DE1237009B - Antriebseinrichtung fuer einen Gutverteiler, insbesondere fuer Teigwaren-Kurztrockner - Google Patents

Antriebseinrichtung fuer einen Gutverteiler, insbesondere fuer Teigwaren-Kurztrockner

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DE1237009B DEB43684A DEB0043684A DE1237009B DE 1237009 B DE1237009 B DE 1237009B DE B43684 A DEB43684 A DE B43684A DE B0043684 A DEB0043684 A DE B0043684A DE 1237009 B DE1237009 B DE 1237009B
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Description

  • Antriebseinrichtung für einen Gutverteiler, insbesondere für Teigwaren-Kurztrockner Die Erfindung betrifft eine Antriebseinrichtung für einen Gutverteiler, insbesondere für Teigwaren-Kurztrockner, bei dem ein frei ausladendes, eine kontinuierlichen Förderer aufnehmendes Traggerüst um eine an seinem einen Ende befindliche vertikale Achse hin- und herschwenkbar ist und an diesem Ende einen gemeinsamen Antrieb für die Schwenkbewegung des Traggerüstes und den Förderer aufweist.
  • Es sind bereits Antriebseinrichtungen der erwähnten Art bekannt, bei denen mittels einer Kardanwelle, deren Gelenk in der vertikalen Schwenkachse des Traggerüstes liegt, Antriebsenergie auf zwei senkrecht zu der vertikalen Schwenkachse sowie senkrecht zu der Förderrichtung des Förderers verlaufende Wellen übertragen wird. Während die eine Welle auf ein kontinuierliches Förderband einwirkt, ist die andere Welle mit einem aufgeschobenen spindelartigen Rotationssteuerkörper versehen, welcher über seine Außenfläche sowie über seine axiale Länge verlaufend ein endloses zusammengesetztes Links- und Rechtsgewinde aufweist.
  • Das Axialschnittprofil dieses spindelartigen Rotationssteuerkörpers ist hierbei aus zwei Kreissegmenten zusammengesetzt, deren Krümmungsradius dem größten Abstand der Außenfläche des Rotationssteuerkörpers von der vertikalen Schwenkachse des Traggerüstes entspricht. Ein ortsfester Steuerarm greift mit einem Zahn in das endlose Gewinde des in dem Traggerüst drehbar gelagerten Rotationssteuerkörpers ein, so daß bei Drehung des Rotationssteuerkörpers eine relative Axialverschiebung zwischen dem Steuerarm und dem Rotationssteuerkörper bzw. eine hin-und hergehende Verschwenkung des Traggestells auftritt.
  • Der Hauptnachteil einer derartigen bekannten Antriebseinrichtung besteht darin, daß der spindelartige Rotationssteuerkörper sehr schwierig herstellbar ist, und zwar nicht nur bezüglich des in diesen einzuschneidenden endlosen Links- und Rechtsgewindes, sondern auch bezüglich des Krümmungsradius der Außenfläche. Diese Schwierigkeiten bei der Herstellung erhöhen sich, je gößer der Rotationssteuerkörper ausgeführt wird. Andererseits ist bei vorgegebener axialer Länge des Rotationssteuerkörpers sowie vorgegebenem Abstand von der vertikalen Schwenkachse des Traggerüstes die maximale Winkelauslenkung des Traggerüstes bestimmt. Hierbei hat sich ergeben, daß mit tragbarem Aufwand nur eine verhältnismäßig sehr geringe Winkelauslenkung des Traggerüstes bei geringem Drehmoment erzielt werden kann. Ein wei terer Nachteil der bekannten Antriebseinrichtung liegt darin, daß der in das endlose Links- und Rechtsgewinde des Rotationssteuerkörpers eingreifende Zahn einen wesentlichen Teil des Umfanges des Rotationssteuerkörpers umfassen muß, um zu vermeiden, daß der Zahn an Kreuzungsstellen des Gewindes in unerwünschter Weise einen Teil der Gewindegänge durch Eintritt in einen kreuzenden Abschnitt des Gewindeganges überspringt. Als Folge der verhältnismäßig großen Umfangserstreckung des in den Gewindegang des Rotationssteuerkörpers eingreifenden Zahnes muß das Links- und Rechtsgewinde insgesamt mit sehr geringer Steigung ausgeführt werden.
