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Einrichtung zum Zerschneiden von Band-oder streifenförmigem Material
in Elemente Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Zerschneiden von band- oder
streifenförmigem Werkstoff in Elemente mit Antriebsmitteln und einer mit diesen
zusammenwirkenden Vorrichtung zum absatzweisen Vorschieben gleicher Teile des Werkstoffbandes
an die Schneidstelle.
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Es ist bekannt, zur Führung von zu zerschneidenden Streifen Führungsstifte
oder eine an der Schneidstelle unterbrochene Führungsrinne zu verwenden. Diese bekannten
Führungsmittel genügen jedoch in besonderen Fällen nicht den gestellten Genauigkeitsansprüchen.
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In einem in letzter Zeit entwickelten Dokumentationssystem werden
z. B. Mikrofilmstücke verwendet, die Codereihen und Bildreihen sowie einen querverlaufenden
länglichen Schlitz aufweisen, der zur Handhabung dieser Filmstücke dient. Um jedoch
die Handhabung während des Entwickelns usw. zu erleichtern, läßt man den Film während
dieser photographischen Behandlung in seiner Streifenform und zerschneidet ihn erst
danach in einzelne Elemente. Die querverlaufenden Schlitze oder öffnungen werden
zum Bewegen des Filmstreifens durch die Kamera und durch das Schneidegerät hindurch
sowie zum Festhalten und Zentrieren des Filmstreifens in jeder der erwähnten Einrichtungen
verwendet.
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In solchen und ähnlichen Fällen soll also streifenförmiges Material
mit Code- und Bildreihen sowie querverlaufenden länglichen Schlitzen in einzelne
Filmelemente sehr kleiner Abmessungen zerschnitten werden, wobei für die Abmessungen
dieser Filmelemente höchste Präzision erforderlich ist. Insbesondere müssen die
Schnitte genau parallel erfolgen, und die Ecken der einzelnen Elemente müssen genau
rechtwinklig sein. Dies ist einmal deswegen von Bedeutung, weil die weitere Handhabung
der Filmstücke (Kopieren, Vergrößern, Sortieren usw.) durch automatische Vorrichtungen
erfolgt, wobei die Filmstücke in Behältern gestapelt und derart transportiert werden;
diesen Behältern, die mit Stäben versehen sind, welche in die querverlaufenden Schlitze
der Filmstücke eingreifen, müssen die Abmessungen der Filmstücke genau entsprechen.
Auf der anderen Seite ist höchste Präzision in den Abmessungen der Filmstücke deswegen
erforderlich, damit das Ablesen der Codeflächen richtig erfolgt. Schon die kleinsten
Unregelmäßigkeiten in den Filmstückdimensionen ermöglichen ein Verschieben und verursachen
ein falsches Ablesen der Codezeilen.
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Schneidgeräte mit bekannten Führungsmitteln gewährleisten keine hinreichende
Präzision. Infolge von Abnutzung, Abweichungen von der Fluchtlinie und anderen Faktoren
variiert die Länge der damit hergestellten Elemente oder Plättchen, und die Lage
des streifenförmigen Materials zu der Schneidkante ist nicht immer normal, wie es
einem exakten Schnitt entspricht, bei dem die Kanten stets senkrecht zueinander
stehen. Aufgabe der Erfindung ist die überwindung dieser Schwierigkeiten.
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Erfindungsgemäß wird nun eine Einrichtung vorgeschlagen, die die gestellte
Aufgabe dadurch löst, daß an der Schneidstelle Führungen für die Ränder des Werkstoffes
angeordnet sind, die in eine von den Werkstoffrändern abgerückte Stellung bewegbar
sind, und daß mit dem Schneidwerkzeug zusammenwirkende Mittel vorgesehen sind, die
die beweglichen Führungen unmittelbar vor und während des Eingriffes des Schneidwerkzeuges
in den Werkstoff in der von den Werkstoffrändern abgerückten Stellung halten.
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Zweckmäßigerweise sind die Führungen senkrecht zur Vorschubrichtung
des Werkstoffes beweglich. Dadurch wird das Streifenmaterial in einer genauen Lage
zur Schneidkante gerade vor dem Abschneiden gehalten, wodurch ein einheitliches
und exaktes Zerschneiden des Streifenmaterials gewährleistet ist.
