DE106967C - - Google Patents

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DE106967C
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cylinder
salt
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D3/00Halides of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D3/04Chlorides
    • C01D3/06Preparation by working up brines; seawater or spent lyes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 62: Salinenwesen.
GORGO EMILIO in ROM. Verfahren zur ununterbrochenen Erzeugung von trockenem Salz.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. Oktober 1898 ab.
Bei der Herstellung des sogenannten Siedeoder Kochsalzes kommen im Allgemeinen folgende Processe in Betracht:
I. Verdampfen oder Sieden durch Heizung der in grofsen Pfannen enthaltenen Salzlösung:
II. Concentration der Salzlösung durch Verdampfung, welche bei geringerem als atmosphärischem Druck in geschlossenen Apparaten hervorgerufen wird. ...
Vorliegende Erfindung betrifft nun einen Apparat, für Dauerbetrieb, durch welchen folgende iResultate erzielt werden.
I. / Gewinnung der gesammten in einer normalgradigen (i8° bis. 20? B.) oder gegebenenfalls,, wenn dies in' industrieller: Hinsicht wünschenswerth sein sollte, in einer minderwerthigen Salzlösung enthaltenen Salz'menge dadurch, dafs die mittelst desselben Apparates vorher concentrirte Soole unmittelbar ganz oder theilweise verdampft wird. . ■
II.:.."Möglichste ' Ausnutzung der im Ofen entwickelten Wärme.
■ III. Erzeugung feinkörnigen Siedesalzes.
Der den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Apparat ist auf den beiliegenden Zeichnungen veranschaulicht worden.. .
Fig. ι zeigt den Apparat in. der Vorderansicht mit theilweisem. Schnitt. ' . ., '
Fig. 2 ist die zugehörige Seitenansicht. :
Fig. 3 ist ein Grundrifs der gesammten Anlage in schematischer Darstellung. , ·
Fig. 4'ist ein Schnitt nach der Linie C-D' in Fig. 3. _
Fig. 5, 6 und 7 veranschaulichen Einzelheiten.
Fig. 8 ist ein Schnitt nach der Linie A'-B'~ B'-C'-C'-D'-D'-E'-E'-F'-F'-G' und nach der Linie H'-I-M in Fig. 4 bezw. nach der Linie A'-A' und H'-H'in Fig. 3.
'.-. Die Salzlösung oder Soole wird aus einem, in den beiliegenden Zeichnungen nicht ersichtlichen Behälter in den offenen Kessel bezw. die Pfanne F (Fig. 1, 4 und 8) geleitet, wo sie die Temperatur von etwa 30° erreicht. Die dazu erforderliche Wärme wird von dem Gemenge von Dampf und Luft abgegeben, welches die hölzerne Kappe E drei -den Kessel F durchziehenden Condensationsröhren aus Blei zuführt. Das Gemenge von Luft und nicht condensirtem Dampf strömt durch die Condensationsröhren hindurch und steigt in das Abführungsrohr L auf.
, Aus der Pfanne F fliefst die Salzlösung durch ein Aluminiumrohr in den geschlossenen Kessel G (Fig. 4 und 8). In diesem Kessel erreicht die Temperatur etwa 95° und wird auf dieser Höhe durch die Wärme erhalten, welche die aus dem Ofen entweichenden Heizgase abgeben. Diese Heizgase durchströmen die Leitungskanäle C (Fig. 4 und 8), umspülen den Kessel G und münden durch den Schornstein H in die Luft (Fig. 1, 4 und 8).
Aus dem Kessel G wird die Soole durch ein Aluminiumrohr in eine Vertheilungsrinne geschafft, die wie das Rohr aus Aluminium besteht. Die Vertheilungsrinne erstreckt sich über die ganze Länge des weiter unten beschriebenen' drehbaren Cylinders.
Die Füllung der Vertheilungsrinne wird mittelst eines Hahnes regulirt.
In die Soole, welche in der Vertheilungsrinne enthalten ist, taucht ein doppeltes, sackähnliches an beiden Enden geöffnetes Asbesttuch JR (Fig. 4 und 8), welches im Innern von zwei schweren Glasstäben durchzogen wird. Der eine zwingt das Asbesttuch, in die Soole zu tauchen, der andere drückt es am Cylinder fest.
