DE112002C - - Google Patents

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DE112002C
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10FAUTOMATIC MUSICAL INSTRUMENTS
    • G10F5/00Details or accessories

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
MTENTSCHRIFT
KLASSE 51 d.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. Oktober 1899 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Umsteuerungsvorrichtung, bei der die Ventile so angeordnet sind, dafs stets das bisher offene sich eher schliefst als das bisher geschlossene sich öffnet, so dafs nie beide Ventile gleichzeitig offen sind, dafs also kein gleichzeitiges Wirken von Saugluft und Druckluft, also Verschwimmen und Verschleiern des Tonwechsels eintreten kann.
In der beiliegenden Zeichnung ist die .Anordnung im Schnitt dargestellt. Das Rohr a stellt wie üblich die Verbindung zwischen dem Relais und dem Scalenblock her. Es mündet in den Kanal b, welcher nach dem Balg e führt, und hat eine Abzweigung c, die durch die Oeffnung d unmittelbar mit dem Saugraumy verbunden ist. Die Luftverdünnung im Saugraum f erfolgt durch das Rohr g. Die Verbindung ν des Saugraumes f mit dem Kanal t bezw. dem Balg u wird durch das Ventil i bewirkt. Der Kanal t ist durch die Kanäle w und r, von denen der erstere durch das Ventil k geöffnet und geschlossen wird, mit der Aufsenluft verbunden. Die beiden Ventile k und i sitzen lose auf der Stange h, welche in einem Klotz m auf dem Deckel des Balges e ruht und durch letztere gehoben wird, aber infolge der eigenen Schwere fällt. Durch eine Mutter oder einen Stellring / kann der Höhenstand der Stange h geregelt werden. Der Spielraum des Ventils i auf der Stange h ist durch die verstellbaren Bunde η und ο genau zu bemessen, desgleichen der Spielraum des Ventils k durch die beiden verstellbaren Bunde ρ und q. Die Bunde η opq können dadurch verstellbar gemacht sein, dafs s}e als Muttern auf der mit Gewinde versehenen Stange h sitzen. Auf dem Bunde 0 ruht eine Feder x, die mit ihrem oberen Ende unter das Ventil k drückt und dieses so weit hebt, dafs es gegen den Bund q anliegt.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Unter der Annahme, dafs die Oeffnung des Scalenblockes, von welcher das Rohr α herkommt, geschlossen ist, hat das Saugrohr g durch die Kanäle b und c die Luft aus dem Balg e ausgesaugt und dieser hat sich gesenkt. Die Ventile k und i befinden sich dann in der gezeichneten Stellung und die Aufsenluft hat Zutritt zu dem Kanal t und dem Balg u. Oeffnet sich nun das Scalenlpch des Rohres a, so tritt Luft in den Balg e und hebt denselben. Hierdurch wird nun zunächst die Stange h gehoben und der Bund ο hebt mittelst der Feder χ das Ventil k bis zum Verschlüsse der Oeffnung w, während das Ventil i — da es auf der Stange h gleiten kann — auf der Oeffnung ν liegen bleibt. Sobald aber das Ventil k die Oeffnung n> geschlossen hat, drückt der entsprechend eingestellte Bund η unter das Ventil /, hebt und öffnet dasselbe unter Zusammendrückung der Feder x, bis der Bund ρ unter das Ventil k drückt, damit die von dem Saugraum f her durch die Oeffnung ν im Kanal t und Balg u erzeugte Luftverdünnung das Ventil k nicht aufreifst. Bei diesem Vorgang wurde also das Ventil k erst geschlossen und dann das Ventil i geöffnet.
Wird nun das Scalenloch des Rohres α geschlossen, so senkt sich der Balg e. Beim Niedergehen der Stange h senkt sich auch das Ventil i, während das Ventil k noch so lange in* der Schlufsstellung bleibt, bis die zusammen-
gedrückte Feder χ sich wieder ausgedehnt hat,
was infolge des entsprechend eingestellten
Bundes ο erst geschieht, nachdem vorher das
Ventil i in Verschlufsstellung gelangt ist. Bei
diesem Vorgang schliefst sich also erst das
Ventil i und dann öffnet sich das Ventil k.
Die beiden Ventile sind also nie zugleich geöffnet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Umsteuerungsvorrichtung für mechanische
    Musikwerke mit Doppelrelais, dadurch gekenn
    zeichnet, dafs die. beiden, auf der durch den Steuerbalg (e) bewegten Stange (h) gleitenden Ventile (k und i) in ihrem Spielraum auf der Stange (H) durch je zwei verstellbare Bunde (η ο und ρ q) und durch die zwischen dem oberen Bund (o) des unteren Ventils und dem oberen Ventil (k) eingeschaltete Feder (x) so begrenzt sind, dafs bei der Auf- und Abbewewegung der Ventilstange (K) immer erst das bisher geöffnete Ventil geschlossen und dann erst das bisher geschlossene Ventil geöffnet wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
    BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
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