DE12198C - Kraftmaschine, getrieben durch Dämpfe aus Doppelschwefelkohlenstoff - Google Patents
Kraftmaschine, getrieben durch Dämpfe aus DoppelschwefelkohlenstoffInfo
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Description
1880.
Klasse 46.
WILLIAM SAMUEL COLWELL in PITTSBURG (Pennsylvania, V. S. A.)·
Kraftmaschine, getrieben durch Dämpfe aus Doppelschwefelkohlenstoff.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. Januar 1880 ab.
Die Maschinen bestehen wesentlich aus einem Feuerraum und einem oder mehreren Wasserbehältern,
aus welchen Dampf erzeugt wird; ferner aus einem Dampfkessel mit Siederöhren. Die Wärme des Dampfes wird auf einen Behälter
mit Doppelschwefelkohlenstoff übertragen, so dafs Dämpfe von demselben erzeugt werden,
welche als bewegende Kraft benutzt werden können. Neben dem Behälter mit Doppelschwefelkohlenstoff
sind Kammern zum Sammeln und Vertheilen der Wasserdämpfe angeordnet. Das Ganze ist mit doppelter Wandung umgeben,
in deren Zwischenraum irgend eine unentzündbare Flüssigkeit oder Dampf gebracht wird.
Die Dämpfe von Doppelschwefelkohlenstoff wirken auf den Kolben eines Cylinders, der im
wesentlichen wie ein gewöhnlicher Wasserdampfcylinder construirt ist, nur dafs der Vertheilungsschieber
cylindrisch und mit spiralförmiger Packung versehen ist.
Nachdem die Doppelschwefelkohlenstoffdämpfe ihre Wirkung ausgeübt haben, werden sie in
einem Condensator wieder verdichtet. Dieser besteht im wesentlichen aus einer Reihe von
sehr flachen Behältern, welche über einander gestellt sind und mit einander und mit einem
gemeinsamen Behälter für Doppelschwefelkohlenstoff in Verbindung stehen. Das Ganze ist von
Wasser umgeben, welches mittelst durchgeleiteter Luft gekühlt wird.
Unter dem Dampfkessel und dem Verdampfungsbehälter für Doppelschwefelkohlenstoff
befindet sich ein Wasserbehälter, welcher das Niederschlagwasser aufnimmt und das Speisewasser
für den Dampfkessel liefert.
Doppelschwefelkohlenstoff (CS^) siedet bei
etwa 400 C. Der Erfinder hat nun gefunden, dafs sich der Druck des Doppelschwefelkohlenstoffdampfes
ohne Gefahr bis auf 13 kg pro Quadratcentimeter steigern läfst, wenn man die
Temperatur bis auf 1240C. erhöht.
Die Triebräder A der Locomotive tragen die Feuerbüchse B, welche von dem Wasserbehälter
C halb umgeben ist. Der letztere steht in Verbindung mit den beiden Dampfkesseln
D, versehen mit Siederöhren e, welche sämmtlich in die gemeinschaftliche Rauchkammer
f und den Schlot g münden.
Der Behälter C trägt den Dampfdom h, das
Wasserstandsglas i, das Manometer j und das Sicherheitsventil k. Direct über dem Dampfkessel
D sitzt die Kammer / zum Verdampfen des Doppelschwefelkohlenstoffes. Auch diese
Verdampfungskammer ist mit Siederöhren m versehen, welche mit den Kammern η und ο
in Verbindung stehen, in welchen sich der Wasserdampf sammelt und, indem er die Züge m
durchzieht, den Doppelschwefelkohlenstoff erwärmt. Die Verdampfkammer / ist von dem
Gehäuse p umgeben, und in dem Zwischenraum q zwischen beiden befindet sich die umhüllende,
nicht entzündbare Flüssigkeit (Wasser oder Wasserdampf). Auch dieser Raum q enthält
einige Siederöhren r, welche mit den Dampfkammern η und 0 in Verbindung stehen.
