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Vorrichtung zum Lagern von langgestreckten Gegenständen, insbesondere
Rundhölzern od. dgl.
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Bei der Lagerung von Brettern, Balken, Stabeisen und ähnlichen langgestreckten
Lagergütern, insbesondere Rundholz und Baumstämmen, ist man bestrebt, das Lagergut
möglichst hoch zu stapeln, um den Lagerplatz gut ausnutzen zu können. Am einfachsten
und günstigsten ist es, die Stämme parallel zu lagern, da sie unterschiedlich lang
sind, und weil man dabei die verfügbare Breite einer Lagerhalle am besten ausnutzen
kann. Wenn man sie jedoch übereinanderschichtet, kommen sie ins Rollen und lassen
sich allenfalls bis zu einer gewissen Höhe in Form eines sich nach oben hin verjüngenden
Prismas stapeln, wobei die Höhe des Holzstapels vom Böschungswinkel und der Breite
der belegten Bodenfläche abhängt. Die Raumausnutzung ist hierbei sehr schlecht.
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Die Erfindung bezweckt die Lösung der Aufgabe, Holzstämme mittels
einer einfachen und wirtschaftlichen Vorrichtung parallel zueinander und übereinander
stabil zu stapeln. Sie soll es ermöglichen, auf dem Lagerplatz und in den Lagerhallen
zwischen einzelnen hohen Holzstapeln Durchgänge frei zu lassen, die ohne Gefahr
begangen werden können.
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Bekannt ist, die gestellte Aufgabe dadurch zu lösen, daß man die
Stämme in zwei zueinander parallelen Rahmen lagert, die die Form eines nach oben
offenen U haben (vgl. Abb. 1). Eine solche Vorrichtung ist zwar zweckentsprechend,
jedoch schwer und teuer. Die Baumstämme üben bei hoher Stapelung auf die senkrechten
Seitenschenkel der Vorrichtung einen großen Druck aus, dem diese nur standhalten
wenn sie unverhältnismäßig kräftig und schwer sind.
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Die gesamte Vorrichtung ist sehr schwer, unhandlich und unwirtschaftlich,
indem sie den nutzbaren Lagerraum durch ihren Eigenbedarf an Platz und Raum merklich
verkleinert.
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Es ist ferner bekannt, den Druck auf die senkrechten Seitenschenkel
der Rahmen dadurch zu begrenzen, daß man die gesamte Vorrichtung der Höhe nach unterteilt
und mehrere aufeinandersetzbare Gestelle übereinander anordnet, um möglichst hoch
lagern zu können. Dabei dienen die Mittelstüclue dieser Gestelle jeweils als Zwischenstützen.
Das erstrebte Ziel, hierdurch an Materialaufwand und Kosten zu sparen, wird dabei
jedoch nur bei schmalen Holzstapeln erreicht. Bei breiten Holzstapeln werden die
auf die Mittelstücke der Gestelle wirkenden Biegungsmomente so groß, daß man sie
sehr tragfähig machen muß, so daß der Materialaufwand hierfür mehr ansteigt, als
man an den senkrechten Seitenstreben einspart.
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Die Erfindung besteht darin, daß die Zwischen
stützen aus H-förmigen
Klammern bestehen, deren senkrechte Schenkel als Doppelhebel wirkend mittels Zapfen
an dem Mittelstück angelenkt sind, wobei die Mittelstücke und die unteren Hebelarme
den in den Grundgestellen bzw. in den Klammern eingelagerten Stapel derart umgreifen,
daß unter dem auf die unteren Hebelarme wirkenden seitlichen Druck eines Stapels
die oberen Hebelarme sich gegen den zwischen diese eingelagerten Stapel klemmen.
Hierdurch ist die die Stämme zusammenhaltende Vorrichtung der Höhe nach unterteilt,
wobei die übereinander angeordneten Klammern sich jeweils an dem unter ihnen liegenden
Holzstapel festklammern und sich gegenseitig vom Seitendruck entlasten. Dadurch
wird erreicht, daß sie wenig beansprucht werden kleine Abmessungen erhalten und
baukastenartig zusammengesetzt werden können, so daß es möglich wird, mit einer
größeren oder kleineren Anzahl gleicher Elemente hohe oder niedrige Holzstapel zu
stützen und zu sichern.
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In A b b. 2 ist eine erfindungsgemäße Stapelvorrichtung beispielsweise
dargestellt. a sind zwei Grundgestelle. Sie bestehen aus den Grundplatten oder Füßen
b und den senkrechten Streben c, zwischen denen in der aus der Abbildung ersichtlichen
Weise die Stämme d gelagert werden.
