DE1134827B - Verfahren zur Verbesserung der Anfaerbbarkeit von Gegenstaenden aus linearem Polypropylen oder Mischpolymerisaten aus Propylen mit AEthylen - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung der Anfaerbbarkeit von Gegenstaenden aus linearem Polypropylen oder Mischpolymerisaten aus Propylen mit AEthylen

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DE1134827B
DE1134827B DEM40146A DEM0040146A DE1134827B DE 1134827 B DE1134827 B DE 1134827B DE M40146 A DEM40146 A DE M40146A DE M0040146 A DEM0040146 A DE M0040146A DE 1134827 B DE1134827 B DE 1134827B
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DE
Germany
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grafting
copolymers
isopropenylpyridine
propylene
ethylene
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DEM40146A
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Inventor
Alberto Bonvicini
Renzo Postal
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Montedison SpA
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Montedison SpA
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P3/00Special processes of dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the material treated
    • D06P3/79Polyolefins

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Graft Or Block Polymers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verbesserung der Anfärbbarkeit von Gegenständen aus linearem Polypropylen oder Mischpolymerisaten aus Propylen mit Äthylen Zusatz zur Patentanmeldung M 33540 IV d / 39 b (Auslegeschrift 1128 649) Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Verbesserung der Affinität von Gegenständen aus linearen hochmolekularen Polymeren von a-Olefinen zu Farbstoffen durch Aufpfropfen von Polymerenketten, die die notwendigen reaktionsfähigen sauren oder basischen Gruppen liefern, auf solche Gegenstände.
  • Gegenstand der Hauptpatentanmeldung M 33540 IVb/39b ist ein Verfahren zur Verbesserung der Anfärbbarkeit von Gegenständen aus Polypropylen oder Mischpolymerisaten aus Propylen mit Äthylen durch Hydroperoxydierung der Gegenstände durch Erhitzen mit Sauerstoff oder sauerstoffhaltigen Gasen bei Temperaturen unter 100° C und übliches Aufpfropfen von ungesättigten Monomeren, die unter dem Einfluß von Hydroperoxydgruppen polymerisieren, auf die Polyolefinketten.
  • _ Es ist bekannt, daß die geringe Farbaffinität von Polyolefinfasern im wesentlichen auf die Abwesenheit von reaktionsfähigen Gruppen zurückzuführen ist, die verschiedene Substanzen chemisch binden können. Nach der Hauptpatentanmeldung wird diese Schwierigkeit durch Aufpfropfen von Polymeren von verschiedenen Monomeren, wie Vinylestern, stickstoffhaltigen Vinylmonomeren, basischen Acrylaten und Derivaten von Maleinsäureanhydrid und Acrylsäure auf solche Gegenstände überwunden.
  • Gemäß der Erfindung wird nun die Farbaffinität von Gegenständen aus linearem Polypropylen oder Mischpolymerisaten aus Propylen mit Äthylen da-; durch verbessert, daß auf die bei unter 100° C durch Erhitzen mit Sauerstoff oder sauerstoffhaltigen Gasen hydroperoxydierten Gegenstände 2-, 3- oder 4-Isopropenylpyridine oder ein Methylisopropenylpyridin im Gemisch mit anderen unge- ; sättigten aufpfropfbaren Monomeren aufgepfropft werden.
  • Das Aufpfropfen wird in flüssiger oder gasförmiger Phase oder in Lösung in einem geeigneten Lösungsmittel, vorzugsweise in einem sauerstof- , freien Medium, an Fasern durchgeführt, die Hydroperoxydgruppen enthalten.
  • Wenn die Pfropfpolymerisation beendet ist, werden die Gegenstände sorgfältig mit Lösungsmitteln gewaschen, die die geringen Mengen von zurück- . gebliebenem unpolymerisiertem Monomeren und alles nicht aufgepfropfte Polymere entfernen. Nach dem Trocknen können die Gegenstände gefärbt und fertiggestellt werden.
  • Das Verfahren führt dazu, daß man mischwollene Stoffe in einem einzigen Färbebad mit sauren Farbstoffen färben kann. Es hat sich herausgestellt, daß die Lichtbeständigkeit der mit den Isopropenylpyridinen gepfropften Fasern größer ist als die von Fasern, auf die nur andere Monomere aufgepfropft sind.
  • Unterwirft man beispielsweise eine gemäß der Erfindung mit Isopropenylpyridin und Methylmethacrylat gepfropfte und mit Wollrot B (Colour Index 1956, Vol. 3, Nr.27200) gefärbte Polypropylenstapelfaser einer Bestimmung der Beständigkeit gegen Sonnenlicht nach den Unitex-Normen (Lichtbeständigkeit der Fasern, gemessen mit einer Farbe-Muster-Skala nach DIN 53952, z. B. in der Einrichtung von H. Rein, s. Teintex 16, S. 43, 1941), dann kann man eine Lichtbeständigkeit von 5 feststellen. Verwendet man dagegen an Stelle des Isopropenylpyridins zum Aufpfropfen 2-Vinylpyridin, dann hat die Lichtbeständigkeit nur einen Wert von 3.
  • Darüber hinaus braucht man bei der Lagerung der Isopropenylpyridine auch im Gemisch mit den anderen Monomeren keine Polymerisationsverzögerer zuzusetzen, da die Isopropenylpyridine sehr stabile Monomere sind, während die anderen nach der Hauptpatentanmeldung verwendeten Monomeren im wesentlichen nicht so stabil sind und beispielsweise bei Verwendung von Vinylpyridinen allein die zugesetzten Polymerisationsverzögerer vor der Polymerisation entfernt werden müssen. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren können die Monomeren daher leichter und wirtschaftlicher gelagert werden.
  • Da die Isopropenylpyridine nur unter ganz speziellen Bedingungen Polymerisate bilden, gelangen sie erfindungsgemäß immer in einer Mischpolymerisation zusammen mit anderen ungesättigten Monomeren zur Anwendung. Diese schwere Polymerisierbarkeit der Isopropenylpyridine ermöglicht es, daß bei dem erfindungsgemäßen Verfahren Verluste an den aufgepfropften Monomeren durch Polymerisation vermieden werden. Beim Aufpfropfen von Vinylpyridinen ist der Verlust an Pfropfmonomeren beispielsweise erheblich: Die Erfindung wird in den nachstehenden Beispielen erläutert. Beispiel 1 5 g eines Stapels aus kristallinem Polypropylen mit einer Grenzviskosität von 1,07 und einem Gehalt an 0,08% - OOH-Gruppen werden in einem vorher evakuierten und auf 80°C erhitzten Reaktor suspendiert, der eine Mischung von 50g frisch destilliertem 3-Isopropenylpyridin und 50g Methylmethacrylat enthält.
  • Nach 7 Stunden wird der Stapel aus dem Reaktor entnommen und dann bis zur Gewichtskonstanz zunächst mit 4%iger HZS04 bei 90°C; dann mit einer kochenden Mischung gleicher Teile Benzol und Aceton und schließlich mit Äther gewaschen. Der getrocknete Stapel zeigt eine Gewichtszunahme von ungefähr 7%.
  • Mit folgenden sauren Wollfarbstoffen wurden gute Resultate erhalten
    Farbstoffe Colour Index,
    1956, Vol. 3; Nr.
    Diachromgelb R. L. 18821
    Wollrot B 27200
    Alizarin blau ACF 62130
    Beispiel 2 5 g eines Stapels aus kristallinem Polypropylen mit einer Grenzviskosität von 1,07 und einem Gehalt an 0,08% - OOH-Gruppen werden zusammen mit 50 g frisch destilliertem 2-Isopropenylpyridin und 25 g Styrol in ein Glasbombenrohr gefüllt. Das Glasbombenrohr wird evakuiert, dann zugeschmolzen und 10 Stunden auf 85° C erhitzt. Hierauf wird es aus dem Bad entfernt, gekühlt und geöffnet. Der darin enthaltene Stapel wird mit 4%iger HZS04 bei 90° C, dann mit einer Mischung gleicher Teile Aceton und Benzol und schließlich mit Äther gewaschen.
  • Der getrocknete Stapel zeigt eine Gewichtszunahme von etwa 4,3%.
  • Mit den folgenden Farbstoffen wurden gute Resultate erhalten:
    Farbstoffe Colour Index, 1956, Nr.
    Wollrot B 27200
    Alizarin blau ACF 62130
    Rosa Setile BN 60710
    Cibacet Violett RB Colour Index, S. 1711

