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Vorrichtung zum Stapeln und Entstapeln von Tafeln aus magnetisierbarem
Werkstoff Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Stapeln von Tafeln
aus magnetisierbarem Werkstoff oder zum Abheben und Abziehen einzelner Tafeln von
einem Stapel.
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Es sind bereits Vorrichtungen zum Stapeln und Entstapeln von Tafeln
aus magnetisierbarem Werkstoff, z. B. von gewalzten Blechen, bekannt, bei denen
sich oberhalb eines heb- und senkbaren Auflagers für die gestapelten Tafeln eine
Anzahl von Rollen befinden, deren Achse quer zur Förderrichtung liegt, und die in
der Förderrichtung der Tafel hintereinander liegen; dabei befinden sich an den Rollen
Magnete, die bei Annäherung der Rollen an die Platten die oberste Platte eines Stapels
anziehen sollen. Die Rollen sind dabei mit ihren Achsen starr an einem heb- und
senkbaren Gestell befestigt. Indem den einzelnen Rollen mittels besonderer Antriebe
eine Drehbewegung erteilt wird, werden die an den Rollen haftenden Tafeln in der
gewünschten Richtung bewegt. Die Bewegung kann durch Anschläge begrenzt werden;
werden die Magnete als Elektromagnete ausgebildet, so kann durch Ausschalten des
Magnetisierungsstromes die Anziehungskraft der Magnete herabgesetzt und die Tafeln
aus magnetisierbarem Werkstoff können zum Absinken von den Rollen gebracht werden
(vgl. USA.-Patentschrift 2 015 809).
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Es ist bereits eine lediglich zum Abheben von Blechen von einem Stapel
benutzbare Vorrichtung bekannt, bei der - über die Länge der Tafel ver-,teiltmit
magnetischem Anzug ausgerüstete Hubelemente vorgesehen sind, die das Blech vom Stapel
abheben und auf die Unterseite eines Rostes bringen, an dem es durch Magnete haftet;
ein Förderer zieht das am Rost haftende Blech seitlich ab.
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Die bisher bekannten Einrichtungen zum Stapeln und Entstapeln von
Blechen leiden an dem Mangel, daß es nicht immer gelingt, von einem Stapel nur gerade
die oberste Tafel abzuheben. Das hängt damit zusammen, daß durch das Einfetten oder
Ölen der Tafeln dieselben fest aneinanderhaften. Um dieser Haftung entgegenzuwirken,
hat man dem Blechstapel schon eine gewölbte Oberfläche dadurch gegeben, daß man
vor dem Auflegen des Stapels einen Stab quer auf die Unterlage legte. Eine solche
Maßnahme macht aber die Benutzung der eingangs erwähnten Vorrichtung, bei der starr
an einem heb-und senkbaren Gerüst eine Reihe von Rollen angeordnet sind, unmöglich.
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Es kommt hinzu, daß nach einer Reihe vonFertigungsvorgängen, z. B.
manchen Glühverfahren, Walzvorgängen oder Verformungen, die Oberfläche der
Blechtafeln
nicht völlig eben ist, sondern Verwerfungen in der Längs- oder Querrichtung aufweist.
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Weiterhin muß, wenn es sich um Blechtafeln mit polierten Oberflächen
handelt, darauf Bedacht genommen werden, daß die Oberfläche durch die benutzten
Hubwerkzeuge in keiner Weise beschädigt wird, also keinerlei Riefen, Kratzer oder
Aufrauhungen erfährt.
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Es ist das Ziel der vorliegenden Erfindung, unter Benutzung magnetisch
wirksamer Hubelemente und eines Förderers, der oberhalb der Blechstapel liegt und
an dessen Unterseite die Bleche durch Magnete haften, eine Vorrichtung zu schaffen,
die sowohl für Bleche mit absolut ebener Oberfläche als auch für solche Bleche geeignet
ist, die Verwerfungen in der Längs- und Querrichtung haben, bei der weiterhin auch
eine Benutzung bei auf Hochglanz polierten Blechen, ohne Beschädigung von deren
Oberfläche, möglich ist, und sichergestellt wird, daß auch ein eventuelles Vakuum,
das sich zwischen der obersten Blechtafel eines Stapels und der darunterliegenden
Blechtafel gebildet hat, gebrochen und somit nur die oberste Tafel vom Stapel abgelöst
wird.
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Gemäß der Erfindung dient bei einer Vorrichtung zum Stapeln von Tafeln
aus magnetisierbarem Werkstoff oder zum Abheben und Abziehen einzelner Tafeln von
einem Stapel eine Vorrichtung, bei der die Hubelemente mittels im wesentlichen paralleler
Arme an einem Traggestell schwenkbar gelagert sind, wobei die Arme in der tieferen
Stellung eine schräg abwärts geneigte Lage einnehmen.
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Bewegt sich der oberhalb des Stapels befindliche Förderer in der
Längsrichtung der Tafeln, und wird
die oberste Tafel von den an
den schrägstehenden Armen sitzenden Hubelementen erfaßt, so erhält sie bereits eine
waagerechte Geschwindigkeitskomponente und kommt mit dieser an der Unterseite des
in gleicher Richtung sich bewegenden Förderers zum Anliegen. Beim Stapeln von Tafeln
erfährt umgekehrt die von den Hubelementen erfaßte, von dem Förderer abgenommene
Tafel eine allmähliche Geschwindigkeitsabnahme, ehe sie auf den Stapel gelangt.
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Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, daß die
mit Magneten versehenen Hubelemente als Rollen ausgebildet sind. Die mit Magneten
versehenen Rollen sind an den Armen frei drehbar, damit zwischen den Rollen und
den an diesen anliegenden Tafeln eine rollende und keine gleitende Reibung auftritt.
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Die Hubelemente können im übrigen paarweise derart angeordnet sein,
daß sie beiderseits in der Nähe des Plattenrandes auf den Platten zum Aufliegen
kommen, während der vorzugsweise in der Längserstreckung der Platten bewegte Förderer
mittig zwischen den Hubelementenpaaren angeordnet ist. Die an den im wesentlichen
parallelen Armen angeordneten Hubelemente können dabei in eine Lage gebracht werden,
bei der sie sich von der angehobenen Tafel abheben, die auf der Unterseite des Förderers
haftet.
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Um die Rollen sämtlich gleichzeitig auf den Plattenstapel herablassen
zu können, ist jede Rolle mittels eines Armes an einem parallel zur Rollenachse
liegenden Schaft befestigt und die Schäfte sind in einem Rahmen so gelagert, daß
sämtlichen Schäften die gleiche Drehbewegung um ihre Achse erteilt werden kann;
dadurch wird sämtlichen Armen die gleiche Schwenkbewegung erteilt, die einem Heben
bzw. Senken der Rollen entspricht.
