DE1119002B - Kontrollgeraet zum Vermeiden von Verlusten an Austauschermasse beim Rueckspuelen von Filterkesseln - Google Patents

Kontrollgeraet zum Vermeiden von Verlusten an Austauschermasse beim Rueckspuelen von Filterkesseln

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DE1119002B
DE1119002B DEB38599A DEB0038599A DE1119002B DE 1119002 B DE1119002 B DE 1119002B DE B38599 A DEB38599 A DE B38599A DE B0038599 A DEB0038599 A DE B0038599A DE 1119002 B DE1119002 B DE 1119002B
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DE
Germany
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control device
mass
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exchange mass
avoid loss
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Pending
Application number
DEB38599A
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English (en)
Inventor
Walter Pfeiffer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BRAN and LUEBBE
Original Assignee
BRAN and LUEBBE
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Publication date
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N27/00Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means
    • G01N27/02Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means by investigating impedance
    • G01N27/04Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means by investigating impedance by investigating resistance
    • G01N27/06Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means by investigating impedance by investigating resistance of a liquid
    • G01N27/07Construction of measuring vessels; Electrodes therefor

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  • Treatment Of Water By Ion Exchange (AREA)

Description

  • Kontrollgerät zum Vermeiden von Verlusten an Austauschermasse beim Rückspülen von Filterkesseln Zur Kesselwasseraufbereitung, insbesondere bei Hochdruckdampfkesseln, werden heute überwiegend Filteranlagen verwendet, die mit Ionenaustauschern arbeiten. Durch Anwendung entsprechender Anionen-und Kationenaustauscher wird dabei vorzugsweise ein vollentsalztes Kesselspeisewasser erhalten.
  • Die in Filterkesseln entsprechender Größe angeordneten Austauschermassen bedürfen von Zeit zu Zeit zur Entfernung der im Filterbett abgelagerten mechanischen Verunreinigungen der Rückspülung.
  • Dabei muß die Geschwindigkeit des Rückspülstromes so groß gehalten werden, daß die gesamte Austauschermasse ins Schwimmen gerät, weil sonst eine gründliche Reinigung nicht gewährleistet ist. Da nun die Kosten für diese Austauschermassen ziemlich beträchtlich sind, soll aber andererseits nach Möglichkeit vermieden werden, daß beim Rückspülen Teile der wertvollen Austauschermasse durch Mitreißen verlorengehen. Die richtige Einstellung der Stärke und Geschwindigkeit des Rückspülstromes war bisher nur mit Schwierigkeiten erreichbar. so daß entweder eine zu geringe Lockerung und damit eine ungenügende Reinigung der Masse oder eine zu starke Spülung erfolgte, die erst bemerkt wurde, wenn schon wesentliche Teile der kostbaren Austauschermasse fortgeschwemmt waren.
  • Die Erfindung betrifft nun ein Kontrollgerät für derartige Wasseraufbereitungsanlagen, mit dessen Hilfe es gelingt, einen Verlust von Austauschermasse mit Sicherheit zu vermeiden, ohne daß auf eine wirksame Rückspülung verzichtet zu werden braucht.
  • Darüber hinaus ist das neue Gerät auch zur Überwachung der Anlage im Betrieb anwendbar, wobei das Gerät dazu dienen kann, eine etwaige Erschöpfung der Austauschermasse rechtzeitig erkennen zu lassen.
  • Das Wesentliche des neuen tJberwachungs- und Kontrollgeräts besteht gemäß der Erfindung darin, daß im Filterkessel, und zwar innerhalb des Wassers, vorzugsweise im oberen Teil, in bestimmtem Abstand übereinander, voneinander isoliert zwei Metallsieb-Elektroden angeordnet sind, welche über eine Stromquelle und ein Meß-, Registrier- oder Schaltgerät miteinander verbunden sind. Dabei weist weiterhin gemäß der Erfindung die untere Netzelektrode eine Porengröße auf, die im wesentlichen ein Hindurchtreten der Körner der Austauschermasse ermöglicht, während die obere Netzelektrode eine Porengröße besitzt, die die Körner der Austauschermasse im wesentlichen zurückhält. Solange beim Rückspülen die Austauschermasse die Elektroden nicht berührt, fließt nur ein Strom von einigen mA.
