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Amphibisches Brücken- und Übersetzfahrzeug Die Erfindung bezieht sich
auf ein amphibisches Brücken- und übersetzfahrzeug mit einem mit eigenem Antrieb
und Steuerungsmöglichkeit für die Fortbewegung im Wasser und auf dem Lande ausgestatteten
Schwimmkörper. Das Deck dieses Schwimmkörpers ist als direkt befahrbarer Bestandteil
der Ladefläche einer zu bildenden Fähre oder der Brükkenfahrbahn einer zu bildenden
Brücke ausgebildet. Seitlich am Schwimmkörper des Fahrzeuges sind Seitenschwimmkörper
angelenkt, die für den Landtransport auf das Deck des Schwimmkörpers einklappbar
sind und in ausklappbarem Zustand die Deckfläche und den Auftrieb vergrößern. Es
handelt sich Bier also um ein amphibisches Fahrzeug, das so ausgebildet ist, daß
es unter Beachtung der heutigen militärischen Aspekte geeignet erscheint, insbesondere
zum Brückenschlag und zum Übersetzen über Gewässer beliebiger Art und Breite eingesetzt
zu werden, vorzugsweise in Gestalt einer aus einer Mehrzahl solcher Fahrzeuge zusammengefügten
Schwimmbrücke.
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Schwimmbrücken bzw. die eine solche Schwimmbrücke ergebenden Einzelteile
waren bisher, sofern überhaupt eine weitgehende Beweglichkeit vorgesehen war, auf
Fahrzeuge verschiedenster Typen verteilt, mußten von diesen beim Einsatz abgeladen
und unter Heranziehung weiterer Mittel und Kraftquellen zur Schwimmbrücke zusammengebaut
werden. Dies machte einen umfangreichen Park der verschiedensten Fahrzeuge notwendig,
die noch dazu immer nur teilweise zum Einsatz gelangen konnten. Weiterhin war der
Brückenschlag selbst äußerst umständlich und damit langwierig. Die erste und wichtigste
Forderung nach Schnelligkeit und Beweglichkeit konnte also mit solchen Geräten nicht
erfüllt werden. Es wurde nun schon vorgeschlagen, eine Brückenbaueinheit so auszubilden,
daß sie erstens als auf dem Lande und im Wasser selbsttätig operierende Einheit
ausgebildet ist, d. h., sie wird mit einem Schwimmkörper ausgerüstet, der Antriebs-
und Steuerungsmittel für die selbsttätige Bewegung auf dem Lande und im Wasser vorsieht.
Dieser Schwimmkörper ist des weiteren mit einem Brückenelement ausgerüstet, das
also einen Bestandteil der zu bildenden Brückenfahrbahn darstellt, das allein mit
den im und am Schwimmkörper vorhandenen Mitteln und Kraftquellen und ohne Hinzuziehung
solcher Mittel und Kraftquellen von außen bedienbar ist und vor allem in die Lage
verbracht werden kann, in der es dann einen Teil der Brückenfahrbahn bildet.
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Die vorliegende Erfindung hat sich nun die Aufgabe gestellt, ein insbesondere
als Brückenbaueinheit einzusetzendes Fahrzeug der eingangs beschriebenen Art weiter
auszubilden, vor allem weitere Möglichkeiten für die Ausgestaltung des eigentlichen
Brückenelementes zu finden, die gegebenenfalls die Anordnung besonderer Endrampen
überflüssig machen. Weiterhin sollten nach Möglichkeit seitliche, aufblasbare Schläuche
vermieden werden. Schließlich sollte, um das Eigengewicht des Fahrzeuges zu erleichtern,
zumindest zum Teil dessen Deck zugleich als Fahrbahn herangezogen werden und die
Gesamtgestaltung so getroffen werden, daß das Fahrzeug gegebenenfalls neben seiner
Hauptaufgabe als Brückenbaueinheit auch entweder allein oder mit anderen gleichartigen
Fahrzeugen gekoppelt als Fähre eingesetzt werden kann.
