DE1134670B - Verfahren zur katalytischen Acylierung von Oxyverbindungen - Google Patents

Verfahren zur katalytischen Acylierung von Oxyverbindungen

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DE1134670B
DE1134670B DEV18576A DEV0018576A DE1134670B DE 1134670 B DE1134670 B DE 1134670B DE V18576 A DEV18576 A DE V18576A DE V0018576 A DEV0018576 A DE V0018576A DE 1134670 B DE1134670 B DE 1134670B
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Dipl-Chem Dr Gerhard Langbein
Dipl-Phys Dr Karl Heller
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Jenapharm GmbH and Co KG
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VEB Jenapharm
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Description

DEUTSCHES
PATENTAMT
V18576 IVb/12 ο
ANMELDETAG: 9. MAI 1960
BEKANNTMACHUN G
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRiET: 16. AUGUST 1962
Veresterungen von Alkoholen mit Acylierungsmitteln, wie z. B. Säureanhydriden oder Säurechloriden, sind an sich bekannt. a-Ketole, deren einfachste Vertreter das Oxyaceton und das Dioxyaceton sind, bedürfen aber besonders schonender Acylierungsverfahren, weil dieser Verbindungstyp außerordentlich empfindlich gegenüber z. B. alkalischem, saurem oder oxydierendem Reaktionsmedium ist. Andererseits werden aber gerade Acylierungen durch basische und saure Reagenzien stark begünstigt, während sie im neutralen Medium sehr träge ablaufen.
Es besteht daher ein großes Interesse an einem Acylierungsverfahren, das es gestattet, insbesondere die empfindlichen a-Ketole in nahezu neutralem Reaktionsmedium sicher acylieren zu können.
Wir fanden in den Salzen der Metalle der I. und II. Hauptgruppe des Periodensystems der Elemente hervorragende Katalysatoren zur Durchführung dieser Reaktion. Die Verwendung von Natriumoder Kaliumacetat als Zusätze bei Acetylierungen ist an sich bekannt. Wir machten aber die überraschende Feststellung, daß diese die Acylierung fördernde Wirkung bei solchen Verbindungen, die lockere Chelatkomplexe in Lösung mit dem Kation bilden können (z. B. bei Oxy-carbonylverbindungen), spezifisch gesteigert ist. So steigt die Reaktionsgeschwindigkeit der 3a-Hydroxylgruppe in den 11-Ketopregnanen unter dem Einfluß von Bariumionen auf das 2- bis 3fache gegenüber den entsprechenden 11-Desoxoverbindungen an, während in der 5a-Pregnan- oder 5-Pregnenreihe kein Unterschied in der Reaktionsgeschwindigkeit der 3-ständigen Hydroxylgruppe zwischen den 11-Keto- und den 11-Desoxoverbindungen zu beobachten ist. Die Acylierungsgeschwindigkeit der Hydroxylgruppe im Milchsäureäthylester wird nach dem erfindungsgemäßen Verfahren auf mehr als das 60fache gesteigert.
Die Acylierungsgeschwindigkeit der phenolischen Hydroxylgruppe des Salicylaldehydes wird nach dem erfindungsgemäßen Verfahren auf mehr als das 30fache gesteigert. Es ist damit gezeigt, daß die Katalysatoren nicht nur auf a-Ketole ansprechen, sondern es handelt sich um ein ganz allgemein verwendbares Verfahren zur bevorzugten Acylierung solcher Hydroxylgruppen, für die sich eine Chelatbildung mit dem Katalysator-Ion und mindestens einer weiteren im Molekül vorhandenen zur Komplexbildung befähigten Gruppe, die räumlich nahe genug steht, vorstellen läßt.
