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Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens zum Herstellen von mehrwandigen
Kreuzbodenventilsäcken aus Papier oder ähnlichem Material mit gestaffelten Lagen
und positiver Staffelung aller vier Eckeinschläge Das Hauptpatent hat ein Verfahren
zum Herstellen mehrlagiger Kreuzbodenventilsäcke aus Papier oder ähnlichem Material
mit gestaffelten Lagen und positiver Staffelung aller vier Eckeinschläge zum Gegenstand,
wobei alle Bahnen, außer der die innerste Sackwandlage ergebenden Bahn, durch Walzenpaare
hindurchgeführt werden, deren eine Walze U-förmige Messer mit in der Förderrichtung
vorangehendem U-Steg trägt. Hierbei liegen diese U-Stege in einer zur Walzenachse
parallelen Linie, während die andere Walze jedes Walzenpaares entsprechende Nuten
aufweist. Die hierbei hergestellten Lappen werden um ihre U-Stege umgefaltet, wobei
diese U-Stege in halbem Abstand der Lappenlänge von dem Ablängeschnitt gelegen sind,
an dem die fertigen Sackabschnitte von der Papierbahn abgetrennt werden.
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Das Hauptpatent sieht bei der beschriebenen Ausführungsform vor, daß
die Kanten der übereinanderzuliegenden Bodenseitenumschläge der einzelnen Sackschichten
auf einer Höhe liegen, da der Trennschnitt für die einzelnen Sackabschnitte auf
gleicher Höhe erfolgt.
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Die Erfindung verfolgt das Ziel, eine Vorrichtung zu erstellen, mit
der bei Durchführung des Verfahrens nach dem Hauptpatent die Bodenseitenumschlagkanten
gestaffelt werden können, und zwar vorzugsweise so, daß die Staffelung an jedem
Sackboden bei dessen einem Seitenumschlag positiv, bei dem anderen Seitenumschlag
negativ ausfällt. Hierbei soll wie bei dem Hauptpatent das Entstehen von Papierschnitzeln
ganz oder weitgehend vermieden werden.
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Zur Erreichung dieses Zieles wird eine Vorrichtung zur Durchführung
eines Verfahrens zum Herstellen von mehrwandigen Kreuzbodenventilsäcken aus Papier
oder ähnlichem Material mit gestaffelten Lagen und positiver Staffelung aller vier
Eckeinschläge nach Patent 1066 851 vorgeschlagen, bei der zum Durchführen
aller Bahnen, außer der die innerste Sackwandlage ergebenden Bahn, Walzenpaare vorgesehen
sind, deren eine Walze U-förmige Messer mit in der Förderrichtung vorangehendem
U-Steg trägt, wobei diese U-Stege in einer zur Walzenachse parallelen Linie liegen,
während die andere Walze jedes Walzenpaares entsprechende Nuten aufweist. Hierbei
sind Dornreihen zur Bildung von Schwächungslinien vorgesehen, um vor dem Vereinigen
der mit Einschnitten versehenen Bahnen zur Lagenschicht Vortrennungen in ihnen anbringen
zu können. Ferner ist eine Abreißeinrichtung zum Ablängen des von der Bahnenschicht
gebildeten Schlauches durch Abreißen angeordnet. Erfindungsgemäß sind die Dornreihen
auf den die Messer tragenden Walzen der Walzenpaare zwischen je zwei U-Messern einerseits
und zwischen je einem U-Messer und dem Rand der Walzen andererseits angeordnet,
während sich den Dornreihen entsprechende Lochreihen auf den die Nuten aufweisenden
Walzen der Walzenpaare befinden.
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Es ist ein Verfahren zur Herstellung von mehrwandigen Schlauchstücken
für Papiersäcke bekannt, deren Bodenseitenumschläge gestaffelt sind. Hierbei ist
in einer Bahn eine geradlinig von dem einen Rand zum anderen Rand verlaufende Perforierung
vorgesehen, während in den anderen Lagenabschnitten in Längsrichtung der Bahn gegeneinander
vorgesehene Abstufungen der Perforierungen oder der Schwächungslinien vorgesehen
sind. Bei diesem bekannten Verfahren erstrecken sich die Schwächungslinien somit
von einem Rand zum anderen, wobei sie durch in Längsrichtung der Bahnen gelegene
Schnitte unterbrochen sein können. Hierbei werden die Querperforationen und die
Längsschnitte durch auf einer Walze
angeordnete Dornreihen und Messer
erzeugt. Die Erfindung geht von U-förmigen Einschnitten in den Bahnen aus, zwischen
denen die Perforierung oder Schwächungslinie einerseits vorgesehen ist und zwischen
denen und dem Rand der Bahn andererseits der weitere Abschnitt bzw. die weiteren
Abschnitte der Schwächungslinie oder Perforierung gelegen sind.