  • Darüber hinaus ist es erforderlich, an den Umkehrbereichen des Gewindes die Steigung gegenüber den mittleren Bereichen des Rotationssteuerkörpers noch weiter zu vermindern, um bei der verhältnismäßig großen Umfangserstreckung des in das Gewinde eingreifenden Zahnes eine einwandfreie Umlenkung überhaupt zu erzielen. Dies bedingt wiederum, daß der Gutverteiler gerade an den Umkehrpunkten seiner Auslenkbewegung eine übermäßig lange Verweilzeit aufweist, die dazu führt, daß sich das geförderte Gut gerade dort übermäßig stark aufhäuft.
  • Zweck der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung einer Antriebseinrichtung für einen Gutverteiler, insbesondere für Teigwaren-Kurztrockner, welche unter Verwendung normaler Maschinenelemente, die keinen besonders hohen Arbeitsaufwand erfordern, aufzubauen ist und einen gegenüber bekannten Antriebseinrichtungen wesentlich größeren Schwenkwinkel des den Förderer aufnehmenden Traggerüstes ermöglicht.
  • Erreicht wird dies durch einen von einem auf dem Traggerüst angeordneten Motor angetriebenen Schnecken antrieb, dessen Gehäuse oben und unten mit in der vertikalen Schwenkachse des Traggerüstes liegenden Schwenkzapfen versehen ist, eine diese Schwenkachse kreuzende, mit dem Schneckenrad verbundene Hohlwelle, die auf ihren beiden Enden je ein frei drehbares, mit einem ortsfesten, zur vertikalen Schwenkachse konzentrischen Zahnsegment im Eingriff stehendes Zahnrad mit Kupplungsklauen trägt, und in sich drehfest, aber längsverschieblich gelagert eine an ihren freien Enden mit Gegenklauen für die Zahnräder versehene Schaltstange aufnimmt, die zum Ankuppeln der Zahnräder in wechselndem Dreh sinn in Richtung ihrer Achse durch ortsfeste Anschlagnocken verschiebbar ist, und daß für den Antrieb des als Schüttelrutsche ausgebildeten Förderers ein an einem mit der Schüttelrutsche verbundenen Hebel exzentrisch gelagertes Reibrad vorgesehen ist, das mit einem auf dem vom Antriebsmotor abgelegenen Ende der Schneckenwelle angebrachten Gegenrad im Eingriff steht. Durch eine derartige Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Antriebes ist bei verhältnismäßig einfachem Aufbau sowie ohne Verwendung von eine kostspielige Präzisionsbearbeitung erfordernden Maschinenelementen ein praktisch beliebig großer Auslenkwinkel bei hohem Drehmoment zu erzielen.
  • Es sind bereits Antriebseinrichtungen für einen Gutverteiler bekanntgeworden, bei welchen ein frei ausladendes, einen kontinuierlichen Förderer aufnehmendes Traggerüst um eine an seinem einen Ende befindliche vertikale Achse schwenkbar ist und an diesem Ende einen gemeinsamen Antrieb für die Schwenkbewegung des Traggerüstes und den Förderer aufweist. Bei derartigen Antriebseinrichtungen ist das Traggerüst in seinem frei ausladenden Teil auf einer kreisbahnförmigen Schiene mittels eines Antriebsrades gelagert, welches zusammen mit dem F6rderer selbst durch einen auf dem Traggerüst angeordneten Motor gemeinsam angetrieben wird. Im Betrieb läuft das ausladende Traggerüst mit dem Förderer kontinuierlich in einer Kreisbahn um, wobei das von dem Förderer abgelegte Gut aufeinanderfolgend in verschiedene Behälter gefördert werden kann, welche über den Umfang der Schwenkbahn des Traggerüstes verteilt vorgesehen sind. Ein Hin- und Herschwenken in wechselnder Richtung ist hingegen bei derartigen Antriebs einrichtungen nicht vorgesehen und auch nicht durchführbar, weil keine Umsteuerkupplung vorgesehen ist, um die Antriebsrichtung des Förderers bei Umsteuerung der Drehbewegung des Traggerüstes um die an seinem einen Ende befindliche vertikale Achse umzukehren.
  • Es ist auch schon an sich bekannt, einen als Schüttelrutsche ausgebildeten Förderer mittels eines exzentrisch an einem mit der Schüttelrutsche verbundenen Hebel gelagerten Reibrades anzutreiben.