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Zweckmäßigerweise ist zum Festhalten und genauen Zentrieren der gleich
langen, mindestens je eine Aussparung in vorbestimmter Lage zu den Rändenn
des
Werkstoffes aufweisenden Elemente eine durch die Bewegung des Schneidwerkzeuges
angetriebene Vorrichtung mit einem Glied vorgesehen, das mit dem Schneidwerkzeug
derart in Wirkungsverbindung steht, daß es jeweils in die Aussparung des dem gerade
abzuschneidenden folgenden Elementes eingreift, bevor das Schneidwerkzeug den Werkstoff
berührt.
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Um die zerschnittenen Elemente von der Schneidstelle weg und beispielsweise
in ein geeignetes Magazin zu schaffen, ist wegen der kleinen Dimensionen der einzelnen
Elemente (im allgemeinen etwa 1,6:3,1 cm) ein selbsttätiges Entfernen vorzuziehen.
Um dies in einfachster Weise zu erreichen, ist es zweckmäßig, daß zum Aufnehmen
der abgeschnittenen, eine schlitzförmige Aussparung aufweisenden Elemente an der
Schneidstelle eine der Form der Elemente entsprechende Öffnung vorgesehen ist, an
die sich ein Aufnehmemagazin anschließt, in dem ein Aufnahmeglied angeordnet ist,
dessen Lage und Form mit der der Aussparungen in den Elementen übereinstimmen und
daß im Schneidwerkzeug für das Ende des Aufnahmegliedes eine Aussparung vorgesehen
ist und der Hub des Schneidwerkzeuges größer ist als der Abstand des Schneidwerkzeuges
in Ruhestellung vom Ende des Aufnahmegliedes.
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Die auf dem Aufnahmeglied aufgestapelten zerschnittenen Elemente können
anschließend aus dem Magazin entnommen und anderswo abgelegt werden.
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Im folgenden wird die Erfindung an Hand einer bevorzugten Ausführungsform
unter Bezug auf die Zeichnungen erläutert. In diesen zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht
einer Einrichtung gemäß der Erfindung, teilweise im Schnitt, insbesondere den Weg,
den streifenförmiges Material durch die Einrichtung nimmt. und die Anordnung von
Magazinen relativ zu einer Schneidstelle, Fig.2 einen Schnitt im wesentlichen entlang
der Linie 2-2 in Fig. 1 mit Teilen eines Antriebs für Schneidmittel, Fig.3 einen
Schnitt im wesentlichen entlang der Linie 3-3 in Fig. 1 mit zur Hin- und Herbewegung
der Schneidmittel dienenden Bestandteilen, Fig.4 einen Schnitt im wesentlichen längs
der Linie 4-4 in Fig. 1 mit Abtastmitteln, die auf Formverschiedenheiten in dem
streifenförmigen Material ansprechen, Fig. 5 eine Draufsicht auf an der Schneidstelle
angeordnete bewegliche Führungen für den Film in detaillierter Darstellung, Fig.
6 einen Teilschnitt durch die in Fig. 5 dargestellten Teile, Fig. 7 und 8 eine Seitenansicht
und einen Aufriß eines Aufnahmemagazins und eines darin angeordneten Aufnahmegliedes
in detaillierter Darstellung, Fig. 9 eine detaillierte Draufsicht auf das streifenförmige
Material mit den Formverschiedenheiten entlang seines einen Randes.
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Das in Fig. 1 dargestellte Gerät wird zum Zerschneiden eines streifenförmigen
Materials in bestimmte Elemente nach dem Belichten und Entwickeln des Streifens
benutzt. Wie in dem eingangs erwähnten Dokumentationssystem beschrieben, kann in
das streifenförmige Material oder den Film Feine querverlaufende Aussparung 10 innerhalb
der Kamera eingestanzt werden, bevor der Bildausschnitt belichtet wird, der einen
Teil des Streifens bildet, oder können die Aussparungen durch ein geeignetes Stanzgerät
vorher in den Streifen eingestanzt werden. Wie in Fig. 9 dargestellt, ist ein solcher
Filmstreifen am Rand mit Marken oder Kerben 12 versehen, die den Beginn von Aufnahmen,
wie z. B. bei 13, ein auszuscheidendes Element, wie z. B. bei 14, und ein letztes
Element, wie z. B. bei 15, markieren. Die Kerben, die ein auszuscheidendes Element
bezeichnen, sind bei jedem Element an der gleichen Stelle angeordnet, und die Start-
und Endkerben sind neben der Stelle angeordnet, an der die ein auszuscheidendes
Element markierende Kerbe eingestanzt würde. Um zwischen Anfang und Ende zu unterscheiden,
werden eine einfache Kerbe und eine doppelte Kerbe verwendet, wie bei 13 und 15
in Fig. 9 gezeigt. Da der Film bei der Aufnahme auf die Spule in der Kamera aufgerollt
wird, wird das vordere Ende des Films in der Kamera zum hinteren Ende im Schneidgerät,
weil es ja in der Rolle innen liegt. Dementsprechend markieren die Kerben 12, 15,
die aus einer Startkerbe und einer Ausschußkerbe bestehen, die Startposition für
die Kamera und die Schlußposition für das Schneidgerät. In ähnlicher Weise markiert
die Kerbe 13 das Ende der aufgenommenen Bildreihe in der Kamera und den Beginn der
Bildreihe in der Schneideinrichtung. In der folgenden Beschreibung sind die Bezeichnungen
für die Kerben und für die Anfangs-und Endabschnitte des Filmstreifens auf die Lage
des Filmstreifens in dem Schneidgerät bezogen.
