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Geber für mechanische Fernsteuerungs -Vorrichtungen Die Erfindung
bezieht sich auf einen Geber für mechanische Fernsteuerungs-Vorrichtungen, bei welchem
Dreh- und translatorische Bewegungen eines Handgriffs in ausschließlich translatorische
Bewegung eines Übertragungskabels umgeformt werden, das mit einem entfernt gelegenen
Empfänger verbunden ist und bei welchem der Handgriff fest mit einem Rohr verbunden
ist, welches allen Bewegungen des Handgriffes folgt und eine schraubenlinienförmige
Nut aufweist, in welcher ein Gleitstein einsteht, der bezüglich der translatorischen
Bewegung fest mit dem Übertragungskabel verbunden ist.
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Mechanische Drahtzuganlagen mit Getriebeanordnungen, die die Drehbewegung
oder die translatorische Bewegung eines in einem Geber angeordneten Handgriffes
in eine translatorische Bewegung übertragen, sind in den verschiedensten Ausführungen
bekanntgeworden. Durch räumliche Kurventriebe hat man Einrichtungen geschaffen,
bei denen die translatorische Bewegung eines mechanischen Übertragungsgliedes proportional
der Winkelverstellung eines Drehgriffes war oder bei welchen eine bestimmte funktionelle
Abhängigkeit gegeben war. An der Winkelstellung eines Drehgriffes oder an der Einschubstellung
eines Zug- oder Druckorgans kann man zwar bei Anordnung geeigneter Markierungen
die Schaltstellungen des Gebers ablesen und daraus Rückschlüsse auf die auf der
Empfängerseite bewirkten Schaltstellungen ziehen. Die gewünschte Einstellung ist
dabei immer von der feinfühligen Einstellung der Bedienungsperson abhängig, da,
selbst bei Anbringung von Rasten innerhalb des Bewegungspfades, leicht die gewünschte
Schaltstellung überfahren werden kann, wenn die Bedienung nicht mit aller Sorgfalt
durchgeführt wird.
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Vielfach ist es jedoch erwünscht und erforderlich, bei mechanischen
Bewegungsübertragungsvorrichtungen genau definierte Schaltschritte vorzusehen, die
ohne Beobachtung von Skalenmarkierungen oder leicht überfahrbaren Rasten von der
Bedienungsperson mühelos und eindeutig eingestellt werden können. Diesen Forderungen
genügen die bisher bekannten Bewegungsübertragungseinrichtungen in keiner Hinsicht.
Es ist deshalb Ziel der Erfindung, einen Geber zu schaffen, der über eine mechanische
Seilzugseinrichtung die Einstellung mehrerer definierter Schaltstellungen ermöglicht.
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Zu diesem Zweck ist gemäß der Erfindung ein Geber der eingangs genannten
Bauart in der Weise ausgebildet, daß dieschraubenlinienförmigeFührungsnut sich an
einem Ende in einem im wesentlichen parallel zur Achse des Rohres verlaufenden Abschnitt
und an dem anderen Ende in einem im wesentlichen in Umfangsrichtung des Rohres verlaufenden
Abschnitt fortsetzt, daß der Gleitstein mit dem übertragungskabel über einen parallel
zur Achse des Rohres formschlüssig geführten Gleitblock verbunden ist und daß das
Rohr über einen Bewegungsumkehr-Kipphebel in eine Gabel des Gleitblockes eingreift,
wenn der Gleitstein sich in dem parallel zur Achse des Rohres verlaufenden Abschnitt
bewegt.
