DE1069551B - Mechanisierter Strebausbau mit nachgiebigen Ausbauelementen - Google Patents
Mechanisierter Strebausbau mit nachgiebigen AusbauelementenInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21D—SHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
- E21D23/00—Mine roof supports for step- by- step movement, e.g. in combination with provisions for shifting of conveyors, mining machines, or guides therefor
- E21D23/0056—Mine roof supports for step- by- step movement, e.g. in combination with provisions for shifting of conveyors, mining machines, or guides therefor with individual advancing shifting devices
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Description
ERTEILT AUF GRUND DES ERSTEN ÜBERLEITONGSGESETZES VOM 8. JULI 1949 (Wi G Bl. S. 175)
DEUTSCHES
PATENTAMT
ANMELDETAG:
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT:
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT:
AUSGABE DER
PATENTSCHRIFT:
PATENTSCHRIFT:
kl. 5 c 10/01
INTERNAT. KL. E 21 d 12. APRIL 1943
26. NOVEMBER 1959
12. JANUAR 1961
STIMMT ÜBEREIN MIT AUSLEGESCHRIFT 1069 551 (V 2569 VI / 5 c)
Die Erfindung betrifft einen mechanisierten Strebausbau
mit nachgiebigen, durch ein Sohlstück und durch eine Kappe miteinander verbundenen teleskoparf■'
* ausziehbaren Stempeln, insbesondere aus zwei solchen Stempeln bestehenden Ausbauelementen, die
einen insgesamt vorrückbaren Rahmen bilden.
Bei einem solchen bekannten Ausbauelement benötigen die Stempel unbequem große Verstell-Hubbereiche,
um sich der beim Vorrücken verändernden Flözmächtigkeit anpassen zu können. Für das Lösen
und Wiederset/.en der Stempel werden arr sich nur ganz geringe Hubbereiche benötigt, da beim Vorrücken
die Kappen in lockerer Berührung mit dem Hangenden bleiben sollen.
Die Erfindung bezweckt, ein Ausbauelement zu schaffen, dessen Anpassung an die Flözmächtigkeit in
anderer Weise vorgenommen wird, so daß der Verstell-Hubbereich
nicht viel größer zu sein braucht als er für den Setz- und Lösevorgang gebraucht wird.
Gemäß der Erfindung besteht bei dem einzelnen Ausbauelement jeder Stempel aus drei ineinander
verschiebbaren Teilen, die gegeneinander, unabhängig voneinander, verriegelbar sind.
Die am Löse- und Setzvorgang nicht beteiligten Teile des Stempels sind gemäß einer vorteilhaften
Ausgestaltung durch ein bei Überlast nachgiebiges Schloß miteinander verbunden.
In einer zweckmäßigen Ausgestaltung des Ausbauelementes kann die Setz- und Lösevorrichtung im Fuß
des Stempels angeordnet sein. Die Vorrichtung kann aus einem Paar nichtselbsthenimender Keile gebildet
werden, dessen Antriebs- und Sperrelemente im Sohlstück liegen.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung an einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 in Ansicht, teilweise geschnitten, ein Ausbauelement im gesetzten Zustand mit den Angriffsstellen
für eine Rückmaschine,
Fig. 2 im Längsschnitt den unteren Bereich der Anordnung nach Fig. 1 im gelösten Zustand,
Fig. 3 ausschnittsweise imLängsschnitt die Sperrung der Setz- und Lösevorrichtung.