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Wie in Fig. 1 dargestellt, ist der Filmstreifen auf eine Spule
20 aufgerollt, die auf einer nicht gezeichneten Welle befestigt ist, und
das vordere Ende des Filmstreifens ist um ein gezahntes Rad 22 herum und unter federbeeinllußten
Haltewalzen 23, 24 und 25 hindurchgeführt und verläuft in einer Schleife 26 über
das Rad 27, ein einige Zähne aufweisendes Rad 28 und unter einer Niederhalterrolle
29 hindurch an eine Schneidstelle 30. Ein beweglicher Niederhalterschuh
31 ist vorgesehen, um den Filmstreifen in Anlage an dem Rad 28 zu halten.
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An der Schneidstelle 30 befindet sich eine Öffnung 32 in einer Platte
33 (Fig. 5). Diese Öffnung hat die gleiche Größe wie die einzelnen Elemente, die
von dem Filmstreifen F abgeschnitten werden. Auf der Platte 33 sind feste Führungen
34 und 35 und bewegliche Führungen 36 und 37 befestigt. Die festen Führungen sind
in Laufrichtung vor der Schneidstelle 30 angeordnet und mit Aussparungen 38 und
39 versehen, die die Ränder des Filmstreifens umfassen. Die beweglichen Führungen
36 und 37 sind an einander entgegengesetzten Seiten der Öffnung 32 angeordnet und
mit Aussparungen 40 und 41 versehen, die die Ränder des Filmstreifens
umfassen, wenn sie in Eingriffstellung bewegt sind und in einer Linie mit den Aussparungen
38 und 39 sind (s. Fig. 3). Unterhalb der Öffnung 32 ist ein Magazin
42 zur Aufnahme der Elemente angeordnet, die von dem Filmstreifen abgeschnitten
werden, und in Laufrichtung hinter der Öffnung 32 befindet sich ein weiteres Magazin
43, das an einem Rahmen 44 durch Schrauben 45 befestigt ist und die Anfangs- und
Endabschnitte des Filmstreifens sowie die ausgeschiedenen Elemente aufnimmt. Das
Magazin 42 ist bezüglich der Öffnung 32 verschiebbar und erlaubt seine Bewegung
in eine Stellung, in der die abgetrennten Elemente aus ihm entnommen werden können.
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Das Magazin 42 ist (s. Fig. 7 und 8) durch Abstandsstifte 46 und 47
gehalten, die in der Wand 48 verschiebbar sind; es ist außerdem durch nicht gezeichnete
Trägerblöcke
gehalten, die unterhalb der Wand 48 angeordnet sind. In dem Magazin
42 ist ein Aufnahmeeinsatz 49 angeordnet, der durch Klinken
50 und 51 in seiner Lage gehalten wird, die bei 52
und
53 an dem Magazin 42 schwenkbar gelagert sind. Der Einsatz
49 weist ein längliches Glied 54 auf, dessen Querschnitt mit der Aussparung
10 in dem streifenförmigen Material F übereinstimmt und das ein verjüngtes
Ende 55 besitzt, um das Aufreihen der abgetrennten Elemente zu erleichtern.
Der Einsatz 49 ist mit einer Handhabe 46 versehen, die von den Klinken
50 und 51 übergriffen wird, um das Glied 49 in seiner Lage zu halten.
