DE1192139B - Schreitender Grubenausbau - Google Patents
Schreitender GrubenausbauInfo
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21D—SHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
- E21D23/00—Mine roof supports for step- by- step movement, e.g. in combination with provisions for shifting of conveyors, mining machines, or guides therefor
- E21D23/0052—Mine roof supports for step- by- step movement, e.g. in combination with provisions for shifting of conveyors, mining machines, or guides therefor with advancing shifting devices connected therewith
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Description
Int. Cl.:
E21d
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Deutsche Kl.: 5c- 1Θ/01
Nummer: 1192 139
Aktenzeichen: B 72543 VI a/51
Anmeldetag: 4. Juli 1963
Auslegetag: 6. Mai 1965
Es ist ein schreitender Grubenausbau aus Stempelgespannen bekannt, bei dem jeweils zwei schräg zur
Verhiebrichtung hintereinanderstehende, durch einen waagerechten Lenker verbundene Stempel vorgesehen
sind, die mittels eines Antriebs in der Weise vorwärts bewegt werden, daß der hintere Stempel
nach dem Lösen auf einer kreisbogenförmigen Bahn um den vorderen Stempel des Gespanns als
Schwenkpunkt nach vorn bewegt und dort wieder verspannt wird, wobei der als Antrieb dienende Vorrückzylinder
einerends gelenkig mit der Mitte des Lenkers und andererends gelenkig mit dem querrückbaren
Strebfördermittel verbunden ist. Bei einem derartigen Ausbau ist es möglich, mit Hilfe von
nachgiebigen Kraftspeichern, z. B. Federn oder Gummimuffen, die Vorwärtsbewegung des Gespanns
so zu korrigieren, daß der Anlenkpunkt des Gespanns am Rückzylinder eine wellenförmige Bahn
durchläuft, die die Linie, auf der der Anlenkpunkt zwischen Rückzylinder und Fördermittel vorrückt,
im wesentlichen gleichmäßig umspielt.
Beim Vorrücken derartiger Gespanne wird die Richtung der Vorwärtsbewegung durch entsprechende
Bemessung des bei der Schwenkbewegung jeweils von dem betreffenden Stempel überstrichenen
Kreisbogens korrigiert. Die Schwenkbewegungen ergeben sich jeweils dann, wenn der zunächst
hintenstehende Stempel nach dem Lösen oder Rauben um den vornstehenden Stempel als Drehpunkt
nach vorn bewegt und dann als nunmehr vorderer Stempel verspannt wird.
Die Vorwärtsbewegung eines Stempelgespannes der genannten Art umfaßt also die folgenden
Schritte: Vorschieben des Förderers, während alle Stempel verspannt sind — Rauben des hinten
stehenden Stempels — Schwenkung des geraubten Stempels nach vorn in Richtung zum Förderer —
und Verspannen des nach vorn geschwenkten Stempels.
Allgemein sind die verschiedensten Formen von Ausbaugespannen bekannt, bei denen man auch
schon drei oder mehr Stempel durch Lenker miteinander verbunden hat oder zwei miteinander verbundene
Stempelpaare durch einen Druckzylinder miteinander zu einem gemeinsam vorrückbaren Gespann
vereinigt hat.