Die besonders spezifisch wirkenden Kationen der I. und II. Hauptgruppe des Periodensystems der Verfahren zur katalytischer! Acylierung von Oxyverbindungen
Anmelder:
VEB Jenapharm, Jena, Otto-Schott-Straße
Dipl.-Chem. Dr. Gerhard Langbein, Manfred Meyer, und Dipl.-Phys. Dr. Karl Heller, Jena,
sind als Erfinder genannt worden
Elemente können grundsätzlich mit beliebigen Anionen kombiniert werden. In der Praxis wird sich die Auswahl jedoch auf die Ionenpaare beschränken
so müssen, die Salze ergeben, die in dem gewählten Lösungsmittelsystem, welches seinerseits wieder beliebig ist, wenn es nur beständiger gegen das Acylierungsmittel ist als der zu acylierende Alkohol, hinreichend gut löslich sind. Als Acylierungsmittel werden vorzugsweise die Säureanhydride verwendet. Dabei ist es gleichgültig, ob das Säureanhydrid als solches zugesetzt, unmittelbar vor dem Ansatz in einem geeigneten Lösungsmittel, z. B. der zugehörigen Säure oder Dimethylformamid, erzeugt und die Lösung direkt zur Acylierung benutzt wird, oder ob es im Ansatz selbst aus dem Katalysatorsalz, das in diesen Fällen in entsprechend größerer Menge eingesetzt werden muß, und dem Säurechlorid gebildet wird. Das neue Verfahren besteht also in seiner allgemeinsten Ausführungsform darin, daß man die zu acylierende Oxyverbindung in einem gegen das Säureanhydrid beständigeren Lösungsmittelsystem, vorzugsweise in einer niederen Fettsäure, gegebenenfalls unter Zusatz von Chloroform, Essigester, Dimethylformamid usw., löst, mit dem Katalysatorsalz, vorzugsweise dem Bariumsalz einer niederen Fettsäure versetzt und schließlich das Säureanhydrid zusetzt bzw. direkt im Ansatz erzeugt. Große Bedeutung kommt dem erfindungsgemäßen Verfahren ganz allgemein bei Umsetzungen mit kostspieligen Substanzen, insbesondere auf dem Gebiet der Naturstoffe zu. Als besonders treffende Beispiele werden Acylierungen von Steroiden beschrieben, die eine Oxy- oder Dioxyacetongruppierung im Molekül enthalten. In 21-Oxy-20-ketosteroiden kann die Reaktionsfähigkeit der 21-ständigen Hydroxylgruppe mit Katalysatorsalz auf das
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2- bis 450fache gegenüber der unkatalysierten Reaktion gesteigert werden. Es wird damit möglich, grundsätzlich alle Ester z. B. der hochwirksamen Steroidverbindungen Cortexon, Cortison, Hydrocortison, 1-Dehydrocortison, 9a-Fluor-l-dehydrohydrocortison usw., die oft besondere Vorteile in der Therapie haben, unter schonenden, leicht durchführbaren Bedingungen herzustellen. Die angeführten Ester, unter denen sich aromatische, alipha- und Mitarbeiter (deutsche Auslegeschrift 1 005 512) zu Substanzgemischen, aus denen nur unter starken Substanzverlusten das Monoacetat isoliert werden kann. So werden nach dem Verfahren der Monoacetylierung von Fried und Mitarbeiter (J. Amer. ehem. Soc, Bd. 79 [1957], S. 1135) im Beispiel 1 von der vorhandenen »Verbindung Epi-F« mehr als 27% in das Diacetat übergeführt.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird
tische und sterisch stark gehinderte befinden, zeigen, io das 21-Monoacetat (!!«,na-Dioxy^l-acetoxy^-pre-
gnen-3,20-dion) quantitativ auch mit dem z. B. 15fachen Überschuß an Acetanhydrid erhalten. Auch hier ist der technische Wert des Verfahrens offensichtlich.
Beispiel 1
100 mg (sü 0,25 mMol) Reichsteins Substanz S werden in wenig Propionsäure gelöst.