Wenn der Teil 49 in dem Magazin 42 angeordnet ist, so stimmt die Lage seines
Gliedes 54 mit der Aussparung 10 eines Elementes in der Öffnung
32 überein. Wenn also ein abgeschnittenes Element durch die Öffnung
32 hindurch in den Einsatz 49 fällt, ist es unmöglich, daß sich das
Element verdreht, weil die Aussparung 10 und das Glied 54 die gleiche Größe
und Form haben und unrund sind.
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Ein geeigneter Motor treibt eine Antriebswelle 61
über einen
Riemen 62 und ein auf dieser Welle befestigtes Treibrad 63 (s. Fig. 2 und
3). Die Welle 61
trägt ein Zahnrad 64, das ein Zahnrad 65 auf einer Welle
66 und im weiteren Verlauf ein Kettenrad 67
auf der Welle
66 antreibt. Dieses Kettenrad 67 treibt über eine Kette 68 (Fig. 1)
ein Kettenrad 69 auf einer Welle 70, auf die die Filmrolle 22 aufgekeilt
ist. Der Antrieb zwischen der Welle 61 und der Welle 70 bewirkt, daß die Rolle
22 unter ständiger Aufrechterhaltung der Schleife 26 angetrieben wird.
Die Welle 61 treibt auch ein innerhalb eines Gehäuses 71 angeordnetes Malteserkreuzgetriebe,
dessen angetriebener Teil auf einer Welle 72 befestigt ist, auf der auch
die Filmrolle 28 befestigt ist, die somit schrittweise gedreht wird und gleiche
Längen des streifenförmigen Materials in die Schneidstelle 30 vorschiebt.
Das Zahnrad 64 kämmt ferner mit einem Zahnrad 73 auf einem Wellenstummel
74. Das Zahnrad 73 greift in ein Zahnrad 75 auf einer Welle 76 ein,
auf der das Antriebsglied 77 einer Kupplung 78 aufgekeilt ist. Das angetriebene
Glied 79 der Kupplung 78 ist auf dem einen Ende einer Welle
80 befestigt, an deren anderem Ende exzentrisch ein Lager 81 befestigt ist,
das ein Schneidwerkzeug 82 oszillierend antreibt. Ein nicht gezeichnetes
Handrad ist auf der Welle 61 jenseits des Treibrades 63 befestigt und dient
zum Antrieb der Einrichtung beim Einziehen, beim Prüfen, beim Beobachten od. dgl.
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Das Schneidwerkzeug 82 (Fig. 1 und 3) weist einen Block
85 auf, dessen hervorstehender Teil 86 zwei Schneidkanten
87 und 88 aufweist, die mit den Begrenzungsflächen der Öffnung 32
beim Zerschneiden des Streifens zusammenarbeiten. Der Block 85 ist durch
zwei Tragstangen 89 und 90 durch Gleitlager 91 und
92 in einem Kopfstück 93 geführt und gehalten. Das exzentrische Lager
81 läuft innerhalb einer Ausnehmung 94 in dem Kopfstück 93 um, und der Block
85 ist durch eine Feder 95 innerhalb des Kopfstückes 93 im
Eingriff mit dem Lager 81 gehalten, deren eines Ende an dem Block
85 und deren anderes Ende an dem Kopfstück 93 befestigt ist. Während einer
Umdrehung der Welle 80 wird der Block 85 nach unten bewegt, so daß die Kanten
87 und 88 den Streifen abschneiden. Um den Anfangsabschnitt und die Ausschußteile
abzutrennen, ohne sie in das Aufnahmemagazin 42 einzulegen, sind zwei weitere
Schneidkanten vorgesehen; dieser Vorgang wird weiter unten ausführlich beschrieben.
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Um die Führungen 36 und 37 für die Ränder des Streifens außer Eingriff
mit dem Schneidwerkzeug 82
zu bringen, sind auf jeder Seite des Teiles
86 Kurventeile 96 befestigt, deren Kurvenflächen 97 mit Rollen
98 und 99 auf diesen Führungen zusammenarbeiten (s. Fig. 2, 3 und
6). Diese Führungen 36 und 37 sind durch an ihnen drehbar gelagerte Rollen
100 verschiebbar, die in Laufrillen 101 in der Platte 33 durch Distanzhalter
102 und Platten 103 gehalten werden. Die Rollen 98 und 99 sind auf je einer Platte
104 gelagert, die auf jeder der Kantenführungen 36 und 37 befestigt
ist. Die Kantenführungen und die Rollen 100 werden gegen den Teil
86 durch Federn 105 gedrückt, deren Bewegung in Richtung auf Teil
86 durch Anschläge 106 auf jeder der beweglichen Kantenführungen begrenzt
ist. Die Lage der Kurvenflächen 97 zu den Rollen 98 und
99 ist so, daß die Kantenführungen 36 und 37 in ihre Nichteingriffsstellung
bewegt werden, bevor die Schneidkanten 87 und 88 das Streifenmaterial berühren.