  • Durch eine derartige Antriebsrichtung allein ist indessen die der Erfindung zugrunde liegende Problemstellung nicht lösbar, welche darin besteht, durch einen gemeinsamen Antrieb zusätzlich zu der Betätigung der Schüttelrutsche ein Hin- und Herschwenken des Traggerüstes um eine an seinem einen Ende befindliche vertikale Achse zu erzielen.
  • Es sind auch, ohne jede Bezugnahme auf eine Antriebs einrichtung für einen Gutverteiler, Umsteuergetriebe mit einem durch einen Motor angetriebenen Schneckentrieb bekanntgeworden, bei denen eine mit dem Schneckenrad verbundene Welle auf ihren beiden Enden je ein frei drehbares Zahnrad mit Kupplungsklauen trägt, welche durch Längsverschiebung der Welle wechselweise mit Kupplungsklauen einer auf der Welle ortsfest unverschieblich gelagerten Abtriebshohlwelle in Eingriff gebracht werden können.
  • Der Hauptgedanke der vorliegenden Erfindung liegt in der Erkenntnis, daß die Übertragung eines derartigen Getriebes auf eine Antriebseinrichtung für einen Gutverteiler gemäß der vorliegenden Erfindung besonders vorteilhaft ist, weil es der beim Schwenken des Gutverteilers ohnehin beanspruchte Platz ermöglicht, den Abstand der beiden auf einer gemeinsamen Welle bzw. Hohlwelle sitzenden Zahnräder im Interesse der Erzielung hoher Drehmomente groß zu wählen, ohne dadurch den Platzbedarf wesentlich zu erhöhen.
  • Die Erfindung ist nachstehend an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Antriebseinrichtung nebst zugeordnetem Teigwaren-Kurztrockner in Draufsicht, Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie A-A von Fig. 1, Fig.3 einen Schnitt längs der Linie B-B von F i g. 1 in vergrößerter Darstellung, F i g. 4 einen Teilausschnitt von F i g. 2 in vergrößerter Darstellung.
  • Auf einem Traggerüst 1 ist ein Motor 2 befestigt, der ein Schneckengetriebe 3 antreibt, welches ebenfalls auf dem Traggerüst 1 montiert ist. Das Schnekkengetriebe 3 kann sich um zwei Zapfen 4 drehen, die in einem an der Vorrichtung befestigten festen Rahmen 5 angebracht sind. Auf diese Weise kann das ganze Traggerüst 1 um eine vertikale Achse 6 hin-und herschwenken.
  • In dem Schneckengetriebe 3 treibt eine Schnecke 8 ein Schneckenrad 9 an, welches seinerseits eine in einem Gehäuse 11 des Schneckengetriebes 3 gelagerte hohle Horizontalwelle 10 mitnimmt. Dank ihrer Lagerung in dem Gehäuse 11 bewegt sich die Welle 10 mit dem Traggerüst 1, wobei ihre Achse die vertikale Schwenkachse 6 kreuzt.
  • Die Horizontalwelle 10 trägt an jedem Ende ein-und auskuppelbare Zahnräder 13, 14, welche mit an dem Rahmen 5 befestigten Zahnradsegmenten 15, 16 im Eingriff stehen.
  • Zum wechselweisen Kuppeln des einen oder anderen Zahnrades 13, 14 mit der Horizontalwelle 10 ist eine Schaltstange 18 vorhanden, die axial verschieb bar in der Welle 10 angeordnet ist und über einen Bolzen 19 durch diese Welle 10 in ihrer Drehung mitgenommen wird. Die Schaltstange 18 trägt an ihren beiden Enden Kupplungshäften 21, 22, die mit entsprechenden Kupplungshäften23, 24 an den Zahnrädern 13, 14 im Eingriff stehen können. Der Abstand zwischen den Kupplungshälften 21,22 ist größer als der Abstand zwischen den Kupplungshälften 23, 24. Der Rahmen 5 weist Nocken 25, 26 für die axiale Verschiebung der Schaltstange 18 auf. Eine Rast 27 sichert die Schaltstange 18 in ihrer axialen Lage, wenn sie nicht unter dem Einfluß der Nocken 25, 26 steht.
  • Als kontinuierlicher Förderer ist eine Schüttelrutsche 29 auf dem Traggerüst 1 montiert. Die Schüttelrutsche 29 hat den Vorteil, daß sie das Gut bei seiner Förderung gleichzeitig lockert. Sie steht über Lenker 31, 32 mit dem Traggerüst 1 in Verbindung. An der Welle der Schnecke 8 ist eine Scheibe 33 befestigt, welche ein exzentrisches Reibrad 35 antreibt, das auf einem Hebel 36 gelagert ist.