An den Enden eines im Querschnitt kastenförmigen Sohlstückes 3 sitzen zwei Stempel 2, deren Füße 2c
als Außenstempel biegesteif im Sohlstück befestigt sind. In den Füßen 2 c können sich Innenstempel 2b
teleskopartig bewegen. In den Tnncnstempeln 2b sitzen, ebenfalls teleskopisch ausziehbar, Verlängerungen
2a, die durch mit Keilen 73 versehenen Reibungsschlössern 72 derart verriegelt sind, daß sie
bei Überlast in die Innenstempel 2b einsinken können. Auf den Verlängerungen 2a liegt eine aus zwei durch
ein Gelenk 76 miteinander verbundenen Teilen bestehende Kappe 4 auf, die durch Laschen 77 unver-Mechanisierter
Strebausbau mit nachgiebigen Ausbauelementen
. Patentiert für:
Gerhard Werner, Gelsenkirchen, und Käthe Elisabeth Johanna Idel,
geb. Tiemann, Gelsenkirchen-Buer
Der Zeitraum vom 8. Mai 1945 bis einschließlich 7. Mai 1950
wird auf die Patentdauer nicht angerechnet
(Ges. v. 15. 7. 1951)
rückbar mit den Stempeln 2 verbunden ist. Im Bereich
der Stempel besitzt die Kappe- 4 sowie das Sohlstück 3
gewölbte Vorsprünge 74 bzw. 75. Unter dem Innenstempei
25 liegen nichtselbtsbemmende Keile 62, die mit Betätigungsstangen 63Λ und 63" versehen sind.
Letztere tragen Zapfen mit darauf drehbaren Rollen 64 und besitzen an den einander zugekehrten Seiten
je eine Verzahnung 70. An einem Zapfen 9a ist ein eine Rolle 9' tragender Zapfen derart angelenkt, daß
3°> sich eine Nase 71 sowohl auf die obere Betätigungsstange
63" auflegen als auch gegen einen Anschlag 71 σ anlehnen kann.
Die Wirkungsweise ist wie folgt: Im gesetzten Zustand des Ausbauelementes 2, 3, 4 (Fig. 1) drückt der
Zapfen 71 in der gezeichneten Arretierstellung der Rolle 9' derart fest gegen die obere Betätigungsstange
63", daß die Verzahnung 70 (Fig. 3) das unter Stempellast stehende Keilepaar sperrt. Die Teile 63
und 71 bilden also ein nichtnachgiebiges Schloß. Die Nachgiebigkeit gegen Überlast liegt in den Stempelschlössern
72.
Eine zwischen den Stempeln der in Abständen nebeneinander angeordneten und sich gegenseitig
führenden Ausbauelemente in Strebrichtung bewegende Rückmaschine besitzt an sich bekannte Betätigungskufen
und bringt zum A^orrücken des Ausbauelementes die Rolle 9' in die in Fig. 2 gezeichnete
Lage. Damit wird die Sperrung der Verzahnung 70 aufgehoben, so daß die Verzahnung, der Kraftwirkung
der Keile 62 folgend, außer Eingriff kommt. Die Keile 62 können nach rechts bzw. links ausweichen
und bewirken ein Einsinken der Innenstempel 2 b in die Stempelflüsse 2 c. Der Einsinkhub ist nur so
groß, daß die Kappe 4 nur einen geringen Abstand
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vom Hangenden erhält. Den Abstand kann man durch die Anordnung von Federn zwischen den Innenstempeln
2 b und den Keilen 62 vermeiden, so daß beim Vorrücken des Ausbauelementes die Kappe 4
unter dem Hangenden gleitet.
Zum Vorrücken greift die Rückmaschine an der in Fig. 2 vertikal stehenden Fläche der Rolle 9' an, die
durch die an dem Anschlag 71 α anliegende Nase 71 in der gezeichneten Schräglage gehalten wird. Die Rückmaschine
bestimmt die A^orrückweite und läßt nach
Beendigung des Vorrückens Betätigungskufen derart an den beiden Rollen 64 angreifen, daß diese sich einander
bis in die in Fig. 1 gezeichnete Stellung nähern und dabei auch die Keile 62 einander nähern.
Die Stempel 2 werden hierdurch wieder gesetzt. Alsdann kippt die Rückmaschine die Rolle 9' gemäß
Pfeilrichtung X, wodurch die Nase 71 wieder in die Sperrstellung der Verzahnung 70 übergehen kann.