Das Gehäuse / ist mit dem Dom ί versehen,
welcher den Dom / der Kammer / einschliefst. Oben am Dom ί sind die Manometer u und v,
Fig. 2, angeordnet, u zeigt den Druck des Doppelschwefelkohlenstoffdampfes
in der Verdampfkammer / an, während ν den Druck des Dampfes in der umhüllenden Kammer q anzeigt.
Am Dom s sitzt ferner das Sicherheitsventil w,
dessen Hebel χ mit dem einstellbaren Gewicht y versehen ist. Dieses Ventil steht in Verbindung
mit dem Dom t der Kammer / und mit dem Condensator vermittelst der Röhre a1.
Das -Ventil bl gehört zum Raum q. Die Verdampfkammer
/ für Doppelschwefelkohlenstoff trägt das Flüssigkeitsstandsglas c1, welches den
Stand des flüssigen Doppelschwefelkohlenstoffes erkennen läfst, ebenso trägt q das Wasserstandsglas
dl. Die Dampfkammer η ist mit
dem Manometer e1 versehen und trägt ferner das den Druck regulirende Ventil f1, während
die Kammer / ein ebensolches Ventil g1 hat.
Die Kolbenstangen der Ventile sind beide an dem Hebel A1 befestigt, welcher sich bei J1 auf
dem Ständer i1 dreht. Der Hebel hl ist mit
dem einstellbaren Gewicht k1 (oder mit einer
Feder) versehen, welches durch die Stange I1 bewegt werden kann. Fig. 8 zeigt die Einrichtung
dieser Ventile. Das Ventil fl steht mit
dem Dampfdom h durch die Röhre ηιΛ in Verbindung,
welche den Abstellhahn n1 trägt. Das Ventil g* hat ebenfalls einen Abstellhahn ol.
Am Dom h befindet sich ferner die Röhre p1
mit dem Hahn q \ sie geht über das Gehäuse / nach vorn nach dem Dampfsyphon r1 und nach
der Umhüllung s1 des Condensators.
Der Dampfsyphon hat eine Abzweigung tx,
welche mit dem obersten Behälter des Condensators in Verbindung steht. Nach vorn erstreckt
sich vom Syphon r1 die Leitungsröhre. ux,px, r1
und Z1!1 dienen dazu, im Condensator eine theilweise
Leere zu erzeugen, so dafs vor dem Kolben kein schädlicher Gegendruck entsteht, denn der Abdampf des Doppelschwefelkohlenstoffes
vom Arbeitscylinder geht direct nach dem Condensator. Der Deckel von s trägt
mehrere Röhren υx , welche den Zweck
haben, den Dampf abzuführen, der aus dem Kühlwasser bei der Condensation entsteht.
Das Rohr w' geht unten in den Behälter
ί', ihr anderes Ende ist mit einer Luftpumpe in Verbindung gesetzt, deren Zweck ist,
Luft durch wl und das Wasser des Behälters s1
hindurchzuführen, so dafs die Luft die dem Wasser bei der Condensation des Doppelschwefelkohlenstoff-Abdampfes
in den flachen Behältern mitgetheilte Wärme aufnimmt.
Der Condensator besteht aus dem Gehäuse j1,
welches eine Reihe von sehr flachen Behältern i, 2I 3; 4) 5 bis 6 umschliefst. Diese sind über
einander angeordnet, so dafs zwischen je zweien ein freier Raum bleibt. Sie sind durch die kurzen
Röhren η mit einander in Verbindung gesetzt. Sämmtliche Behälter ι bis 6 stehen je durch
eine Röhre 8 mit dem Doppelschwefelkohlenstoffbehälter x1 in Verbindung.
Die Zweigröhre t1 des Dampfsyphons r1 hat
den Hahn yl, welcher vermittelst der Stange a"
geöffnet und geschlossen wird. Dieser Hahn schliefst die Verbindung zwischen dem Dampfsyphon
und dem Condensator.
