DE11571C - Neuerungen an Kohlenwäschen - Google Patents

Neuerungen an Kohlenwäschen

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Publication number
DE11571C
DE11571C DENDAT11571D DE11571DA DE11571C DE 11571 C DE11571 C DE 11571C DE NDAT11571 D DENDAT11571 D DE NDAT11571D DE 11571D A DE11571D A DE 11571DA DE 11571 C DE11571 C DE 11571C
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Germany
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grain size
discharge
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sieve
mountains
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Application number
DENDAT11571D
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English (en)
Original Assignee
A. DlTTMARSCH in Lugau bei Chemnitz
Publication of DE11571C publication Critical patent/DE11571C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03BSEPARATING SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS
    • B03B9/00General arrangement of separating plant, e.g. flow sheets
    • B03B9/005General arrangement of separating plant, e.g. flow sheets specially adapted for coal

Landscapes

  • Combined Means For Separation Of Solids (AREA)
  • Separation Of Solids By Using Liquids Or Pneumatic Power (AREA)

Description

1880.
Klasse 1.
A. DITTMARSCH in LUGAU bei CHEMNITZ. Neuerungen an Kohlenwäschen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. Februar 1880 ab.
Die zu verwaschenden Klärkohlen werden, wenn es nicht möglich ist, sie sofort nach dem höchsten Punkt der Wäsche zu bringen, in einen Vorrathsraum im tiefsten Punkt derselben durch schräge Wendungen einer Schraube A zugeführt, welche solche Dimensionen hat, dafs die gröfsten zu sortirenden Stücke mit Leichtigkeit fortbewegt werden können.
Die Schraube bewegt sich in einem Trog a, der mit beweglichen Schiebern b überdeckt ist, welche den Zweck haben, den allzugrofsen Druck der aufgestapelten Kohle von der verhältnifsmäfsig langen Schnecke oder Schraube abzuhalten und gleichzeitig gestatten, den Vorrath nach Bedürfnifs gleichmäfsig zu entleeren.
Die Schraube wird bewegt durch eine Stufenscheibe c, damit je nach Bedarf das Aufgeben yon Waschgut regulirt werden kann.
Neu sind hierbei die Vorrichtungen b und c zum Reguliren der Menge des aufzugebenden Haufwerkes.
Die Schnecke führt das Haufwerk einem verticalen Elevator B zu, welcher dasselbe auf den höchsten Punkt der Wäsche bringt. Der grofse Vortheil dieses Apparates ist, dafs derselbe eine sehr kleine Horizontalprojection besitzt und gestattet, dafs das zu trennende Haufwerk unbehindert in der Verticalebene des Elevators bewegt werden kann.
Der verticale Elevator B übergiebt das Haufwerk, nach innen ausschüttend, der ersten Siebtrommel C, indem er es in den Trichter d ausleert, von wo aus die Schnecke e dasselbe der aus Eisenstäben hergestellten, cylindrischen, inneren Trommel f von ganz geringen Dimensionen zuführt.
Von dieser Trommel werden die abgeschiedenen gröfsten Stücke am vortheilhaftesten durch eine einfache Rutsche g einer Klaubebühne behufs Handscheidung zugeführt. Das durchfallende Haufwerk fällt auf den etwas konischen Mantel h aus durchlochtem Stahlblech, welcher die zweite Korngröfse abscheidet und auf einer zweiten Rutsche dem Grobkornsieb zuführt.
Das durchgehende Haufwerk fällt derSchnecke? zu, welche es dem Cylindersieb k der zweiten Doppeltrommel D übergiebt.
Diese einfache Fortbewegung des Haufwerks' in einer Verticalebene ist der Anwendung des verticalen Elevators zu verdanken, der den unbehinderten Durchgang der Schnecke gestattet.
Diese Cylindersiebtrommel k scheidet die dritte Korngröfse ab, welche dem zweiten Setzsieb durch eine Rutsche zugeführt wird, und giebt die Klarkohle auf den konischen Mantel /, welcher hier die feinste trockene Sortirung bewirkt.
Der Mantel /, welcher aus durchlochtem Stahlblech besteht, scheidet die vierte Korngröfse und die Klarkohle von einander, welche durch Rutschen dem dritten und vierten Setzsieb zufallen.
Der Erfinder giebt an, dafs die Vortheile seines Apparates die folgenden sind:
1. die geringen Dimensionen und dadurch geringen Herstellungskosten;
2. die sehr reine Sortirung der zu trennenden Korngröfsen;
3. die Möglichkeit, mit Grubenfeuchtigkeit behaftetes Haufwerk noch mit Leichtigkeit gut zu sortiren;
4. die sehr grofsen Quantitäten, die diese kleinen Apparate bewältigen können;
5. die geringen Durchmesser ermöglichen bei weiterem Sortiren nach Korngröfse, also bei mehr als fünf Korngröfsen, mehr Siebtrommeln, oder bei gleicher Anzahl von Trommeln bei denselben mehrere Mäntel anzubringen;
6. die Verbindung der Schraube mit dem innersten Cylinder jedes Siebapparates gestattet den leichtesten Transport auf die nöthigen Uebertragungen nach den entfernter gelegenen Separationsapparaten;
7. dadurch, dafs die gröfsten Kornsorten zuerst, die kleinsten zuletzt abgeschieden werden, ist dem Uebelstand abgeholfen, dafs durch das Umherwerfen des Haufwerks dieses sich unnöthig zerkleinert;
8. hierdurch wird vermieden, dafs das grobe Korn durch beigemengtes Kleinkorn verunreinigt wird;
9· aus 7· folgt auch, dafs die möglichst gröfste Quantität grober Kornsorten erzielt wird;
ιo. durch die in 7. hervorgehobene Reihenfolge der Sortirung wird die geringste Abnutzung der Apparate erzielt.
Von der Siebtrommel D fällt das Haufwerk durch die Rutschen mmm auf die Setzsiebe. Diese sind die gewöhnlichen Rittinger'schen continuirlichen Setzsiebe, an welchen folgende Neuerungen in Bezug auf den continuirlichen Selbstaustrag angebracht sind.
