DE112211C - - Google Patents
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01D—HARVESTING; MOWING
- A01D19/00—Digging machines with centrifugal wheels, drums or spinners
- A01D19/12—Digging machines with centrifugal wheels, drums or spinners with working tools arranged on an approximately vertical axis
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Harvesting Machines For Root Crops (AREA)
- Preparation Of Fruits And Vegetables (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei den bis jetzt bekannten Kartoffelerntemaschinen mit hinter dem Schar angeordneten
Auswerfern zur Trennung der Kartoffel von dem Kraut und der Erde waren diese Auswerfer
als sich drehende aufrechte Welle mit radialen Schaufeln (vergl. die deutsche Patentschrift
645 16) oder als sich drehende Schnecken (vergl. die amerikanische Patentschrift 387278)
oder als sich drehende prismatische Körper (vergl. die deutsche Patentschrift 97658) ausgebildet.
Die als prismatische Körper gestalteten Auswerfer, wie sie die deutsche Patentschrift 97658
veranschaulicht, arbeiten im Boden, und es müssen daher die einzelnen Kartoffeln durch
dieselben schon sehr heftig getroffen werden, wenn sie an die Oberfläche fliegen sollen.
Hierdurch dürften die Kartoffeln aber schwer leiden und grofse Verletzungen erfahren.
Die zuletzt genannten Kartoffelerntemaschinen unterscheiden sich wesentlich von den beiden
anderen, als bekannt vorausgesetzten Bauarten, bei welchen die Kartoffeln durch das Schar
schon gehoben und dann dem Auswerfer übergeben werden.
Aber auch diese bekannten Maschinen weisen Nachtheile auf, indem sich einerseits das Kartoffelkraut
und Unkraut um die Flügel bezw. Schnecken wickelt und dort sehr bald zu Stockungen Veranlassung giebt, während andererseits
die Kartoffeln sehr starken Verletzungen durch die scharfen Kanten der
FlUgelschaufeln bezw. der Schnecken ausgesetzt sind. Dieses mag auch seinen Grund
noch darin haben, dafs die Anordnung von Schar- und Auswerfer hier so getroffen ist, dafs
die vom Schar ausgegrabenen und gehobenen Kartoffeln direct mitten auf den Auswerfer
bezw. dessen scharfe Schaufelkanten geleitet werden.
Die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Kartoffelerntemaschine ist nun mit
einem um eine etwas geneigte aufrechte Achse sich drehenden Auswerfer versehen, der durch
seine eigenartige Gestalt und Anordnung die vorstehend geschilderten Uebelstände der bereits
bekannten ähnlichen Maschinen beseitigen soll.
Er besteht aus einer Welle mit mehreren — am vortheilhaftesten fünf—schraubenförmig
gewundenen Schaufeln und ist nicht direct hinter, sondern etwas seitlich von einem sehr
steilwendenden Pflugkörper angeordnet.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 den
Auswerfer (Schraubendrehkörper) mit dem pflugartigen Arbeitskörper von vorn gesehen,
Fig. 2 die vollständige Kartoffelerntemaschine in Seitenansicht und Fig. 3 im Grundrifs, aus
welchem sich besonders die Lage des Auswerfers zum Schar ersehen läfst.
Wie daraus hervorgeht, setzt sich der Auswerfer c aus einer Anzahl, am vortheilhaftesten
fünf, schraubenförmig gewundener Schaufeln i i1 i2 u. s. w. zusammen, welche unten stark
abgerundet sind.
Die Windung erfolgt aufsteigend um die Nabe, und ist dabei zu beachten, dafs Rechts-
wender-Pflugkörper links gewundene und Linkswender-Pflugkörper rechts gewunde Schaufeln
bedingen.
Die Achse d des Auswerfers c ist. etwas
seitlich geneigt und unten in einem Körnerlager e des das Schar α tragenden Pfiugkörpers
b geführt, während sie oben in einem offenen Augenlager f des Armes g ihre Lagerung
erhält. Durch die erwähnte Neigung der Achse d rückt diese nach oben, etwas mehr
von dem Pflugkörper b ab.
Auf dem über das Augenlager f vorstehenden Ende der Welle d des Auswerfers c ist
ein Kegelrad k befestigt, welches mit dem Zahnrad kl der liegenden Welle / in Eingriff
steht.