Im gesetzten Zustand sollen die Stempel den Hauptanteil ihrer' Last unmittelbar mittels der gewölbten ao
Vorsprünge 74 und 75 aufnehmen, die Kappe 4 und das Sohlstück 3 also von großen Biegemomenten entlasten.
Bei einer sich im Zuge des Abbaues der Kohle verändernden
Flözmächtigkeit werden die Keile 73 herausgeschlagen, die Verlängerung 2 a herausgezogen
bzw. in den Innenstempel 2 b hineingeschoben und die Keile 73 in Schräglage (Dreieckloch) wieder festgeschlagen. Bei der nächstfolgenden Stempelbelastung
verdrehen sich die Keile 73 unter geringem Einsinken der Verlängerung 2a in den Innenstempel 2b in die
Horizontallage und erzeugen so die erforderliche Schloßspannung.
An Stelle der Keile 62 können auch Exzenter oder Kniehebel verwendet werden. Zur Erreichung einer
höheren Setzspannung kann man sich mechanischer Hilfsmittel, z. B. Preßluftwerkzeuge, bedienen.
Claims (6)
1. Dem fortschreitenden Abbaustoß nachrückbarer Strebausbau mittels nachgiebiger Ausbauelemente,
die mindestens einen zwischen einer am Hangenden anliegenden Kappe und einem am Liegenden
anliegenden Sohlstück angeordneten ausziehbaren Stempel aufweisen, dadurch gekennzeichnet,
daß bei dem einzelnen Ausbauelement (2, 3, 4) jeder Stempel (2) aus drei in Längsrichtung
des Stempels (2) relativ zueinander einstellbaren Teilen (2a, 2b, 2c) besteht* die gegeneinander,
unabhängig voneinander, v;rriegelbar sind.
2. Strebausbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die am Setz- und Lösevorgang
unbeteiligten Teile (2a, 2b) des Stempels unnachgiebig miteinander \'erbunden sind, wobei für
die Nachgiebigkeit gegen Überlast ein an den anderen beiden Stempelteilen (2b, 2c) angeordnetes
Element dient,
3. Strebausbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die am Setz- und Lösevorgang
unbeteiligten Teile (2a, 2b) des Stempels durch ein bei Überlast- nachgiebiges Schloß (72) miteinander
verbunden sind.
4. Strebausbau nach einem der Ansprüche 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Fuß (2c) des
Stempels eine Setz- oder Setz- und Lösevorrichtung (62) angeordnet ist.
5. Strebausbau nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Setz- oder Setz- und Lösevorrichtung
aus einem Paar nichtselbsthemmender Keile (62) besteht, dessen Antrieb und Sperrung
durch im Sohlstück (3) angeordnete Elemente (64, 70, 71) bewirkt wird.
6. Strebausbau nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Sohlstück
(3) oder Sohlstück (3) und Kappe (4) im Bereich der Stempel (2) mit gegen das Hangende bzw. das
Liegende gerichteten, vorzugsweise gewölbten Vorsprüngen (74, 75) versehen sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 741 308.
Deutsche Patentschrift Nr. 741 308.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 9O9 65W86 11.59 1009 683/27 1.611
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1069551B true DE1069551B (de) | 1960-12-22 |
Family
ID=594647
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1069551D Pending DE1069551B (de) | Mechanisierter Strebausbau mit nachgiebigen Ausbauelementen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1069551B (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE741308C (de) * | 1941-03-29 | 1943-11-09 | Eduard Pieper | Durch Zugmittel bewegbares wandartiges Stuetzglied fuer den Bruchbau |
-
0
- DE DENDAT1069551D patent/DE1069551B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE741308C (de) * | 1941-03-29 | 1943-11-09 | Eduard Pieper | Durch Zugmittel bewegbares wandartiges Stuetzglied fuer den Bruchbau |
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