Anzahl von parallel zu ihrer Bewegungsbahn angeordneten Brennern gegen die Richtung der Flammen zu bewegen. Zumindest ein Teil der Brenner war dabei derart angeordnet, daß die Spitzen ihrer Flammen auf die Außenflächen der Knüppel auftrafen, wobei der jeweils vorderste Knüppel auch an seiner dem Brenner zugewandten Längsseite unmittelbar von den Flammenspitzen beaufschlagt wurde, was für einen guten Wärmeübergang und die Erzielung der gewünschten hohen Temperatur von 1100 bis 14000C erwünscht und günstig war. Sofern bei dieser bekannten Arbeitsweise sich in den Knüppeln beispielsweise bei Stählen, welche zum Zwecke der Verbesserung ihrer mechanischen Bearbeitungseigenschaften Schwefel enthalten, sich Erscheinungen von Rotbrüchigkeit zeigten, konnte man diesen Nachteil ohne Schwierigkeiten durch eine Steigerung des Mangangehaltes des Stahles bzw. durch einen Manganzusatz beseitigen, welcher der Rotbrüchigkeit in ausreichendem Maße entgegenwirkte.
Diesem Bekannten gegenüber bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zum Erwärmen von Knüppeln aus Stählen auf Walztemperatur, welche Tellur in den erwähnten Mengen enthalten.
Die Erfindung geht davon aus, daß beim Erhitzen von Knüppeln aus tellürhaltigen Stählen das besondere Phänomen einer Oberflächen- und Kantenrißbildung auftreten kann, welche die erhitzten Knüppel zu Schrott werden läßt. Diese Rißbildung ist wie die Rotbrüchigkeit eines Stahles wahrscheinlich auf eine Sprödigkeit der Metallstruktur zurückzuführen.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, ein Verfahren zum Erwärmen derartiger Knüppel aus Verfahren und Ofen zum Erwärmen von Knüppeln aus tellurhaltigem Stahl auf Walztemperatur
Patentiert für:
Inland Steel Company,"
eine Firma nach den Gesetzen
des Staates Delaware, Chicago, JH. (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. K. A. Brose, Patentanwalt, Pullach (Isartal), Wiener Str. 2
Als Erfinder benannt:
Charlton Frank Schrader, Chesterton, Ind.; Louis Molnar, Hammond, Ind. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 30. August 1962 (220 447)
tellürhaltigen Stählen auf Walztemperatur zu schaffen, bei welchem die Gefahr einer Rißbildung beseitigt wird.
Die Erfindung geht dabei davon aus, daß es sich bei Tellur um ein sehr teueres Legierungselement handelt und tellurhaltige Stähle bei ihrer Herstellung schon durch die Verwendung dieses Legierungselementes mit hohen Kosten belastet sind und daher bei den einzelnen Herstellungsvorgängen besondere Anforderung hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit und der Vermeidung von Ausschuß unterworfen sind, weil sonst die Herstellung und die Verwendung derartiger Stähle überhaupt grundsätzlich unmöglich gemacht wird. Bei der Erwärmung von Knüppeln auf Walztemperatur muß daher einmal auf eine größtmöglichste Ausnutzung der aufgewendeten Wärme sowie auf einen möglichst geringen Ausschuß, d. h. auf die Vermeidung der erwähnten Rotbrüchigkeit ganz besonders geachtet werden.