An der Unterseite des Kessels D ist der Wasserbehälter b" angebracht, welcher durch
die Röhre e" mit dem Wasserkasten des Tenders in Verbindung steht. Ferner ist b" durch
die Röhre d", woran der Hahn c", mit der Speisepumpe f" verbunden. Diese versorgt
vermittelst des Rohres g", woran der Hahn i", die Kammer q, welche die Verdampf kammer /
für Doppelschwefelkohlenstoff umhüllt. Das Rohr g" steht auch mit dem Wasserbehälter C
in Verbindung, welcher die Feuerbüchse umhüllt, und zwar durch die Abzweigungsröhre j",
welche ebenfalls mit einem Abstellhahn versehen ist. C hat den Ablafshahn k", und der Wasserbehälter
hat den Leerlaufhahn /". Die Röhre m", welche vom Wasserkasten des Tenders kommt,
geht nach der Speisepumpe n", welche durch die Röhre o" den Condensator speist, m" hat
den Abstellhahn /", und o" das Sicherheitsventil
q". Der Behälter x1 steht durch die Röhre r" mit der Speisepumpe s" in Verbindung,
welche, durch die Röhre t" mit dem Sicherheitsventil u" versehen, die Verdampfkammer
/ mit Doppelschwefelkohlenstoff speist.
Die Speisepumpen /", »"und s" werden m
gewöhnlicher Weise durch Führungsstangen und durch Excenterscheiben bewegt.
Die Cylinder ν" und der Schieberkasten w"
sind von gewöhnlicher Construction und in ein schützendes Gehäuse x" eingeschlossen.
Dieses bildet für Cylinder und Schieber einen umhüllenden Raum, welcher durch die Röhre y"
mit der Wasserdampfkammer ο in Verbindung steht. Die Röhre y" umschliefst die Röhre «'",
welche die Verdampfkammer / für Doppelschwefelkohlenstoff mit dem Schieberkasten w"
des Cylinders in Verbindung setzt. So ist also der Doppelschwefelkohlenstoffdampf auf seinem
Wege und während seiner Wirkung im Cylinder durch den umhüllenden Wasserdampf vor unzeitigem
Niederschlag geschützt.
Die Röhren y" sind mit Hähnen b'" versehen, welche durch die Stangen c"' vom
Führerstand aus bewegt werden, ebenso werden von da aus die Abstellhähne der Zulafsröhren a'"
in bekannter Weise bewegt.
Das Gehäuse x" um die Cylinder ist mittelst der Röhren e'" und/'" mit der Dampf klappe d'"
in Verbindung gesetzt, welche ihrerseits wieder mit dem Wasserbehälter b" durch die Röhre g'"
in Verbindung steht.
Die Schieber h'" an den Arbeitscylindern Αλ
sind cylindrisch und sitzen auf der Schieberstange i'". Auf dieser sitzen auch die hohlen
Hülsen^'"', welche mit schraubenförmigen Dichtungsringen k'" versehen sind. Durch diese
Verbindung der Hülsen j'"' und der Schieber /ι'" werden diese letzteren getragen, jedes
Schlagen der Schieber wird dadurch verhütet; die Schieber sind vollständig balancirt.
Die Wirkungsweise der einzelnen Theile, sowie der ganzen Maschine ist folgende: Der
Wasserbehälter C, der Kessel D und der Condensator werden mit Wasser, die Verdampfkammer
/ und der Behälter x1 mit Doppelschwefelkohlenstoff
gefüllt. Das Sicherheitsventil k wird für den gewünschten Druck eingestellt.
Die Regulirventile fl und ^1 werden
nach dem Dampfdruck eingestellt, welchen man beim Verdampfen des Doppelschwefelkohlenstoffes
anwenden will, und durch welchen man dem Doppelschwefelkohlenstoffdampf die für seine Arbeitsleistung nöthige Spannung geben
will. Die Röhre w1 wird mit dem Gebläse
einer Luftpumpe in Verbindung gebracht.