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Für völlig ebene Platten kann die Verbindung des Armes, an dem die
Rolle drehbar gelagert ist, mit dem Schaft starr sein. Um einer unebenen Oberfläche
der zu stapelnden oder abzuhebenden Tafel Rechnung zu tragen und in jedem Falle
das Wirksarnwerden aller Hubelemente zu gewährIeisten, können zwei Maßnahmen vorgesehen
werden: einmal ist die Verbindung zwischen dem Arm des Hubelementes und dem Schaft
nicht starr, sondern Arm und Schaft sind in einem begrenzten Maße gegeneinander
schwenkbar; zum anderen sind die als Rollen ausgebildeten Hubelemente um ihre Lagerzapfen
begrenzt schwenkbar. Auf diese Weise ist es möglich, auch Bleche mittels der Rollen
zu heben, bei denen der rechte Rand höher oder tiefer ist als der linke Rand.
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Indem die in der Förderrichtung hintereinanderliegenden Rollen eine
unterschiedliche Höhenstellung (infolge der begrenzten Schwenkmöglichkeit zwischen
Arm und Schaft) einnehmen können, können die Rollen auch zum dichten Aufliegen auf
Tafeln gebracht werden, die in der Längsrichtung wellenförmige Vertiefungen und
Erhöhungen haben.
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Die begrenzte Schwenkmöglichkeit kann gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung durch ein Sperrstück verwirklicht werden, das starr auf den Schaft
oder Querstab bzw. dessen Verlängerung aufgesetzt ist; es ist mit einem starr damit
verbundenen Ansatzstück versehen, dessen Drehbewegung beiderseits durch am Arm befindliche
Anschläge bzw. Anschlagsflächen begrenzt ist.
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Als Förderer zum Transport der vom Stapel a6 gehobenen bzw. der zu
stapelnden Tafeln kann eir aus unmagnetisierbarem Werkstoff besthendes end loses
Band dienen, das über Umlenkrollen geführ ist. Dabei kann sich zwischen dem unteren
andls und den darüber angeordneten Magneten eine iraage rechte Platte befinden,
die einen Teil des Rahmen« bildet, in dem sowohl das Band mit seinen Umlenk. rollen
als auch die Schäfte gelagert sind, die mittelt der Arme die zum Anheben und Absenken
de Tafeln dienenden Rollen tragen.
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Um die Oberfläche der mit den Rollen in Berührung kommenden Tafeln
zu schonen, ist die aus magnetisierbarem Werkstoff bestehende Lauffläche der Rollen
gegebenenfalls mit einem nichtmagnetischen, nachgiebigen Werkstoff überzogen. Eine
Schonung der Tafeloberfläche ist auch durch eine Ausführungsform möglich, bei der
die beiden Stirnflächen der Rollen mit Kreisscheiben aus einem nichtmagnetisierbaren,
nachgiebigen Werkstoff be deckt sind, wobei die Scheiben konzentrisch zu den Rollen
liegen und ihr Durchmesser größer ist als der der aus magnetischem Werkstoff bestehenden
Oberfläche der Rollen.
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Solche über die zylindrische Laufffäche der Rollen allseitig vorstehenden
Scheiben können nicht nur zu dem Zweck angebracht werden, die Oberfläche der Tafeln
zu schonen, sondern können auch dazu dienen, die Stärke der magnetischen Anzugskraft
zu verändern, die von den innerhalb der Rollen untergebrachten Magneten auf die
Tafeln ausgibt wird.
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Diese Kraft nimmt sehr stark mit dem Luftraum ab, der bei Verwendung
derartig allseitig überstehender Scheiben aus nichtmagnetisierbarem Werkstoff zwlschen
der Oberfläche der Rollen und der Tafel verbleibt.
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Eine besondere Ausführungsform der Rollen flieht vor, daß in ringförmige,
äußere Schlitze der Ranen ringförmige Scheiben aus einem nachgiebigen Werkstoff
eingelegt sind, die mittels einer Schrank mechanik derart zusammendrückbar sind,
daß das Maß des Überstehens dieser Scheiben über die aus magnetisierbarem Werkstoff
bestehende Oberfläche stetig verändert werden kann.
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Die begrenzte schwenkbare Lagerung der Rollen an ihren Schäften,
die Schwenkbarkeit der Rollen um ihre Lagerzapfen und schließlich die verschiedenen
Mittel zur Feineinstellung der von jedem einzelnen Hubelement ausgeübten Magnetkraft
ergeben in ihrer vereinten Wirkung mit dem Aufliegen sämtlicher Rollen auf einer
Tafel ein Anzugsmenen(, das das Abheben dieser Tafel, aber auch immer nur einer
Tafel sicherstellt.
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Wenn die neue Vorrichtung zum Ablegen von Blechen auf einen Stapel
dienen soll, so sind gemäß der weiteren Erfindung an den schwenkbaren Armen, an
denen die mit Magneten versehenen Rollen an geordnet sind, über die Rollen hinausragende
Verlängerungen vorgesehen, und an diesen Verlängenmgen befinden sich Organe zum
Abstreifen der beim Stapeln abzusenkenden Tafeln. Solche Organe können unter anderem
aus Rollen bestehen, die keine Magnete oder solche von geringerem AnzugsvetmS gen
als diejenigen Rollen enthalten, mittels deren das Anheben bzw. Ab senken der Tafeln
erfolgt.
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In den Zeichnungen sind mehrere AusfUhrungsbeispiele und Einzelheiten
einer Einrichtung zum Abheben von Tafeln aus magnetisierbarem Werk
stoff
von einem Stapel und zum Stapeln solcher Tafeln gemäß der Erfindung dargestellt,
und zwar ist F i g. 1 die Seitenansicht des gesamten Gerätes zum Abheben der Tafeln
vom Stapel; F i g. 2 zeigt die Vorrichtung in der Längsrichtung mit einem Schnitt
entsprechend 2-2 von Fig. 1; F i g. 3 ist eine schematisch gehaltene Seitenansicht
und stellt eines der magnetischen Hub elemente in gräßerem Maßstab dar; F i g. 4
ist eine Ansicht und ein Schnitt entsprechend der Schnittlinie 4-4 von F i g. 3
und zeigt weitere Einzelheiten des magnetischen Hubelementes gemäß der Erfindung;
F i g. 5 zeigt schematisch in noch größerem Maßstab das obere Ende des Hubelementes
in Ansicht in Richtung der mit 5-5 (Fig.3) bezeichneten Pfeile gesehen; F i g. 6
ist im gleichen Maßstab gehalten wie die Darstellung in Fig.5 und zeigt einen Querschnitt
entsprechend der Schnittlinie 6-6 von F i g. 5; F i g. 7 stellt schematisch eine
andere Ausführungsform der Rollenelemente gemäß Fig. 4 dar; F i g. 8 zeigt eine
andere Ausführungsform des Rollenelementes gemäß F i g. 4 in Ansicht und Querschnitt;
F i g. 9 zeigt eine weitere Ausführungsform dieses Rollenelementes in einer Seitenansicht;
Fig. 10 ist eine Seitenansicht entsprechend der der F i g. 1, jedoch in kleinerem
Maßstab und zeigt eine andere Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung,
die zum Stapeln von Tafeln bestimmt ist; Fig.11 zeigt in größerem Maßstab ebenfalls
in einer Seitenansicht ein magnetisches Hubelement, wie es bei einer Vorrichtung
nach Fig. 10 Anwendung findet; Fig. 12 zeigt schematisch eine andere Ausführungsform
einer Abstreifrolle; Fig.13 ist eine Draufsicht, teilweise ein Schnitt der Abstreifrolle,
gesehen in Richtung der Pfeile 13 der Fig. 12; Fig.14 ist eine der Fig.11 entsprechende
Darstellung und gibt eine alternative Ausführungsform des magnetischen Hubelementes
wieder, wie es bei der Anordnung nach F i g. 10 verwendet werden kann.