Die Erfindung geht zur Lösung der ihr zugrunde liegenden Aufgabe von dem bekannten Verfahren zum Erwärmen von Knüppeln vor dem Warmwalzen auf Walztemperatur aus, bei welchem die Knüppel in
709 693/22
einem Durchlaufofen durch die Heizzone einer Anzahl von parallel zu ihrer Bewegungsbahn angeordneten Brenner in einer Lage quer zu ihrer Bewegungsrichtung gegen die Richtung der Flammen bewegt werden, und besteht im wesentlichen darin, daß die aus tellurhaltigem Stahl bestehenden Knüppel unterhalb der Flammen der Brenner derart hindurchgeführt werden, daß die Flammenspitzen der Brenner die Oberfläche der Knüppel nicht berühren. Überraschenderweise hat sich herausgestellt, daß bei einer derartigen Arbeitsweise bei tellurhaltigen Stählen ein Auftreten von Oberflächen- und Kantenrissen und der damit verbundene Ausschuß vermieden wird, ohne daß eine Steigerung des Gehaltes des im Stahl vorhandenen Mangans erforderlich ist. Die Vermeidung einer derartigen Steigerung des Mangangehaltes zur Vermeidung von Oberflächenrissen ist dabei bei tellurhaltigen Stählen von außerordentlicher Wichtigkeit, da ein über einer gewissen Grenze liegender Gehalt an Mangan im Gegensatz zu schwefelhaltigen Stählen die durch den Zusatz von Tellur erreichte Verbesserung der mechanischen Bearbeitbarkeit zunichte machen würde. Darüber hinaus wird durch die Erfindung noch der wichtige Vorteil erreicht, daß trotz der Vermeidung einer unmittelbaren Berührung der Knüppel durch die Flammenspitzen die erforderliche hohe Walztemperatur unter günstiger Ausnutzung der aufgewendeten Wärmemengen erreicht wird.
Die Erfindung kann noch dadurch eine weitere vorteilhafte Ausbildung erfahren, daß die Knüppel vor dem Durchgang durch den Ofen mit einer Schicht aus Kalk bedeckt werden.
Gegenstand der Erfindung ist fernerhin ein Durchlaufofen für die Durchführung des ihr zugrunde liegenden Verfahrens, der die bekannte Form einer langgestreckten Kammer mit einer Transporteinrichtung aufweist, welche die Knüppel durch den Ofen in einer quer zu ihrer Bewegung gerichteten Lage bewegt und am Ende der Bewegungsbahn der Knüppel mit Brennern ausgerüstet ist, wobei bei diesem Durchlaufofen erfindungsgemäß die Brenner mit ihren Flammen über der Ebene der Oberfläche der den Ofen durchwandernden Knüppel angeordnet und in der Länge ihrer Flammen einstellbar sind.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 einen senkrechten Schnitt durch einen vereinfacht dargestellten, mit Brennern versehenen Erwärmungsofen, in welchem aus tellurhaltigem Stahl bestehende Blöcke vor dem Warmwalzen erwärmt werden, und
F i g. 2 eine Draufsicht auf den Ofen nach Fig. 1.
Der in der Zeichnung mit 10 bezeichnete Ofen hat eine langgestreckte Form und ist mit einer ersten Gruppe von Brennern 11 und einer zweiten Brennergruppe 12 ausgestattet. Wie F i g. 2 zeigt, besteht jede der Gruppen aus mehreren Brennern, beispielsweise aus sechs, die in Abständen von etwa 60 bis 90 cm nebeneinander angeordnet sind und sich hierbei über eine Breite erstrecken, die durch die Länge der durch den Ofen hindurchbewegten Blöcke gegeben ist, da die Werkstücke quer zu ihrer Längserstreckung den Ofen passieren. Bei einer Anordnung von zwei Brennergruppen mit jeweils sechs Brennern, die mit 90 cm Abstand nebeneinanderliegen, können Knüppel oder Blöcke mit einer Länge von etwa 6 m erwärmt werden.
Die Brenner der beiden Gruppen 11 und 12 werden mit Öl, Gas, beispielsweise Generatorgas oder anderem geeigneten Brennstoff, betrieben.
Wie sich fernerhin aus F i g. 2 ergibt, sind die Brenner der unteren Gruppe 11 gegenüber den Brennern der oberen Gruppe 12 seitlich versetzt angeordnet, d. h., die Brenner sind nicht genau übereinander eingebaut. Durch diese Versetzung ergibt sich eine gleichmäßigere Verteilung der Wärme im
ίο Ofen.