  • Der Hebel 36 stößt gegen die Schüttelrutsche 29, welche durch eine Rückzugfeder37 zurückgezogen wird. Unter der Wirkung dieser Rückzugfeder 37 wird das Reibrad 35 gegen die Scheibe 33 angepreßt, und beim Drehen dieses Reibrades verstellt sich sein Zentrum, was dem Hebel 36 eine schwenkende Bewegung gibt.
  • Der Motor 2 treibt gemäß F i g. 1 die Horizontalwelle 10 im Sinne des Pfeiles 39 an. Bei der in dieser Figur gezeigten Stellung ist das Zahnrad 13 durch die Kupplung 21, 23 mit der Schaltstange 18 verbunden und dreht sich daher zusammen mit der Weile 10.
  • Das Traggerüst schwenkt in die Richtung des Pfeiles 41. Am Ende des Hubes wird die Schaltstange 18 durch den Nocken 26 axial verschoben. Dadurch wird das Zahnrad 13 ausgekuppelt und das Zahnrad 14 durch die Kupplung22, 24 angetrieben. Das Traggerüst 1 schwenkt dann in die andere Richtung.
  • Das zu verteilende Gut gelangt durch einen Trichteer 42 auf die Schüttelrutsche 29 und wird auf ein Ausgleichblech 43 abgeworfen, das eine Verteilung auf ein Förderband 44 des Trockners bewirkt. Dieses Ausgleichblech 43 ist notwendig, weil am Ende des Hubes eine tote Zeit entsteht und weil sich das Ende der Schüttelrutsche über einem Kreisbogen bewegt, so daß das Gut ohne das Ausgleichblech 43 auf den Seiten des Förderbandes 44 eine größere Höhe erreichen würde als in der Mitte desselben.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Antriebseinrichtung für einen Gutverteiler, insbesondere für Teigwaren-Kurztrockner, bei dem ein frei ausladendes, einen kontinuierlichen Förderer aufnehmendes Traggerüst um eine an seinem einen Ende befindliche vertikale Achse hin- und herschwenkbar ist und an diesem Ende einen gemeinsamen Antrieb für die Schwenkbewegung des Traggerüstes und den Förderer aufweist, gekennzeichnet durch einen von einem auf dem Traggerüst angeordneten Motor (2) angetriebenen Schneckentrieb (8, 9), dessen Gehäuse (11) oben und unten mit in der vertikalen Schwenkachse (6) des Traggerüstes (1) liegenden Schwenkzapfen (4) versehen ist, eine diese Schwenkachse kreuzende, mit dem Schneckenrad verbundene Hohlwelle (10), die auf ihren beiden Enden je ein frei drehbares, mit einem ortsfesten, zur vertikalen Schwenkachse konzentrischen Zahnsegment (15, 16) im Eingriff stehendes Zahnrad (13, 14) mit Kupplungsklauen (23, 24) trägt und in sich drehfest, aber längsverschieblich gelagert eine an ihren freien Enden mit Gegenklauen (21, 22) für die Zahnräder versehene Schaltstange (18) aufnimmt, die zum Ankuppeln der Zahnräder in wechselndem Drehsinn in Richtung ihrer Achse durch ortsfeste Anschlagnocken (25, 26) verschiebbar ist, und daß für den Antrieb des als Schüttelrutsche ausgebildeten Förderers ein an einem mit der Schüttelrutsche verbundenen Hebel exzentrisch gelagertes Reibrad vorgesehen ist, das mit einem auf dem vom Antriebsmotor abgelegenen Ende der Schneckenwelle angebrachten Gegenrad im Eingriff steht.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 964 128, 825 528, 541 291, 321 563; französische Patentschrift Nr. 937 155; USA.-Patentschrift Nr. 2 020 802.
    In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1 067 369.
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Citations (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1067369B (de)
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DE541291C (de) * 1930-12-17 1932-01-12 Buehler Ag Geb Schuettelvorrichtung
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FR937155A (fr) * 1946-12-19 1948-08-10 Mécanisme inverseur du sens de rotation
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DE964128C (de) * 1953-04-15 1957-05-16 Koppers Gmbh Heinrich Beschickungseinrichtung fuer Vorratsbehaelter od. dgl. mit Schuettgut

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