Bei Zimmertemperatur versetzt man nacheinander
daß das erfindungsgemäße Verfahren auch in bezug auf die zu gewinnenden Ester allgemeinster Anwendung fähig ist Auch Acylierungen mit Acylierungsmitteln, die nicht zu neutralen Estern führen, beispielsweise mit Anhydriden von Dicarbonsäuren, von denen das Bernsteinsäureanhydrid bevorzugt wird, lassen sich nach dem. neuen Verfahren durchführen.
Über die vorstehenden Anwendungen hinaus
erweist sich das erfindungsgemäße Verfahren von ao mit 0,8 ml einer lO°/oigen Lösung von Bariumacetat größtem Wert bei partiellen Acylierungen der in den in Propionsäure und mit 0,75 ml (<=» 5 mMol) Chelatkomplex einbezogenen Hydroxylgruppe. Propionsäureanhydrid.
In den zahlreichen Synthesen von Steroiden, die Nach 1 Stunde wird die Reaktionslösung mit
eine Oxy- oder Dioxyacetonseitenkette enthalten, Chloroform verdünnt, gut mit Sodalösung und tritt das Problem auf, die 21-ständige Hydroxyl- 25 Wasser gewaschen, mit Natriumsulfat getrocknet gruppe beispielsweise durch Acetylierung schützen und eingeengt, zu müssen, obwohl noch andere acylierbare Gruppen
vorhanden sind. So scheiterte die Gewinnung von
Desoxycorticosteronacetat aus dem nach Ehrhardt
und Mitarbeiter (Z. angew. Chem., Bd. 52 [1939], 30
S. 363) sowie nach Reich stein und Mitarbeiter
Man erhält das 21-Propionat in quantitativer Ausbeute; Fp.: 230 bis 232° C; [α]!,' = +133° (Dioxan, c = 0,014 g/l ml).
(HeIv. chim. Acta, Bd. 27 [1944], S. 1288) leicht zugänglichen 3/S,21-Diacetoxy-5-pregnen-20-on an der schwierigen Gewinnung des zugehörigen 21-Monoacetates.
Die Gewinnung von Reichsteins Substanz S aus dem nach Heer und Miescher (HeIv. chim. Acta, Bd. 34 [1951], S. 370) mit Hilfe des Cyanhydrinverfahrens von Sarett gut zugänglichen 3ß,2l-Oi-
Beispiel 2a
5 g (™ ISmMoI) Reichsteins Substanz S werden in möglichst wenig Essigsäure gelöst.
Man versetzt mit einer Lösung von 500 mg Lithiumacetat in 25 ml Eisessig.
Nach Zusatz von 15 ml Essigsäureanhydrid hält man die Temperatur 3 Stunden bei 50° C konstant. Danach wird mit Chloroform verdünnt, mit Sodalösung und Wasser gewaschen, mit Natriumsulfat
acetoxy-17a-oxy-5-pregnen-20-on scheiterte ebenfalls 40 getrocknet und eingeengt, an der schwierigen Gewinnung des entsprechenden Man erhält Substanz S-Acetat in quantitativer
Monoacetates. Die genannten Autoren arbeiten mit Ausbeute; Fp.: 239 bis 241° C. Acetanhydrid in Pyridin, wobei sie genau 1 Äqui- Die Vergleichsmessung mit reinem Substanz S-
valent Acylierungsmittel einsetzen, so daß als
Reaktionsprodukt ein Gemisch aus Monoacetat, 45 trums.
Diacetat und nicht acetyliertem Ausgangsmaterial
erhalten wird, aus dem durch fraktionierte Kristallisation oder Chromatographie das gesuchte Monoacetat isoliert werden muß. Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werden die entsprechenden 50 acetat werden in Eisessig gelöst. Nach Zusatz von Monoacetate in wesentlich größerer Reinheit auch 0,85 ml (w 8,5 mMol) Essigsäureanhydrid hält man
die Temperatur 5 Stunden bei 500C konstant. Danach wird wie unter 2a aufgearbeitet. Man erhält 1 la,17a-Dioxy-21-acetoxy-4-pregnen-3,20-dion in quantitativer Ausbeute (340 mg); [α]Γ= +120° (CHCl3; c = 0,010 g/l ml), +118° (Dioxan; c = 0,014 g/l ml).