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Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung können die Dornreihen und
die ihnen zugeordneten Lochreihen auf besonderen Walzenpaaren angeordnet sein.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung gehen aus der Zeichnung hervor,
die ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wiedergibt.
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Fig. 1 zeigt eine Sackherstellvorrichtung nach der Erfindung in schaubildlicher
Darstellung; Fig. 2 bis 7 geben Teile der mit ihr verarbeiteten Papierbahnen in
Draufsicht wieder, während Fig. 8 einen Papiersack zeigt, der an beiden Enden zu
Kreuzböden aufgezogen ist; Fig. 9 -stellt eine Ecke dieses Sackes in größerem
Maßstab dar, wobei der Boden an dieser Ecke bereits gebildet ist.
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Mit 10, 11 und 12 sind die durch das Sammelwalzenpaar 13 von ihren
Vorratsrollen 14, 15 und 16 abgezogenen Bahnen bezeichnet. Die Walzen der Walzenpaare
17, 18 und 19 tragen Messer 20, 21 und 121 bzw. entsprechende Nuten. Die Bezugsziffer
25 bezeichnet Leisten zum Herausdrücken der entstandenen Lappen aus der Ebene der
Bahn. Mit 28 sind die auf einem Stapeltisch gesammelten Schlauchabschnitte bezeichnet,
und 29 sind Ventilschlaucheinlagen, die an einer Ecke jedes Sackes eingefügt werden.
In Bahnförderrichtung vor den Walzenpaaren 17, 18 und 19 sind Walzenpaare 117, 118
und 119 angeordnet, deren eine Walze Vortrenndorne trägt, die andere entsprechende
Ausnehmungen, in welche diese Dorne beim Umlauf eingreifen. An Stelle des Querschneiders
ist ein glattes Walzenpaar 26 vorgesehen, hinter dem in Bahnenförderrichtung ein
zweites solches Walzenpaar 127, das mit etwas größerer Umfangsgeschwindigkeit rotiert,
vorgesehen ist, die zusammen als Abreißeinrichtung dienen.
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Mit x-x sind die Faltlinien der Seitenkanten des Bahnenschlauches,
mit y die Bahnenförderrichtung bezeichnet (Fig. 2 bis 8).
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Auf den Walzenpaaren 117 und 119 sind nun die Lochdorne zwischen den
Messern 20 und 121 der auf dieselbe Bahn einwirkenden Walze 17 bzw. 19 sowie ihre-
Gegenlöcher in quer zur Bahn liegenden Reihen angeordnet, wobei diese Dornreihen
um ebensoviel vor der Linie a einstechen (Fig. 2 bis 4), wie die Dornreihen für
die Randteile der Bahnen beiderseits der Messer 20 und 121 der Walzen 17 und 19
hinter dieser Linie a zum Einstechen kommen, beides in der Bahnlängsrichtung gesehen.
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Auf dem Walzenpaar 118 hingegen, durch das die mittlere Bahn 11 hindurchläuft,
liegen die Dorne und ihre Nuten in einer einzigen, über die ganze Bahnbreite quer
hinweggehenden Reihe, die derartig gelegt ist, daß die von den Dornen ausgeführten
Vortrennungslochungen in der Linie a zu liegen kommen. Durch diese Anordnung der
Dornreihen gegenüber den drei Bahnen vwird bewirkt, daß das ablängende Abreißen
der Bahnen eine Staffelung der die Bodenseitenumschläge ergebenden Bahnteile herbeiführt,
die in dem einen Seitenumschlag positiv und in dem anderen negativ ist. Die Stufenhöhe
dieser Staffelung ist dabei auf der positiven Seite ebensogroß wie auf der negativen,
die eine Stufe jeder Staffelung kann dabei von ihrer anderen in bekannter Weise
verschieden sein. Gegenüber den Stegabschnitten der von den Messern 20 und 121 hervorgebrachten
U-förmigen Einschnitte in den Bahnen ist der Abstand der Vortrennlöcherreihen von
der Linie a unabhängig; sie müssen nur gegen die Flansch- oder Schenkelabschnitte
dieser U-förmigen Einschnitte stoßen, oder diese müssen entsprechend verlängert
sein, damit Vortrennungen und Einschnitte eine zwar treppenförmige, aber über die
ganze Bahn hinweg ununterbrochen verlaufende Trennlinie ergeben, um hernach ein
vollkommenes Abreißen zu ermöglichen.