Die Knüppel 13, die aus Stahl bestehen, dem zur Verbesserung der Bearbeitbarkeit Tellur zugesetzt worden ist, d. h. die einen in dem weiter oben erwähnten Bereich liegenden Tellurgehalt aufweisen, werden
J 5 vom einen Ende 14 aus in den Ofen eingeführt und quer zu ihrer Längserstreckung, d. h. senkrecht zu ihrer Längsachse, durch den Ofen in Längsrichtung (bezogen auf die Zeichnung von links nach rechts) mit Hilfe von herkömmlichen Fördermitteln, beispielsweise einem (nicht gezeigten) Druckzylinder, hindurchbewegt. Die Knüppel bewegen sich auf einem geneigten Boden 15 durch den Ofen 10 hindurch. Der Boden bildet eine geneigte Rampe. Wenn die Knüppel das Austragende 16 des Ofens erreichen, werden sie an ein Walzwerk oder an ein (nicht gezeigtes) Fördermittel übergeben, das die Blöcke 13 zum Walzen befördert.
Die unteren Brenner 11 senden ihre Flammen 11a in einer Richtung 18 aus, die im wesentlichen parallel zum geneigten Boden 15 verläuft, d. h. in einer im wesentlichen zur Bewegungsbahn der Knüppel 13 parallelen Richtung.
Die oberen Brenner 12 sind so eingestellt, daß ihre Flammen 12 a einer Richtung 19 folgen, die in ihrer Verlängerung über die Enden 12 b der Flamme 12 a hinaus die Bewegungsbahn der Knüppel schneidet. Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens unter Verwendung des in der Zeichnung dargestellten Ofens werden die Flammen 12 a der oberen Brenner 12 mit Hilfe herkömmlicher Einrichtungen (nicht gezeigt) so eingestellt, daß ihre Flammen 12a so kurz sind, wie dies in Fig. 1 gezeigt ist, daß deren Endteile 12b vor dem Auf treffen auf die Oberflächen der durch den Ofen gehenden Knüppel 13 enden und daher keine direkte Berührung zwischen den Flammenenden 12 a und den Knüppeln stattfindet.
Im Falle der unteren Brenner 11, deren Flammen 11a
in der Richtung 18 parallel zur Bewegungsrichtung der Knüppel, jedoch im Abstand über deren Oberflächen eingestellt sind, besteht keine Gefahr, daß die Flammen 11a oder irgendein anderer Teil davon die Oberflächen der Werkstücke berührt. Selbst wenn eine Berührung stattfinden sollte, würde dies zwischen dem seitlichen Teil der Flamme, jedoch nicht zwischen dem Endteil und dem Werkstück eintreten. Die Berührung des seitlichen Teils der Flamme mit den Werkstücken bringt keinerlei Nachteil mit sich, solange die Werkstücke in Bewegung durch den Ofen sind. Es ist daher möglich, die Flammen 11a der unteren Brenneranordnung 11 wesentlich länger einzustellen als die Flammen 12a der nach abwärts gerichteten Brenner 12, ohne daß Gefahr besteht, daß die unteren Brennerflammen auf die Oberflächen der Knüppel auftreffen. Die Anordnung ist dementsprechend so getroffen,
6= daß keine der Flammen, die von den Brennern 11 und 12 der beiden Brennergruppen ausgehen, auf die Oberflächen der Knüppel 13 auftreffen. Im Falle der oberen Brenner 12 ist durch geeignete Einstellung der
Brennerflammen 12a dafür gesorgt, daß die gewünschte Wirkung eintritt.
Falls dies gewünscht wird, kann die obere Gruppe von Brennern 12 weggelassen werden, vorausgesetzt, daß die untere Brennergruppe 11 genügend Brenner aufweist, die ihre Flammen parallel zur Bewegungsbahn der Knüppel durch den Ofen aussenden. In diesem letzteren Fall ist es im allgemeinen erforderlich, daß die Brenner der unteren Gruppe mit Abständen von etwa 30 cm nebeneinander angeordnet sind, d. h., es werden etwa 20 Brenner benötigt, um die gleiche Erwärmungstemperatur der Knüppel zu erzielen, wenn angenommen wird, daß die Länge der Knüppel wiederum 6 m beträgt. Die abgebildete Anordnung, bei der zwei übereinander angeordnete Brennergruppen vorgesehen sind, von denen die obere Gruppe nach unten gegen die Bewegungsbahn der Werkstücke durch den Ofen geneigt ist, ist vorzuziehen, weil hierbei eine geringere Gesamtzahl von Brennern, nämlich nur etwa 12, benötigt wird.
