DE1122196B - Verfahren zur Gewinnung von Sclareol aus Salvia sclarea - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Sclareol aus Salvia sclarea

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DE1122196B
DE1122196B DER27241A DER0027241A DE1122196B DE 1122196 B DE1122196 B DE 1122196B DE R27241 A DER27241 A DE R27241A DE R0027241 A DER0027241 A DE R0027241A DE 1122196 B DE1122196 B DE 1122196B
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DE
Germany
Prior art keywords
sclareol
extract
salvia sclarea
obtaining
hydrocarbon
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Pending
Application number
DER27241A
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English (en)
Inventor
Claude E Teague Jun
Thomas C James
Charles D Mays
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
RJ Reynolds Tobacco Co
Original Assignee
RJ Reynolds Tobacco Co
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Pending legal-status Critical Current

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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/045Hydroxy compounds, e.g. alcohols; Salts thereof, e.g. alcoholates

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Description

Die Erfindung betrifft die Gewinnung von Sclareol aus Salvia sdarea.
Es ist bekannt, daß die Salbeiart Salvia sclarea in ihren Stengeln, Blättern und Blüten beträchtliche Mengen der Verbindung Sclareol enthält. Sclareol kann i.ls Ausgangsmaterial zur Herstellung bestimmter Tabakzüsätze dienen.
Nach der Erfindung wird in an sich bekannter Weise ein Extrakt von Salvia sclarea in einem flüssigen aliphatischen Kohlenwasserstoff hergestellt, und der Extrakt mit wasserhaltigem Äthanol oder Methanol in Berührung gebracht, wobei das Sclareol in der alkoholischen Lösung gelöst und dadurch von den Verunreinigungen in dem Kohlenwasserstoffextrakt getrennt wird.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung wird Salvia sclarea mit Hexan zu einem ersten Extrakt extrahiert, dieser erste Extrakt mit Methanol, das zwischen etwa 10 und 20 Volumprozent Wasser enthält, in Berührung gebracht, wobei das Sclareol bevorzugt in dem wäßrigen Methanol zu einem zweiten Extrakt gelöst wird, und Sclareol aus dem zweiten Extrakt gewonnen.
Erfindungsgemäß werden Salvia-sclarea-Pflanzen, entweder trocken oder grün, in bekannter Weise mit einem flüssigen aliphatischen Kohlenwasserstoff extrahiert, wobei praktisch alles Sclareol aus den Pflanzen extrahiert wird. Bei dieser Extraktion werden, wie gefunden wurde, auch andere Substanzen mit dem Sclareol durch den Kohlenwasserstoff extrahiert, und diese Substanzen stellen Verunreinigungen dar, die unerwünscht sind, wenn das Sclareol zur Herstellung von Tabakzusätzen verwendet werden soll. Ein in der angegebenen Weise hergestellter und eingeengter Extrakt ist in der Industrie als Salbei-Beton bekannt. Erfindungsgemäß wird der Extrakt, der das Sclareol, die Verunreinigungen und einen Teil des Kohlenwasserstoffes enthält, nochmals mit einer wäßrigen Lösung eines niederen aliphatischen Alkohols, wie Methyl- oder Äthylalkohol, extrahiert, wobei das Sclareol in der alkoholischen Phase gelöst wird und ein wesentlicher Teil der unerwünschten Verunreinigungen in der Kohlenwasserstoffphase verbleibt. Dann wird der alkoholische Extrakt eingeengt und zu einem kristallinen Produkt getrocknet, das im wesentlichen aus Sclareol besteht.
Zum besseren Verständnis des erfindungsgemäßen Verfahrens wird nun ein Ausführungsbeispiel angegeben: 908 kg der Blütenteile von Salvia sclarea werden mit 30001 handelsüblichem Hexan 2 Stunden bei Raumtemperatur extrahiert. Die extrahierten Verfahren zur Gewinnung von Sclareol aus Salvia sclarea
Anmelder:
R. J. Reynolds Tobacco Company, Winston-Salem, N. C. (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing. H. Ruschke, Berlin-Friedenau.
und Dipl.-Ing. K. Grentzenberg, München 27, Pienzenauer Str. 2, Patentanwälte