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Die Messer 21 für die mittlere Bahn 11 können gegenüber den Dornen
der Walze 118 so liegen, daß in dieser Bahn 11 die Stegabschnitte der Einschnitte
und die Reihen der Vortrennlöcher auf einer Geraden liegen, die sich dann auf Höhe
der Linie a befindet.
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Notwendig ist dies jedoch nicht. Da die Staffelung der Seitenumschläge
von der der Eckeinschläge im wesentlichen unabhängig ist, ist auch die Lage der
Stegabschnitte der U-Einschnitte von der der Vortrennungen in der Bahnlängsrichtung
nicht abhängig.
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Da in der die innerste Wandlage ergebenden Bahn 12 (wie auch beim
Hauptpatent) kein Herausdrücken der Eckeinschlagkanten vorgenommen wird und daher
auch keine U-förmigen Lappen ausgeschnitten zu werden brauchen, können die die Eckeinschlagquerkanten
ergebenden Schnitte durch Vortrennen und Abreißen statt durch Einschneiden an der
noch frei liegenden Bahn 12 erzeugt werden, wozu dann auf den Stegabschnitten dieser
Einschnitte nur Lochreihen angebracht würden. Dann erhalten die Eckeinschläge in
der innersten, zu verklebenden Wandlage keine glatte Kante, sondern eine abgerissene.
Die Flanschabschnitte der U-Einschnitte müssen stellenweise verlängert werden, entweder
über den Stegabschnitt hinaus oder in der entgegengesetzten Richtung.
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Die Fig. 2 zeigt Bahn 10 für die äußerste Wandlage in ihrem Zustand
vor dem Abreißen, jedoch noch nicht zum Schlauch geformt, und vor dem Umschlagen
der U-förmigen Einschnitte, also beim Eintritt in das Walzenpaar 13. Die in dieser
Bahn 10 angebrachte Trennung besteht aus den beiden in einer Geraden liegenden Lochreihen
123 in den Bahnrandteilen, den U-förmigen Einschnitten 23 und der zwischen diesen
liegenden Lochreihe 125. Die Lochreihen 123 und 125 haben in. Bahnrichtung von der
Linie a nach entgegengesetzten Seiten gleiche Abstände. Nach der einen Seite hin,
hier nach der Lochreihe 125 zu, sind die Flanschabschnitte der Einschnitte 23 zu
23' verlängert.
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Die in Fig. 3 in gleicher Weise dargestellte Bahn 11 für die mittlere
Wandlage weist eine Trennung auf, die aus den Lochreihen 124, den U-förmigen Einschnitten
24 und der Lochreihe 126 zwischen diesen besteht. Die Lochreihen 124 und 126 liegen
bündig in einer Geraden. Eine Verlängerung der Flanschabschnitte der Einschnitte
24 ist hier nicht erforderlich, da die Lochreihen 124 und 126 mit den Stegen eine
Gerade bilden oder gegen die Flanschabschnitte selbst stoßen, sich also eine geschlossene
Treppenlinie der Vortrennung ergibt.
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Fig. 4 zeigt in derselben Weise die Bahn 12 für die innerste Wandlage.
Die Trennung besteht hier aus
den Lochreihen 128 an den Bahnrändern
und der Lochreihe 129 in der Bahnmitte; diese sind in der Bahnlängsrichtung gegen
die gedachte Linie a (auf der beim Hauptpatent das Abschneiden erfolgt) nach beiden
Seiten hin um ebensoviel versetzt wie bei der Bahn 10, aber im umgekehrten Sinn.
Die Einschnitte 130 weisen hier nur je einen geraden Schnitt quer zur Bahn auf;
an ihn schließen sich Flanschenschnitte nur so weit an, daß die Lochreihen 128 und
129 erreicht werden, um eine geschlossene Vortrennung herzustellen; deren in der
Bahnenlängsrichtung verlaufende Teile werden nicht als Lochreihen ausgeführt, sondern
durchweg als Schnitte, auch wo dies nicht für ein Herausklappen erforderlich wäre,
weil ein Abreißen von Lochreihen, die in der Abreißrichtung gelegen sind, oftmals
keine saubere Trennung ergibt.
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Die Messer für die Einschnitte und die Dorne für die Lochungen können
auch auf jeweils derselben Walze angebracht werden; dann entfallen bei der Vorrichtung
nach Fig. 1 die Walzenpaare 117, 118 und 119.