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Die F i g. 15 und 16 sind der F i g. 8 entsprechende Schnitte bzw.
Ansichten in größerem Maßstab und dienen zur Erläuterung von Mitteln, um die Anzugskraft
der magnetischen Hubelemente zu verändern.
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F i g. 1 kann zur allgemeinen Erläuterung der Vorrichtung gemäß der
Erfindung dienen, die dazu bestimmt ist, von einem Stapel Tafeln abzuheben, wobei
diese Tafeln auch Verwerfungen und sonstige Unebenheiten zeigen können. Die gesamte
Vorrichtung ist mit 10 bezeichnet. Ein Stapel von Tafeln 12 liegt auf einer heb-
und senkbaren Plattform unterhalb der Tafeltransporteinrichtung. Ein Förderband
16 liegt am Auslaufende 18 der Tafelabhebevorrichtung 10 und ist dazu bestimmt,
die abgehobenen Tafeln an andere Stellen zu befördern, wo sie weiter bearbeitet
werden. Die Tafeln in dem Stapel 12 bestehen aus einem magnetisierbaren Werkstoff.
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Die heb- und senkbare Plattform 14 ist in der Lage, den Stapel der
Tafeln 12 um eine geringe Höhe, beispielsweise um ein oder mehrere Zentimeter anzuheben,
so daß die oberste Tafel immer i Griffbereich der Tafelabhebevorrichtung 10 liegt.
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Der Förderer 16 ist als Bandförderer dargestellt.
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Es kann an diese Stelle auch ein anderer geeigneter Förderer Verwendung
finden, z. B. eine Rollenbahn.
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Die Tafelabhebevorrichtung umfaßt folgende Teile: einen magnetischen
Förderer 20, der in einem Rahmein 22 gelagert ist, mit einem Bandförderer 24, einem
Antrieb 26, der auf dem Rahmen 22 gelagert ist, im Abstand und parallel zueinander
im Rahmen 22 gelagerte Querstäbe 28, magnetische Hubmittel 30, die an den Enden
der Querstäbe derart gelagert sind, daß sie eine begrenzte Drehbewegung um diese
ausführen können, ein Verbindungsgestell 32, das an die Querstäbe 28 angreift und
durch das allen Querstäben 28 die gleiche Drehbewegung erteilt werden kann, ferner
eine Betätigungsvorrichtung 34 für das Verbindungsgestell 32, mittels der dem Gerüst
eine Schwenkbewegung erteilt werden kann.
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Der Antrieb 26 treibt das Band 24 in solcher Weise an, daß es sich
im Uhrzeigersinn bewegt, wie dies durch den Pfeil in Fig.1 angedeutet ist. Die magnetischen
Hubelemente 30, die an den Schäften (Querstäben) 28 sitzen und um diese eine begrenzte
Drehbewegung ausführen können, können sich bei der in Fig.1 gezeigten Stellung den
Längsverwerfungen anpassen, die bei den den Stapel 12 bildenden Tafeln, beispielsweise
gewalzten Blechen, erkennbar sind. Den Hubelementen 30 wird vorzugsweise ein solches
magnetisches Anzugsmoment erteilt, daß sie nur die oberste Tafel 36 des Stapels
12 festhalten. Um die oberste Tafel 36 an den magnetischen Förderer 20 zu bringen,
wird der Antrieb 34 so betätigt, daß das Gerüst 32 sich im Uhrzeigersinn dreht,
wodurch die magnetischen Hubelemente 30 um die Achse der Querstäbe 28 eine Drehbewegung
in solchem Sinn ausführen, daß sie die oberste Tafel 36 anheben.
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Die angehobenen Stellungen des Hubelementes und der obersten von
diesem abgehobenen Tafel sind strichpunktiert in F i g. 1 dargestellt. Diese Teile
sind in der strichpunktierten Stellung mit 30' und 36' bezeichnet. Auf diese Weise
wird die oberste Tafel 36 von einer ersten Stellung, bei der sie noch auf dem Stapel
12 liegt, in eine zweite Stellung gebracht, in der die Tafel von dem Unterband 38
des Förderbandes 24 erfaßt wird.
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An dieser Stelle des Bewegungsvorgangs kommt die oberste Tafel 36',
indem sie an dem Unterband 38 des Förderers 24 zum Anliegen kommt, in den Bereich
des magnetischen Feldes des Magnetförderers 20. Dieses Magnetfeld hält die Tafel
36' an dem Unterband 38 fest, so daß sie in Richtung auf den Förderer 16 zu bewegt
wird und schließlich auf diesen gelangt. Strichpunktiert angedeutet und mit 36"
bezeichnet ist eine Tafel dargestellt, die der Förderer 16 weiterbefördert.
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Nachstehend wird an Hand der Fig. 1 bis 6 eine Einzelbeschreibung
der Elemente der Tafeltransporteinrichtung 10 gegeben. Wie insbesondere aus den
F i g. 1 bis 3 zu erkennen ist, besteht der Rahmen 22 des magnetischen Förderers
20 aus zwei U-förmigen Schienen 40, die durch eine obere Platte 42 und eine untere
Platte 44 zu einem starren Gebilde vereinigt sind. Die Teile 40, 42 und 44 bestehen
vorzugsweise aus einem Werkstoff von niedriger Permeabilität. An den Enden der U-Schienen
40 sind die Umlenkrollen 46 gelagert, über die das Förderband 24 läuft.
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Auf der Innenseite des Bandes 20, oberhalb dessen Untertrum 38 ist
auf der Platte 44 eine größere Anzahl
von Magneten 48, vorzugsweise
Permanentmagneten, angeordnet, und zwar in Reihen, die in der Förderrichtung der
Tafeln verlaufen. Jede Reihe der Magnete 48 hat Längs stäbe 50 und 52; diese liegen
zwischen den Magneten 48 und der unteren Platte 44.