Der Bergaustrag ist ein doppelter.
Da das Verwaschen der Kohle über einem Bett erfolgt, so gehen die feinen Berge durch das Bett in den unteren Theil des Setzsiebes; die gröberen bleiben auf dem Sieb und werden seitlich durch die Vorrichtung E ausgetragen.
In der Wandung des Siebkastens, der von Holz oder Eisen sein kann, befindet sich ein viereckiges Loch n, dessen unterste Kante durch das Stellblättchen 0 höher oder tiefer gestellt werden kann, um die Stärke des Bettes (hier aus Bergen gebildet) zu reguliren.
Die Oeffnung η ist durch einen Blechkasten f, der an der inneren Wandung des Setzsiebes auf- und niedergeschoben werden kann, vor dem unmittelbaren Zutritt der Berge geschützt.
Durch die einfache Vorrichtung des regulirbaren Bergeaustrages und Regulirung der auf dem Sieb verbleibenden Schicht oder Schichten, die als Waschbett dienen, ist es auch bei Kohlenwäschen ermöglicht, drei Sorten auf ein und demselben Setzsiebe abzuheben:
1. Kohlen, rein, durch den Austrag nach vorn,
2. Berge, rein, durch den oben beschriebenen, seitlichen Austrag dem Sieb am nächsten und durch das Bett, und
3. Kohlen mit anhängenden Bergen durch eine zweite, in den Seitenwandungen anzubringende Oeffnung mit stellbarem Schieber und stellbarem Austrag, welches da anzubringen sein wird, wo die abfallenden Berge zur weiteren Abscheidung der Kohle nochmals gebrochen werden sollen.
Die abfallenden Berge, welche durch das Sieb gehen, werden durch ein konisch zulaufendes Rohr q im tiefsten Punkt des Setzapparates einem wasserdicht verschlossenen Trog FFF zugeführt, in welchem sich eine Schnecke bewegt.
Die durch η ausgetragenen Berge werden demselben Trog F durch wasserdichte Abfalllutten r zugetührt.
Durch die Einrichtung des stellbaren Austrags der Berge, welche bei Anwendung auf Kohlenwäschen ganz neu ist, wird ermöglicht, die Kohlen ganz rein zu verwaschen und bei Anbringung eines zweiten Austrages für das Gemenge von Kohlen und Bergen auch die Berge ganz rein abzuscheiden.
Das Gemenge beider kann dann aber nochmals zerkleinert und von neuem wieder verwaschen werden, um auch diesen Kohlenverlust zu vermeiden.
Es ist somit bei richtiger Ueberwachung das möglichst gröfste Ausbringen vereint, mit möglichster Reinheit durch Anbringung des kleinen Apparates E erzielt.
Die Berge, feine wie grobe, werden durch oben erwähnte Abfalllutten r . und die Abfallrohre q von allen Setzsieben dem einen Trog F zugeführt und von diesem durch eine Schraube s in einen wasserdichten Kasten t gebracht, in welchem sie durch ein kleines, verticales Becherwerk u mit durchlochten Bechern bis über das Wasserniveau in den Setzkästen gehoben und durch den Austrag ν den darunter gestellten Förderhunden übergeben werden.
Der Vortheil dieser neuen Zusammenstellung der Bergeaustragvorrichtungen besteht darin, dafs alle Handarbeit vermieden und der Austrag der Berge auf einen einzigen Punkt concentrirt wird.
Ferner, da nur zwei bewegliche Theile, der verticale Elevator und die Schnecke für die Berge vorhanden sind, so ist wenig Gelegenheit zu Reparaturen geboten.
Der Kohlenaustrag geschieht bei jedem Setzsieb über ein unter 35 bis 45 ° gegen den Horizont geneigtes, aus Eisendrahtstäben von 3 mm Abstand hergestelltes Sieb w, welches gestattet, das Wasser ziemlich rein ablaufen zu lassen und die Kohlen den Becherwerken zuzuführen, welche sie in die Ladethürme, in denen die gewaschenen Kohlen aufbewahrt werden, austragen.
Die Klarkohlen, welche unter 3 mm Durchmesser haben, werden durch das Wasser ziemlich vollständig mit fortgerissen, so dafs die letzte Korngröfse der Setzsiebe nicht zu fein ausfällt, und werden einem System von Spitzkasten G zugeführt, in welchem sie weiter nach Korngröfse sortirt werden.
Die Spitzkasten beginnen mit 50 cm Einflufs und nehmen zu bis 4 m Ausfiufs.
Sie bilden umgekehrte Pyramiden, deren Flächen 50 bis 60 ° gegen den Horizont geneigt sind und in deren unterstem Punkt eine Abflufsöffnung sich befindet, aus welcher, je nach der Geschwindigkeit des darüber hinfliefsenden Wassers die Kohlen in bestimmter Korngröfse abgeschieden werden.
Dadurch, dafs das Verwaschen über einem Bett von Bergen erfolgt und die Berge ganz und gar getrennt von den Kohlen abgehoben werden, sind nun auch die klarsten Kohlen von den Bergen befreit und selbst die Schlämme bis zu hohem Grade gereinigt.
Die von den ersten Spitzkästen abfallenden
Kohlen bis zum dritten, ja vierten Spitzkasten eignen sich vollkommen zur Koksbereitung, und ist hiermit die kostspielige Aufstellung der Feinkornsetzmaschinen vollständig beseitigt.
Bei genügend ausgedehnter Absonderung der Schlämme durch Spitzkästen wird das Wasser so weit von den Kohlenschlämmen befreit, dafs es sofort wieder der Wäsche zugeführt werden .kann, und ist hiermit auch das lästige Anbringen grofser Klärsümpfe vollständig beseitigt.
Die durch die Spitzkästen abgesonderten Klarkohlen und Schlämme fliefsen in Gerinnen gröfseren Sammelkästen zu, aus denen sie sofort ihrer Bestimmung zugetheilt werden.
Die ganze Bedienung der Wäsche erfordert:
1. einen Mann zur Ueberwachung der gesammten Waschapparate;
2. zwei Mann zum Ausschlagen der Sammelkästen von den Klarkohlen und Schlämmen der Spitzkästen;
3. einen Maschinisten, der gleichzeitig Feuermann ist, zur Bedienung der Maschine;
4. einen Mann, der die Berge forttransportirt. Ein Vortheil des Apparates besteht auch
darin, dafs die Mehrzahl der neuen Einrichtungen von A bis G bei den meisten älteren Wäschen angebracht werden können.