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Um ein abzutrennendes Element und seine Aussparung 10 bezüglich
der Öffnung 32 zeitgerecht und genau anzuordnen, ist eine Feststell- und Haltevorrichtung
107 in dem Block 85 befestigt (Fig. 1), die sich mit dem Schneidwerkzeug
82 bewegt. Ein Glied, z. B. ein Stift 108, greift in die Aussparung
10 des dem abzutrennenden Element folgenden Elementes ein, sobald der Streifen
stillsteht und bevor das Schneidwerkeug in den Streifen eingreift. Dadurch wird
die Öffnung des folgenden Elementes zur genauen Einstellung des abzutrennenden Elementes
bezüglich der Öffnung 32 in der Platte 33 verwendet, und jedes Element
wird so abgeschnitten, daß seine Maße in bezug auf die Aussparung 10 die
gleichen sind.
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Mittels der Kupplung 78 kann man die Welle 80 eine einzige Umdrehung
machen und damit die Schneideinrichtung ein einziges Arbeitsspiel durchlaufen lassen.
Der im Innern der Kupplung 78 befindliche Kupplungsmechanismus wird mittels
eines Kupplungs-Elektromagneten über einen Winkelhebel betätigt. Bei unerregtem
Elektromagneten rotiert das treibende Glied 77 ohne Verbindung mit dem angetriebenen
Glied 79. Bei Erregung des Magneten wird das treibende Glied 77 mit dem angetriebenen
Glied 79 verbunden, wodurch das exzentrisch auf der Welle 80 befestigte Lager
81 angetrieben und der Block 85 gegen die Öffnung 32 in der Platte 33 bewegt wird.
Die Exzentrizität des Lagers 81 bezüglich der Welle 80 ist derart,
daß die unterste Fläche der Verlängerung 85 das abgeschnittene Element über die
federbelasteten Kugeln 133 (Fig. 3) hinweg auf das Ende 55 des Aufnahmegliedes 49
befördert, wobei die Feder 95 den Block 85 in Kontakt mit dem Lager 81 hält und
ihn in seine oberste Lage zurückführt.
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Zwischen der feststellenden Haltevorrichtung 107 und der Schneidstelle
30 sind zwei Paare von Abtastfingern 145, 146, 147 und 148 angeordnet. An jeder
Seite des streifenförmigen Materials greift ein Fingerpaar an. Da die Formverschiedenheiten
oder Kerben entlang des einen oder des anderen Randes des streifenförmigen Materials
angeordnet sein können, sind zwei Paare solcher Finger vorgesehen, obgleich immer
nur ein Paar gebraucht wird. Wie in den Fig. 1 und 4 dargestellt ist, sind die Finger
145 und 146 auf einem gemeinsamen Lagerbolzen 149
und
die Finger 147 und 148 auf einem Lagerbolzen 150 schwenkbar gelagert.
Beide Schwenkzapfen sind auf einer Platte 151 befestigt. Jeder der Finger ist mit
einer Nase 152 versehen, welche einen dem betreffenden Finger zugeordneten Schalter
153, 154, 155 und 156 betätigt, wenn die Enden 157 der betreffenden Finger in eine
Kerbe eintreten. Die Abtastenden 157 der Finger erstrecken sich durch die Platte
33 hindurch in geeignete Aussparungen der Führungen 34 und 35.