Sowohl der Scharhalter b nebst Schar α sowie der Auswerfer c nebst allen dazu gehörigen
bekannten Bewegungseinrichtungen sind an einem auf den Rädern u u1 ruhenden Rahmen
angebracht.
Diese Räder u u l sitzen fest auf der Achse m,
von welcher durch die Räder ppl und durch
ein Kettenrädergetriebe bei 'Vorwärtsbewegung der Maschine der Auswerfer c beständig in
Drehung versetzt wird. Seine Umdrehungsgeschwindigkeit soll vortheilhaft eine sieben bis
acht Mal gröfsere sein als diejenige der aufsteigenden Erdmassen. Das Zwischenvorgelege
kann durch geeignete Vorrichtungen ein- und ausgeschaltet werden.
Auch eine der bekannten Hebelvorrichtungen zur Flach- und Tiefstellung des ganzen hinteren
Arbeitskörpers ist an der Maschine angebracht. Die Wirkungsweise der vorbeschriebenen
Kartoffelerntemaschine ist folgende:
. Bei der Vorwärtsbewegung der Maschine in der Stellung, wie sie in Fig. 2 und 3 veranschaulicht
ist, überträgt die von den Laufrädern M ti' in Drehung versetzte Hauptwelle m
ihre Bewegung mit Hülfe des Zahnradvorgeleges ρ ρ 1J der Kettenradübersetzung ο o1 und
der Kegelzahnradübersetzung k k1 auf den in das Erdreich gesenkten Auswerfer c, so dafs
dieser in Drehung versetzt wird und ähnlich wie ein Bohrer in der Erde wirkt. Der durch
das Schar α von dem Ackerboden abgeschnittene, die Kartoffeln enthaltende Erdbalken
wird durch den Pflugkörper umgestürzt, so dafs das Kartoffelkraut untergepflügt wird,
während die Wurzeln mit den Kartoffeln gehoben werden und bei ihrer Wanderung über
den Pflugkörper b bezw. beim Aufsteigen seitlich in die schraubenförmig gewundenen Kanäle
des umlaufenden Auswerfers c gelangen.
Durch die Drehung desselben gelangen die Kartoffeln in diesen Kanälen in die Höhe und
werden, sobald sie auf der Ackeroberfläche angelangt sind, auf den umgepflügten Ackerstreifen
in höchstens einem halben Meter Entfernung abgeworfen. Die Kartoffeln werden gewissermafsen aus dem Boden geschraubt und
erfahren keine Verletzung.
Das Abwerfen der Kartoffeln erfolgt nicht auf dem ganzen Umfange des Auswerfers, sondern
nur auf dem vierten Theil desselben, weil die Windung der Schraubengänge eine dementsprechende
ist.
Es hat dies den Vortheil, dafs die Kartoffeln nur nach einer bestimmten Seite hin
abgeworfen werden können und daher ein Unterpflügen derselben verhindert wird.
Eine Verstopfung des Auswerfers durch Kartoffelkraut, Unkraut, Stengel u. s. w. kann
ebenfalls nicht oder doch nur selten vorkommen, da der Pflugkörper so vor demselben
angeordnet ist, dafs er den Erdbalken seitlich umstürzt und hierbei alles darauf stehende
Kraut überdeckt und nach der Seite schiebt. Der Ackerboden erscheint nach dem Kartoffelausheben wie gepflügt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Kartoffelerntemaschine mit sich drehendem Auswerfer hinter dem Schar, dadurch gekennzeichnet, dafs der Auswerfer aus einer mit schraubenförmig gewundenen Schaufeln (i i1 i2 u. s. w.) versehenen Welle (c) gebildet wird und um eine aufrechte, etwas seitwärts geneigte Achse sich dreht, zum Zwecke, die den schraubenförmig gewundenen Kanälen desselben durch den Pflugkörper (a b) zugeführten Kartoffeln unbeschädigt an die Oberfläche zu befördern (schrauben) und dort nur nach einer Seite hin abzuwerfen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE112211C true DE112211C (de) |
Family
ID=381887
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT112211D Active DE112211C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE112211C (de) |
-
0
- DE DENDAT112211D patent/DE112211C/de active Active
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