Im IR-Spektrum des 21-Monoacetats sind im Carbonylbereich folgende Banden vorhanden: (Mes-
Acetat ergab völlige Übereinstimmung des IR-Spek-
Beispiel 2b
300 mg (^ 0,85 mMol) Δ*ΛΙα,Πα,2\-Ίήοχγ-3,20-diketopregnen (EpiF) und 20 mg Lithium-
mit z. B. dem 20fachen Überschuß an Acetanhydrid durch einfaches Verdünnen der Reaktionslösung mit Wasser erhalten. Der technische Fortschritt ist offensichtlich.
Weitere Beispiele der technischen Anwendung ergeben sich bei der Verarbeitung von mikrobiologisch hydroxylierten Steroiden mit der Oxy- oder Dioxyacetonseitenkette. In allen diesen Fällen
tritt ebenfalls das Problem auf, die 21-ständige 60 sung erfolgte in Chloroform)
Hydroxylgruppe vor der Abwandlung der mikrobiell eingeführten Hydroxylgruppe oder den Hydroxylgruppen durch selektive Acylierung schützen zu müssen. Als Beispiel sei die Acetylierung der »Verbindung Epi-F« (11 a,17a,21-Trioxy-4-pregnen- 6g 3,20-dion) angeführt. Dieses" wichtige Glied in der Cortison- und Prednisongewinnung führt nach den bekannten Acetylierungsverfahren von Lindner 1667 sehr stark (unges. 3-Ketobande)
1733 stark Ί 21 — OAc — 20 — C = ΟΙ 750 mittelstark/ Gruppierung
Beispiel 3
0,5 g («* 1,5 mMol) Reichsteins Substanz S und mg Kaliumacetat werden in 3,3 ml Essigsäure
gelöst und auf eine Temperatur von 50° C gebracht. Nach Zusatz von 1,5 ml (rs 15 mMol) Essigsäureanhydrid wurde die Temperatur 9 Stunden konstant gehalten. Danach wurde die Reaktionslösung mit Chloroform verdünnt, mit Sodalösung und Wasser gewaschen, mit Natriumsulfat getrocknet und im Vakuum eingeengt.
Man erhält 90% Reichsteins Substanz S-acetat; Fp.: 239 bis 2410C.
Die Vergleichsmessung mit reinem Substanz S-acetat ergab völlige Übereinstimmung des IR-Spektrums.
Beispiel 4a
Man gibt 11,2g Bariumphenylacetat und 4,5 ml Phenylacetylchlorid in 5 ml Dimethylformamid und läßt über Nacht stehen. Dieses Reaktionsgemisch gibt man zu einer Lösung von 1,0 g Reichsteins Substanz S und 0,8 g Bariumacetat in 9 ml Eisessig und läßt 24 Stunden bei Zimmertemperatur reagieren. Danach wird mit Chloroform verdünnt, mehrere Male mit Sodalösung und Wasser gewaschen und eingeengt. Man erhält das 21-Acetat in quantitativer Ausbeute; Fp.: 232 bis 234° C [a]f = +132° (Dioxan; c = 0,01 g/l ml).
Beispiel 4b
Man gibt 11,2g Bariumphenylacetat zu 4,5 ml Phenylessigsäurechlorid und 5 ml Dimethylformamid und läßt das Gemisch einige Stunden stehen. Danach gibt man dieses Gemisch zu einer Lösung von Phenylessigsäure, Bariumphenylacetat und 1,0 g Reichsteins Substanz S in 9 ml Chloroform. Das Reaktionsgemisch hält man 16 Stunden auf 60° C und arbeitet auf, indem man 3 ml Chloroform zugibt und das Ganze 2mal mit 2 n-Sodalösung und 2mal mit 2 η-Salzsäure und schließlich mit Wasser wäscht und mit Natriumsulfat trocknet. Die Chloroformlösung wird eingeengt und dann mit Äther versetzt. Man erhält das 21-Phenylacetat in fast quantitativer Ausbeute.