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Auf der Rückseite der Führungsrolle 28 ist eine Platte 160 befestigt,
die mit ihr drehbar ist und in der eine der Zähnezahl der Führungsrolle 28 entsprechende
Anzahl von Stiften 161 axial verschiebbar befestigt ist, die radial in einer
Linie mit den Zähnen der Führungsrolle 28 liegen (Fig. 1 und 3). Jeder dieser Stifte
161 ist mit zwei Ringnuten 162 und 163
versehen, in die eine
federbelastete Sperrkugel 164 eingreifen kann, die in der Platte 160 gehalten
ist. Ein Hebel 165 ist bei 166 auf einem Lagerbock 167 an der Vorderwand
168 befestigt; ein Ende 169 dieses Hebels kann mit den Stiften 161 zusammenarbeiten,
das andere Ende 170 ist bei 171 mit dem Anker 172 eines Elektromagneten
173 schwenkbar verbunden. Eine Feder 174 an dem Anker hält den Hebel 165 in seiner
normalen Lage. Wenn die Spule 173 erregt wird, wird der Anker 172
nach innen gezogen, der Hebel 165 entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt und der
dem Ende 169 des Hebels 165 gegenüberliegende Stift 161 axial bewegt, bis die Kugel
164 in die Ringnut 163 eingreift. Der Stift ragt dann hinter der Platte
160 hervor und kann einen von zwei Schaltern für die Steuerung der Kupplung
78 beim Filmanfang betätigen, wie weiter unten ausführlich beschrieben wird. Wenn
der Spulenstrom abgeschaltet wird, kehrt der Anker 172 durch die Feder 174 in seine
normale Lage zurück. Nach Vorbeigang an den Schaltern werden alle eingedrückten
Stifte 161 durch irgendein geeignetes, in der Bahn dieser Stifte angeordnetes
Glied in ihre normale Lage zurückgedrückt, in der die Kugel 164 in die Ringnut 162
eingreift.
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Das Arbeitsspiel der oben beschriebenen Einrichtung läuft folgendermaßen
ab: Bevor in einer Kamera die Aufnahmen auf das streifenförmige Material gemacht
werden, betätigt der Bedienende die beiden Knöpfe »Start,< und »Ausschuß=«, um
nebeneinander am Rand des Materials zwei Kerben 15 anzubringen. Diese Kerben an
dem Anfang des streifenförmigen Materials in der Kamera sind aber die Markierungen
für das Ende des streifenförmigen Materials bezüglich des Schneidwerkzeugs. Die
einzelne Kerbe 13, die in dem Streifenmaterial nach der Aufnahme des letzten Bildes
in der Kamera gemacht wurde, wird dann die »Start«-Kerbe in der vorliegenden Einrichtung.
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Das Streifenmaterial auf der Spule 29 wird auf sein Lager aufgeschoben,
und auf dem oben beschriebenen Weg wird der Filmstreifen so in die Schneidstelle
30 eingelegt, daß das vordere Ende des Streifens sich in das Magazin 43 erstreckt.
Das Handrad wird dann so gedreht, daß der Streifen intermittierend vorrückt, bis
die Kerbe 13, die das erste abzuschneidende Element markiert, bis zu der Größe sichtbar
ist, daß die Zahl der Schlitze 10 zwischen dem Bildausschnitt, an dem die Kerbe
13 angebracht wurde, und dem ersten Bildausschnitt oder Element, das belichtet
wurde, gezählt werden kann. Der Abstand wird von einem bis zwei Bildausschnitten
variieren, und ein Schalter wird dann durch den Bedienenden bei der entsprechenden
Anzahl betätigt; in der folgenden Beschreibung wird angenommen, daß der Abstand
einen Bildausschnitt beträgt. Diese Anzahl kann durch den Bedienenden auch vor dem
Einsetzen der Spule auf die Spindel 21 durch Abrollen des Streifenanfanges bestimmt
werden, worauf das Einlegen des Filmstreifens durchgeführt wird. Dann kann der Netzschalter
179 geschlossen werden. Wenn das Magazin 42 unter der Schneidstelle 30 angeordnet
ist, wird ein weiterer Schalter geschlossen, so daß der Antriebsmotor unter Spannung
gesetzt wird. über einen Transformator und einen Gleichrichter wird an die Leitungen
Gleichspannung eingelegt. Wenn der Antriebsmotor eingeschaltet ist, wird die Führungsrolle
22 kontinuierlich und die Führungsrolle 28 über ihre Antriebswelle 61 und das Zahnrad
64 intermittierend angetrieben. Wenn das an seinem Rand die Kerbe 13 tragende Element
vor der Schneidstelle 30 angelangt ist, greift das Ende 157 des Fingers 145 in die
Kerbe 13 ein, wodurch die Nase 152 den Schalter 153 freigibt, der sich dann schließt.