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Die Längsstäbe 50 und 52 bestehen aus einem Werkstoff hoher Permeabilität
und dienen zur Verbindung der gleichnamigen Pole aller Magnete 48 einer Reihe.
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So verbindet der Längsstab 50 alle Nordpole und der Längsstab 52 alle
Südpole. Auf diese Weise verteilen die Längsstäbe 50 und 52 den magnetischen Fluß
der Magnete 48 über die ganze Länge des Förderbandes 20.
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Aus F i g. 2 kann man erkennen, daß die Magnete 48 in unmittelbarer
Nachbarschaft des Unterbandes 38 des Förderers 24 liegen, so daß die magnetischen
Kraftlinien, die durch gestrichelte Linien 54 angedeutet sind, durch das Unterband
38 hindurchgehen.
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Bei dieser Anordnung wird eine Tafel magnetisierbaren Werkstoffs,
die in das Magnetfeld 54 gebracht wird, am Unterband festgehalten und folgt dessen
Bewegungen.
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Wie sich aus Fig. 1 bis 6 ergibt, durchsetzen die Querstäbe 28 die
U-Schienen 40, die Lager 56 in den Schienen 40 gestatten eine Drehbewegung der Querstäbe
28 um ihre Achse.
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Die Hubelemente 30 bestehen aus einem Arm 58, einem Sperrglied 60
und Rollen 62, in denen sich Magnete 64 befinden.
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Wie im einzelnen aus den Fig. 4 bis 6 erkennbar ist, ragt das Ende
28' der Querstange 28 durch eine Bohrung 66 im oberen Teil 68 des Arms 58 und ist
dort lose geführt. Der Arm 58 kann sich infolgedessen frei um den Querstab 28 drehen.
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Jedes Magnethubelement 30 ist um den entsprechenden Querstab 28 begrenzt
schwenkbar. Um die Schwenkbarkeit des Armes 58 im Verhältnis zum Querstab 28 zu
begrenzen, ist ein Sperrglied 60 vorgesehen. Dieses besteht aus einem kragenförmigen
Ansatz 70, der mit einer Bohrung 72 versehen ist, durch den das Endstück 28' der
Stange 28 ragt. Das Kragenstück 70 sitzt fest auf dem Endstück 28' und ist in dieser
Lage gesichert durch ein Sperrstück 74 und eine Spannschraube 76. Das Kragenstück
70 hat einen vorspringenden Teil 78, der in eine Aussparung 80 des oberen Endes
68 des Armes 58 eingreift. Dieser vorspringende Teil 78 kommt mit seiner Unterseite
82 zum Anliegen an die Fläche 84 der Aussparung 80.
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In dieser geschwenkten Lage kommt die Fläche 84 zum Anliegen an die
Fläche 82, wodurch die Schwenkbewegung des Armes 58 in bezug auf die Querstange
28 begrenzt wird. Der Arm 58 kann also um einen Winkel, der in F i g. 6 mit 86 bezeichnet
ist und der gegeben ist durch die Lagen 88 und 90 der Mittellinie des Armes 58,
aus seiner stark ausgezogen dargestellten, in die gestrichelt gezeigte Stellung
58' geschwenkt werden. Es ist zu beachten, daß der bei 86 angedeutete Winkel nur
der Hälfte der Schwenkbewegung des Armes 58 entspricht. Es ist nämlich klar, daß
der Arm 58 eine Schwenkung gleicher Größe entgegengesetzt zum Uhrzeigersinn ausführen
kann. Es mag auch darauf hingewiesen werden, daß der gesamte Schwenkwinkel, der
in Fig.3 mit 87 bezeichnet ist, um den der Arm 58 im Verhältnis zu dem Querstab
28 geschwenkt werden kann, proportional zu dem Abstand der Anschlagfläche 82 und
84 ist. Indem man den Abstand vergrößert, wächst der
Schwenkwinkel; wird der Abstand
verkleinert, so verringert sich auch der Schwenkwinkel. Der Zweck dieser begrenzten
Schwenkbewegung wird später in Anlehnung an die Darstellung der F i g. 1 bis 3 näher
erläutert werden. Schon die bisherige Darstellung dürfte klar gemacht haben, daß
der Querstab 38 und die Arme 58 das Tragelement der Rollenglieder62 darstellt und
daß dieses Tragelement dafür sorgt, daß die Rollen 62 zwischen einer unteren und
einer oberen Stellung bewegt werden können.
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Wie sich besonders aus Fig. 3 und 4 ergibt, bestehen die Rollen 62
aus zwei tassenförmigen Gliedern 92 und 94, welche miteinander mittels einer größeren
Anzahl von Stabmagneten 74 verbunden sind. Die tassenartigen Glieder 92 und 94 bestehen
vorzugsweise aus Werkstoffen hoher Permeabilität, zwischen ihnen bleibt ein bestimmter
Raum frei, der mit 96 bezeichnet ist; die Teile 92 und 94 sind mit den gleichnamigen
Polen der Magnete 64 verbunden.
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Zum Beispiel kann der Teil 92 ein Nordpol sein, dann ist der Teil
94 ein Südpol. Die Außenfläche der Rolle 62 ist mit einer Deckschicht 97 versehen,
die vorzugsweise aus einem nachgiebigen Werkstoff wie Gummi besteht.
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Die Deckschicht dient einerseits als Isolator, der die Stärke des
Feldes der Magneten 64 begrenzt, so daß immer nur eine Tafel angezogen wird, andererseits
dazu, Beschädigungen der bearbeiteten Oberfläche der Tafeln zu verhüten.
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Bei einer anderen in F i g. 7 dargestellten Ausführungsform können
Scheiben 98 auf die beiden Außenseiten der Teile 92 und 94 aufgebracht sein, die
über die beiden Teile der tassenförmigen Glieder hinausragen. Derartige Scheiben
können aus Polyurethan oder Polyäthylen bestehen. Die Scheiben 98 können aber auch
aus Hartgummi oder einem ähnlichen Werkstoff aufgebaut sein. Sie dürfen aber nicht
so hart sein, daß sie Markierungen auf der Oberfläche der zu fördernden Tafel hinterlassen.
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Der Außendurchmesser der Scheiben 98 ist größer als der Außendurchmesser
der schalenförmigen Teile 92 und 94. Die Scheiben sorgen also dafür, daß die Tafel
36 nicht unmittelbar an den Teilen 92 und 94 zur Anlage kommt, vielmehr ein Raum
99 verbleibt, in dem abgelöste Metallteile od. dgl. verbleiben können. Im besonderen
werden Metallteile von den Teilen 92 und 94 angezogen und bleiben daran haften,
können also nicht die bearbeitete Oberfläche der Tafel 36 beschädigen.
