DE118232C - - Google Patents

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DE118232C
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permanganate
manganate
manganese dioxide
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manganese
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G45/00Compounds of manganese
    • C01G45/12Complex oxides containing manganese and at least one other metal element
    • C01G45/1207Permanganates ([MnO4)-] or manganates ([MnO4)2-]
    • C01G45/1214Permanganates ([MnO4)-] or manganates ([MnO4)2-] containing alkali metals

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)

Description

4414Φ
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die bisher gebräuchlichen Verfahren zur Erzeugung von Permanganaten gehen vom Zusammenschmelzen von Braunstein und Alkali unter Luftzutritt aus. Nachdem das entstandene Manganat durch Auslaugen in Lösung gebracht ist, wird es durch Einleiten von Kohlensäure umgesetzt, entsprechend der Gleichung:
3K2MnOt + 2CO2 =
2KMnOi + 2K2CO3 + MnO2.
Es geht hierbei ein Drittel des bei der Manganatschmelze in Reaction getretenen Braunsteins für die Permanganaterzeugung verloren.
Unter den Vorschlägen, welche dies vermeiden wollen, ist der bekannteste von Stadler gemacht worden, der durch Behandlung mit Chlor das gesammte Mangan in Permanganat überführt.
c/2 =
2 KGl
Bei diesem Processe wird indessen das werthvolle Kali in nur umständlich wieder in Kalihydrat umzusetzendes Chlorkalium verwandelt, während bei dem ersten Verfahren das entstandene kohlensaure Salz wenigstens durch einfaches Kaustificiren als kaustisches Alkali wieder zu gewinnen ist.
Ein weiteres Verfahren zur Darstellung von Permanganaten i'st in der Patentschrift 28782 beschrieben. Es besteht darin, dafs mangansaure Salze durch Elektrolyse in Übermangansaure übergeführt werden. Abgesehen davon, dafs hierzu eine complicirte und wenig dauerhafte Apparatur für die elektrischen Bäder erforderlich ist, auch das gebildete Permanganat sich nicht bequem aus diesen Gefäfsen entfernen läfst, hat dieses Verfahren noch den grofsen Nachtheil, dafs wegen der zwei vorhaiidenen Elektrolyte, die beide an der Stromleitung theilnehmen, nur mit Lösungen von bestimmter Concentration gearbeitet werden kann.
Es wurde nun gefunden, dafs jegliche, auch concentrirte, stark alkalische Manganatiaugen beim Durchleiten von ozonisirter Luft quantitativ zu Permanganat umgesetzt werden. Es tritt dabei keine Braunsteinbildung ein, sondern sämmtliches Manganat wird unmittelbar zu Permanganat oxydirt, indem durch das Ozon eine unmittelbare Aufnahme von */2 Atem Sauerstoff pro Molecül Manganat nach der Gleichung:
O = 2KMnOi
K2O
stattfindet.
Die Bildung von Permanganat durch Einwirkung von gewöhnlichem Sauerstoff auf Manganat, wie sie von Fremy (Encyclopedie chimique, Band 3, 10. Heft [1886], Seite 81) beobachtet worden ist, ist besonders in der alkalischen Lösung so langsam und gegenüber der Oxydationswirkung des Ozons so verschwindend gering, dafs sie praktisch nicht in Betracht kommt.
Bei der technisch besonders wichtigen Fabrikation des Kalisalzes fällt bei dem vorliegenden Verfahren das gebildete Permanganat bei seiner Schwerlöslichkeit in alkalischer Lauge unmittelbar krystallinisch aus; die Lauge bleibt rein alkalisch und kann, nach Entfernung des ausgeschiedenen Permanganats, durch einfaches Eindampfen concentrirt und unmittelbar von
Neuem zu Schmelzen mit Braunstein verwendet werden.
" Um den gesammten Ozongehalt der ozonisirten Luft auszunutzen, läfst man diese durch eine Reihe von Gefäfsen gehen, deren erstes stets beinahe fertig oxydirte Manganatiauge, die folgenden weniger oxydirte und das letzte, der gewählten Reihenfolge entsprechend, frische Lauge enthält.
Naturgemäfs können bei. diesem Verfahren weit concentrirtere Manganatiaugen verwendet werden, als es die Bildung der Nebensalze bei den älteren Verfahren gestattet. Eine Grenze liegt bezüglich der Concentration, wenn man unmittelbar reines Permanganat erzielen will, nur in der Filtrirfähigkeit der rohen Manganatlaugen, deren Braunsteingehalt —'■ vom Lösen der nicht völlig umgesetzten Schmelze stammend —■ dann mittels Filtration entfernt werden mufs.
Es bedeutet das beschriebene Verfahren hiernach gegenüber den bekannten einen hervorragenden wirthschaftlichen Fortschritt, der in 4er Vereinfachung des Arbeitsganges, in der Gewinnung eines Molecüls Permanganat aus einem Molecül Manganat und in der Erzielung sofort zur Fabrikation zurückgehender kaustischer Laugen besteht.
Beispiel:
Durch eine Lösung von 250 kg Kaliummanganat in 1000 1 Wasser wird bei einer Temperatur von etwa 40° ein ozonhaltiger kohlensäurefreier Luftstrom geleitet, bis die grüne Farbe der Flüssigkeit in roth übergegangen ist und bis ein Tropfen, auf Fliefspapier gebracht, keinen grünen Auslauf mehr giebt. Man läfst nun erkalten. Das gebildete Kaliumpermanganat, welches sich zum Theil schon während der Operation ausgeschieden hatte, setzt sich dabei in harten derben Krystallen an den Wandungen des Gefäfses ab. Die alkalische Lauge wird alsdann abgegossen und in den Procefs zurückgegeben. Das Permanganat wird durch Schleudern und Nachwaschen mit wenig kaltem Wasser von der anhaftenden Mutterlauge befreit und getrocknet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Permanganat, darin bestehend, dafs Manganatiaugen mit Ozon bezw. ozonisirter Luft behandelt werden.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4117080A (en) * 1976-05-07 1978-09-26 Nissan Engineering Ltd. Process for regenerating permanganate and/or manganate from manganese dioxide

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4117080A (en) * 1976-05-07 1978-09-26 Nissan Engineering Ltd. Process for regenerating permanganate and/or manganate from manganese dioxide

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