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Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung wird demgemäß erreicht, daß
bei drei oder mehreren Steuerbewegungen, die im Hinblick auf die erforderliche Betätigung
eindeutig unterschieden sind, nämlich »Ziehen«, »Drehen« und »Drücken« die gleiche,
nämlich translatorische Bewegung des Abtriebsgliedes, d. h. des Übertragungskabels
in verschiedenen Schritten bewirkt wird, wobei die Einzelschritte eindeutig exakt
definiert sind, so daß das Maß der Verschiebung im Rahmen der einzelnen Schaltschritte
stets genau reproduzierbar festgelegt ist. Dies ist z. B. von wesentlicher Bedeutung
bei der Steuerung von Schaltern jener Gattung, die in dem weiter unten beschriebenen
Ausführungsbeispiel erläutert sind.
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Ferner hat die erfindungsgemäße Anordnung den Vorteil, daß sich aus
der Stellung des Schaltknopfes ohne schwer ablesbare Markierungen dessen Stellung
leicht ablesen läßt, und es ist ferner auf einfachste
Weise möglich
durch Anbringung von Schaltkontakten auch eine elektrische Anzeige zu bewirken.
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Durch die Erfindung wird ferner gewährleistet, daß das Maß der gewollten
Bewegung während eines Schaltschrittes zuverlässig nicht überschritten wird, weil
nach Beendigung eines jeden Schaltschrittes die Steuerbewegung, d. h. die Richtung,
in der der Betätigungsknopf geführtwird, geändertwerden muß, was. versehentlich
nicht geschehen kann, so daß die Einrichtung ein hohes Maß an Sicherheit gegen Vielbetätigungen
bietet.
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Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung
eines in den schematischen Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles. In der
Zeichnung zeigt Fig. 1 den erfindungsgemäßen Geber mit Übertragungskabel und als
Schalteinrichtung ausgebildeten Empfänger in perspektivischer Ansicht; Fig. 2 einen
Schnitt des in Fig. 1 dargestellten Gebers, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie
III-III gemäß Fig. 2.
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Der in Fig. 2 und 3 im einzelnen dargestellte Geber weist ein durch
eine Mutter 8 auf einem Träger 7 befestigtes festes Gehäuse 6 auf. Ein Handgriff
9 ist mit einem im Gehäuse 6 axial verschiebbaren Rohr 10 verbunden, das durch Druckschraubenfeder
11 nach außen gedrückt wird. Ein mit dem Gehäuse 6 fest verbundener Stift 12, der
in Nuten 13 des Rohres 10 eingreift, führt dieses gegenüber dem Gehäuse parallel
zu seiner Achse und in seiner Schwenkbewegung, die gemäß Ausführungsbeispiel
90' beträgt. Eine auf eine Kugel 15 einwirkende Feder 14 legt die Schaltstellungen
des Rohres 10 durch Eingriff der Kugel in entsprechende Kugelrasten fest.
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In einer Führungsnut 16 des Rohres 10 läuft ein als Rolle ausgebildeter
Gleitstein 17, der von einer Achse getragen wird, die Teil eines in einer
gehäusefesten Gleitbahn 19 laufenden beweglichen Gleitblocks 18 bildet. Eine auf
der Achse drehbare Rolle 20 rollt , auf dem festen Gehäuse 6 ab.
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Der Gleitblock 18 ist über ein Halteorgan 22 mit dem Übertragungskabel
21 verbunden. Die Führungsnut 16 weist einen schraubenlinienförmigen Abschnitt auf,
der das Verschieben des Gleitblockes, während der Drehung des Rohres bewirkt. Die
Nut 16 besitzt einen in Umfangsrichtung verlaufenden Abschnitt 16B. Dieser Abschnitt,
in dem in der Stellung B des Handgriffes 9 der Gleitstein 17 liegt, bewirkt das
Mitnehmen des Kabels 21, wenn auf dem Handgriff 9 gedrückt wird. Ein Endabschnitt
16A der Nut 16 verläuft parallel zur Achse des Rohres 10. Der Gleitstein 17 läuft
in der Stellung A des Handgriffes in diesem Abschnitt 16A.
