AT208083B - Verfahren zur Verbesserung der Farbaffinität von Artikeln aus linearen, hochmolekularen Polymeren von α-Olefinen - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung der Farbaffinität von Artikeln aus linearen, hochmolekularen Polymeren von α-Olefinen

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AT208083B
AT208083B AT12559A AT12559A AT208083B AT 208083 B AT208083 B AT 208083B AT 12559 A AT12559 A AT 12559A AT 12559 A AT12559 A AT 12559A AT 208083 B AT208083 B AT 208083B
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AT
Austria
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linear
molecular weight
high molecular
olefins
improving
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Application number
AT12559A
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English (en)
Inventor
Alberto Bonvicini
Renzo Postal
Original Assignee
Montedison Spa
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Verfahren zur Verbesserung der Farbaffinität von Artikeln aus linearen, hochmolekularen Polymeren von a- Olefinen 
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Verbesserung der Affinität zu Farbstoffen von Artikeln aus linearen hochmolekularen Polymeren von a-Olefinen durch Aufpfropfen von Polymerketten, welche die notwendigen reaktionsfähigen sauren oder basischen Gruppen liefern können, auf solche Artikel. Ein Verfahren dieser Art ist in der österr. Patentschrift Nr. 201862 beschrieben. 



   Es ist bekannt, dass die geringe Farbaffinität von Polyolefinfasern im wesentlichen auf die Abwesenheit von reaktionsfähigen Gruppen, welche verschiedene Substanzen chemisch binden können, zurückzufuhren Ist und gemäss der in der obigen Patentschrift beschriebenen Erfindung wird diese Schwierigkeit überwunden durch Aufpfropfen von Polymeren von verschiedenen Monomeren, wie Vinylestern, stickstoffhaltigen Vinylmonomeren, basischen Acrylaten und Derivaten von Maleinsäureanhydrid und Acrylsäure, auf diese Artikel. 



   Die vorliegende Erfindung sieht nun ein Verfahren zur Verbesserung der Farbaffinität von Artikeln aus linearen, hochmolekularen Polymeren von   K-Olefinen vor,   welches darin besteht, dass auf das Polymer solche Polymerketten aufgepfropft werden, welche sich von Monomeren ableiten, die wenigstens eine Isopropenylgruppe enthalten. Das   erfindungsgemässe   Verfahren ist besonders geeignet für Artikel aus linearem, hochmolekularem kristallinem Polypropylen. 



   Vorzugsweise werden Isopropenylpyridine verwendet,   u. zw.   2-, 3-und4-Isopropenylpyridinesowie solche Isopropenylpyridine, welche am heterozyklischen Ring Methylgruppen tragen. 



   DasAufpfropfen kann in flüssiger oder gasförmiger Phase oder in Lösung in einem geeigneten Lösungsmittel, vorzugsweise in einem sauerstoffreien Medium, an den Fasern durchgeführt werden, welche Peroxyd- oder Hydroperoxydgruppen enthalten können. 



   Das Monomer kann allein oder zusammen mit einem andern polymerisierbaren Monomer, wie Acrylnitril, Styrol oder Methacrylat verwendet werden. 



   Wenn die Pfropfpolymerisation beendet ist, werden die Artikel sorgfältig mit Lösungsmitteln gewaschen, welche die geringen Mengen von zurückgebliebenem unpolymerisiertem Monomer und alles nicht aufgepfropfte Polymer entfernen können und sie können nach dem Trocknen gefärbt und fertiggestellt werden. 



   Die folgenden Beispiele sollen den Gegenstand der vorliegenden Erfindung erläutern, ohne dass dieser jedoch hierauf beschränkt werden soll. 
 EMI1.1 
 Reaktor suspendiert, welcher eine Mischung von 50 g frisch destilliertem   3-Isopropenylpyridin   und 50 g Methylmethacrylat enthält. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Nach 7 Stunden wird der Stapel aus dem Reaktor entnommen und dann bis zur Gewichtskonstanz zunächst mit 4 %   H, SO   bei 90 C, dann mit einer kochenden Mischung gleicher Teile Benzol und Aceton und schliesslich mit Äther gewaschen. Der getrocknete Stapel. zeigte eine Gewichtszunahme von ungefähr 7 %. 



   Mit folgenden sauren Wollfarbstoffen wurden gute Resultate erhalten : 
Diachromgelb R. L. 



   Wollrot B
Alizarinblau ACF. 



   Beispiel   2 : 5 g   eines Stapels aus kristallinem Polypropylen mit   einer Grenzviskosität von 1, 07   und einem Gehalt an 0,08 % -OOH Gruppen werden zusammen mit 50 g frisch destilliertem 2-Isopropenylpyridin und 25 g Styrol in ein Bombenrohr gefüllt. Das Bombenrohr wird evakuiert, dann zuge- 
 EMI2.1 
 



   Der getrocknete Stapel zeigte eine Gewichtszunahme von ungefähr 4, 3 %. 



   Mit den folgenden Farbstoffen wurden gute Resultate erhalten :   Wollrot   B
Alizarinblau ACF
Rosa setile BN
Cibacet Violett RB. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Verbesserung der Farbaffinität von Artikeln aus linearen, hochmolekularen Polymeren von a-Olefinen gemäss Stammpatent Nr. 201862, dadurch gekennzeichnet, dass auf das Polymer solche Polymerketten aufgepfropft werden, welche sich von Monomeren ableiten, die wenigstens eine Isopropenylgruppe enthalten.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Monomer 2-Isopropenylpyridin, 3-Isopropenylpyridin, 4-Isopropenylpyridin oder ein Methylisopropenylpyridin verwendet wird.
    3. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Monomer in Mischung mit einem auf das Polymer aufpfropfbaren Vinylmonomer verwendet wird.
    4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Vinylmonomer Acrylnitril, Styrol oder Methacrylat verwendet wird.
    5. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden AnsprUche, dadurch gekennzeichnet, dass Artikel aus kristallinem Polypropylen verwendet werden.
AT12559A 1957-05-31 1959-01-08 Verfahren zur Verbesserung der Farbaffinität von Artikeln aus linearen, hochmolekularen Polymeren von α-Olefinen AT208083B (de)

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AT201862D AT201862B (de) 1957-05-03 1957-05-31 Verfahren zur Herstellung von Kunststoffartikeln mit verbesserten Oberflächeneigenschaften und verbesserter Anfärbbarkeit
IT208083X 1958-01-10

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