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Verbesserung der Anfärbbarkeit von Gegenständen aus linearem Polypropylen oder Mischpolymerisaten aus Propylen mit Äthylen durch Hydroperoxydierung der Gegenstände durch Erhitzen mit Sauerstoff oder sauerstoffhaltigen Gasen bei Temperaturen unter 100'C und übliches Aufpfropfen von ungesättigten Monomeren, die unter denn Einfluß von Hydroperoxydgruppen polymerisieren, auf die Polyolefinketten, nach Patentanmeldung M 33540 IVb/39b, dadurch gekennzeichnet, daß man als Monomeres für das Aufpfropfen 2-Isopropenylpyridin, 3-Isopropenylpyridin, 4-Isopropenylpyridin oder ein Methylisopropenylpyridin in Mischung mit anderen ungesättigten aufpfropfbaren Monomeren verwendet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Isopropenylmonomere in Mischung mit einem auf das Polymere aufpfropfbaren Vinylmonomeren verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Vinylmonomeres Acrylnitril; Styrol oder Methacrylat verwendet wird.
  4. 4. Verfahren nach ,Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufpfropfen in der Dampfphase, in flüssiger Phase oder in Lösung durchgeführt wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß Gegenstände aus kristallinem Polypropylen verwendet werden.
DEM40146A 1958-01-10 1959-01-09 Verfahren zur Verbesserung der Anfaerbbarkeit von Gegenstaenden aus linearem Polypropylen oder Mischpolymerisaten aus Propylen mit AEthylen Pending DE1134827B (de)

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