Sobald das Ende 157 in die Kerbe 13 eingreift, steht der Streifen still,
und während des erstenTeils dieses Intervalls sowie während des Intervalls, in dem
sich der Streifen bewegt, hält eine Kurvenscheibe 185 auf der Welle 61 einen ihr
zugeordneten Schalter geschlossen, so daß der Stromkreis ein Relais R 1 erregt;
die Kurvenscheibe 185 öffnet den ihr zugeordneten Schalter nur während des letzten
Teiles des Intervalls, währenddessen der Film ruht. Bei der Erregung des Relais
R 1 schließt sich der Stromkreis des Elektromagneten 173.
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Dieser bewirkt das Verschieben eines der Stifte 161 innerhalb der
Platte 160. In dieser Stellung kann der Stift bei Drehung der Führungsrolle 28 den
einen von zwei Schaltern in Abhängigkeit von der Lage betätigen, in welcher der
Bedienungsmann einen einen weiteren Schalter steuernden Arm angeordnet hat. Wenn
der Streifen eine weitere Länge vorgeschoben wird, wird das Ende 157 aus der Kerbe
13 herausbewegt, und der Schalter 153 öffnet sich wieder. Sowie die Platte 160 mit
der Führungsrolle 28 umläuft und sich dem Ende ihrer Bewegung für den folgenden
Bildausschnitt nähert, schließt nun der herausstehende Stift 161 über den einen
der obengenannten zwei Schalter ein Relais R3, das sich einerseits selbst hält,
andererseits den Stromkreis des Elektromagneten der Kupplung 78 schließt. In diesem
Augenblick ist das die Kerbe 1.3 tragende Element in der Schneidstelle 30. Die Kupplung
78 schließt, und das treibende Glied 77 wird mit dem angetriebenen Glied 79 verbunden.
Die Welle 80 wird daher gedreht, und das Lager 81 bewegt dünn den Stempel 85 nieder
gegen das streifenförmige Material. Während der Zeit, die erforderlich ist, um den
Stempel 85 abwärts zu bewegen, ist das die Kerbe 13 tragende Element in das
Ausschußmagazin 43 bewegt worden. Bevor die Schneidkanten 87 und 88 den Filmstreifen
berühren, kommen die Rollen 98 und 99 mit den Kurvenflächen 96 in Eingriff und bewegen
die Führungen 36 und 37 nach außen in eine Stellung, in der der Stempel
86 sich frei in die öffnung 32 der Platte 33 bewegen kann. Das erste abzutrennende
Element wird durch die beiden Schneidkanten 87 und 88 abgetrennt, das abgetrennte
Element wird durch die öffnung 32 hindurch und vorbei an den Kugeln 133 in das Magazin
42 und auf das
Ende 55 des länglichen Gliedes 54 bewegt.
Die zwei Schneidkanten sind daher wesentlich für das Abtrennen des ersten Elementes
vom Anfangsabschnitt des Streifens, der in das Magazin 43 eingeführt wird. Sobald
der Block -85 durch die Feder 95 zurückgeführt ist, werden die Führungen 36 und
37 durch die Federn 105 in ihre normale Lage nach innen bewegt, in der sie den Filmstreifen
in der Schneidstelle 30 führen. Solange das Relais R 3 hält, bleibt auch der Elektromagnet
der Kupplung 78 erregt und die Kupplung 78 eingerückt. Die Führungen 36 und 37 nehmen
daher ihre normale Lage ein, und die nachfolgende, abzuschneidende Länge wird unmittelbar
in die Schneidstelle eingeführt. Bei jeder Betätigung des Blockes 85 gegen den Filmstreifen
greift der Teil 108 in die Öffnung des folgenden Elementes ein, bevor die Kanten
87 und 88 mit dem Filmstreifen in Berührung kommen, um eine genaue Lage des Elementes
in der Schneidstelle zu gewährleisten. Solange die Finger nicht eine Kerbe in dem
Rand des Filmstreifens erfühlen, wird der Filmstreifen kontinuierlich in seine Elemente
zerschnitten, die in das Magazin 42 eingeordnet werden. Eine nicht eingezeichnete,
in der Bahn der Stifte 161 angeordnete Kurvenfläche dient, wie oben beschrieben,
zum Einwärtsbiegen derjenigen Stifte 161 in ihre Normallage, bei der die Kugel 164
in die Nut 162 eingreift. die zuvor mittels des Magneten 173 aus der Normallage
verschoben wurden.