Mit tellurhaltigen Stahlknüppeln sind eine Anzahl von Erwärmungsversuchen in einem Ofen der abgebildeten Art durchgeführt worden, wobei die Einstellung der oberen Brenner 12 verändert wurde, um die Wirkung zu ermitteln, die beim Auftreffen der Flamme oder beim N ich tauf treffen der Flamme der oberen Brenner 12 auf die Werkstücke 13 eintritt.
Bei der Durchführung dieser Versuche wurden zwei verschieden zusammengesetzte Stähle verwendet, die beide Tellur enthielten, von denen jedoch der eine außerdem, wie auch im Falle von Tellur, zum Zwecke der verbesserten Bearbeitbarkeit noch Blei enthielt.
Die beiden Stähle werden nachfolgend als A und B bezeichnet. Die Stähle hatten die folgende Zusammensetzung, die nachfolgend in Gewichtsprozent wiedergegeben ist. Der Rest bis 100 °/0 war in beiden Fällen Eisen.
Element A 0,07
1,10
0,07
0,30
B
C 0,41 bis 0,42
0,90 bis 0,95
0,013
0,018 bis 0,024
0,30 bis 0,31
0,91 bis 0,99
0 20
0,15
0,027
bis 0,08
bis 1,22
bis 0,08
bis 0,33
0,01
Mn . 0,056 bis 0,060
5 P bis 0,30
bis 0,043
S
Si
Cr
Mo
10 Pb
Te
In der nachfolgenden Übersicht sind die Versuchsbedingungen und -ergebnisse zusammengefaßt. Die Stähle A und B wurden verschiedenen Versuchsbedingungen zusammen unterworfen, bei anderen Versuchen wurde nur ein Stahl untersucht. Im Ofen waren zwei Thermoelemente (20 und 21 in Fi g. 1) eingebaut, die die Ofentemperatur ermittelten. Nachdem die Knüppel aus dem Ofen herausgenommen waren, wurde ihre Temperatur mit einem optischen Pyrometer etwa an der in der Zeichnung mit dem Bezugszeichen 17 bezeichneten Stelle gemessen.
In der nachfolgenden Tabelle werden die folgenden Abkürzungen im Zusammenhang mit dem oberen Brennersatz verwendet:
FI = Flamme trifft auf Werkstück auf.
NFI = Flamme trifft nicht auf Werkstück auf. Hinsichtlich der Untersuchung der Werkstückoberfläche nach dem Warmwalzen sind die folgenden Abkürzungen in der Tabelle gewählt:
VLC = sehr geringfügige Rißbildung an der Oberfläche.
MC = mittelmäßige Rißbildung an der Oberfläche. HC = starke Rißbildung an der Oberfläche.
LC = leichte Rißbildung an der Oberfläche.
Brenneinstellung
oben/unten
Stahl
zusammen
setzung
Ofentemperatur
am ersten
Thermoelement
Ofentemperatur
am zweiten
Thermoelement
Temperatur des
erwärmten Knüppels
in 0C
am Walzgeräl
Oberflächen
beschaffenheit
nach
dem Warmwalzen
1. Voll geöffnet / FI A 1238 Durchschnitt 1215 Durchschnitt 1060 mit zunehmender
1244 Temperatur 1227 Temperatur Temperatur
spitze spitze zunehmende
Oberflächen-
rißbildung
Voll geöffnet / FI B 1224 Durchschnitt 1210 Durchschnitt 1010
1232 Temperatur 1216 Temperatur
spitze spitze
Voll geöffnet / FI B 1193 Durchschnitt 1210 Durchschnitt 1054
1316 Temperatur 1232 Temperatur
spitze spitze
2. NFI/leicht A + B 4-1204 4-1204 991 Durchschnitt keine
gedrosselt 977 bis 1010 Oberflächenrisse
Klein / leicht B 1218 Durchschnitt 1213 VLC
gedrosselt FI 1246 Temperatur
spitze
'3. NFI / voll geöffnet B 1393 Temperatur 1377 Temperatur 1054 Durchschnitt keine
spitze spitze 1032 bis 1071 Oberflächenrisse
4. Aus / voll geöffnet B 1371 Temperatur 1357 Temperatur 1063 Durchschnitt keine