  • Kontrollgeräte für Leitfähigkeitsmessungen und Verfahren zur Überwachung und Regelung chemischer Prozesse durch solche Messungen sind bekannt. Bei der Erfindung handelt es sich aber um ein Gerät, das dazu dient, Verluste von Austauschermasse beim Rückspülen von mit solchen Massen gefüllten Filterkesseln zu vermeiden. Diese Aufgabe wird durch das Gerät gemäß der Erfindung mit Hilfe einer einfachen Stromstärkemessung gelöst, wobei die Anderung der Stromstärke durch die beim Rückspülvorgang hochgewirbelte Austauschermasse erfolgt. die sich zwischen den beiden Netzelektroden des neuen Gerätes befindet.
  • Zum Anzeigen der Füllung von Koksbunkern ist bereits eine Einrichtung bekannt, bei der das Füllgut einen mit einer Anzeigevorrichtung verbundenen Stromkreis schließt. Die spezielle Ausbildung eines Gerätes gemäß der Erfindung mit Sieb elektroden zur Vermeidung von Verlusten an Austauschermasse war dem Fachmann hierdurch offenbar nicht nahegelegt.
  • Die Zeichnung veranschaulicht eine Ausführungsform des neuen Gerätes, und zwar zeigt Fig. 1 das Gerät schematisch im Längsschnitt; Fig. 2 ist eine Schaltskizze, die die Anordnung des Gerätes veranschaulicht.
  • Das Gerät besteht aus einem oben und unten offenen Rohrl, vorteilhaft aus chemisch inertem Material. Geeignet sind verschiedene Kunststoffe, beispielsweise die unter dem Namen Plexiglas im Handel befindlichen Polymerisate von Acryl- und Metacrylverbindungen. In dem Rohrl, das als eigentliches Prüf- und Untersuchungsrohr dient, sind in gewissem Abstand übereinander isoliert voneinander die beiden Maschensiebe 3 und 4, möglichst aus Edelmetall, gespannt, die beispielsweise mit Hilfe der Lötstellen 9, 10 mit den Leitungsdrähten 6, 7 in Verbindung stehen, welche durch wasserdichte Durchführungen 8, lo 1 in der Seitenwand des Rohres f geführt sind. Von den beiden Siebelektroden besitzt die untere Elektrode 3 vorteilhaft eine solche Porengröße, daß die Körner etwa hochgerissener Austauschermasse im wesentlichen frei hindurchtreten können, während die obere Elektrode 4 eine entsprechend geringere Lochgröße besitzt, so daß sie die gekörnte Austauschermasse im wesentlichen zurückhält. Die Leitungskabel 6, 7 verlaufen am einfachsten innerhalb der Halterung 2, die gleichzeitig zur Befestigung des Prüfrohres 1 im Filterkessel, zweckmäßig kurz unterhalb der oberen Kante, dient.
  • Zwischen den Sieben3, 4 kann eine mit Ableitstutzen versehene Öffnung 5 zur Entfernung etwa sich unter dem Sieb 4 ansammelnder Gase vorgesehen sein, welche unter Umständen das sichere Funktionieren des Gerätes beeinträchtigen könnten.
  • Die Leitungen 6, 7 sind, wie aus Fig. 2 ersichtlich, über eine Stromquellel2 und eine Anzeige- oder Schaltvorrichtung 13 außerhalb des Filterkessels miteinander verbunden.
  • Wenn die Austauschermasse, die beim Rückspülprozeß durch das von unten in das Filter eintretende Rückspülwasser in der Schwebe gehalten wird, bei zu hoher Geschwindigkeit bzw. zu hohem Druck des Rückspülwassers nach oben gerissen wird und in den Bereich der Elektroden 3, 4 des Gerätes kommt, ändert sich der bisher nur einige Mikroampere betragende, durch den Kreislauf fließende Strom in dem Sinne, daß die Stromstärke um so größer wird, je mehr von der mit Ionen beladenen Austauschermasse in den Bereich zwischen den beiden Siebelektroden gelangt.
  • Das in der Zeichnung bei 13 angedeutete, in den Stromkreislauf geschaltete Element kann ein optisches oder akustisches Wamsignal bei entsprechender Steigerung der Stromstärke auslösen, wodurch das Bedienungspersonal der Anlage darauf aufmerksam gemacht wird, daß eine Verminderung der Rückspülgeschwindigkeit erforderlich ist. Die Schaltung kann auch in der Weise wirken, daß beim Ansteigen der Stromstärke im Stromkreis über ein gewisses zulässiges Maß die Geschwindigkeit bzw. die Menge oder der Druck des Rückspülstromes selbständig gedrosselt oder gegebenenfalls ganz abgeschaltet wird.
  • Auf diese Weise läßt sich mit Sicherheit erreichen, daß die Austauschermasse im Filterkessel eine festgesetzte Höhe beim Rückspülvorgang nicht überschreiten kann, so daß ein Verlust an Masse durch Überschwimmen über den Rand des Kessels nicht eintritt.
  • Das neue Gerät Iäßt sich im übrigen in gleicher Weise auch zur Überwachung der Filteranlage während des Betriebes verwenden. Hierbei sind die mit den verschiedenen Austauschermassen gefüllten Kessel hintereinandergeschaltet und werden von dem zu reinigenden Wasserstrom nacheinander durchflossen.