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Diese Grundgestelle sind verhältnismäßig niedrig, so daß sie nur
wenige Lagen übereinanderliegender Stämme aufnehmen können. Infolgedessen sind die
Seitendrücke auf die Streben c gering, so daß sie verhältnismäßig schwach sein können.
Die Grundgestelle werden deshalb leicht und gedrungen und können ohne großen Aufwand
an Transportmitteln bewegt und aufgestellt werden.
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Um einen höheren Holzstapel aufschichten zu können, legt man auf
den unteren Stapel zwischen den Streben c der Grundgestelle a die Klammern (vgl.
Abb. 3 und 4). Diese bestehen aus zwei begrenzt
um die Zapfen f
schwenkbaren Doppelhebeln g und dem Verbindungsstück h. Dieses kann entsprechend
A b b. 3 aus mehreren Einzelgliedern bestehen, die zusammen eine Kette bilden und
begrenzt gegeneinander schwenkbar sind. Die durch Anschläge begrenzten relativen
Winkelausschläge der Kettenglieder gegeneinander und der Doppelhebel g gegenüber
dem Verbindungsstück h sind nur verhältnismäßig klein. Die Klammern werden dadurch
befähigt, sich den unvermeidlichen Unregelmäßigkeiten der Begrenzungen der Holzstapel
anzupassen und trotzdem ihre Funktion als starre Rahmenstützen ausreichender Festigkeit
zu erfüllen.
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Beim Aufsetzen der H-förmigen Klammern e auf einen von den Grundgestellen
umfaßten Holzstapel werden sie in der aus der A b b. 5 ersichtlichen Weise am Kranhaken
aufgehängt. Zwei Drahtseile i verbinden den Kranhaken k mit den oberen Enden der
Doppelhebel g der Klammern e. Infolgedessen werden die Hebel g im Ausmaß ihrer Beweglichkeit
und ihres Freiheitsgrades an den oberen Enden etwas zusammengezogen, während sie
unten aus einanderklaffen. Dadurch wird erreicht, daß die Klammern e mühelos auf
den Holzstapel der Grundgestelle gelegt werden können.
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Die unteren Hälften der Doppelhebel g müssen schwerer sein als die
oberen, so daß sie beim Aufsetzen der Klammern senkrecht nach unten hängen.
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Die oberen Hälften der Doppelhebel entsprechen dann in ihrer Funktion
derjenigen der Grundgestelle und können mit weiteren Lagen von Holzstämmen angefüllt
werden. Dabei werden die zweiarmigen Hebel oben auseinandergedrückt und unten zusammen,
wobei sie sich fest an die unteren Holzlagen in den Grundgestellen anklammern und
dadurch diese teilweise von den Seitendrücken entlasten.
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In gleicher Weise können unter Verwendung von je zwei Klammern e
weitere Lagen von Holzstämmen aufgeschichtet und hohe Holzstapel gebildet werden,
die ein in sich geschlossenes festes Ganzes bilden und von denen kein einzelner
Stamm abrollen und herunterfallen kann.
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Es ist zweckmäßig, die zwecks weiterer Erhöhung eines Holzstapels
aufgelegten Klammern e jeweils dicht neben den unter ihnen befindlichen anzuordnen.
Man kann beide dann in der aus der Abb. 4 ersichtlichen Weise durch lose Ketten
l miteinander verbinden und dadurch die neu aufgelegten Klammern während des Beladevorganges
gegen seitliches Abrutschen sichern. Sobald ein Teil der Ladung aufgebracht ist,
klammern sie sich automatisch an den
unter ihren Verbindungsstücken h liegenden Holzlagen
fest und bedürfen keiner Sicherung mehr.
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Die beschriebene Kombination von Grundgestellen und Klammern ermöglicht
es, aus nur zwei unterschiedlichen Bauelementen in einfacher Weise baukastenartige
Haltevorrichtungen für niedrige und hohe Stapel parallelliegender Holzstämme unterschiedlicher
Länge und Dicke zusammenzubauen.
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Die Vorrichtung ist vielseitig anpassungsfähig und auch verwendbar
für Holzstämme, deren Form erheblich von derjenigen eines geraden Kreiszylinders
abweicht. Die begrenzt beweglichen Klammern passen sich der Form der Holzstapel
an. Das sind wesentliche Vorzüge der Erfindung.