Die Erfindung betrifft demgegenüber einen schreitenden Grubenausbau, bestehend aus Stempelgespannen
von jeweils zwei durch einen waagerechten Lenker verbundenen Stempeln, die mittels eines
Antriebes in der Weise vorwärts bewegt werden, daß der hintere Stempel nach dem Lösen auf einer kreis-Schreitender
Grubenausbau
Anmelder:
Alain Georges Ernest Binaut,
Auberchicourt, Nord (Frankreich)
Vertreter:
Dipl.-Ing. K. A. Brose, Patentanwalt,
Pullach (Isartal), Wiener Str. 2
Als Erfinder benannt:
Alain Georges Ernest Binaut,
Auberchicourt, Nord (Frankreich)
Alain Georges Ernest Binaut,
Auberchicourt, Nord (Frankreich)
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 30. Januar 1963 (923 821)
bogenförmigen Bahn um den vorderen Stempel des Gespanns als Schwenkpunkt nach vorn bewegt und
dort wieder verspannt wird, wobei der als Antrieb dienende Rückzylinder gelenkig mit der Mitte des
Lenkers verbunden ist, und hat sich zum Ziel gesetzt, bei einem derartigen Grubenausbau die Abstützung
des Hangenden beim Vorrücken besonders günstig zu gestalten und darüber hinaus noch zu ermöglichen,
daß ein Doppelgespann sich selbsttätig beim Vorrücken steuert uncTcIäbei stets eine senkrecht zur
Richtung des vorzuschiebenden Fördermittels verlaufende Richtung beibehält. Die Erfindung besteht
im wesentlichen darin, daß bei Anordnung von zwei Stempelgespannen hintereinander jedes Gespann mit
einem besonderen Rückzylinder ausgestattet ist und
4Q das hintere Gespann mit dem vorderen Ende seines
Rückzylinders an das hintere Ende des Rückzylinders des vorderen Gespanns durch ein parallel zum
Liegenden ausschwenkbares Gelenk verbunden ist. In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise
erläutert.
F i g. 1 zeigt eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Anordnung;
F i g. 2 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform der Erfindung in der gleichen Darstellung.
Diese zweite Ausführungsform ist zum Einsatz an solchen Betriebspunkten bestimmt, in denen es nicht
erforderlich ist, eine Gewinnungsmaschine oder einen
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Förderer an den Abbaustoß zu drücken, sondern wo lediglich ein in seiner Marschrichtung steuerbarer
schreitender Ausbau verwendet werden soll.
Wie F ig. Γ zeigt, ist ein Strebfördermittel 1 über ein Gelenk 2 an einen Rückzylinder 3 angeschlossen,
der seinerseits schwenkbar mit einem Lenker 4 des aus den beiden Stempeln 5 und 6 bestehenden Ausbaugespanns
in Verbindung steht.
Am hintenliegenden Ende des Rückzylinders 3 ist eine weitere Gelenkverbindung 7 angeordnet, an der
ein weiterer Rückzylinder 8 angeschlossen ist. Dieser Rückzylinder 8 ist wiederum gelenkig mit einem
Lenker 9 eines aus den Stempeln 10 und 11 bestehenden weiteren Ausbaugespanns verbunden.
Die Elemente 2, 3, 4, 5 und 6 beeinflussen die Marschrichtung des Ausbaus in Abhängigkeit von
der Lage des Anlenkpunkts 2 im Verhältnis zur Vorrückrichtung.
Jede quer zur Achse des Rückzylinders 3 erfolgende Verlagerung des Anlenkpunkts 2 verändert
die Relativstellung des Rückzylinders 3 zu dem zugehörigen Lenker 4.
Da dieser Lenker unbeweglich festgehalten ist, solange beide Stempel verspannt sind, kann das
hintenliegende Ende des Rückzylinders 3 verschiedene Stellungen einnehmen.
Wenn man an das hintenliegende Ende des Rückzylinders 3 die aus den Teilen 8, 9, 10 und 11 bestehende
Baugruppe anschließt, richtet sich deren Marschrichtung wiederum nach der Stellung des
Anlenkpunkts, und die in einzelnen Kreisbogen erfolgende Vorrückbewegung des hinten angeordneten
Gespanns ergibt sich entsprechend der Bewegung des vorderen Ausbaugespanns.
Das auf diese Weise gebildete gleichsam »vierbeinige Wesen« hat eine »Wirbelsäule«, die aus den
Rückzylindern 3 und 8 besteht, wobei das Verbindungsgelenk 7 und die Gelenkverbindungen zu den
Lenkern die »Wirbelgelenke« und die Stempel 5, 6, 10 und 11 die vier »Beine« bilden.
Die Anordnung kann von Hand gesteuert werden, wobei jedem Rückzylinder und jedem Stempel sein
eigenes Betätigungsorgan zugeordnet ist. Es ist auch möglich, die Vorrückbewegung halbautomatisch
durchzuführen.
In diesem Fall ist für ein derartiges Doppelgespann nur ein von Hand zu betätigendes Verteilungsorgan
vorgesehen, und die Schaltvorgänge für ,die einzelnen bewegbaren Teile steuern sich selbsttätig.