  • Wenn die Austauschermasse in einem der Gefäße erschöpft ist, so steigt die Zahl der in das nächstfolgende Gefäß durch den Wasserstrom eingeführten Ionen, und damit ändert sich wiederum die Stromstärke in dem Kreislauf des beschriebenen Kontrollgerätes. Aus einer etwaigen Änderung der Stromstärke des in einem bestimmten Filterkessel eingebauten Kontrollgerätes läßt sich also ohne weiteres entnehmen, ob die Austauschermasse des vorhergehenden Kessels noch die erforderliche Austauschfähigkeit besitzt oder nicht. Gegebenenfalls braucht nicht jeder Filterkessel mit einem entsprechenden Kontrollgerät versehen zu sein. Es genügt unter Umständen ein solches Gerät für eine bestimmte Gruppe gemeinsam arbeitender Austauschkessel. Dabei können die verschiedenen in die Filterkessel eingebauten Kontrollgeräte gegebenenfalls gemeinsam an eine einzige Anzeige-, Registrier- oder Warneinrichtung 13 geschaltet sein.
  • Das Kontrollgerät gemäß der Erfindung kann auch während der Regeneration der Austauschermasse zur Überwachung des Wiederbelebungsvorganges dienen.
  • Dabei wird, wenn beispielsweise bei 13 eine Kontrolllampe in den Stromkreis eingeschaltet ist, diese so lange aufleuchten, wie die an freien Ionen reiche Regenerierlösung dem Kessel zufließt, so daß eine Kontrolle dafür vorhanden ist, ob der Kessel mit der beabsichtigten Menge der Regenerierlösung innerhalb der beabsichtigten Zeit tatsächlich versorgt wird.
  • Die Verwendbarkeit des neuen Kontrollgerätes für die verschiedenen im Betrieb sich ergebenden Verwendungszwecke kann am einfachsten durch Anordnung einer entsprechenden Umschaltung im Stromkreis bewerkstelligt werden, wobei je nach Bedarf das Gerät auf »Rückspülung«, »Betrieb« oder »Regeneration« geschaltet wird.
  • Die Verwendung des neuen Kontrollgerätes bietet eine Reihe von Vorteilen, die insbesondere in der Vermeidung des Verlustes von kostspieliger Austauschermasse beim Spülen bestehen. Bei Anwendung des neuen Kontrollgerätes fallen die sonst erforderlichen Überlaufwehre an den Spülwasserrinnen, die doch niemals eine sichere Vermeidung des Schwundes der Austauschermassen ermöglichen, fort. Gleichzeitig kann an Filtersteigeraum bei den Filterkesseln gespart werden, weil nunmehr eine Überdimensionierung aus Sicherheitsgründen nicht mehr erforderlich ist. Trotzdem ist die Bedienung der Anlage durch die neue Kontrollvorrichtung für das Personal wesentlich vereinfacht und sicherer gestaltet.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRUCHE 1. Kontrollgerät zum Vermeiden von Verlusten an Austauschmasse beim Rückspülen von mit solchen Massen gefüllten Filterkesseln, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des Filterkessels im oberen, normalerweise von Austauschermasse freien Teil in einem gewissen Abstand übereinander, voneinander isoliert zwei Metallsiebelektroden (3, 4) angeordnet sind, welche über eine Stromquelle (12) und ein Meß-, Registrier-oder Schaltgerät (13) miteinander verbunden sind, wobei die untere Netzelektrode (3) eine Porengröße aufweist, die im wesentlichen ein Hindurchtreten der Körner der Austauschmasse ermöglicht, während die obere Netzelektrode (4) eine Porengröße besitzt, die die Körner der Austauschmasse im wesentlichen zurückhält.
  2. 2. Kontrollgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei mehreren hintereinandergeschalteten, mit Austauschmasse gefüllten Kesseln jeder einzelne Kessel mit einem Kontrollgerät ausgestattet ist, und daß alle Kontrollgeräte gemeinsam auf eine einzige Anzeige-, Registrier-oder Warneinrichtung geschaltet sind.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 865 065, 514 716; deutsche Patentanmeldung M13206IVb/12g (bekanntgemacht am 27. 10. 1955); Siemens-Zeitschrift 28, 1954, S. 4; Mitteil. d. VGB, 1950, S. 148.
DEB38599A 1956-01-04 1956-01-04 Kontrollgeraet zum Vermeiden von Verlusten an Austauschermasse beim Rueckspuelen von Filterkesseln Pending DE1119002B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4022025A1 (de) * 1989-07-11 1991-01-24 Uchiya Thermostat Selbsttaetiger stromunterbrecher

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE514716C (de) * 1926-06-23 1930-12-16 Raguhn Anhalter Metalllocherei Gitterfoermige Kathode
DE865065C (de) * 1942-03-07 1953-06-05 Koppers Gmbh Heinrich Einrichtung zum Anzeigen der Fuellung von Bunkern fuer Koks und aehnliches Gut

Patent Citations (2)

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