DE110460C - - Google Patents

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DE110460C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05CEMBROIDERING; TUFTING
    • D05C7/00Special-purpose or automatic embroidering machines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 52: Nähmaschinen.
LINTZ & ECKHARDT in BERLIN. Kurbelstickmaschine für Zickzackstich.
Zusatz zum Patente 82255 vom 7. Dezember 1893.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 1. Dezember 1898 ab. Längste Dauer: 6. Dezember 1908.
Bei der durch das Haupt-Patent 82255 geschützten Kurbelstickmaschine kommt eine dreitheilige gelenkige Nadelstange in Anwendung, deren unterer, die Nadel tragender Theil in einem waagrecht beweglichen Schieber derart geführt wird, dafs die Nadel selbst nur lothrecht in den Stoff eingeführt und herausgezogen wird. In der Höchststellung der Nadel wechselt der Schieber jeweilig seine Lage, so dafs die Nadel beim nächsten Stich in einem bestimmten Abstand nach rechts oder links in den Stoff einsticht und somit die Zickzacknaht erzeugt. Bei der Benutzung dieser Maschine hat es sich als ein Erfordernifs herausgestellt, den seitlichen Abstand der Stiche, also die .Zickzackbreite, in bequemerer Weise und in gröfserem Mafse verändern zu können, als es bei der in der Patentschrift 82255 beschriebenen Ausführungsform der Fall ist. Dort wird die Einstellbarkeit dadurch herbeigeführt, dafs in dem die seitliche Verschiebung des Schiebers bewirkenden Hebelgestä'nge zwei einander gegenüberstehende Arme geschlitzt sind und die Angriffsstellung der diesen Arm verbindenden Lenkstange in den Schlitzen derselben verändert werden kann; diese Einstellung ist eine umständliche. Noch schwieriger gestaltet sich aber die Einstellung von Zickzacknaht auf glatte Naht, da nicht allein die Lenkstange abgenommen, sondern auch der Schieber in Mittelstellung gebracht und in dieser Stellung festgelegt werden mufs. '
Bei vorliegender Maschine wird der erstrebte Zweck dadurch erreicht, dafs die Bethätigung des waagrecht sich bewegenden Schiebers durch eine lothrecht bewegliche Schlitzplatte erfolgt, in deren Schlitz ein am Schieber sitzender Stift eingreift und welche mit Bezug auf die schräge Lage des Schlitzes eingestellt werden kann. Die Einstellung dieser Schlitzplatte, zu welcher es nur der Lösung und des späteren Anziehens einer Schraube bedarf, ist von der gröfsten Zickzackbreite bis zur denkbar kleinsten gleich bequem und gestaltet sich auch für die Aenderung von Zickzacknaht auf gerade Naht nicht schwieriger. Von besonderer Wichtigkeit ist noch, dafs die Bewegungen der neuen Einrichtungen vollständig zwangläufig sind.
Die neue Einrichtung darf nicht mit der in der Patentschrift 7688 beschriebenen Anordnung verwechselt werden , bei welcher ein loser, durch einen auf- und niederbeweglichen Hebel umlegbarer Führungskeil in Anwendung kommt. Keil und Hebel vermitteln durch gegenseitiges Umlegen die abwechselnde Verschiebung der Nadel, wodurch eine Einstellbarkeit jedoch nicht erzielt wird.
Auf beiliegender Zeichnung zeigt Fig. 1 die Maschine in Seitenansicht und Fig. 2 in Vorderansicht. Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie 3-3 und Fig. 4 ein solcher nach der Linie 4-4 der Fig. 1. Die Fig. 5 und 6 zeigen einen Theil der Maschine mit den wesentlichen Mechanismen in zwei verschiedenen Stellungen.

Claims (1)

  1. An dem Schieber a, welcher den untersten Theil der Nadelstange b mittelst der an ihm sitzenden Hülse c lothrecht führt (Fig. 4), sitzt ein Stift, welcher in den Schlitz e der Platte/ eingreift. Diese Platte ist um eine waagrechte Linie, welche die Längsmittellinie des Schlitzes und die lothrechte Mittellinie der Nadel in deren Mittelstellung unter rechten Winkeln schneidet, drehbar an dem Schieber g angebracht und kann mittelst einer durch einen Bogenschlitz f1 der Platte greifenden Klemmschraube /2 in der jedesmaligen Stellung festgelegt werden. Der Schieber g ist in dem Führungsgehäuse h lothrecht geführt und wird durch die das Hauptrohr b1 umgebende und auf derselben verschiebbare Hülse gl auf- und niederbewegt. Diese Bewegung erfolgt von der mittelst Zahnradgetriebe i durch die Hauptwelle i1 getriebenen Welle z2 aus, . auf welcher eine Curventrommel i3 sitzt, in deren Nuth das eine Ende eines bei k drehbar gelagerten Winkelhebels kl eingreift. Das andere Ende des Winkelhebels k1 steht durch eine Schlitzführung mit einer am Maschinengestell lothrecht geführten Stange Z in Verbindung, deren unteres Ende einen die Ringnuth g'2 der Hülse g1 umschliefsenden Ring oder eine Gabel Z1 trägt.
    Bei der fortgesetzten Drehung der Welle i2 unter Vermittelung des Getriebes, i von der Hauptantriebwelle z1 aus wird der Winkelhebel kl durch die Curventrommel z3 nach jedem erfolgten Stich in der einen oder anderen Richtung gedreht, wodurch mittelst der Stange / und der Hülse g1 der Schieber g mit der Platte / aufwärts- oder abwärtsbewegt wird. Mit Hülfe des Schlitzes / und des an dem Schieber α sitzenden Stiftes d wird dadurch dieser Schieber und somit der untere Theil der Nadelstange seitlich versetzt, beispielsweise aus. der in Fig. 1 gezeigten in die in Fig. 5 gezeigte Stellung, wobei die Nadel einen erheblichen Ausschlag hat und die erzeugte Zickzacknaht recht breit wird. Soll eine schmälere Zickzacknaht hergestellt werden, so wird die Schraube/2 um ein-Geringes gelockert und nach entsprechender Einstellung der Platte/ wieder angezogen. Diese Einstellung kann in wenigen Secunden ausgeführt werden, wobei man an der schrägen Stellung des Schlitzes e mit Leichtigkeit beurtheilen kann,, ob die gewünschte Breite der Zickzacknaht sich ergeben wird. Soll die Maschine nur eine gerade Naht herstellen, so ist die Platte/ derart einzustellen, dafs der Schlitz e lothrecht steht (Fig. 6). Die Nadelstange bewegt sich dann lothrecht auf und nieder, ohne jede seitliche Verschiebung, trotzdem dafs der Schieber g durch das oben besprochene Hubgetriebe nach wie vor auf und ab bewegt wird.
    Patenτ-Anspruch:
    Kurbelstickmaschine für Zickzackstich nach Patent 82255, bei welcher die Breite der Zickzacknaht dadurch beliebig geändert werden kann, dafs die Bethätigung des den unteren Theil der Nadelstange hin- und herbewegenden Schiebers durch eine lothrecht bewegliche einstellbare Schlitzplatte ff) erfolgt, deren einen Stift des Schiebers führender Schlitz (e) durch entsprechende Einstellung der Schlitzplatte in seiner Schrägstellung beliebig geändert werden kann. 1 ·
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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