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Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe durch ein amphibisches Brücken-
und Übersetzfahrzeug, das im wesentlichen als mit eigenem Antrieb und Steuerungsmöglichkeit
für die Fortbewegung im Wasser und auf dem Lande ausgerüsteter Schwimmkörper aus
Metall ausgebildet ist, dessen Deck als direkt befahrbarer Bestandteil der Brückenfahrbahn
einer zu bildenden Brücke oder der Ladefläche einer zu bildenden Fähre ausgebildet
ist, das weiterhin mit Seitenschwimmkörpern versehen ist, die seitlich am Schwimmkörper
des Fahrzeuges angelenkt sind und in ausklappbarem Zustand die Decksfläche und den
Auftrieb vergrößern und für den Landtransport auf das Deck des Schwimmkörpers eingeklappt
werden können, wobei erfindungsgemäß etwa in Deckshöhe horizontale, in Fahrzeuglängsrichtung
verlaufende Achsen vorgesehen sind, um die zusätzliche Rampenteile hydraulisch um
kleine Winkel beiderseits der horizontalen Ebene in ausklappbarem Zustand des Seitenschwimmkörpers
verschwenkbar sind, wobei
weiterhin Kupplungsmittel an den freien
Längsseiten dieser Rampenteile vorgesehen sind, die zum Verbinden der einzelnen
Fahrzeuge bzw. zur Befestigung weiterer Brückenfahrbahnteile, Ladeflächenteile oder
Rampenteile dienen, die vorzugsweise als Hohlkästen ausgebildet sind.
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Die Schwenkachse der Rampenteile ist vorteilhafterweise in den Seitenschwimmkörpern,
und zwar der Wandung des Fahrzeugkörpers gelagert, wobei weiterhin die Rampenteile
auf den Seitenschwimmkörpern in ihrer Höhe verstellbar abgestützt sind.
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Zur Durchführung dieser Schwenkbewegung der Rampenteile sind hydraulische
Arbeitszylinder vorgesehen, die mit Sicherheitsventilen gegen txberlastung ausgerüstet
sind.
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Zur biegesteifen Verbindung des Fahrzeugkörpers mit den Seitenschwimmkörpern
können in den Seitenwänden des Fahrzeugkörpers angeordnete, mechanisch oder hydraulisch
betätigte Hacken vorgesehen sein, die in entsprechende, ihnen zugeordnete Ausnehmungen
der Seitenschwimmkörper und dort vorgesehene Haltemittel eingreifen.
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Schließlich kann ein Bordkran für die leichte Montage der zusätzlichen
Ladefläche- und/oder Brückenfahrbahnteile vorgesehen sein.
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Weitere Merkmale der Erfindung und Einzelheiten der durch dieselbe
erzielten Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der in den Zeichnungen
dargestellten beispielsweisen Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes.
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Fig. 1 zeigt das Fahrzeug in Seitenansicht, und zwar in seinem Landfahrzustand;
in Fig. 2 ist das Fahrzeug in der Stirnansicht dargestellt, und zwar ebenfalls in
seinem Landfahrzustand; in Fig.3 ist dieselbe Stirnansicht im Wasserfahrzustand
zu sehen; Fig.4 zeigt das Fahrzeug in der Seitenansicht, ebenfalls im Wasser; in
Fig.5 ist derselbe Zustand des Fahrzeuges, von oben sichtbar, dargestellt; Fig.6
iäßt das seitliche Brückenfahrbahnteil des Fahrzeuges erkennen, das schwenkbar und
feststellbar ist und in einfacher Weise als Rampe ausgebildet werden kann; in Fig.
7 sind, in vergrößertem Maßstab, Einzelheiten einer Kupplung für die Rampenteile
od. dgl. dargestellt: In Fig.l ist das Brückenfahrzeug in der Seitenansicht, und
zwar in seinem Zustand für den Einsatz und die Fortbewegung auf dem Lande dargestellt.
