DE108622C - - Google Patents

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DE108622C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B19/00Keys; Accessories therefor
    • E05B19/22Keys with devices for indicating whether the last operation was locking or unlocking

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  • Gates (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Es ist in vielen Fällen wünschenswerth, bei Schlössern erkennen zu können, ob ein Schlofs geöffnet oder geschlossen ist. Zu diesem Zwecke hat man bereits an Schlüsseln Vorrichtungen angebracht, welche die Stellung, die das zugehörige Schlofs zuletzt eingenommen ■hat, erkennen lassen. So ist z. B. in dem Patent 16690 ein Schlüssel beschrieben, der aus zwei Theilen besteht, dem Griff und dem Schlüsselbart, die gegen einander sich verdrehen lassen, derart, dafs der Schlüsselgriff zunächst eine halbe Umdrehung machen mufs, ohne dafs der Bart in das Schlofs eingreift. Aus der Stellung des Schlüsselbartes gegen, den Griff läfst sich dann erkennen, ob das Schlofs geöffnet oder geschlossen ist. Bei dem im Patent 63873 beschriebenen Schlüssel ist auf dem Schlüsselschafte eine Hülse mittelst Gewinde beweglich angebracht, welche beim Schliefsen durch einen in die Schlofsöffnung reichenden Stift festgehalten wird und bei Umdrehung des Schlüssels sich auf dem Schlüsselschaft bewegen mufs. In beiden Fällen ist es aber möglich, die Einstellung des . Bartes bezw. der Hülse von Hand absichtlich oder unabsichtlich, z. B. durch einen Stofs zu ändern.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun ein dem gleichen Zwecke dienender Schlüssel, bei welchem jedoch eine unbeabsichtigte Verstellung des die Schlofsstellung anzeigenden Theiles unmöglich gemacht ist.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, besteht der Schaft des neuen Schlüssels aus einem mit Muttergewinde ausgestatteten Rohr a (Fig. 1 bis 3 und 6 bis 9), worin ein zum Theil schraubenartiger, in Fig. 4 und 10 besonders veranschaulichter Bolzen / steht. Führt man den Schlüssel in die Schlofsöffnung ein und trifft gleichzeitig eine zweckmäfsige Einrichtung, damit bei der Schlüsselumdrehung sich der Bolzen nicht mitdrehe, so mufs derselbe entweder nach dem Schlüsselringe c oder nach dem Schlüsselbarte d — und zwar je nach dem Sinne des Gewindes und dem der Umdrehung— vorrücken; da der Bolzen, so lange eine umgekehrte Schlüsselumdrehung im Schlosse nicht vollzogen wird, seine Stellung im rohrartigen Schafte selbsttätig nicht ändern kann, so läfst sich aus derselben die Schlofsstellung feststellen. Das Mitdrehen des Bolzens / wird am zweckmäfsigsten dadurch verhindert, dafs man dem Schlüsseldorn anstatt der üblichen cylindrischen eine prismatische Form (Fig. 5 und ι 1) giebt und den Bolzen an seinem Ende mit einer Oeffnung vom entsprechenden Querschnitte ausstattet.
Die Lage und der Drehungssinn der Gewinde sind hier beispielsweise derartig getroffen, dafs bei gesperrtem Schlofs der Bolzen / . seine tiefste Stellung einnimmt, folgt jedoch eine Schlüsselumdrehung behufs Oeffnens des Schlosses, so steigt er nach dem Schlüsselringe c. Bei Schlössern mit einfacher Schlüsselumdrehung reicht bei gesperrtem Schlosse der Bolzen / bis zum Ringe c (Fig. 1), bei geöffnetem dagegen ragt er aus demselben hervor (Fig. 2); bei Schlössern mit zweifacher Schlüssel-Umdrehung geht die in Fig. 6 veranschaulichte Anfangsstellung des Bolzens, welche dem gesperrten Schlosse entspricht, nach einmaliger Umdrehung in die der Fig. 7 über, um endlich
nach nochmaliger Schlüsselumdrehung die Stellung Fig. 8 einzunehmen. In beiden Fällen zeigt das Hervorragen des Bolzens (Fig. 2 und 8) über dem Schafte an, dafs das Schlofs geöffnet ist. In den Fig. 3 und g ist der röhrenartige Schlüsselschaft ohne den inneren Bolzen zur Veranschaulichung gebracht.
Um einer zufälligen Lageveränderung des Bolzens vorzubeugen, kann derselbe vermöge einer im freien Räume e angeordneten Spiralfeder in der ihm infolge der Schlüsselumdrehung mitgetheilten Stellung festgehalten werden.
Thürschlösser, insbesondere diejenigen, welche von beiden Seiten gesperrt werden können, entbehren für gewöhnlich eines Dornes. Da es sich in diesem Falle vorzugsweise darum handelt, den Zweifel beseitigen zu können, ob die ThUr von aufsen zugesperrt wurde (wenn nämlich die betreffende Person sich aufserhalb ihrer Wohnung befindet), so kann dem Mangel eines Dornes einfach abgeholfen werden, indem man einen solchen in einer von der Innenseite (Zimmerseite) die Schlüsselöffnung deckenden Scheibe befestigt. Diese Scheibe wird an der Klinkenplatte derartig verschiebbar angebracht, dafs, falls man das Schlofs von innen zu sperren wünscht, sie mit dem in die Thüröffnung einzuführenden Schlüssel nach oben verschoben wird; nimmt man aber den Schlüssel (von innen) heraus, so sinkt sie nach unten, wobei der in einer Nuth gleitende Stift in die Schlofsöffnung zu liegen kommt und folglich beim Sperren des Schlosses von der Aufsenseite das Mitdrehen des Bolzens verhindert. Es wird hierin zweckmä'fsig sein, den Bolzen bis nahe zu dem Schlüsselöffnungsrande zu verlängern.

Claims (1)

  1. Pa tent-Anspruch:
    Schlüssel, der angiebt, ob damit das Schlofs zuletzt geöffnet oder geschlossen worden ist, dadurch gekennzeichnet, dafs in seinem Schafte a ein Bolzen / vorgesehen ist, der bei der Schlüsselumdrehung sich vermöge eines Gewindes in der Längsrichtung des Schlüsselschaftes' bewegt und nach Herausziehen des Schlüssels mit seinem oberen Ende, je nachdem das Schlofs geöffnet oder geschlossen ist, entweder in den Schlüsselring oder in den Schlüsselschaft hineinragt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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