Beanspruchte Priorität: V. St. v. Amerika vom 29. April 1959 (Nr. 809 588)
Claude E. Teague jun., Thomas C. James,
Winston-Salem, N. C,
und Charles D. Mays, Lewisville, N. C. (V. St. A.). sind als Erfinder genannt worden
Pflanzen werden dann im Gegenstrom mit weiteren 3000 1 Hexan gewaschen und dann verworfen. Die Hexanlösungen werden vereinigt und destilliert, bis die Konzentration an extrahierter Substanz in der Lösung ungefähr 0,06 kg je Liter beträgt. Der Rückstand, der aus Hexan und etwa 9 kg Pflanzenextrakt besteht, wird dann mit 18,1 kg 87%iger wäßriger Methanollösung im Gegenstromextraktor, der als Podbielniak-Zentrifugal-Extraktor bekannt ist (Chemical Engineering Progress, Bd. 49, 243 bis 252, 1953), in Berührung gebracht. Methanol, das lOO/o (900/0iges Methanol) bis 20«/0 (80°/0iges Methanol) Wasser enthält, kann zur Extraktion verwendet werden, obwohl 87%iges wäßriges Methanol das bevorzugte Lösungsmittel ist. Der verwendete Gegenstromextraktor hatte eine Wirksamkeit von sieben bis acht Stufen. Die Methanolschicht wird dann unter vermindertem Druck zur Entfernung des Lösungsmittels eingeengt. Der zurückbleibende dicke Sirup wird an der Luft bei etwa 50c C im Ofen getrocknet. Das trockene rohe kristalline Produkt wiegt 5,8 bis 6,3 kg und besteht zu 87 bis 92ü/0 aus Sclareol.
Bei dem in dem obigen Beispiel verwendeten Hexan handelte es sich um eine im Handel als Hexan bezeichnete Destillierfraktion. Sie enthält als Haupt-
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bestandteile aliphatische Kohlenwasserstoffe mit 5 bis 8 Kohlenstoffatomen. Natürlich können auch andere flüssige aliphatische Kohlenwasserstoffe oder Gemische derselben, die etwas höhere oder niedrigere Siedepunkte als die reinen aliphatischen Kohlenwasserstoffe mit etwa 5 bis 8 Kohlenstoffatomen haben, verwendet werden. Die Kohlenwasserstoffe sollten aliphatisch sein und bevorzugt nicht mehr als 0,5 bis l°/o Aromaten enthalten. Der in der zweiten Stufe verwendete wäßrige Alkohol ist entweder Methanol oder Äthanol, und die Wassermenge in dem Alkohol liegt zur Erzielung der besten Ausbeuten an Sclareol bevorzugt zwischen 10 und 20 Volumprozent, zweckmäßig bei 13 Volumprozent, wie im obigen Beispiel ausgeführt wurde. Ferner kann nach der ersten Stufe die Kohlenwasserstofflösung, die Sclareol und Verunreinigungen enthält, gegebenenfalls zu einem Salbei-Beton eingeengt werden, doch wenn dies der Fall ist, wird der Beton des leichteren Arbeitens wegen bevorzugt wieder in einer kleinen Menge eines aliphatischen Kohlenwasserstoffes mit 5 bis 8 C-Atomen gelöst und dann mit dem wäßrigen Alkohol wie angegeben behandelt. Der Kohlenwasserstoff und der wäßrige Alkohol sind natürlich nicht mischbar, und das anfänglich in dem Kohlenwasserstoff gelöste Sclareol wird aus diesem durch den wäßrigen Alkohol extrahiert. Die Schichten von Kohlenwasserstoff und Alkohol werden in üblicher Weise, z. B. durch Absitzenlassen oder Zentrifugieren, voneinander getrennt.

Claims (4)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zur Gewinnung von Sclareol aus Salvia sclarea, bei dem ein Extrakt von Salvia
ίο sclarea mit einem flüssigen aliphatischen Kohlenwasserstoff hergestellt wird, dadurch gekenn zeichnet, daß der Extrakt mit einer wäßrigen Lösung eines niedrigen aliphatischen Alkohols in Berührung gebracht und das Sclareol aus'dieser Lösung gewonnen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Alkohol verwendet wird, der etwa 10 bis 20 Volumprozent Wasser enthält.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß wäßriges Methanol oder Äthanol verwendet wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein aliphatischer Kohlenwasserstoff mit 5 bis 8 Kohlenstoffatomen verwendet wird.
DER27241A 1959-04-29 1960-02-02 Verfahren zur Gewinnung von Sclareol aus Salvia sclarea Pending DE1122196B (de)

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