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Durch Bemessung der Differenz des Außendurchmessers der Scheiben
98 einerseits und der Teile92 und 94 hat man es in der Hand, die Kraft zu verändern,
mit der die Tafel 36 von den Magneten 64 angezogen wird. Durch eine geeignete Bemessung
dieses Abstandes kann man also dafür Sorge tragen, daß von der in Fig. 7 mit 62
bezeichneten Rolle immer nur eine Tafel vom Stapel abgehoben wird.
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Das untere Ende 100 jedes der Arme 58 trägt einen nach außen ragenden
Zapfen 102. Durch die schalenförmigen Teile 92 und 94 des Rollenelementes 62 ist
zentral die Messingbuchse 103 geführt. Sie sitzt vorzugsweise mit Preßsitz in den
Teilen 92 und 94 und bildet so einen fest mit den Rollen verbundenen Bestandteil.
Die Buchse 103 hat eine Innenbohrung 104, in welche der Tragzapfen 102 eingreift.
Dabei ist der Durchmesser der Bohrung 104 größer als der Außendurchmesser des Tragzapfens
102. Das bedeutet, daß das Rollenelement 62 frei um den Zapfen 102
drehbar
ist. Weiterhin ist auf Grund des nur losen Sitzes zwischen dem Zapfen 102 und der
Buchse 103 die Stellung des Rollenelementes 62 auch etwas winkelverstellbar mit
Rücksicht auf den Zapfen 102. Sie kann sich also in gewissem Umfange um den in F
i g. 4 mit 105 bezeichneten hiittelpunkt drehen.
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Diese Möglichkeit der Winkelverstellung jedes der Rollenelemente
62 führt zu einem linienhaften Auflager der Rolle auf der Oberfläche der Tafel 36
(vgl. hierzu Fig.2). Das bedeutet, daß, wenn derjenige Teil der Platte, mit dem
das Rollenelement in Berührung kommt, nicht parallel mit dem Zapfen 102 liegt, das
Rollenelement dann eine Winkelverstellung in bezug auf den Zapfen 102 annehmen und
in einen linienhaften Kontakt mit der Oberfläche der Tafel 36 kommt. Dies sichert
ein gutes magnetisches Anzugsmoment zwischen der Tafel 36 und dem Rollenelement
62.
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In Fig.8 ist eine andere Ausführungsform dargestellt, die ebenfalls
eine Winkelverstellung des Rollenelementes 62 zuläßt. Dabei sind für entsprechende
Teile die gleichen Bezugszeichen verwendet worden.
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Bei dieser Ausführungsform ist ein kugelförmiges Lager 106 vorhanden,
um das Rollenelement 62 drehbar auf dem Tragzapfen 102 zu lagern. Das Lager 106
hat eine konvexe Oberfläche 107 und eine entsprechende konkave Oberfläche 108, die
Ausschnitte aus einer Kugeloberfläche darstellen. Die Oberflächen 107 und 108 gestatten
sowohl eine ungehinderte Drehung der Rollenelemente 62 um den Zapfen 102 als auch
eineWinkelverstellung um einen Drehpunkt, der mit 106A bezeichnet ist, und zwar
um einen Winkel A (vgl. F i g. 8).
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Eine andere Ausführungsform einer Lagerung eines Rollenelementes
62" ist in F i g. 9 dargestellt. Auch hier sind für entsprechende Teile gleiche
Bezugszeichen verwendet worden.
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Bei dieser Ausführungsform ist die Verbindung des Rollenelementes
62" mit dem Zapfen 102 von solcher Art, daß nur eine Drehbewegung möglich ist.
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Die Winkelverstellung ist dadurch möglich, daß ein Kugel- oder Rollenlager
64 vorgesehen ist, das aus einem Stützteil 166 besteht, der in dem Arm 58 eingebaut
ist, und einem Kugelteil 168, auf dem der Zapfen 102 sitzt, wobei die Lagerung des
Kugelteiles 168 in dem Teil 166 so ausgebildet ist, daß sich die Achse des Rollenelementes
62" um den mit A bezeichneten Winkel drehen kann.
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Die begrenzte Schwenkbewegung des Armes 58 (s. F i g. 1 bis 3) um
den Querstab 28, wie sie sich durch die Wirkungsweise des Sperrstückes 60 ergibt,
ermöglicht den Rollenelementen 62 eine Bewegung bestimmten Ausmaßes in senkrechter
Richtung, wie sie mit 109 in F i g. 3 angedeutet ist. Auch die magnetischen Hubelemente30,
die an jeder Querstange 28 sitzen, können in diesem begrenzten Umfange sowohl einzeln
als auch paarweise eine Schwenkbewegung ausführen. Es ergibt sich also, daß jedes
Paar magnetischer Hubelemente 30, das an einem einzelnen Querstab 28 sitzt, sich
den Längsverwerfungen der Tafeln in den Tafeln 12 anpassen kann, wie dies in F i
g. 1 angedeutet ist. Auf der anderen Seite sieht man auch, daß jedes magnetische
Hubelement 30, das an einem Querstab 28 sitzt, sich den Querverwerfungen der Tafeln
des Stapels 12 anpassen kann. Diese Gegebenheit ist in Fig. 2 deutlich erkennbar,
wo angedeutet ist, wie die auf dem-
selben Querstab 28 sitzenden beiden Hubelemente
30 und damit auch die Rollenelemente 62 und auch die Achsen der Rollenelemente 62
einen Höhenunterschied haben, der dort mit 110 bezeichnet ist, und der der Querverwerfung
der obersten Tafel 36 entspricht, die dort mit 112 angedeuetet ist. In diesem Falle
sind die Teile36A (rechts) und 36 B (links) der Tafel, auf denen die Rollenelemente
62 laufen, als parallel dargestellt. Es dürfte nach dem Vorausgegangenen verständlich
sein, daß die Rollenelemente 62, wenn die Teile 36A und 36B der Tafel nicht parallel
verlaufen, eine entsprechende Winkelverstellung erfahren, so daß immer ein linienhafter
Kontakt zwischen den Rollen und den Oberflächenteilen 36A und 36B der Tafel eintritt.
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Um alle Querstäbe 36 gemeinsam zu drehen, ist ein Gestänge 32 vorgesehen,
das in Fig. 1 und 2 näher dargestellt ist. Es besteht aus einer waagerechten Verbindungsstange
116 und Streckarmen 114.
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Jeder der Streckarme 114 liegt vorzugsweise an einem der Sperrglieder
60 an und erstreckt sich von diesem aus nach oben. Am oberen Ende sind die Streckarme
114 an verschiedenen Punkten an der Verbindungsstange 116 drehbar gelagert.
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In F i g. 1 ist als Betätigungsorgan 34 für das Gestänge 32 eine
flüssigkeitsbetätigte Kolbenzylinderanordnung dargestellt. Statt dessen können auch
andere Antriebe zum Drehen der Querstäbe 28 vorgesehen sein, etwa eine Zahnstangenritzelvorrichtung
oder ein Nockenantrieb. Bei dem dargestellten Antrieb 34 trägt der in dem Zylinder
118 laufende Kolben eine Kolbenstange 120, die bei 121 drehbar mit dem einen Ende
122 eines der Streckarme 114 verbunden ist.