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Ein Bewegungsumkehr-Kipphebel 23 ist mit einer Schwenkachse
an einer Verlängerung 24 des Rohres 10 angelenkt. Der Kipphebel 23 ist außerdem
um Achsen 25 a, 25 b schwenkbar, die in einem gehäusefesten Ring 26 gelagert
sind. Das freie Ende des Kipphebels 23 trägt ein Röllchen 27, das in eine mit dem
Gleitblock 18 fest verbundene Gabel 28 eingreift. Bei Drehung des Handgriffs 9 wird
der Kipphebel 23 um die konzentrisch zu dem Rohr 10 liegende Hauptachse des Gebers
geschwenkt. In der Stellung B des Handgriffes 9 bewirkt ein Drücken auf diesen eine
Schwenkbewegung des Kipphebels, wobei das Röllchen 27 außer Eingriff mit der Gabel
28 ist. In der Stellung A (Fig: 2) greift das Röllchen 27 jedoch in die Gabel 28
ein, so daß die Druckwirkung auf den Handgriff 9 über den Kipphebel 23 in einem
Verschieben des Gleitblocks 18 in umgekehrter Richtung umgeformt wird. Dabei verschiebt
sich der Gleitstein 17 in dem Abschnitt 16A der Nut, der parallel zur Achse des
Rohres 10 (liegt.
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In dem Rohr 10 bzw. einer Mittelausnehmung des Kipphebels 23 können
ein Lampenträger 29 bzw. Stromzuleitungen 30 untergebracht sein. Eine Lampe 31 bewirkt
die Beleuchtung einer Abdecklinse 32 des Handgriffes.
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Wenn von der Stellung »Druck« des Handgriffes 9 ausgegangen wird (in
gestrichelten Linien in Fig. 1 dargestellt); kann der Handgriff durch Ziehen in
die Stellung A gebracht werden (Pfeil f). Der Gleitblock 18 verschiebt
sich dabei durch Eingriff des Röllchens 27 in die Gabel 28 und legt den Weg C, zurück.
Wenn danach der Handgriff 9 im Sinne des Pfeiles f,, gedreht wird und aus der Stellung
A in die Stellung B
übergeht, wird der Gleitblock 18 um einen
Ab-
schnitt C, verschoben. Wenn endlich aus der Stellung B heraus der Handgriff
9 gedrückt wird (Pfeil f3), legt der Gleitblock 18 den Abschnitt C3 zurück.
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Die Erfindung ist nicht auf das beschriebene Beispiel der Bewegungen
beschränkt. Es könnte z. B. ein weiterer schraubenlinienförmer Teil der Nut 16 vorgesehen
werden, der auf den Abschnitt 16A folgt.
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Die aufeinanderfolgenden, voneinander verschiedenen Verschiebungsbewegungen
des Gleitblockes 18 werden direkt auf das Kabel 21 übertragen, das die translatorische
Bewegung zu einem geeigneten Empfänger überträgt.
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Bei dem in Fig. 1 dargestellten Beispiel ist der Empfänger R ein elektrischer
Schalter.
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Dieser Schalter ist mit Kontakten ausgerüstet, die die verschiedenen
Stellungen des Handgriffes 9 (»gedrückt« oder »gezogen« A oder B) durch Öffnen oder
Schließen der Stromkreise wiedergeben. Die Anordnung der Steuernocken der Kontakte
gestattet es weiterhin, ein öffnen oder Schließen auf mehr als einer Steuerungsstellungen
zu erreichen. So können beispielsweise gewisse Kontakte in den Stellungen A »gedrückt«
und A »gezogen« oder B »gedrückt« und 8 »gezogen« geschlossen sein, und diese Kontakte
sprechen demgemäß nur auf Drehbewegungen des Handgriffes an. Gewisse Kontakte können
im Gegen-:eil in den Stellungen A »gedrückt« undB »gedrückt« geschlossen sein und
sprechen demgemäß nur auf Verschiebungsbewegungen des Handgriffes an, gleich-;ültig
welche die Stellung A oder B der Handgriff :innimmt.