Das Fahrzeug besteht aus einem poptonartig ausgebildeten Schwimmkörper 1, der vorzugsweise
als verwindungssteife Leichtmetallschweißkonstruktion ausgebildet sein kann. Vorzugsweise
erfolgt eine Unterteilung in etwa fünf Räume durch luft- und wasserdichte Schonwände,
so z. B. in einen Fahrerhausraum, in zwei unten offene Radkammern, in einen mittleren
Getrieberaum und in einen hinteren Motorraum. Die Decke des mittleren Getrieberaumes
ist als direkt befahrbare Flachblechfahrbahn mit Quer- und Längsstreifen sowie kastenförmigen
Fahrbahnsteifen wasserdicht ausgebildet. Die Montageöffnungen und Einstiegluken
sind ebenfalls wasserdicht verschlossen. Die Decke des Getrieberaumes kann schließlich
um einen gewissen Betrag niedriger als die Pontonoberkante gehalten sein, dadurch
wird die Fahrbahn, die üblicherweise 4 m breit ist, entsprechend markiert. Außerdem
kann dieser Raum während des Einsatzes des Fahrzeuges auf dem Lande zur Aufnahme
der übrigen Teile, die die Brückenfahrbahn bilden, dienen.
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Weiterhin sind Seitenschwimmer 2 vorgesehen, die bei Landfahrt auf
das Deck des Fahrzeuges geklappt sind und vor dem Einsatz des Fahrzeuges im Wasser
seitlich heruntergeklappt werden können. Zur Verbindung der Seitenschwimmer 2 mit
dem Fahrzeugkörper 1 können in den Seitenwänden des Motorraumes mechanisch oder
hydraulisch betätigte Haken 3 (Fig. 6) an besonders kräftigen Steifen angeordnet
sein. Diese Verbindung überträgt gleichzeitig die aus den Biegemomenten bei Verkehrsbelastung
herrührenden Zugkräfte.
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Die Achsen 4 der Räder 5 können in ihrer Höhenlage verstellt werden,
so daß das Fahrzeug für den Betrieb auf dem Lande, insbesondere im Gelände, genügend
Bodenfreiheit hat und andererseits bei Betrieb im Wasser der Tiefgang durch die
Räder nicht unnötig vergrößert wird.
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Die Seitenschwimmer sind ebenfalls vorzugsweise als verwindungssteife
Leichtmetallschweißkonstruktion ausgebildet. Das Aus- und Einschwenken erfolgt am
besten durch je zwei um 90° versetzte hydraulische, doppeltwirkende Arbeitszylinder
6 (Fig. 4 und 5) stufenlos über einen in der Scharnierachse gelagerten Schwenkarm
in an sich bekannter Weise. Das Schwenken der Kästen erfolgt gleichzeitig und auch
gegen den Wasserdruck bei Leerfahrt.
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An der Ankerseite kann die Spitze der Seitenschwimmer etwas vorgezogen
sein, damit bei Straßenfahrt genügend Kühlluft an den Motor gelangt. Zur Abführung
der Warmluft des Motors haben die am Ponton 1 anliegenden Seitenwände der Seitenschwimmer
je zwei große Öffnungen 7. Diese Öffnungen dichten sich nach dem Ausschwenken der
Seitenkästen an der Pontonwand automatisch ab.
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Ebenso wie der Fahrzeugkörper 1 sind auch die mittleren Teile der
Seitenschwimmer zur Aufnahme der beweglichen Rampenstümpfe bzw. Fahrbahnteile mit
einer entsprechenden Ausnehmung versehen.