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Am rückwärtigen Ende ist der Zylinder 118, wie bei 124 angedeutet,
drehbar gelagert.
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Wie an Hand der Fig. 1, 2 und 3 leicht zu verstehen ist, bewegt sich
bei Betätigung des Mechanismus 34 die Kolbenstange 120 aus dem Zylinder 118 heraus.
Dabei gelangt der Drehpunkt 121 in diejenige Stellung, die mit 126 bezeichnet ist,
wo das äußere Ende der Kolbenstange und das obere Ende 122 des äußersten Streckarmes
strichpunktiert angedeutet sind. Bei einer hinreichenden Bewegung des Streckarmes
122 werden alle Querstäbe 28 unter der Wirkung der Verbindungsstange 116 und der
Streckarme 114 gedreht, wodurch die magnetischen Hub elemente 30 in die Stellung
geschwenkt werden, die in F i g. 1 und 3 mit 30' bezeichnet ist. Bei dieser Hubbewegung
bleibt die oberste Tafel 36 in Berührung mit den Rollen 62 infolge der Einwirkung
der Magnete 64 und gelangt so auf die Unterseite des Untertrums 38 des Bandes 24
in die in Fig. 1 mit 36' bezeichnete Lage. Da die Rollen 62 drehbar auf den Armen
58 sitzen, streift das Untertrum 38 die Tafel 36' von den Rollen 62 ab und führt
sie so zu dem Förderer 16.
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Die Vorwärtsbewegung der Rollen 62 hat zwei wichtige Funktionen.
Wenn die Arme 58 aus ihrer unteren Ruhelage die Schwenkbewegung beginnen, bewegen
die Rollen die oberste Tafel vorwärts, d. h. in Längsrichtung des Stapels. Diese
Vorwärtsbewegung trägt wesentlich dazu bei, das Vakuum zu brechen, das gegebenenfalls
zwischen den einzelnen Tafeln besteht, oder der Anziehung durch Kapillarkräfte entgegenzuwirken,
die auf einer an den Tafeln befindlichen Ölhaut beruhen. Weiterhin verläuft, wenn
die Tafel 36 von den magnetischen Hubelementen
30 angehoben ist,
ihre Bewegung in derselben Richtung wie die des Untertrums 38. Auf diese Weise wird
die abgehobene Tafel 36 von Anfang an in der Richtung der Bewegung des Bandes 24
beschleunigt.
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Die Tafeltransporteinrichtung gemäß der Erfindung kann auch beim
Stapeln von Tafeln gebraucht werden. Dies ist erläutert an Hand der Fig. 10 und
11. Gleiche Bezugszeichen dienen zur Bezeichnung gleicher Elemente.
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In F i g. 10 ist eine Apparatur zum Transport von Tafeln dargestellt,
bei der magnetische Transportelemente 128 vorgesehen und um Querstäbe 28 drehbar
gelagert sind. Am Eingang des ebenfalls mit Magneten ausgestatteten Förderbandes
20 endet das Förderband 130. Die Apparatur zum Transport der Tafeln befindet sich
oberhalb einer Stapelvorrichtung, bei der eine Plattform 134 Verwendung findet,
welche ähnlich ausgebildet ist wie die in F i g. 1 dargestellte heb- und senkbare
Plattform 14. Die Plattform 134 ist so ausgebildet, daß sie mit ihrer oberen Fläche
135 um Beträge von einem oder mehreren Zentimetern gesenkt werden kann. Mittels
der dargestellten Einrichtung sollen fertig oder halbfertig bearbeitete Tafeln 136
auf der Plattform 134 so abgelegt werden, daß sie einen Stapel 138 bilden. Es ist
angenommen, daß auch die Tafeln 136 aus einem magnetisierbaren Werkstoff bestehen.
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Wie man aus F i g. 11 erkennen kann, besteht die mit 128 bezeichnete
Einrichtung aus einem Arm 58, einem Sperrglied 60 und Rollen 62, in denen sich Magnete
64 befinden, die gestrichelt dargestellt sind.
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Zu der Einrichtung 128 gehören Elemente, mittels deren die Tafeln
36 von den Rollen 62 abgestreift werden können; hierfür dient vorzugsweise eine
nichtmagnetische Abstreifrolle 140, die drehbar an einer Verlängerung 142 des Armes
58 gelagert ist. Die nichtmagnetische Abstreifrolle 140 hat einen Durchmesser, welcher
kleiner ist als der Durchmesser der Rolle 62.
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Wenn die Platte 136 um eine vorgegebene Länge an dem Untertrum des
mit magnetischen Mitteln arbeitenden Förderbandes 20 entlanggeführt ist, wird der
Betätigungsmechanismus 34 in Gang gesetzt, wobei durch die Verbindungsstange 32
alle Querstäbe 28 gleichzeitig gedreht werden. Dabei drehen sich die Elemente 128
entgegengesetzt zum Uhrzeigersinn.
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Die Magnete 64 sorgen dafür, daß die Tafel 136 an den Rollen 62 haftet.
Wenn die Elemente 128 in diejenige Stellung kommen, die gestrichelt in Fig. 11 dargestellt
ist (128'), kommen die nichtmagnetischen Abstreifrollen 140' auf die Tafel in ihrer
mit 136' bezeichneten Lage. Bei weiterer Abwärtsbewegung der magnetischen Elemente
64 werden die Tafeln 136' von den Rollen 62 durch die nichtmagnetischen Abstreifrollen
140' abgelöst, so daß die Tafel 136' auf den Stapel 138 absinkt. Gegebenenfalls
kann man am Ende des Bandes 20 einen Anschlag 134 vorsehen, der die Längsbewegung
der Tafel 136 abstoppt.
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Die Elemente 128 wirken in zweifacher Weise bremsend und unterstützen
dadurch das Absinken der Tafel 136. Zunächst, da die Drehbewegung der Elemente 128
um die Querstäbe 28 in rückläufiger Richtung erfolgt, wirken sie der Vorwärtsbewegung
der Tafel 136 entgegen. Weiterhin bewirkt der magnetische Anzug durch die Rollen
62 ein Schleifen auf den Tafeln 136, das das Absinken derselben fördert.