spitze spitze 1049 bis 1082 Oberflächenrisse
5. V3 geöffnet A 4- B 1304 Temperatur- 1293 Temperatur- 1082 Durchschnitt keine
NFI / 3U geöffnet spitze spitze 1071 bis 1104 Oberflächenrisse
Tabelle (Fortsetzung)
Brenneinstellung
oben/unten
Stahlzusammen setzung
Ofentemperatur
am ersten Thermoelement
Ofentemperatur
am zweiten Thermoelement Temperatur des
erwärmten Knüppels
in 0C
am Walzgerät
Oberflächenbeschaffenheit
nach
dem Warmwalzen
6. während 24% FI
der Zeit 2/3 geöffnet,
nach der Zeit
NFI / voll geöffnet
7. V4 geöffnet
NFI / voll geöffnet
8. 1I3 geöffnet
NFI / voll geöffnet
(nur sehr kurzzeitig mit FI
geöffnet
9. — / primär
10. von Ve auf volle
Öffnung mit FI
gebracht,
abwechselnd ein-
und ausgeschaltet / voll geöffnet
11. 1U geöffnet
NFI / voll geöffnet
12. voll geöffnet
FI / voll geöffnet
13. voll geöffnet
FI / voll geöffnet
14. aus V2 NFI / voll
geöffnet
15. 1I4, voll geöffnet
NFI / voll geöffnet
B
B
1338 Temperaturspitze
1216
1149 Durchschnitt 1193 Temperaturspitze
1116 Durchschnitt 1127 Temperaturspitze
1227 Durchschnitt
1327 Temperaturspitze 1210
1138 Durchschnitt 1204 Temperaturspitze
1104 Durchschnitt 1116 Temperaturspitze
1199 Durchschnitt Durchschnitt
bis 1132
Durchschnitt
bis 1121
Durchschnitt
bis 1082
Durchschnitt
bis 1043
bis 1104
1127 Durchschnitt
1116 Durchschnitt
Ofentemperatur nicht gemessen und Knüppel mit Kalk beschichtet
Ofentemperatur nicht gemessen
Ofentemperatur nicht gemessen Ofentemperatur nicht gemessen Durchschnitt
bis 1099
Durchschnitt
Temperaturspitze
1093
Durchschnitt
bis 1054
Durchschnitt
bis 1054
18 von 75 Knüppeln MC bis HC
11 = keine
Oberflächenrisse I = VLC
14 = keine
Oberflächenrisse 1 = VLC
keine
Oberflächenrisse
49 = keine
Oberflächenrisse 19 = VLC
10 = LC .
2 = MC
6 = MC bis HC
9 = HC
keine
.Oberflächenrisse
5 = keine
Oberflächenrisse
1 = VLC
2 = keine
Oberflächenrisse
1 = LC
I = MC
1 = MC — KC
keine
Oberflächenrisse
keine
Oberflächenrisse
Aus der vorstehenden Übersicht ist zu entnehmen, daß die Flammen nur dann auf die Oberfläche der Werkstücke auftrafen, wenn die oberen Brenner auf mehr als halbe Flammenlänge eingestellt waren. Wenn der Regler für die oberen Brenner so eingestellt wurde, daß die Brenner über mehr als halbe Öffnungsstellung geöffnet wurden, erhöhte sich die Gefahr des Auftreffens von Flammen auf die Werkstücke proportional, und in gleichem Maße nahm die Bildung von Oberflächenrissen zu. Aus der in der vorstehenden Übersicht gegebenen Erläuterung geht hervor, daß ein mit NFI gekennzeichneter Brenner keine auf das Werkstück auftreffende Flamme erzeugt.
Im Zusammenhang mit Versuch 12 wird darauf hingewiesen, daß die Rißbildung an der Oberfläche auch dann vermieden werden kann, wenn der obere Brenner voll geöffnet ist und seine Flamme auf die Werkstücksoberfläche auftritt, wenn diese letztere mit Kalk beschichtet ist. Die Wirkung des Kalks oder ähnlichem Schutzmaterials besteht darin, daß die Oberfläche der Knüppel gegen das Auftreffen der Flamme geschützt ist, ohne daß die Flamme hierzu gedrosselt zu werden braucht.