Nun wird der Feuerraum B geheizt, so dafs sich das Wasser im Kessel D in Dampf verwandelt,
dessen Druck am Manometer j abgelesen werden kann. Der Dampf geht durch die Röhre m1 nach dem Ventil /' und durch
dasselbe nach der Dampfkammer η und tritt durch die Züge m und r in die Dampfkammer ο.
Beim Oeffnen der Hähne b'" geht derselbe dann durch die Röhren y" in die Gehäuse χ",
welche die Cylinder υ" und Schieber w" umgeben. Der Dampf erhitzt bei diesem seinem
Wege den Doppelschwefelkohlenstoff in der Verdampfkammer / und verwandelt ihn in gespannten
Dampf; zugleich erwärmt er das Wasser in dem umhüllenden Behälter q, in welchem Dampf erzeugt wird, und erwärmt
auch die Zuleitungsröhre a'" auf seinem Wege nach x". Dort erwärmt er die Cylinder ν"
und die Schieberkasten w" der Maschine A1.
Der niedergeschlagene Dampf läuft als heifses Wasser vom Gehäuse x" in die Röhre e'" und
von da in die Röhre /'", durchfrierst die Klappe d'" und geht schliefslich durch die
Röhre g'" in den Wasserbehälter b". Von diesem aus wird vermittelst a?'' und g" und der
Pumpe /" der Wasserbehälter C des Kessels und der umhüllende Behälter q gespeist, wobei
das Speisewasser noch die latente Wärme des Dampfes enthält.
• Ehe man die Maschine anläfst, öffnet man zuerst die Hähne q\ so dafs Dampf in die
Röhre p1 und den Dampfsyphon r1 treten
kann. Dies bezweckt, die Luft aus den Behältern ι bis 6 aufzusaugen, so dafs im Condensator
eine theilweise Leere entsteht, deren Druck das Manometer /3 angiebt. Dabei ist
darauf zu sehen, dafs der Hahn m% zwischen dem Behälter xx und der Kammer g geschlossen
sei, da sonst Doppelschwefelkohlenstoff verloren geht. Ist nun die Luft aus den Behältern des Condensators zum Theil entfernt,
so wird der Hahn q1 geschlossen, mz dagegen
geöffnet. Jetzt werden die Hähne der Zulafsröhren a'" geöffnet, und die Maschine kommt
in Gang.
Wenn der Doppelschwefelkohlenstoffdampf seine Wirkung auf die Kolben der Cylinder
ausgeübt hat, geht er durch die Röhren n3 ab, und zwar nach dem Behälter ι des Condensators,
von da durch Röhre 7 nach 2 u. s. w. durch die ganze Reihe der Behälter. Der niedergeschlagene Doppelschwefelkohlenstoff
fiiefst durch die Röhren 8 nach dem Behälter x1; von hier aus gelangt er durch r2
und t" und die Speisepumpe s" wieder in die Verdampfkammer C.
Der Hitzegrad, welcher dem Doppelschwefelkohlenstoff mitgetheilt wird, hängt von dem
Druck des Wasserdampfes ab, welcher in die Kammern η und q eintritt, und von der Art,
wie er eintritt. Durch die besondere Construction der Ventile f1 und g1 kann dem Doppelschwefelkohlenstoffdampf
jede gewünschte Druckhöhe gegeben werden, wobei dieser Druck durch das Gewicht k1 (oder die Feder) in Verbindung
mit dem Hebel hx auf gleicher Höhe gehalten werden kann. Sollte der Druck in
der Verdampf kammer / über den einmal bestimmten gröfsten Druck hinaussteigen, so drückt
er auf den Ventilkolben o3 des Ventils g1, so
dafs das Ventil / sich schliefst, wodurch der Dampfzuzug vom Kessel nach den Kammern η
und ο abgesperrt wird, und zwar so lange, bis durch die verminderte Temperatur der Druck
in / abnimmt. Alsdann wird o3 wieder herabfallen, fl sich wieder öffnen, und der Dampf
wieder nach η und 0 strömen etc.