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Bei einer bevorzugten, auch in den Figuren dargestellten Ausführungsform
sind im mittleren Bereich insgesamt vier Rampenstümpfe 8 schwenkbar mit den Seitenkästen
verbunden (Fig. 6). Für den Einsatz des Fahrzeuges als Fähre oder Brücke können
diese Rampenstümpfe durch vier weitere Brückentafeln 9 und gegebenenfalls durch
vier Rampenspitzen 10 verlängert werden. Sowohl die Brückentafeln 9 als auch die
Rampenspitzen 10 werden mit jedem Fahrzeug mitgeführt. Bei Straßenfahrt werden diese
Teile, wie schon oben ausgeführt, auf dem Pontondeck in dem durch die Fahrspur gebildeten
Ausschnitt gelagert.
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Sämtliche Teile der Rampe sind als geschlossene Hohlkästen ausgebildet.
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Die Kupplung der einzelnen Kästen ist denkbar einfach und auch bei
einem eventuellen Wasserziehen eines derselben ohne weiteres zu lösen (Fig.7). Die
einzelnen Kästen werden durch hakenförmig ausgebildete Leisten 11, 12 mit entsprechend
ausgebildeten Gegenlagern 13, 14 der anschließenden Platte zusammengehängt, sodann
wird ein in der Seitenwand der einen Platte verschiebbar angeordneter Bolzen 15
durch eine Hebelstange 16, die durch eine Öffnung 17 eingeführt werden kann, in
eine die beiden Platten verbindende Lage verschoben. Zum Einsetzen der Hohlkästen
ist ein Schwenkarm vorgesehen, der seitlich in das Oberdeck des Pontons 1 einsteckbar
ist.
Als seitliche Begrenzung für die Brückentafeln können Schrammbordteile
eingehängt werden. Die Verbindung zwischen zwei Fähren erfolgt mittels eines Übergangsstückes.
Alle Teile werden, wie gesagt, mit dem Fahrzeug mitgeführt.
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Die Rampenteile können durch je zwei hydraulische, doppeltwirkende
Arbeitszylinder 18 geschwenkt werden. Diese Rampenzylinder stellen beim Befahren
der Brücke oder Fähre zugleich die starre Verbindung zwischen dem beweglichen Brückenglied
und dem gesamten Auftriebskörper dar. Eine sichere Momentenbegrenzung für positive
und negative Momente bei Verkehrsbelastung kann durch den Einbau von Sicherheitsventilen
erzielt werden. Der Brückenträger knickt dann bei weiterer Lastzunahme etwas ein
und zwingt die zunächstgelegenen Fahrzeuge zur direkten Lastaufnahme. Nach dem Abfahren
der Last drückt der Auftrieb des Pontons den Brückenträger in seine Normalstellung
zurück.
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Die sonstige Ausbildung und Gestaltung des erfindungsgemäßen Fahrzeuges
ist aus den Figuren ersichtlich, so insbesondere die Anordnung des Führerstandes
für Land- und für Wasserfahrt 19 und 20, die Anordnung zusätzlicher
Betriebsmittel, wie z. B. des Ankers 21, u. dgl.
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Als hervorzuhebende Vorteile des erfindungsgemäßen Fahrzeuges ergeben
sich vor allem ein sehr niedriges Eigengewicht und geringe Fahrzeugabmessungen bei
einem äußerst günstigen Verhältnis von Eigengewicht zu Nutzlast. Die Schwimmfähigkeit
des Fahrzeuges ist auch mit eingeklappten Seitenschwimmern gegeben, die auch gegen
den Wasserdruck geschwenkt werden können. Für die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten
kann eine gedrungene Fähre für große Lasten hergestellt werden. Die Rampenlänge
kann diesen Einsatzmöglichkeiten angepaßt werden. Vor allem ist das Fahrzeug, was
ja als Hauptforderung anzusehen ist, vollkommen unabhängig von äußeren Mitteln,
insbesondere Kraftquellen, einsatzfähig und bedarf hierzu nur eines Bedienungspersonals
von drei Personen, nämlich einem Fahrer, einem Steuermann und einem Mechaniker.