17a,21-Dioxy-4-pregnen-3,20-dion-21-phenylacetat schmilzt bei 164 bis 1650C und zeigt einen Drehwert: [o]d = +110° in Dioxan (c = 1).
Auf ähnliche Weise erhält man beispielsweise:
Desoxycortixosteron-21-hexahydrobenzoat
Fp. 113 bis 114° C; [a]f = +163° (C=I; Äthanol)
3,20-Diketo-17a-oxy-21-[furoyl-(2)-oxy]-
4-pregnen
Fp. 223° C; [a]f = +182° (c = 0,90;
Chloroform)
Cortison-21 -cyclopentylpr opionat
.Fp. 158 bis 161° C
Cortison-21 -hexahydrobenzoat
Fp. 219° C; [a]f = +195° (c = 1; Chloroform)
Prednison-21 -hexahydrobenzoat
Fp. 272° C; [a]f = +172° (c = 0,5; Dioxan) Prednison-21 -(4-methoxy-phenoxy)-acetat
Fp. 130 bis 135° C
Prednison-21 -(4-tert.-butylphenoxy)-acetat
Fp. 130 bis 135° C
Predni son-21 -(phenoxyacetat)
Fp. 205 bis 207° C
Prednison-21-(4-chlorphenoxy)-acetat
Fp. 180 bis 182° C
Prednisolon-21 -hexahydrobenzoat
Fp. 245° C; [o]f = +106° (c - 0,5; Dioxan) Prednisolon-21 -(4-chlorphenoxy)-acetat
Fp. 184 bis 186° C
Beispiel 5
150 mg Reichsteins Substanz S und 850 mg Bariumtrimethylacetat werden in einem Gemisch aus Trimethylessigsäure und Chloroform gelöst. Nach Zusatz von 0,5 ml Trimethylacetylchlorid läßt man
ίο 24 Stunden bei Zimmertemperatur reagieren, wäscht dann mehrere Male mit Sodalösung und Wasser und engt zur Trockne ein.
Man erhielt 175 mg des 21-Trimethylacetats. Nach dem Umkristallisieren aus Aceton erhält man reines Substanz S-Trimethylacetat vom Fp. 265 bis 267° C.
Beispiel 6a
100 mg Cortexon und 40 mg Bariumacetat werden in 0,8 ml Essigsäure gelöst. Nach Zusatz von 0,3 ml Essigsäureanhydrid läßt man 4 Stunden bei Zimmertemperatur stehen. Danach wird mit einem organischen, nicht mit Wasser mischbaren Lösungsmittel verdünnt, mit Sodalösung und Wasser gewaschen, mit Natriumsulfat getrocknet und eingeengt; man erhält Desoxycorticosteronacetat vom Fp. 155 bis 157° C.
Beispiel 6b
Man löst 100 mg SjS.na^y^
allopregnan und 70 mg Bariumacetat in 1,3 ml Essigsäure und 0,5 ml Essigsäureanhydrid. Nach 3stündigem Stehen bei Raumtemperatur wird wie unter 6a aufgearbeitet.
Nach dem Umkristallisieren aus Aceton erhält man (85%) des 21-Monoacetats vom Fp. 235 bis 239° C.
Auf ähnliche Weise erhält man beispielsweise:
3,17a,21 -Trioxy-20-keto-pregnan-21 -acetat
Fp. 224° C
3ß, 17ct,21 -Trioxy^O-keto-S-pregnen^ 1 -acetat
Fp. 212 bis 215° C
3£21-Dioxy-20-keto-5-pregnen-21-acetat
Fp. 183 bis 185° C.