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Wenn eine ein auszuscheidendes Element markierende Kerbe 14 während
des Stillstandes des Filmstreifens durch den Finger 146 abgetastet wird, wird der
Schalter 154 geschlossen, ein Relais R 2 und ein Kondensator werden über die Leitungen
durch den der Kurvenscheibe 185 zugeordneten Schalter sowie den Schalter 154 verbunden,
und der Kondensator wird während dieses Zeitintervalls, bei dem der Schalter 154
geschlossen ist, aufgeladen. Während der Filmstreifen in der Stellung ruht, in der
die Ausschußkerbe 14 an der Abtaststelle ist, wird das vorhergehende Element
abgeschnitten. Während des letzten Teiles dieses Zeitintervalls der Ruhe öffnet
die Kurvenscheibe 185 den ihr zugeordneten Schalter und unterbricht den Stromkreis
des Relais R 2; bei der Bewegung des Filmstreifens wird der Schalter 154 ebenfalls
geöffnet. Der Kondensator jedoch entlädt sich durch das Relais R 2, so daß dieses
erregt bleibt, wodurch der Elektromagnet der Kupplung 78 ein Zeitintervall lang
abgeschaltet wird, das genügt, um die Verbindung zwischen den Gliedern 77 und 79
zu unterbrechen. Dieses Ausrücken der Kupplung 78 erfolgt, während das Element,
das die Kerbe 14 enthält, in die Schneidstelle 30 bewegt wird. Während dieses Element
in dieser Stelle ist, findet kein Schneidvorgang statt. Nachdem dieses Zeitintervall
zu Ende gegangen ist, fällt das Relais R 2 ab, der Elektromagnet der Kupplung 78
wird erregt, und die Kupplung 78 rückt wieder ein. Während der Zeit, die
zum Einrücken der Kupplung 78 und zur Abwärtsbewegung des Blockes 85 gegen den Filmstreifen
erforderlich ist, wird das die Ausschußkerbe 14 tragende Element in das Ausschußmagazin
43 bewegt. Darauf greift der Stempel 85 in den Filmstreifen ein, und die
Kanten 87 und 88 zerschneiden den Streifen und trennen dabei das auszuschneidende
Element ab. Das Arbeitspiel wiederholt sich dann unter fortwährendem Zerschneiden
des Filmstreifens, bis eine andere Ausschußkerbe durch den Finger 146 abgetastet
wird. Wenn zwei Kerben 15 in die Stellung vor der Schneidstelle 30 bewegt werden,
greifen beide Finger 145 und 146 in die Kerben ein, wobei die Schalter 153 und 154
geschlossen und durch das Schließen des der Kurvenscheibe 185 zugeordneten Schalters
die beiden Relais R 1 und R 2 erregt werden und der Elektromagnet der Kupplung 78
abgetrennt wird. Danach fällt auch das Relais R 3 ab, und sämtliche Stromkreise
befinden sich in ihrer Ausgangsstellung. Der Antriebsmotor wird jedoch noch angetrieben,
und das hintere Ende des Filmstreifens wird durch die Führungsrolle 28 absatzweise
umzerschnitten in das Magazin 43 eingeführt. Zum Herausnehmen der abgeschnittenen
Elemente wird nach dem öffnen des Netzschalters 179 das Magazin
42 nach außen gezogen und dann die Klinken 50 ausgelöst, so daß der Einsatz
49 zusammen mit dem ganzen Stapel abgeschnittener Elemente mit dem Handgriff 56
herausgezogen werden kann. Wenn der Netzschalter 179 zum Abschalten der Maschine
nicht geöffnet ist, können die Elemente nur entfernt werden, wenn der Streifen vollständig
zerschnitten ist, weil, sobald das Magazin 42 bewegt wird, ein weiterer Schalter
geöffnet wird und sämtliche Stromkreise dann selbsttätig in ihre Ausgangsstellung
zurückkehren. Es ist dann eine andere Kerbe 13 notwendig, um die Relais R
1, R 2 und R 3 so zu steuern. daß das Arbeitspiel eingeleitet wird.
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Das gleiche Ergebnis wie mit den Fingern 145 und 146 kann auch mit
den Fingern 147 und 148 erreicht werden, wenn die Kerben entlang des anderen Randes
des Filmstreifens angeordnet sind. Die Erfindung ist mit Bezug auf ein Gerät zum
Zerschneiden eines photographischen Films beschrieben. Die Erfindung kann jedoch
ebensogut für andere Arten bandförmigen Materials angewendet werden.