DE115306C - - Google Patents

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DE115306C
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    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D13/00Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover
    • G05D13/08Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover without auxiliary power

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Apparatuses For Generation Of Mechanical Vibrations (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei den bisher bekannt gewordenen Fliehkraftpendeln mit endlicher Pendellänge ist niemals eine Vorrichtung zur Pendelverschiebung der Schwungmasse in der durch Mitte Reglerspindel und Schwerpunkt der Pendelmasse gebildeten Ebene vereinigt worden mit einer Vorrichtung zum Fernhalten von Querkräften von den Pendelarmen, so dafs dieselben nur auf Zug oder Druck beansprucht werden.
Es giebt wohl Pendel mit endlicher Pendellänge, deren Schwungmasse gegen Querkräfte abgestützt ist. Die Schwungmasse dieser Pendel nimmt aber keine parallelen Lagen beim Ausschlag ein. Auch sind Regler vorhanden, bei welchen die Pendelschwungmasse parallel geführt wird, doch ist dieselbe nicht gegen Querkräfte abgestützt, so dafs die Pendelarme, auf Biegung beansprucht, unter grofsem Materialaufwand ausgeführt werden müssen. Ferner hat man Regler gebaut, deren Pendelschwungmasse parallel geführt und gegen Querkräfte abgestützt ist, aber ihre Schwungmasse ist geradlinig geführt, also mit unendlich langem Pendelarm versehen.
Um möglichst empfindliche, schnell regelnde Regler und Geschwindigkeitsmesser zu erhalten, ist es aber — abgesehen von der möglichsten Vermeidung aller Reibung — nothwendig:
i. Alle Massen beim Ausschlag des Reglers so weit als möglich so zu bewegen, dafs die Achse, welche in irgend einer Lage der Masse parallel zur Reglerspindel durch den Schwerpunkt der Masse gelegt werden kann, parallel verschoben wird, weil infolge von Trägheitswirkung jede umlaufende Masse einer Richtungsänderung dieser Achse Widerstand entgegensetzt und dieser Widerstand den Regler unempfindlich macht.
Die Pendelführung der Pendelmasse kann z. B. erreicht werden, indem man dieselbe in zwei gleich langen und parallelen Pendelarmen auffängt, statt in einem einzigen Arm. Fig. ι zeigt diese Anordnung für ein unmittelbar aufgehängtes einfaches Pendel, Fig. 2 für ein mittelbar aufgehängtes Doppelpendel. Dieses Doppelpendel stützt sich im Punkt d auf die Reglerachse. Die Aufhängepunkte α und αl sind in dem Gleitrahmen r verschiebbar gegen die Reglerspindel.
2. Diejenigen Massen im Regler, welche nicht parallel verschoben werden können, wie die der Pendelarme, möglichst klein zu machen, damit der von ihnen beim Ausschlag des Pendels ausgehende Trägheitswiderstand möglichst schwach wird. Um die Masse der Pendelarme möglichst gering zu halten, sie etwa in Form dünner Bleche auszuführen, dürfen sie nur Zug- und Druckkräften, keiner Biegungsspannung ausgesetzt werden. Insbesondere müssen die Massenkräfte, welche bei Aenderungen in der Drehgeschwindigkeit der Reglerspindel in den Pendelmassen auftreten, unmittelbar aufgefangen werden. Zu diesem Zweck mufs man diese Pendelmassen gegen einen Bautheil abstützen, welcher sich entweder nicht oder nur parallel gegen die Reglerspindel verschiebt, wie es z. B. in Fig. 3 dargestellt ist. Die Pendelmasse ist in den Stangen / und / l aufgehängt und schwingt zwischen zwei parallelen, ebenen Wänden w und wl, die an der Reglerspindel befestigt sind. Die Schwungmasse hat auf jeder Seite drei um den
Schwerpunkt s angeordnete Druckwarzen k, mit denen sie ohne zu klemmen oder zu schlottern in den Spielraum zwischen den Wänden n> und vvλ hineinpafst. Tritt eine Verzögerung oder Beschleunigung in der Drehung der Reglerspindel ein, so stützt sich die ausschlagende Reglermasse auf die eine oder andere Wand auf und die Pendelstangen / und I1 werden nicht durch die auftretende Querkraft in der Schwungmasse belastet.
Die unter i. und 2. genannten Bedingungen werden um so wichtiger, je mehr bei Federreglern die Fliehkraftbeschleunigung der Schwungmasse erhöht wird, um die Energie des Reglers gegenüber der aufgewendeten Masse zu vergröfsern, damit das auf Massenwirkung beruhende Ueberpendeln des Reglers vermindert und die Güte der Regelung so erhöht wird, wie sie, z. B. zum Parallelscfealten von Wechselstromdynamos erforderlich ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Fliehkraftpendel mit endlicher Länge des Pendelarmes für Geschwindigkeitsmesser und Regler, gekennzeichnet durch eine derartige kinematische Führung der Pendelmasse, dafs beim Ausschlag des Pendels die durch den Schwerpunkt der Masse gelegte Verticalachse parallele Lagen einnimmt, und die Masse gegen Kräfte, welche senkrecht zu der durch Mitte Reglerspindel und Pendelmassenschwerpunkt gelegten Ebene gerichtet sind, abgestützt ist, zum Zwecke, den Pendelarm von diesen Querkräften zu entlasten.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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