Beispiel 7
500 mg (ss 1,4 mMol) ll
gnen-3,20-dion (Epi-F) und 35 mg Calciumformiat werden in Eisessig gelöst. Nach Zusatz von 1,4 ml («a 14 mMol) Essigsäureanhydrid hält man die Temperatur 1,5 Stunden bei 500C konstant. Danach wird die Reaktionslösung mit Chloroform verdünnt, mit Sodalösung und Wasser gewaschen und eingeengt. Man erhält das 21-Acetoxy-17a,l la-dioxy-4-pregnen-3,20-dion, das mit dem nach Beispiel 2b erhaltenen identisch ist.
Beispiel 8
Man löst 400 mg Bariumacetat und 1,0 g Pregnan-3<z,6a-diol-20-on in einem Lösungsmittelgemisch von 7 ml Eisessig und 3 ml Essigsäureanhydrid. Nachdem die Reaktionslösung einige Stunden bei Raumtemperatur gestanden hat, wird mit Methylenchlorid verdünnt, mit Sodalösung und Wasser gewaschen und eingeengt. Man erhält das Pregnan-3a,6a-diol-20-on-3,6-diacetat in. quantitativer Ausbeute; Fp.: 130 bis 133° C; [a]f = +49° (Dioxan).
Beispiel 9
Man gibt 5,0 g Salizylaldehyd zu 90 ml Eisessig und 42 ml Acetanhydrid und löst außerdem 5,0 g Bariumacetat in dem Gemisch. Diese Lösung bleibt über Nacht stehen. Man setzt ein mit Wasser nicht mischbares organisches Lösungsmittel hinzu und extrahiert mit Sodalösung und Wasser. Nachdem das organische Lösungsmittel durch Destillation vertrieben ist, destilliert der reine o-Acetoxybenzaldehyd. o-Acetoxybenzaldehyd zeigt im IR-Spektrum je eine starke Bande bei 1700 cm"1 und 1770 cm-1. OH-Absorption im Gebiet von 3000 cm^1 bis 3600 cm"1 ist nicht mehr nachweisbar.
Beispiel 10
10,0 g Milchsäureäthylester und 10,0 g Bariumacetat gibt man zu 195 ml Eisessig und 86 ml Acetanhydrid. Man läßt 4 Stunden bei Raumtemperatur stehen und arbeitet wie unter Beispiel 9 auf. Man erhält den reinen a-Acetoxypropion-säureäthylester.
Durch die Acetylierung verschiebt sich die Bande des cc-Oxypropionsäureäthylesters von 1730 cm""1 nach 1760 cm-1. Im Gebiet von 3000 cm-1 bis 3600 cm-1 ist keine OH-Absorption mehr nachweisbar.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zur- katalytischen Acylierung von Oxoverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß
    man die zu acylierende Verbindung, die eine oder mehrere Oxygruppen enthält, für die sich bei mindestens einer Oxygruppe eine Chelatbildung mit dem Katalysator und wenigstens einer weiteren im Molekül vorhandenen zur Chelatringbildung geeigneten Gruppe, beispielsweise einer Carbonylgruppe, vorstellen läßt, in Gegenwart von Verbindungen, vorzugsweise den carbonsauren Salzen der Metalle, der I. und II. Hauptgruppe des Periodensystems der Elemente, mit dem Acylierungsmittel, vorzugsweise einem Säureanhydrid, das man gegebenenfalls erst im Reaktionsmedium erzeugt, zu der zugehörigen Acyloxyverbindung umsetzt.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Ehrhardt und Mitarbeiter, Z. angew. Chem., Bd. 52 (1939), S. 363;
    R eich st ein und Mitarbeiter, HeIv. chim. Acta, Bd. 27 (1944), S. 1288;
    Heer und Miescher, HeIv. chim. Acta, Bd. 34 (1951), S. 370;
    Lind η er und Mitarbeiter, deutsche Auslegeschrift Nr. 1005 512;
    Fried und Mitarbeiter, J. Amer. chem. Soc, Bd. 79 (1957), S. 1135.
    © 209 630/282 &.62
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