Als Schmiere wird feinst gepulvertes Schwarzblei oder Graphit, mit OeI oder besser noch
mit Petroleum angemacht, verwendet. Diese Schmiere verhindert die chemische Einwirkung
der Doppelschwefelkohlenstoffdämpfe auf die Metalltheile.
Fig. 10 stellt die Anwendung der Erfindung
auf stationäre Maschinen dar. Es bezeichnet darin: A einen gewöhnlichen Dampfkessel mit
den gewöhnlichen Armaturen: Dom B, Sicherheitsventil C, Wasserstandsglas 7, Probirhähne 8.
Vom Dom B geht die Röhre D aus, umschlingt den Cylinder H und dessen Schieberkasten
und erweitert sich bei D1. Dieser Theil D umhüllt die Röhre, durch welche die
Doppelschwefelkohlenstoffdämpfe von dem Behälter A1 nach dem Cylinder H geleitet werden.
Dx ist durch die Zweigröhre d mit der
Ventilkammer C1 verbunden, welche über A1 sitzt. Von da aus geht der Dampf durch die
Röhre d1 in den Behälter I1 und erhitzt in
dessen Innern die Verdampfkammer für den Doppelschwefelkohlenstoff, unten verläfst der
Wasserdampf den Behälter A1 vermittelst der Röhre c, geht unter dem Cylinderständer durch
und mündet in den Wasserbehälter e ein. Er erhitzt hier das Speisewasser, welches durch
die Speisepumpe / in den Kessel A gebracht wird, e ist durch das Rohr h, welches den
Hahn 4 trägt, mit der Abzugsröhre des Condensators verbunden; letzterer ist mit u in Verbindung,
welches Rohr zum Condensator führt, während h1 den Wasserbehälter e mit Wasser
versorgen kann. An dem Dampfrohr D ist das Abzugsröhrchen χ für das Niederschlagwasser,
welches sich in D sammelt.
Die Röhre h dient zum Füllen des Kessels vor dem Anfeuern, wobei die Speisepumpe f
benutzt werden kann. Vom Dampfdom B geht eine mit einem Abstellventil versehene Röhre C
nach dem Syphon j. Eine Abzweigung von j ist mit der Ablafskammer verbunden, welche
an dem Gehäuse des Condensators befestigt ist und an der Unterseite eine Anzahl Röhren hat,
welche sämmtlich in eine ringförmige Röhre einmünden. Diese letztere ist mit dem Behälter
von Doppelschwefelkohlenstoff verbunden, die Verbindung kann jedoch vermittelst eines Hahns
abgestellt werden, wenn vor dem Ingangsetzen der Maschine der Condensator von der darin
enthaltenen Luft befreit wird. Der Behälter für Doppelschwefelkohlenstoff hat ein Flüssigkeitsstandsglas,
einen Leerlaufhahn, eine Speisepumpe und einen Hahn, welcher gestattet, etwaiges auf dem Doppelschwefelkohlenstoff
schwimmende Wasser abzuziehen.
Der Condensator hat einen Leerlauf hahn k1.
Der Abdampf des Cylinders wird durch die Röhre u nach demselben hingeleitet. Oben
trägt er "eine Reihe von Röhren u1. Durch
einen Ventilator η oder durch eine Luftpumpe
wird Luft durch die Röhre ο in das Gehäuse F des Condensators geleitet. Dieser kühlt das
den eigentlichen Condensator umgebende Wasser. Im Innern von F befindet sich nämlich eine
ringförmige, durchlöcherte Röhre, welche eine ebenfalls durchlöcherte Abzweigung hat; durch
diese strömt die Luft, so dafs in F Gegenströme im Wasser entstehen und stets neue
Theile des Wassers mit der kalten Luft in Berührung kommen. Die erwärmte Luft entweicht
durch die Röhre pl.
