DE118656C - - Google Patents

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DE118656C
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casein
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23JPROTEIN COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS; WORKING-UP PROTEINS FOR FOODSTUFFS; PHOSPHATIDE COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS
    • A23J3/00Working-up of proteins for foodstuffs
    • A23J3/04Animal proteins
    • A23J3/08Dairy proteins
    • A23J3/10Casein

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Nutrition Science (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
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  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Coloring Foods And Improving Nutritive Qualities (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
— JVe 118656 KLASSE 53«.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 31. Januar 189g ab.
Das Casein ist anerkanntermafsen der beste Ersatz des Fleisches als Volksnahrungsmittel; bei gleichem Nährwerth kann es zu weit billigerem Preise aus- der sonst fast werthlosen Magermilch gewonnen werden. Der praktischen Verwendung des Caseins zu gedachtem Zweck stellt sich jedoch sein Verhalten beim Kochen in Wasser entgegen, wobei es. zu zähen, völlig ungeniefsbaren Klumpen gerinnt.
Man hat nun das volkswirthschaftlich wichtige Problem, das Casein in eine kochfähige Form überzuführen, durch zahlreiche Verfahren zu lösen gesucht. Alle diese Verfahren stimmen im Grundgedanken mit dem des ersten einschlägigen Patentes 85057 überein: sie bezwecken, das Casein in wasserlösliche Alkalisalze bezw. Doppelsalze überzuführen. Ob dies nun durch Zufügung einer durch Titration genau bestimmten Menge Alkali und Eindampfen der erzielten Lösung im Vacuum geschieht, oder durch Behandeln mit entsprechenden Mengen von metallischem Natrium oder Kalium, Ammoniak, Citraten oder Phosphaten, Bicarbonat u. s. w., stets hat man es bisher für erforderlich gehalten, mindestens so grofse Mengen dieser Substanzen zuzufügen, dafs man in Wasser völlig lösliche Verbindungen des Casei'ns erzielte. Diese Case'fnsalze gerinnen in der That nicht mehr beim Kochen; dagegen haben sie alle den Nachtheil, dafs sie relativ grofse Salzmengen dem Casein einverleiben. Dieser -mit dem Nährzweck in keinem Zusammenhang stehende Zusatz kann, besonders wenn er solche Dimensionen annimmt, wie z. B. bei dem aus der Patentschrift 100977 bekannten Verfahren (Zusatz von etwa 6 bis 8 pCt. Natriumbicarbonat bei trockenem Casein), öder dem Verfahren nach Patentschrift 115958 (5 pCt. Natriumeitrat) nicht als unbedenklich gelten; dies besonders dann, wenn es sich nicht um gelegentliche Verwendung des Casei'ns als medicinisches Präparat, sondern um seine Verwendung als tägliches Nahrungsmittel handelt.
Vergleicht man nun diese aus Casein künstlich erzeugten Präparate mit unseren gewöhnlichen Nährstoffen, so erscheint es auffallend, dafs die letzteren mit geringen Ausnahmen alle in Wasser nicht oder nur theilweise löslich sind, trotzdem aber vom Körper leicht assimilirt werden. Es ist demnach auch die Ueberführung des Casei'ns in eine wasserlösliche Form durchaus keine Nothwendigkeit; es würde vielmehr völlig genügen, das letztere nur so weit zu verändern, dafs es beim Kochen mit Wasser, statt zu Klumpen zu gerinnen, eine breiartige Emulsion, ebenso wie dies bei Mehl, Reis, Gries' u. s. w. der Fall ist, bildet. Die mangelnde Wasserlöslichkeit müfste sogar als wesentlicher Vorzug angesehen werden, da alle völlig löslichen Caseinsalze, wie Nutrose, Eucasin u. s. f., einen unangenehmen käsigen Geschmack besitzen.
Es wurde nun gefunden, dafs es in höchst einfacher Weise gelingt, dem Casein die gewünschte Emulsionsfä'higkeit zu geben, wenn man demselben in geeigneter Weise alkalisch reagirende Salze in wesentlich geringerer Menge zusetzt, als für die Bildung wasserlöslicher Caseinverbindungen erforderlich wäre. Als derartige Zusätze können Natriumcarbonat,
Natriumbicarbonat, Casei'nnatrium, Natriumphosphat , Natriumeitrat u. s. w. verwendet werden, am zweckmäfsigsten arbeitet man aber mit Natriumbicarbonat. Um ' die erforderliche innige Verbindung des Caseins mit den verwendeten alkalischen Zusätzen zu erreichen,. setzt man der trockenen Mischung so viel Wasser zu, dafs die Masse bröcklige Form annimmt^ worauf dieselbe dann bei niederer Temperatur wieder zur Trockne gebracht wird.
Zur Erläuterung des Verfahrens diene folgendes Beispiel:
ι kg reinstes Casein wird mit io g Natrium-' bicarbonat aufs Innigste verrieben. Zu der Mischung setzt man nach und nach unter gutem Durchrühren 300 ecm Wasser zu. Das entstehende bröcklige Pulver wird auf Trockenblechen ausgebreitet und bei 50 bis 60° zur Trockne gebracht. Das erhaltene Product bildet nach dem Zerreiben ein schwach gelblich-weifses Pulver, welches völlig geschmacklos ist, sich wie das unveränderte Casein in Wasser kaum löst, beim Kochen mit dem
selben jedoch ohne die geringste Klumpenbildung eine breiartige Emulsion bildet, welche die gröfste Aehnlichkeit mit gewöhnlicher Milch hat.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Verfahren zur Darstellung eines beim Kochen mit Wasser nicht gerinnenden, sondern mit... demselben emulsionirenden 'Casein-Präparates, darin bestehend, dafs Casein mit ,. einer zur Erzeugung einer löslichen Verbindung ungenügenden Menge eines alkalisch reagirenden Salzes gemischt, mit Wasser angefeuchtet und die Mischung sodann bei niederer Temperatur getrocknet wird.
  2. 2. Die besondere Ausführungsform des unter ι. geschützten Verfahrens, darin bestehend, dafs trocknes Casein mit 1 pCt. Natriumbicarbonat innig verrieben, das Gemenge durch Zusatz von circa 30 pCt. Wasser in bröcklige Form übergeführt und die erhaltene Masse bei niederer Temperatur getrocknet wird.
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