DE12340C - Apparat zur Herstellung von Feinsprit direkt aus der Maische - Google Patents

Apparat zur Herstellung von Feinsprit direkt aus der Maische

Info

Publication number
DE12340C
DE12340C DENDAT12340D DE12340DA DE12340C DE 12340 C DE12340 C DE 12340C DE NDAT12340 D DENDAT12340 D DE NDAT12340D DE 12340D A DE12340D A DE 12340DA DE 12340 C DE12340 C DE 12340C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mash
directly
cylinder
calcium chloride
production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT12340D
Other languages
English (en)
Original Assignee
A. DEININGER in Berlin N., Neue Hochstr. 18
Publication of DE12340C publication Critical patent/DE12340C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/14Fractional distillation or use of a fractionation or rectification column
    • B01D3/16Fractionating columns in which vapour bubbles through liquid
    • B01D3/22Fractionating columns in which vapour bubbles through liquid with horizontal sieve plates or grids; Construction of sieve plates or grids
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/001Processes specially adapted for distillation or rectification of fermented solutions

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

1880.
Klasse 6.
AUGUST DEININGER in BERLIN. Apparat zur Herstellung von Feinsprit direct aus der Maische.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. Juni 1880 ab.
Zur Herstellung von Feinspiritus direct aus der. Maische verwende ich Chlorcalcium und Kohle in dem in beiliegender Zeichnung dargestellten Apparat in folgender Anordnung.
Die Rectificationscolonne A ist mit den beiden Cylindern B und B0 durch das Rohr a direct verbunden. An dem Rohr α ist ein Zweiwegehahn b, welcher mit Stutzen versehen ist, befestigt. Das Rohr c und stellt die Verbindung der beiden Cylinder B und B0 her. Ein jeder von diesen Cylindern enthält sechs Becken e e" e
und dd° d d° d d°.
Dieselben sind im Boden und in der Decke, Fig. ι und 2, durchlöchert, schliefsen dicht an die Cylinderwandungen an und füllen den eingenommenen Raum in den Cylindern vollständig aus. Der in Fig. 1 ersichtliche höher gehende Rand bildet das Auflager für das nächste Compartiment und zugleich einen Zwischenraum zur Verhütung von Stopfungen. Der Deckel, Fig. 2, ist mit Bajonnetverschlufs versehen.
Die Zwischenräume sind mit Hähnen versehen, welche in das Abflufsrohr ο führen, damit der in diesen Abtheilungen im Anfang der Arbeit oder nach Aufserbetriebsetzung des Apparates etwa condensirte Spiritus in dem nebenstehenden Gefäfs aufgefangen und zu der Rectificationscolonne zurückgeführt werden kann. Zum Ein- und Herausheben der Becken ist an jedem Boden in der Mitte ein Bolzen m, Fig. 1, befestigt. Derselbe ist über der Decke mit einem Ring versehen, welcher auf den Bolzen m aufgeschraubt wird.
An dem entgegengesetzten Ende der beiden Cylinder ist ein Zweiwegehahn /, welcher mit Stutzen versehen ist, angebracht. Das Rohr g und g ° stellt die Verbindung der beiden Cylinder durch / und durch die Rohrleitung h mit der Kühlvorrichtung D her.
An dem einen Boden der Cylinder B und B" sind die Eingangsdampfrohre r r.
In dem unteren Theile eines jeden Cylinders ist der Ring η eingenietet. Endlich ist der Deckel k und k" der beiden Cylinder mit Verschlufsvorrichtung an den Cylindern zum beliebigen Oeffnen und Verschliefsen versehen.
Von den sechs Becken werden drei, d d° d d° d d°, mit wasserfreiem Chlorcalcium gefüllt. Diese werden in der Art in die Cylinder auf den Ring η eingesetzt, dafs derjenige Theil, welcher A zugewendet ist, für den Raum r frei bleibt, um den Spiritusdämpfen aus der Blase oder aus der Rectificationscolonne den Eintritt in die Cylinder B B0 zu gestatten.
Die folgenden sechs Becken e e" e e" e e° werden mit yorher ausgeglühter, zerkleinerter, staubfreier Holzkohle angefüllt. Sie werden auf die Chlorcalciumbecken gestellt, und derjenige Theil der Cylinder, welcher der Kühlvorrichtung D zugewendet ist, bleibt für den Raum .r frei, um den hier angesammelten Spiritusdämpfen den Austritt aus dem Hahn f nach h in die Kühlvorrichtung D zu bewirken. Bei dem Betrieb wird der eine oder der andere Cylinder aufser Betrieb gestellt, und die Zweiwegehähne b und d werden so gedreht, dafs die Inbetriebsetzung des einen Cylinders zuerst erfolgt.
Die Spiritusdämpfe treten aus der Rectificationscolonne durch das Rohr α und den Zweiwegehahn b in den Cylinder B, sammeln sich in dem Raum r, passiren zuerst die drei mit Chlorcalcium gefüllten Becken d d d, treten alsdann in die drei Kohlenbecken e e e, werden in dem Raum ί gesammelt, treten durch g und h in die Kühlvorrichtung D und werden hier niedergeschlagen.
Sobald die mit Wasser, Methylalkohol (Fuselöl) u. s. w. beladenen Spiritusdämpfe in die drei Chlorcalciumbecken eingetreten sind, wird ihnen durch die Einwirkung des Chlorcalciums auf die Spiritusdämpfe das Wasser entzogen, die mitgeführten Fuselöle werden in ihrer chemischen Constitution durch die Einwirkung des Chlorcalciums gespalten. Bei dem Durchgang durch die drei Kohlenbecken werden nun diese so vorbereiteten Producte dem Spiritus durch die Kohle gänzlich entzogen.
Bei dem Austritt des Spiritus aus der Kühlvorrichtung wird die Hochgradigkeit desselben an dem hier befindlichen Alkoholometer χ gemessen. Läfst das Destillat bei der Untersuchung an Hochgradigkeit nach, so hat sich
das in den drei Becken befindliche Chlorcalcium mit Wasser aus dem Alkohol beladen. Der betreffende Cylinder wird durch die Stellung der Hähne b und d aufser Betrieb gesetzt, der andere Cylinder in Betrieb gestellt und der Betrieb, wie vorhin beschrieben, fortgesetzt.
Der Verschlufsdeckel k des aufser Betrieb gesetzten Apparates wird geöffnet, die Becken herausgenommen und ausgeräumt. Von neuem werden je drei mit Kohle und je drei mit Chlorcalcium gefüllt in den Apparat, wie oben beschrieben, eingesetzt und der Cylinder dampfdicht geschlossen. Der Cylinder B ist somit zu neuem Betrieb fertig gestellt und bereit gehalten, damit ein continuirlicher Betrieb bei der Entwässerung und Entfuselung des Spiritus hergestellt ist.
Das bereits gebrauchte Chlorcalcium und die Kohle werden ausgeglüht und zu neuen Füllungen der Becken verwendet.
Der aus der Fabrikation erhaltene Feinspiritus soll frei von Fuselöl und Wasser und geruchlos und geschmacklos sein.
Wird derselbe mit Wasser gemischt, so bleibt die wässerige Lösung ohne Trübung.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Das Verfahren, Feinsprit direct aus der Maische zu gewinnen, darin bestehend, dafs die aus der Rectificationscolonne bekannter Apparate entweichenden Spiritusdämpfe in einen Apparat geleitet werden, welcher zum Theil mit Chlorcalcium, zum Theil mit ge-
- glühter Kohle beschickt ist.
2. Der dazu gehörige Apparat, im wesentlichen bestehend aus dem Rohr a, dem Zweiwegehahn b, den Cylindern B und- B0 und den Einsatzbecken dd° und e e".
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT12340D Apparat zur Herstellung von Feinsprit direkt aus der Maische Active DE12340C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE12340C true DE12340C (de)