Der Cylinder hat das Ablafsröhrchen mit Hahn für flüssigen Doppelschwefelkohlenstoff,
welcher sich etwa im Cylinder niederschlagen sollte. Die Verdampfkammer für Doppelschwefelkohlenstoff
in A1 ist mit dem Flüssigkeitsstandsglas 7 versehen. A1 hat den Dom e1,
über diesem ist ein Ventil, welches mit dem Ventil auf cx an einem gemeinsamen Gewichtshebel befestigt ist. Beide Ventile haben die
gleiche Wirkung wie das Doppelventil f1 g1,
von welchem oben bei der Locomotive die Rede war. i1 ist das Manometer, welches den
Druck der Doppelschwefelkohlenstoffdämpfe angiebt.
Die Kolbenstange des Cylinders H bewegt sich innerhalb eines Teleskoprohres, welches sich
bei der Bewegung des Kolbens ein- und ausschiebt und den Zweck hat, die directe Einwirkung
der äufseren Luft auf die Kolbenstange und das Eindringen von Luft in den Cylinder
zu verhüten.
Fig. 11 zeigt eine Abänderung einer festgelagerten
Maschine, welche Doppelschwefelkohlenstoffdampf als Triebkraft benutzt. A1 ist die Kesselwand,
welche die Verdampfkammer ^4 für Doppelschwefelkohlenstoff
umschliefst, so dafs zwischen beiden ein freier Raum bleibt für das Wasser und dessen Dampf. Der Dampfkessel hat die Züge B,
welche sämmtlich von der Feuerbüchse c1 nach der gemeinsamen Rauchkammer gehen. el d ist
das Flüssigkeitsstandsglas für die Verdampfkammer A1. Der Arbeitscylinder B1 sammt
Schieberkasten C ist durch einen Zwischenraum von dem Gehäuse B" getrennt, welches durch
das Rohr E mit dem Dampfkessel in Verbindung steht. Dieses Rohr E umschliefst das
Rohr w1, durch welches die Doppelschwefelkohlenstoffdämpfe
von A1 nach dem Cylinder B1 geleitet werden, so dafs also die Dämpfe von
Doppelschwefelkohlenstoff auf ihrem Wege nach dem Cylinder und während ihrer Arbeitsleistung
in demselben stets durch den umhüllenden Wasserdampf vor unzeitigem Niederschlag geschützt
sind. P ist ein Doppelventil oder Hahn, durch welches sowohl E, als auch wl unabhängig
von einander geschlossen werden können.
Unter dem Cylinder ist ein Condensator o" für den Doppelschwefelkohlenstoffdampf, von
wo aus der condensirte Doppelschwefelkohlenstoff durch die Röhre i1 nach dem Doppelschwefelkohlenstoffbehälter
F1 geht. Auch B" ist mit einem Ablafs für das Niederschlagwasser
versehen.
Die Verdampfkammer A1 und der umgebende Raum A stehen durch die Röhre t mit
einer Speisepumpe ν für Wasser in Verbindung. t ist mit zwei Zweigen versehen, deren jeder
ein Ablafs- und Sicherheitsventil besitzt. Der eine Zweig geht nach dem Verdampfraum A1
und endigt in eine durchlöcherte Röhre, welche sich der Länge nach in diesem Raum erstreckt;
der andere Zweig steht mit dem Raum zwischen A1 und dem Gehäuse A in Verbindung.
Der Condensator besteht aus einem äufseren Gehäuse, worin die Kammer für den Abdampf
ist. Vom Boden der letzteren geht eine Reihe von Röhren aus, sie gehen gewunden bis zum
Boden und münden dort in ein Rohr von Ringgestalt. Dieses steht mit dem Behälter T1
für den Doppelschwefelkohlenstoff in Verbindung. Der untere Theil des Condensatorgehäuses ist
durch eine durchlöcherte Scheidewand getheilt und bildet so eine Kammer, worein die Röhre
eines Ventilators etc. mündet.