Es ist auch möglich, nur einen Verteiler vorn am vorderen Rückzylinder einzubauen, dessen Automatik
auf die beiden Gespanne einwirkt.
Die Steuerung kann schließlich auch vollautomatisch sein. In diesem Fall wird der Druckverteiler
im Ausbaugespann von irgendeinem Punkt im Streb aus ferngesteuert.
Die Vorrichtung nach dem zweiten Ausführungsbeispiel, wie es die F i g. 2 zeigt, kann als einfaches,
eine Vorschubkraft erzeugendes Gespann verwendet werden, das mit dem Strebförderer nicht verbunden
ist. Die gleiche Vorrichtung kann aber auch als vom Strebförderer unabhängige Ausbaugruppe eingesetzt
werden.
Die dargestellte Ausführungsform zeigt zwei Lenker 4 und 9, die an einem Doppelzylinder angeordnet
sind. Der Zylinder ist in einem Mittelstück 12 mit dem Druckmittelanschluß und einem Verteiler ausgestattet.
Zwei Kolbenstangen 13 führen in die Zylinder 14, die sich somit einander gegenüberstehen,
im Gegensatz zu der vorherbeschriebenen Anordnung, bei der die Rückzylinder hintereinanderlagen.
Das Doppelgespann des schreitenden Ausbaus
ίο kann, wie man der Abbildung leicht entnehmen
kann, durch Veränderung der Ausschublängen der beiden Arbeitszylinder so gesteuert werden, daß es,
je nach den Erfordernissen, sich im Streb entweder weiter nach oben oder nach unten begibt. Bei
Geradeausbewegung des Gespanns sind die Arbeitszylinder gleich weit ausgefahren. Wenn die Ausschublänge
verschieden eingestellt wird, nimmt eine der beiden Stempelgruppen des Gespanns eine zu
der anderen Gruppe höher oder tiefer gelegene Stel-
ao lung ein.
Die beiden Zylinder können auch durch einen einfachen Zylinder ersetzt werden. Bei Anordnung
von zwei Zylindern kann jeder von Hand gesteuert sein, wobei jedem Zylinder und jedem Stempel ein
besonderes Schaltventil zugeordnet ist. Es ist aber auch möglich, die Vorrichtung beim Vorrücken
halbautomatisch oder vollautomatisch zu steuern, wie dies im Zusammenhang mit dem zuerst beschriebenen
Ausführungsbeispiel vorgeschlagen wurde.
Alle gezeigten und beschriebenen Einzelheiten sind erfindungswesentlich.
Claims (2)
1. Schreitender Grubenausbau, bestehend aus Stempelgespannen von jeweils zwei durch einen
waagerechten Lenker verbundenen Stempeln, die mittels eines Antriebs in der Weise vorwärts bewegt
werden, daß der hintere Stempel nach dem Lösen auf einer kreisbogenförmigen Bahn um
den vorderen Stempel des Gespanns als Schwenkpunkt nach vorn bewegt und dort wieder verspannt
wird, wobei der als Antrieb dienende Rückzylinder gelenkig mit der Mitte des Lenkers
verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anordnung von zwei Stempelgespannen
hintereinander jedes Gespann mit einem besonderen Rückzylinder ausgestattet ist und das
hintere Gespann mit dem vorderen Ende seines Rückzylinders an das hintere Ende des Rück-Zylinders
des vorderen Gespanns durch ein parallel zum Liegenden ausschwenkbares Gelenk verbunden ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen doppeltwirkenden Rückzylinder,
bei dem je eines der Einzelgespanne gelenkig an je einem auf einer durchgehenden
Kolbenstange verschiebbar geführten Zylinder befestigt ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 128 825;
französische Patentschriften Nr. 967 868,
1249 554,1314900;
französische Patentschriften Nr. 967 868,
1249 554,1314900;
»Glückauf«, 1957, S. 828, Abb. 14.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
509 568/88 4.65 © Bundesdruckerei Berlin
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1192139B true DE1192139B (de) | 1965-05-06 |
Family
ID=601878
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1192139D Pending DE1192139B (de) | Schreitender Grubenausbau |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1192139B (de) |
-
0
- DE DENDAT1192139D patent/DE1192139B/de active Pending
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