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Die Fig. 5, 6 und 7 zeigen die Bahnen 10, 11 und 12 nach erfolgtem
Abreißen, also nach dem Austritt aus dem Walzenpaar 127, besserer Klarheit halber
aber nicht als ineinandersteckende Schlauchabschnitte, wie es der Wirklichkeit entspräche,
sondern wieder aufgefaltet und nebeneinanderliegend. An den Bahnen 10 und 11 sind
die Lappen 23", 23"' und 24" um den Steg der Einschnitte 23, 24 umgeschlagen.
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Die Breite der die Eckeinschläge ergebenden Teile quer zur Bahn ist
überall gleich bis auf den einen Lappen 23'. Dieser ist etwas schmaler gehalten,
wozu die Steglänge des einen Messers 20 etwas kürzer bemessen ist. Fig. 9 zeigt,
welche Gestalt sich hierdurch am fertig zusammengeschlagenen Sackboden ergibt. In
dieser Fig. 9 ist auf der einen Seite die Ventilecke des Sackes veranschaulicht,
wo der Ventilschlauch 29 eingelegt ist. Auf der anderen Seite ist die auf der Ventilseite
des Sackes liegende Ecke des anderen Sackbodens gezeigt. Der Eckeinschlag hat an
diesen beiden Ecken in seiner äußeren Lage eine geringere Breite. An der Ventilecke
macht sich dies nicht bemerkbar, weil hier der Ventilschlauch 29 eingelegt ist.
An der anderen Ecke aber ergibt sich ein kleiner herausstehender dreieckiger Zipfel
der äußersten Lage, da diese an ihren Seitenrändern eine Staffelung dieser Lage
gegen die beiden anderen Lagen 11 und 12 aufweist. Diese Staffelstufe wird nun beim
Zusammenschlagen des Kreuzbodens an der ventilfreien Ecke beiderseits zweckmäßig
umgefaltet, wobei der sonst entstehende dreieckige Zipfel 131eingeschlagen wird
und die Bodenecke abdichtet. Wenn das maschinelle Zusammenschlagen der Kreuzböden
in der bekannten Weise erfolgt, bei der die Sackrohlinge mit vorangehender Ventilecke
quer zu ihrer Längsrichtung gefördert werden, dann läßt sich ein solches Umfalten
und Einschlagen unschwer durchführen. An den gegenüberliegenden Ecken beider Böden,
welche Ecken bei der erwähnten Zusammenschlageweise nachlaufen, wird hingegen vorteilhaft
eine Abdichtung dieser Bodenecken dadurch erzielt, daß die dreieckigen Teile der
auf die Böden aufgeklebten Deckstreifen umgeklebt werden.
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Wie beim Hauptpatent liegen die Einschnitte quer zur Bahn immer spiegelgleich
zu den Faltlinien x-x, um welche die Bahnen zum Schlauch gefaltet werden. Bei dem
hier beschriebenen Ausführungsbeispiel sind die U-förmigen Einschnitte und damit
die herausgefalteten Lappen der mittleren und der äußeren Bahn gleich lang in Bahnlängsrichtung;
sie decken sich also in der Länge völlig, und es besteht nur zwischen ihnen- und
der innersten Lage eine Staffelung. Es können auch hier Staffelstufen von Lage zu
Lage oder bei mehr als, dreilagigen Säcken von Lagengruppe zu Lagengruppe vorgesehen
werden. Dies richtet sich nach den jeweiligen Anforderungen, die an den Sack gestellt
werden, und auch nach dem Werkstoff, aus dem die einzelnen Lagen gefertigt werden,
wenn für sie in bekannter Weise verschiedene Stoffe Verwendung finden.
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An der Ventilecke des Sackes entstehen bei Herstellung nach der Erfindung
zwei Taschen zum Einstecken des herausragenden, umgefalteten Ventilschlauchendes,
wie dies bekannt ist. Die eine Tatsache liegt zwischen dem Eckeinschlag und dem
Ventilschlauch und reicht nach innen bis an die Klebstelle zwischen innerster Eckeinschlaglage
und Ventilschlauch. Die andere Tasche befindet sich zwischen Ventilschlauch und
Sackboden oder einem in diesen untergeklebten Verstärkungsstreifen und reicht gleichfalls
bis an die Klebstelle zwischen diesen beiden Teilen. Beide Taschen können nach innen
hin dadurch in bekannter Weise vertieft werden, daß der Ventilschlauch mit Lappen
über diese Klebstelle in das Sackinnere hineinragt und der Lappen nach Umfaltung
für die Verklebung benutzt wird.