Die Röhren α α am Deckel des Condensators
führen die im Condensator erwärmte Luft wieder ab. Der Abdampf vom Doppelschwefelkohlenstoff
geht durch die Röhre F nach der Abdampfkammer im Condensator. Der Behälter
T für Doppelschwefelkohlenstoff kann auch im Gehäuse D eingeschlossen sein.
Die Kammer A1 zum Verdampfen des Doppelschwefelkohlenstoffes
steht mit obiger Abdampfkammer des Condensators durch eine Röhre in
Verbindung, welche mit einem Ablafsventil versehen ist. Von dem Behälter F1 aus wird vermittelst
der Pumpe w durch das Rohr »" die Verdampf kammer A1 gespeist, n" endigt
in dem oben erwähnten durchlöcherten, der Länge nach in A' sich erstreckenden Rohre
und trägt das Sicherheitsventil und das Regulirventil n.
Die Abzweigung n1 ist auch mit dem Behälter
F1 verbunden und hat ebenfalls das Regulirventil p1. Die Gewichte der Hebel beider
Regulirventile sind verschiebbar. Die Verdampfkammern werden vor dem Füllen mit etwas
gepulvertem Schwarzblei oder Graphit versehen, so dafs die Wände und Nieten, sowie auch die
gleitenden Flächen der Maschinen vor dem chemischen Angriff des Doppelschwefelkohlenstoffes
geschützt sind.
Claims (6)
- Patent-Ansprüche:ι . Bei der Maschine zur Benutzung von Doppelschwefelkohlenstoffdämpfen als bewegender Kraft die Construction des Doppelventils f1 und gl und die Anwendung desselben an obiger Maschine zum selbstthätigen Reguliren der Spannung des Doppelschwefelkohlenstoffdampfes je nach der Spannung bezw. Temperatur des Wasserdampfes.
- 2. Die Anordnung des Wasserbehälters b" unter den Dampfkesseln in Verbindung mit dem . die Verdampfkammer für Doppelschwefelkohlenstoff umhüllenden Raum q.
- 3. Der Condensator, bestehend in einer Reihe von flachen, über einander angeordneten Kammern, welche unter sich sowie gemeinschaftlich mit einem Behälter für Doppelschwefelkohlenstoff in Verbindung stehen und einem sie umgebenden Gehäuse, in welcher Vorrichtung der Doppelschwefelkohlenstoffabdampf, vom Arbeitscylinder kommend, durch Wasser condensirt wird.
- 4. In Verbindung mit diesem Condensator der Dampfsyphon r1 und die Gebläsevorrichtung, wovon die erstere das theilweise Entfernen der Luft aus den Kammern des Condensators bezweckt, ehe die Maschine in Gang gesetzt wird, letztere die Abkühlung des Wassers im Condensator durch eingepumpte Luft bewirkt.
- 5. Die erste Abänderung von einer festgelagerten Maschine, bei welcher Dampfkessel und Verdampfkammer für Doppelschwefelkohlenstoff getrennt sind und ein Dampfrohr dies letztere und den Cylinder sammt Schieberkasten in Windungen umzieht, bei welcher ferner der Abdampf von Doppelschwefelkohlenstoff sich im Condensator in senkrechten Röhren niederschlägt.
- 6. Die zweite Abänderung der festgelagerten Maschine, bei welcher der Dampfkessel die Verdampfkammer und Wasserdampf in Röhren den Doppelschwefelkohlenstoffdampf bei dessen Leitung nach dem Cylinder und während dessen Wirkung im Cylinder umhüllt, während sich der Abdampf in gewundenen Röhren im Condensator niederschlägt und die Verdampfkammer eine der Länge nach in ihr angeordnete durchlöcherte, speisende Röhre für Doppelschwefelkohlenstoff besitzt.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
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