Es hat sich jedoch gezeigt, daß es nicht ratsam ist, sich lediglich auf die Anbringung einer Kalkschicht oder einer Schicht aus einem anderen schützenden Material an der Werkstückoberfläche zu verlassen, sondern daß es zur Erzielung von verkaufsfähigen Produkten erforderlich ist, unabhängig davon, ob die Knüppel mit Kalk beschichtet sind oder nicht, ein Auftreffen der äußeren Endteile der Brennerflammen auf die Werkstückoberflächen zu vermeiden, obwohl durch die Beschichtung der Knüppel mit Kalk vor dem Einbringen in den Ofen eine gewisse zusätzliche Schutzwirkung erzielt werden kann, die die Gefahr von Rißbildung an der Oberfläche noch weiter vermindert.
Zur Erzielung optimaler Voraussetzungen für das Walzen, werden die Knüppel vorzugsweise auf eine Temperatur von etwa 1066 bis 11210C erwärmt.
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die Erfindung nicht auf die Erwärmung von Werkstücken der besonderen Zusammensetzung unter A und B beschränkt ist. Das erfindungsgemäße Verfahren ist vielmehr zur Vermeidung von Oberflächenrissen bei allen tellurhaltigen Stählen anwendbar, wobei unter »tellurhaltigen Stählen« solche verstanden werden, deren Zusammensetzung in dem folgenden Bereich liegt:
Element
Fe + übliche Verunreinigungen
IO
Gewichtsprozent
0,05 bis 1,0
0,60 mindestens 0,02 bis 0,50
0,01 bis 0,1
0,02 bis 0,50
Rest
Zusätzlich zu den obengenannten Elementen wird ao häufig noch ein Gehalt an Blei von 0,02 bis 0,50 Gewichtsprozent zur weiteren Erhöhung der Bearbeitbarkeit von tellurhaltigen Stählen angewendet. Unter der Bezeichnung »tellurhaltige Stähle« werden somit Tellur oder Tellur und Blei oder Tellur zusammen mit anderen die Bearbeitbarkeit erhöhenden Elementen, beispielsweise Selen, aufweisende Stähle verstanden.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Erwärmen von Knüppeln aus zum Zwecke der Verbesserung der mechanischen Bearbeitungseigenschaften Tellur in entsprechender Menge enthaltendem Stahl auf Walztemperatur,
bei dem die Knüppel in einem direkt beheizten Ofen durch die Heizzone einer Anzahl von parallel zu ihrer Bewegungsbahn angeordneten Brennern in einer Lage quer zu ihrer Bewegungsrichtung gegen die Richtung der Flammen bewegt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Knüppel unterhalb der Flammen der Brenner derart hindurchgeführt werden, daß die Flammenspitzen der Brenner die Oberfläche der Knüppel nicht berühren.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Knüppel vor dem Durchgang durch den Ofen mit einer Schicht aus Kalk bedeckt'" werden.
3. Durchlaufofen für die Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2 in Form einer langgestreckten Kammer mit einer Transporteinrichtung, welche die Knüppel durch den Ofen in einer quer zu ihrer Bewegung gerichteten Lage bewegt und am Ende der Bewegungsbahn der Knüppel angeordneten Brennern, dadurch gekennzeichnet, daß die Brenner (11, 12) über der Ebene der Oberfläche der den Ofen durchwandernden Knüppel (13) angeordnet und in der Länge ihrer Flammen einstellbar sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
R u h f u s , »Wärmebehandlung der Eisenwerkstoffe«, 1958, S. 294 bis 297;
Reintsch, »Walzwerksofen und Nebenanlagen«, 1956, S. 17;
»Gaswärme«, Bd. 8, September-Heft, 1959, Nr. 9, S. 273 bis 279.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
709 520/280 3.67 © Bundesdruckerei Berlin 709 693/22
DEJ24234A 1962-08-30 1963-08-12 Verfahren und Ofen zum Erwaermen von Knueppeln aus tellurhaltigem Stahl auf Walz-temperatur Withdrawn DE1237155B (de)

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Non-Patent Citations (1)

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