Aufserdem hängt das Asbesttuch der Länge nach an einem dritten aufsen befindlichen Glasstabe, welcher auf einem zweckentsprechend geformten, horizontal-liegenden Rande der Vertheilungsrinne ruht.
Man lä'fst die Soole in die Vertheilungsrinne ablaufen. Sobald dieselbe eine bestimmte Höhe erreicht hat, läuft sie über, durchfliefst das Asbesttuch und strömt in Form eines flüssigen Schleiers auf den Cylinder, gerade längs der Linie, wo derselbe mit dem Asbesttuch in Berührung kommt.
Die Schicht der auf den Cylinder strömenden Soole hat in der Zeiteinheit eine Dicke, welche zu der in derselben Zeiteinheit in die Vertheilungsrinne gelangenden Soolemenge genau im Verhä'ltnifs steht. Das Asbesttuch kann mittelst eines Griffes (Fig. 8) bewegt werden. Durch diesen Griff werden die Rahmen in Bewegung gesetzt, in welche die Kopfenden der Glasstäbe eingesetzt sind.
Der rotirende Ofen besteht aus einem inneren und einem äufseren Theil. Der innere Theil ist unbeweglich, der äufsere bildet die Ofenbekleidung und kann eine Rotationsbewegung erhalten.
Die Seiten des inneren Theiles vom Ofen bestehen aus je zwei gufseisernen, mit dielektrischem Material gefüllten Wänden. In der Mitte des inneren Theiles und eigentlich in gleicher Entfernug von den gufseisernen Seitenwänden befindet sich eine Scheidewand.
Das Ofengerüst ist aus Eisenblechen hergestellt, welche den Ofen im Innern in mehrere Räume zerlegen, so dafs die Herde A, die Aschenfälle α und die Leitungskanäle B und C der Verbrennungsproducte gebildet werden (Fig. 4 und 8).
Die Feuerroste, die Doppel-T-Eisen, die Eisenbleche und die Scheidewand selbst werden von den gufseisernen Seitenwänden getragen.
Der umdrehbare, als Ofenbekleidung dienende Theil besteht aus einem Cylinder, dessen Gerüst durch drei massive gufseiserne Reifen gebildet wird.
Zwei Reifen sind an beiden Enden des Cylinders angebracht, der dritte befindet sich in der Mitte. Alle drei sind mit einander mittelst Winkeleisen η (Fig. 7) verbunden, welche eben so lang sind als der Cylinder. An den Winkeleisen sind in geeigneter Entfernung von einander andere eiserne Reifen ο (Fig. 7) befestigt, woran eine genügende Anzahl von Winkelkopfeisen r angebracht sind, die parallel zu den erzeugenden Linien des Cylinders liegen.
Dem Verziehen des Cylindergerüstes, welches infolge der Wärmewirkung auftreten würde, wird mittelst Vorrichtungen vorgebeugt, welche in Fig. 7 dargestellt sind. Der Cylinder ist mit Marmorplatten oder mit sorgfältig hergestellten, an der Aufsenseite gefirnifsten Thonerdeplatten 5 bekleidet (Fig. 7).
Je zwei Thonerde- oder Marmorplatten bilden an ihrer Berührungsfläche eine schwalbenschwanzförmige Aussparung, die dazu bestimmt ist, den Kopf der oben genannten Winkeleisen zu umschliefsen und dadurch die Platten an dem Cylindergerüst festzuhalten. Die Platten sind heifs mit einander verkittet und deren Fugen gefirnifst.
Der rotirende Theil des Ofens, also der soeben beschriebene Cylinder wird von sechs Rollen- (Fig. 1, 4 und 8) getragen, die den drei gufseisernen Reifen gegenüberstehen. Drei Rollen sind an einer Stahlachse oder Welle u (Fig. 4) angebracht. Die an den äufsersten Enden der Welle befindlichen Rollen sind fest, die Rolle in der Mitte ist lose und die übrigen drei Rollen sind ebenfalls lose und an einer anderen Welle aus Stahl ν (Fig. 4) angebracht. Der Cylinder erhält eine Rotationsbewegung um seine Achse, also um den unbeweglichen Theil des Ofens durch einfache Reibung auf den Rollen. Die Scheibe M, welche mit der Scheibe eines auf der Zeichnung nicht ersichtlichen Motors verbunden ist, setzt durch ein Zahnrädergetriebe die Welle u in Bewegung. Die an dieser Welle festsitzenden Rollen rotiren mit derselben und nehmen dabei den Cylinder mit.