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Auch das mit magnetischen Mitteln arbeitende Band 20 kann beim Absinken
der Tafel 136 mitwir ken. In Fig. 11 ist die Haube 40 der Apparatur teil. weise
aufgebrochen, so daß die Stellungen der Ma gnete 48 und der Stäbe 52 im Verhältnis
zu den Untertrum 38 des Bandes 20 erkennbar werden. EQ ist klar, daß beim Anziehen
der Tafel 136 durch die Magnete 48 das Untertrum 38 zwischen die Tafel 13f und die
Zwischenschicht 44 eingeklemmt wird. Wirc das Band 24 angetrieben, so wird das eingeklemmte
Untertrum 38 auf der Unterseite der Zwischenschichl der Seite 44 schleifen und erzeugt
eine gleitende Reibung, die von dem Antrieb 36 überwunden werden muß. Infolgedessen
läßt die Kraft des Antriebes 2f für einen Augenblick nach, wodurch die gleitende
Reibung, die durch das Untertrum 38 erzeugt wird, sehr schnell die Tafel 136 bremst.
Die Elemente 128 können nun dazu dienen, die Tafel 136 von dem Band 20 zu lösen
und den Lauf der Tafel 136 weiter zu verzögern.
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Die Abstreifrolle 140 besteht vorzugsweise aus einem weichen nachgiebigen
Werkstoff, wie Gummi, damit die bearbeitete Oberfläche der Tafel 136 nicht beschädigt
wird.
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In den Fig. 12 und 13 ist eine Abstreifrolle 144 dargestellt, die
drehbar mittels eines Zapfens 146 an der Verlängerung 142 des Armes 58 gelagert
ist. Hierbei kann die Abstreifrolle 144 aus irgendeinem geeigneten plastischem oder
auch nicht magnetisierbaren metallischen Werkstoff bestehen. Um eine Beschädigung
der bearbeiteten Oberflächen der zu stapelnden Tafeln zu verhüten, ist die Abstreifrolle
144 mit einer Bedeckung 148 versehen, die vorzugsweise aus einem weichen oder nachgiebigen
Werkstoff, wie Gummi, besteht.
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Die Abstreifrolle 144 dient als weiteres Mittel, um die Geschwindigkeit
der zu fördernden Tafeln herabzusetzen. Auf den Zapfen 146 ist eine einstellbare
Bremseinrichtung 150 aufgesetzt, welche aus zwei Scheiben 152 und 153 besteht, die
an den Enden der Feder 154 anliegen, und einer Mutterl56, die auf das Ende des Zapfens
146 aufschraubbar ist. Ist die Mutter 156 angezogen, so wird die Feder 154 zusammengedrückt
und erhöht die Reibung zwischen der Scheibe 153 und der Abstreifrolle 144; wird
die Mutter 156 gelockert, so vermindert sich der Druck der Feder 154 und entsprechend
auch die Reibung zwischen der Scheibe 153 und der Abstreifrolle 144.
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Die Abstreifrolle 144 ist also auf diese Weise mit einer Einrichtung
versehen, um die Funktion der Rolle in dem Sinne zu verändern, daß sie sich Ieichter
oder schwerer um den Zapfen 146 dreht. Wenn die Abstreifrolle 144 mit einer sich
bewegenden Tafel in Berührung kommt, so wird der Lauf der Tafel verzögert.
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Es ist klar, daß die Einrichtung 150 zurVersteflung der Bremswirkung
ohne Schwierigkeit auch in Verbindung mit der Abstreifrolle 144 benutzt werden kann,
wie sie in Fig. 11 dargestellt ist.
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Es wurde gesagt, daß die Abstreifrolle 140 vorzugsweise aus nichtmagnetischem
Werkstoff besteht.
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Man kann aber auch eine magnetische Rolle nehmen, wenn deren Magnetfeld
erheblich kleiner ist als das der Rolle 62. Auch eine derartige Abstreifrolle würde
dazu beitragen, den Lauf einer Tafel zu verzögern, wenn das magnetische Feld der
Rolle eine hemmende Wirkung auf die sich bewegende Platte ausübt.
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Wenn eine Beschädigung der Oberfläche der Tafel nicht von Bedeutung
und in Kauf zu nehmen ist, so kann auch eine andere Ausführungsform des magnetischen
Hub- bzw. Senkelementes benutzt werden, wie es in F i g. 14 dargestellt ist. Bei
diesem Element 158 dient zum Abstreifen der Tafel 136 von den Rollen 62 lediglich
eine Verlängerung 160 des Armes 158. Die Wirkungsweise ist bei dieser Ausbildung
ähnlich wie bei derjenigen, die in Fig. 11 dargestellt ist. Wenn das Element 158
in die Stellung herabgelassen ist, die gestrichelt dargestellt und mit 158' bezeichnet
ist, so berührt die Verlängerung 160 die Tafel 136'. Eine weitere Abwärtsbewegung
des Elementes 158' veranlaßt dann ein Abstreifen der Tafel 136' von der Rolle 62
mittels der Verlängerung 160'.
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Es ist ohne weiteres verständlich, daß eine derartige Einrichtung
für das Stapeln auch bei Tafeln verwendet werden kann, die Verwerfungen oder wellenförmige
Gestaltungen aufweisen.
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Es gehört zum Bereich der vorliegenden Erfindung, daß Mittel vorgesehen
sind, um die Stärke der magnetischen Anzugskräfte zu verändern und um sicherzustellen,
daß immer nur eine Tafel aus magnetisierbarem Werkstoff gleichzeitig gefördert,
z. B. von einem Stapel abgehoben wird. In Fig. 15 und 16 sind zwei verschiedene
Ausführungsformen von Einrichtungen beschrieben, durch die man die Stärke des magnetischen
Anzugs der Rollen verändern kann.
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Das in Fig. 15 mit 170 bezeichnete Hub- oder Senkelement ist ähnlich
dem in F i g. 8 dargestellten Hubelement 62 und arbeitet ebenfalls mittels darin
eingebauter Magnete. Für entsprechende gleiche Teile werden die früheren Bezugszeichen
verwendet. Mit 172 sind die Elemente bezeichnet, die dazu dienen, die Stärke der
Einwirkung der Magnete 64 zu verändern. Zum Aufbau der Rolle dienen auch hier schalenförmige
Teile 92' und 94', welche eine Rolle 171 bilden und auf einer Achse 102 vorzugsweise
mittels eines Kugegllagers 106 drehbar gelagert sind.
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Das Kugellager 106 ist vorzugsweise selbstschmierend und besteht aus
ölimprägnierter Sinterbronze. Die Magnete 64 befinden sich zwischen den schalenförmigen
Teilen 92' und 94'. Jeder dieser Teile 92' und 94' hat eine Querwand 174, die sich
senkrecht zu der Drehachse 176 der Rolle 171 erstreckt, und eine zylindrische Wand
178.
