DE1223397B - Verfahren zur Herstellung von Schwefligsaeure-1, 2-alkylenestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schwefligsaeure-1, 2-alkylenestern

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DE1223397B
DE1223397B DEB77973A DEB0077973A DE1223397B DE 1223397 B DE1223397 B DE 1223397B DE B77973 A DEB77973 A DE B77973A DE B0077973 A DEB0077973 A DE B0077973A DE 1223397 B DE1223397 B DE 1223397B
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DE
Germany
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sulfurous acid
production
carbon atoms
alkylene esters
alkylene
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Pending
Application number
DEB77973A
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English (en)
Inventor
Dr Harry Distler
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BASF SE
Original Assignee
BASF SE
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D327/00Heterocyclic compounds containing rings having oxygen and sulfur atoms as the only ring hetero atoms
    • C07D327/10Heterocyclic compounds containing rings having oxygen and sulfur atoms as the only ring hetero atoms two oxygen atoms and one sulfur atom, e.g. cyclic sulfates

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
C07d
Deutsche Kl.: 12 q - 28
Nummer: 1223 397
Aktenzeichen: B 77973IV b/12 q
Anmeldetag: 5. August 1964
Auslegetag: 25. August 1966
Es ist bekannt, daß man aus dem Polymerisat des Additionsproduktes von Äthylenoxyd und Schwefeldioxyd durch Erhitzen das monomere Glykolsulfit erhält. Ein Nachteil dieses Verfahrens besteht darin, daß bei der Polymerisation der Additionsverbindung infolge der stürmisch verlaufenden Reaktion größere Mengen des Additionsproduktes in Schwefeldioxyd und Äthylenoxyd zerfallen, so daß die Ausbeute an Glykolsulfit nur sehr gering ist.
Es ist bekannt, daß man Schwefligsäure-l,2-äthylenester durch Umsetzung von Thionylchlorid mit Äthylenglykol erhält. Dabei muß man, um gute Ausbeuten zu erhalten, das Äthylenglykol in vorgelegtes Thionylchlorid langsam unter ständigem Kühlen eintragen und gleichzeitig dafür sorgen, daß der sich bildende Chlorwasserstoff möglichst rasch aus dem Umsetzungsgemisch entfernt wird (Deutsche Patentschrift 710 350), da die Schwefligsäureester mit Chlorwasserstoff Nebenreaktionen eingehen und Alkylchloride, Schwefeldioxyd und Alkohole oder Olefine bilden. Die Entfernung des Chlorwasserstoffs kann z. B. durch Anlegen von vermindertem Druck, durch Durchleiten eines inerten Gasstromes durch das Reaktionsgemisch oder durch Zugabe einer Base (Pyridin) erfolgen. Diese Verfahren sind umständlich und technisch nur unter Anwendung komplizierter Vorrichtungen durchführbar.
Es wurde nun gefunden, daß man Schwefligsäure-1,2-alkylenester der allgemeinen Formel
Verfahren zur Herstellung
vonSchwefligsäure-l,2-alkylenestern
Anmelder:
Badische Anilin- & Soda-Fabrik
Aktiengesellschaft, Ludwigshafen/Rhein
Als Erfinder benannt:
Dr. Harry Distler, Ludwigshafen/Rhein
sulfoniumsalze der allgemeinen Formel
R5
R4
S1^-CH- CH- OSOf
R1
in der R4 und R5 Alkylgruppen mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, Hydroxyalkylgruppen mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen oder Arylreste mit 6 bis 10 Kohlenstoffatomen bedeuten und R1 und R2 die zuvorgenannte Bedeutung haben, auf Temperaturen zwischen 50 und 15O0C erhitzt.
Die als Ausgangsstoffe verwendeten Sulfitoäthansulfoniumsalze sind z. B. durch Umsetzung von Alkylenoxyden mit Schwefeldioxyd und einem Thioäther im Molverhältnis 1:1:1 bei Temperaturen zwischen 0 und 30° C zugänglich. Als Ausgangsstoffe kann man z. B. das Bis-)S-hydroxyäthylsulfitoäthansulfoniumsalz verwenden. Die Umsetzung läßt sich durch folgende Reaktionsgleichung wiedergeben:
in der R1 und R2 Wasserstoff, die Methyl- oder Äthylgruppe oder den Rest
R5.
R4"
:S —CH-
R1
CH
R2
OSO,
-CH2-CH-R3
OH
in dem R3 für ein Wasserstoffatom, eine Methyl- oder Äthylgruppe steht, bedeuten, auf einfache Weise in guten Ausbeuten erhält, wenn man Sulfitoäthan-
R4—S —R5 +
Das Verfahren läßt sich z. B. in einer einfachen Destillationsvorrichtung durchführen. Man erhitzt
·■;;; 609 657/393
das Ausgangsprodukt langsam auf. die angegebene Temperatur, zweckmäßig unter vermindertem Druck. Dabei zersetzt sich das Sulfitoäthansulfoniumsalz in den Schwefligsäure-l,2-alkylenester und den Thioäther. Der Thioäther kann direkt wieder zur Herstellung des Ausgangsstoffes verwandt werden. Es ist somit möglich, das Verfahren mit einer verhältnismäßig kleinen Menge Thioäther auch kontinuierlich durchzuführen; Dies ist ein wesentlicher Vorteil des bisher bekannten Verfahrens zur Herstellung von Glykolsulfit.
Die nach dem Verfahren herstellbaren Schwefligsäure-l,2-alkylenester können als Hydroxalierungsmittel verwendet werden. Weiterhin sind sie wertvolle Textilhilfsmittel.
Die in dem Beispiel angeführten Teile bedeuten Gewichtsteile. -·
Beispiel
370 Teile Bis-ß-oxäthyl-sulfitoäthan-sulfoniumsalz, das durch Umsetzung von Thiödiglykol, Äthylenoxyd und Schwefeldioxyd im Molverhältnis 1:1:1 erhalten worden war, werden bei 12 Torr unter Rühren langsam erhitzt. Bei 50° C Sumpftemperatur beginnt langsame : Zersetzung. Bei einer Innentemperatur von 70 bis 12O0C destillieren 122 Teile Glykolsulfit ab, die bei wiederholter Destillation bei 53° C unter 12 Torr übergehen und einen Brechungsindex rfg — 1,4485 haben. Die Ausbeute, bezogen auf angewandtes ' SuIf oniumsalz, beträgt 70% der Theorie.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Schwefligsäure-1,2-alkylenestem der allgemeinen Formel
    in der R1 und R2 Wasserstoff, die Methyl-, oder Äthylgruppe oder den Rest
    -CH2-CH-R3
    ' I
    OH
    in dem R3 für ein Wasserstoffatom, eine Methyloder Äthylgruppe steht, bedeuten, dadurch gekennzeichnet, daß man Suhitoäthansulf oniumsalze der allgemeinen Formel
    —CH-CH —
    R1 R2
    in der R* und R6 Alkylgruppen mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, Hydroxyalkylgruppen mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen oder Arylreste mit 6 bis 10 Kohlenstoffatomen darstellen und R1 und R2 die angegebene Bedeutung haben, auf Temperaturen zwischen 50 und 150° C, erhitzt.
    609 657/393 S. 66 © Bundesdruckerei Berlin
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