DE109151C - - Google Patents

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DE109151C
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sulfuric acid
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    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B11/00Obtaining noble metals
    • C22B11/04Obtaining noble metals by wet processes
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    • C22B19/00Obtaining zinc or zinc oxide
    • C22B19/20Obtaining zinc otherwise than by distilling
    • C22B19/22Obtaining zinc otherwise than by distilling with leaching with acids
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 40: Hüttenwesen.
Zusatz zum Patente 103934 vom 11. Dezember 1898.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 5. Februar 189g ab. Längste Dauer: 10. Dezember 1913.
Es hat sich herausgestellt, dafs bei der Aufschliefsung sulfidischer Erze gemäfs dem Verfahren nach Patent 103934 das wirksame Agens, welches die Erze zersetzt, concentrirte Schwefelsäure ist.
Es ist deshalb nicht nöthig, die Wirkung der Schwefelsäure indirect durch Polysulfate, die durch Erhitzen von saurem Alkalisulfat mit Schwefelsäure dargestellt werden können, hervorzurufen, sondern dieselbe tritt auch ein, wenn man direct an Stelle dieser Polysulfate concentrirte Schwefelsäure setzt.
Es sind schon Vorschläge gemacht worden, Bleierze durch ein stark mit Wasser verdünntes Gemenge von Schwefelsäure, Salzsäure und Natriumsulfat aufzuschliefsen. Hierbei wird· ein für die Weiterverarbeitung unvortheilhaftes Gemisch von Sulfaten und Chloriden erzielt, wobei der kaum verwerthbare und eine Gefahr für die Umgebung bildende Schwefelwasserstoff im Gemisch mit anderen Schwefelverbindungen und Salzsäure sowie Wasserdampf abzieht.
Ebenso ist es schon versucht worden, abgeröstete und sulfidische Erze, also schwefelfreie Erze, mit Schwefelsäure zu behandeln oder arme Erze durch die vereinigte nasse und trockene Verarbeitung aufzuschliefsen.
Abgesehen davon, dafs man bei dieser Verarbeitung keine hochprocentigen schwefligsauren Gase enthält, geht auch hier die Reaction nur unvollkommen vor sich, da es nicht gelingt, das gesammte Metall in Oxyd zu verwandeln.
Bei dem vorliegenden Verfahren, welches zur Aufschliefsung aller sulfidischen Erze benutzt werden kann und soll, wird im Gegensatz zu allen bisher bekannten Verfahren das gemahlene Erz ohne vorherige Röstung in rohem Zustande nur mit concentrirter Schwefelsäure in der Wärme behandelt.
Es entstehen dann ohne jedweden Erzverlust unter Entweichung von nur hochprocentigen schwefligsauren Gasen die Sulfate der Metalle als feste Masse, deren Trennung durch Behandeln der Schmelze mit Wasser erfolgt. Die schwefligsauren Gase werden weiter zu Schwefelsäure verarbeitet oder sonstwie nutzbar gemacht.
Die Zersetzung der rohen Erze vollzieht sich nach diesem Verfahren in der Hauptsache nach folgender Formel:
Zn(Pb, Ag) S+ 4/T2SO4 =
Zn (Pb, Ag) SO, + 4 H2 O + 4 SO2.
Zur Ausführung des Verfahrens bringt man zweckmäfsig das Erz in eine von unten erwärmte Gufsschale, die in Verbindung mit einem Muffelofen steht, und läfst die erforderliche Menge concentrirter Schwefelsäure, am besten schon vorgewärmt, zulaufen. Es entwickelt sich dann schweflige Säure, die gemeinschaftlich mit den Muffelgasen zur weiteren Nutzbarmachung abgeleitet wird.
Die Masse bleibt in der Gufsschale, bis sie Teigform angenommen hat, wird dann in die
Muffel hinübergekrückt, ausgebreitet und verbleibt dort bei häufigem Umwenden so lange, bis die Gasentwickelung beendet ist. Die Schmelze wird darauf mit Wasser ausgelaugt, die erhaltene Zinksulfatlösung zur Krystallisation gebracht und entweder verkauft oder elektrolytisch auf Zink oder sonstwie verwerthet und das im Rückstand verbleibende Bleisulfat mit Gangart auf metallisches Blei- oder Bleipräparate verarbeitet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Bei dem durch Patent 103934 geschützten Verfahren zur Aufschliefsung roher sulfidischer Erze der Ersatz der Polysulfate durch concentrirte Schwefelsäure.
DENDAT109151D Expired DE109151C (de)

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DE109151C true DE109151C (de) 1900-01-01

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