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Das Einstellorgan 172 besteht aus zwei nachgiebigen Ringscheiben
180 und 182, die beide auf einer Außennabe 184 angeordnet sind, die sich quer zu
der Wand 174 erstreckt. Die nachgiebigen Scheiben 180 und 182 liegen an denWänden
174 an und haben wenigstens die gleiche radiale Erstreckung, vorzugsweise aber eine
etwas größere radiale Erstreckung, als die Wand 174. Beide nachgiebige Scheiben
180 und 182 haben eine Außenfläche 186, welche im wesentlichen eben zu der äußeren
zylindrischen Fläche 188 der Rolle 171 liegt. Das bedeutet, daß der Durchmesser
der nachgiebigen Scheiben wenigstens gleich groß, vorzugsweise etwas größer als
der Außendurchmesser der Wände 174 ist.
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Auf der gleichen Nabe 184 wie die nachgiebigen Scheiben 180 und 182
sitzt eine starre Ringscheibe 190. Die beiden Scheiben 190 liegen unmittelbar an
den Scheiben 180 bzw. 182 an, und ihr Außendurchmesser ist vorzugsweise etwas geringer
als der äußere Durchmesser der Wand 174. Die Scheiben 190 bestehen vorzugsweise
aus Metall. Auf die Naben 184 aufgeschraubt ist eine verhältnismäßig große Ring-
mutter
192, welche unmittelbar an der Ringscheibe 190 zum Anliegen kommt.
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Die Scheiben 180 und 182 bestehen aus einem elastischen Werkstoff,
z.B. aus Gummi, und haben die erforderliche Härte. Die Scheiben 180 und 182 dienen
dem Zweck, ein Verkratzen der Oberfläche der geförderten Tafeln zu verhüten. Dies
ist besonders bedeutsam, wenn bei den geförderten Tafeln die Oberfläche bereits
nachbearbeitet ist. Das Material, aus dem man die Scheiben 180 und 182 wählt, hängt
natürlich von der Art der zu fördernden Tafeln ab.
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Wesentlich ist, daß das Material nachgiebig sein muß.
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Da diese Eigenschaft vorhanden ist, werden sie durch Anziehen der
Muttern 192 zusammengedrückt.
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In Fi g. 15 ist die nachgiebige Scheibe 180 in ungepreßtem Zustand,
die Scheibe 182 in zusammengepreßtem Zustand dargestellt. In dem einen Falle ist
die Mutter 192 gelockert, in dem anderen Falle ist sie kräftiger angezogen.
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Die Oberfläche 186 der nachgiebigen Scheibe 180 liegt ungefähr bündig
mit der zylindrischen Oberfläche 188 der Rolle 171. Durch kräftige Drehung der Mutter
192 kann die nachgiebige Scheibe zusammengedrückt werden, wie dies bei der Scheibe
182 erkennbar ist. Da diese Scheiben von drei Seiten begrenzt sind, tritt beim Zusammendrücken
ihre Außenfläche 186 nach außen hervor, so daß sie über die zylindrische Oberfläche
188 um das mit 194 bezeichnete Maß hinausragt. Es ist klar, daß die Größe dieses
Maßes 194 von dem Anzug der Mutter 192 abhängt; deren Wirkung erstreckt sich über
die ganze Oberfläche der Scheiben 180 und 182, so daß auf dem gesamten Umfang ein
gleichmäßiges Heraustreten der Fläche 186 eintritt. Infolge des Dazwischenliegens
der starren Scheiben 190 ist eine leichte Drehung der Muttern 192 möglich, d. h.
die gleitende Reibung zwischen den Scheiben 190 und den Muttern 192 ist verhältnismäßig
klein.
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Durch Verwendung eines Schraubenschlüssels, der das Drehmaß anzeigt,
kann ein vorgegebenes Maß von Zusammendrückung der Scheiben 180 und 182 mittels
der Muttern 192 erteilt und damit die Lage der Außenflächen 186 bestimmt werden.
Wie man in Fig. 15 sieht, befindet sich die Platte 36 in einem bestimmten Abstand
von der Oberfläche der Rolle 171. Für Tafeln verhältnismäßig geringer Stärke wird
der gewählte Abstand 194 möglichst groß sein, für Tafeln von relativ großer Dicke
wird der Abstand 194 klein sein. Durch Verändern des Abstandes 194 läßt sich die
Einwirkung der Magnete 64 beeinflussen.
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Mit der Veränderung des Abstandes 194 der Rolle 171 von der Tafel
36 verändert sich auch die Anzugskraft, der die Platte 36 unterworfen ist.
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Eine andere Ausführungsform einer Vorrichtung, um die Einwirkung
der Magnete 64 zu verändern, ist in Fig. 16 dargestellt. Die hier dargestellte Einrichtung
170' ist in verschiedener Beziehung der Einrichtung 170, die in Fig. 15 dargestellt
ist, ähnlich.
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Schon beschriebene Teile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen.
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Jedes der schalenförmigen Teile 92' und 94' trägt eine vorstehende
Nabe 196, welche bei dieser Ausführungsform nicht mit Gewinde versehen ist. Die
nachgiebigen Ringscheiben 180 und 182 sind in diesem Falle auf die Naben 196 aufgestreift
und liegen an den Wänden 174 an. Eine Ringscheibe 198 wird auf die Naben 196 aufgesetzt
und liegt an den nachgiebigen Scheiben 180 bzw. 182 an. Die Ringscheiben
198
haben einen inneren Hohlraum 2û0, dessen Durchmesser etwas größer ist als der äußere
Durchmesser der Nabe 196, so daß die Scheiben 198 auf den Naben 196 frei gleiten
können. Der Außendurchmesser der Scheiben 198 ist etwas geringer als der Außendurchmesser
der Wand 174. Eine Gruppe von durchgehenden Bolzen 202, von denen nur einer sichtbar
ist, geht durch die Scheiben 198, die nachgiebigen Scheiben 180 und 182 und durch
die Wand 174.
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Sie haben einen quadatisch oder ähnlich geformten Kopf 204, der undrehbar
in einem entsprechend geformten Einschnitt 206 in einer der Scheiben 198 gehalten
ist. Am anderen Ende haben die Bolzen 202 ein mit Gewinde versehenes Endstück 208,
auf welches die Mutter 210 aufgeschraubt werden kann. Die Bolzen 202 liegen immer
zwischen den Magneten 64.
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Die Anzahl der Bolzen hängt vom Umfang der Rollen 170' ab.
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Während man die Muttern 210 nacheinander dreht, werden die nachgiebigen
Scheiben 180 und 182 immer in der Gegend des betreffenden Bolzens zusammengedrückt.
Jedoch erfolgt das Zusammendrücken der Scheiben 180 und 182 durch das Zusammenwirken
von Bolzen 202 und Muttern 210 immer in gleichem Maße. Unter Verwendung eines Schraubenschlüssels
mit Drehanzeiger kann man gleiche Druckkräfte über den ganzen Umfang der beiden
nachgiebigen Scheiben 180 und 182 auf diese ausüben.
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Das bedeutet, daß die Außenflächen 186 dieser Scheiben über den ganzen
Umfang im gleichen Maße über die Außenflächenl88 vorstehen.