Claims (1)

  1. PATENT-Ansprüche:
    i. Anwendung der verdeckten Schnecke A u. s. w. zum regulirbaren Aufgeben des Hauf-
    Werkes aus einem Vorrathsraum auf ein verticales Becherwerk.
    Aufstellung der Hebe- und der Klassirvorrichtungen nach Korngröfse in der Weise, dafs die mechanische Fortbewegung des Haufwerkes in einer Vertical ebene geschieht.
    Die Anwendung von Cylindertrommeln, verbunden mit Schnecke und konischen Mänteln CD zur Scheidung des Haufwerkes nach Korngröfse in der Reihenfolge der gröfsten Durchmesser zu den kleinsten. Anwendung stellbarerAustragevorrichtungen^ zum mechanischen Austragen des Setzgutes in nach ihrem specifischen Gewicht verschiedenen Sorten und zur Regulirung der Stärke des Bettes, über welchem zu verwaschen ist.
    Anwendung des gemeinschaftlichen Austrags der specifisch schwersten Setzproducte aller Setzapparate durch die . Vorrichtungen F q r s t ν einer Bergschnecke in einem wasserdicht verschlossenen Trog und Hebung desselben durch ein verticales Becherwerk bis über das Niveau des Wasserstandes in den Setzsieben.
    Die Anwendung der Spitzkästen zur weiteren Sortirung der Setzproducte nach Korngröfse und Entschlammung des Waschwassers.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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