Die Cylinderbekleidung, welche den Mantel des Ofens bildet, wird erhitzt, wenn sie an den Herden vorübergeht. Bei fortgesetzter Umdrehung wird die in der Cylinderbekleidung aufgespeicherte Wärme beständig höher, bis sie an der Aufsenseite des (Zylinders eine Höhe von 1400 bis i6o° erreicht. Diese Temperatur ruft die rasche Verdampfung des in der Soole enthaltenen Wassers hervor, welche durch das Asbesttuch auf den Cylinder fliefst. Es wird sich daher auf der Aufsenseite des Cylinders eine Schicht Salz ablagern, deren Dicke von der Dicke der nassen Schicht, der Umdrehungsgeschwindigkeit des Cylinders und der in der Zeiteinheit auf den Feuerrosten zur Verbrennung gelangenden Brennmaterialmenge abhängig ist. Das auf diese Weise abgelagerte Salz wird vom rotirenden Cylinder' bei seiner Bewegung mitgenommen. Da der Cylinder aufser der schon aufgenommenen und infolge der Dicke der Platten beibehaltenen Wärme von den Heizgasen erwärmt wird,
welche durch den Leitungskanal B aus dem Ofen entweichen, so wird das Salz schon getrocknet sein, wenn es zu der Schabmesserreihe d (Fig. i, 4, 5 und 6) gelangt.
Die Schabmesser, welche mittelst eines doppelten Systems von Federn immer in Berührung mit der Aufsensei'te des rotirenden Cylinders gehalten werden (Fig. 6), kratzen den ■ Salzüberzug ab und lassen das Salz in den darunter befindlichen, in der Längsrichtung verlaufenden Kasten fallen.
Aus diesem Kasten wird das Salz mittelst der Schraube ohne Ende bezw. Schnecke η aus Aluminium (Fig. i, 4 und 8) in den Sammelkasten Q. (Fig. 8) geschafft. Das auf diese Weise angesammelte Salz wird mittelst eines aus Aluminiumlöffeln bestehenden Paternosterwerkes gehoben und in einen geeigneten Raum befördert.
Nachdem die Schabmesser den auf dem rotirenden Cylinder abgelagerten Salzüberzug abgekratzt haben, vervollständigt eine walzenförmige Bürste mit grofser Umdrehungsgeschwindigkeit die Reinigung des Cylinders (Fig. 4)..
Der ganze Ofen zwischen beiden Seitenwänden nebst dem Vertheilungskanal und dem zum Ansammeln des Salzes dienenden längsgerichteten Kasten ist von einem grofsen hölzernen Gehäuse umgeben.
Dieses Gehäuse besitzt oben eine Kappe, welche, wie bereits bemerkt, dazu bestimmt ist, den Concentrationsröhren, welche den Kessel F durchziehen, das von der Cylinderfläche entweichende Gemenge von Dampfund Luft zuzuführen.
Ein Schalter D (Fig. 4) regulirt den Eintritt und den Kreislauf der Luft, welche den Dampf mit sich zieht.
Der Luftzug findet theils infolge des Niederschlages der Abzugdämpfe in den oben genannten Röhren, theils mittelst des Kamins statt, durch welchen die Dämpfe in die Luft entweichen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur ununterbrochenen Erzeugung von trockenem Salz, dadurch gekennzeichnet, dafs die zunächst in einer offenen Pfanne (F) und sodann in einem Kessel (G) vorgewärmte Soole in dünner Schicht auf einen sich drehenden, aus wärmeaufspeicherndem Material bestehenden Cylinder, in welchem der feststehende Ofen untergebracht ist, geleitet wird, wobei die den Cylinder von innen bespülenden Feuergase zur Erhitzung des Kessels (G) und die von dem Verdampfen der Soole herrührenden Wasserdämpfe zur Erhitzung der Pfanne (F) benutzt werden, und dafs dann der infolge der schnellen Verdampfung der Soole sich auf dem Cylinder bildende Salzniederschlag durch eine Reihe von federnd angeordneten Messern (d) abgekratzt wird.·
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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