Family

ID=34715673

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT12340D Active DE12340C (de) Apparat zur Herstellung von Feinsprit direkt aus der Maische

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE12340C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1448116A1 (de) Vorrichtung zum Entnehmen einer Katalysatorprobe
DE12340C (de) Apparat zur Herstellung von Feinsprit direkt aus der Maische
DE737929C (de) Adsorptionsanlage zur Rueckgewinnung von Loesemitteln
DE585435C (de) Vorrichtung zum Extrahieren von oel-, fett- und wachshaltigen Stoffen
DE429052C (de) Vorrichtung zur Spaltung von OEl
DE19752C (de) Neuerungen an dem Verfahren und Apparat zur Herstellung von Feinsprit direkt aus der Maische
DE347990C (de) Destillationskessel, insbesondere fuer die Erdoel-, Braunkohlenteer- und Steinkohlenteerindustrie
DE476398C (de) Behandlung von Walkerde, fettem Ton u. dgl.
DE59086C (de) Vielröhrenkessel
DE533343C (de) Fluessigkeitsabscheider mit Entlueftungsrohr
DE288295C (de)
DE378551C (de) Fettabscheider
DE469867C (de) Verfahren zum Aufspalten oder aber Hydrieren von Kohle und Kohlenwasserstoffen durchErhitzenunter hohem Wasserstoffdruck
DE379818C (de) Vorrichtung zum Saettigen von Getraenkefluessigkeiten mit Gasen in einem Vor- und Nacsaettigungsraum
DE102018125870B4 (de) Filteranlage und Verfahren zum Reinigen von Flüssigkeiten
DE12347C (de) Apparat und Verfahren zur Extraction der Petroleum-Essenz, welche nach Gewinnung des Oeles durch Auslaugen in verschiedenen Substanzen zurückbleibt
DE473212C (de) Gasabzugskammer fuer drehbare Destillationsretorten
DE836986C (de) Gaskuehler
DE412918C (de) Gaerrohr
DE913C (de) Behandlung des Leuchtgases nut- temperirtem Theer und Trocknung desselben behufs Carburirung nebst den dazu angewandten Apparaten
DE19751146C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung einer Meßgasaufbereitungseinrichtung für heiße Meßgase, die sublimierende Bestandteile enthalten
DE243067C (de)
DE521823C (de) Vorrichtung zum Sterilisieren unvergorener Fruchtsaefte
DE21681C (de) Verfahren und Apparat zum Reinigen von Anthrachinon, Alizarinen und anderen Stoffen
DE315015C (de)