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Vorrichtung zum Herstellen von rechteckigen Beuteln Die Erfindung
betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen von rechteckigen Beuteln, mit einem aufspannbaren
Dorn, einer Einrichtung zum Halten eines flachen Beutels mit seinem offenen Mundabschnitt
in Flucht mit dem Dorn und Einrichtungen, um den Beutel zu öffnen und auf den Dorn
aufzuschieben, wobei Beutelöffnungseinrichtungen vorgesehen sind, die die Außenflächen
der gegenüberliegenden Seitenwände des flachen Beutels an dem Mundabschnitt fassen
können.
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Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, die Vorrichtungen der
vorgenannten Art dahingehend zu verbessern, daß selbst bei Verwendung von verhältnismäßig
steifem, z. B. mehrschichtigem Material eine einwandfreie Halterung der Beutel während
des Vorschubes auf dem aufspannbaren Dorn sowie die Beibehaltung glatter Flächen
des Beutels sichergestellt ist.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zur Zusammenarbeit
mit den Beutelöffnungseinrichtungen auslösbare Beutelgreifwerkzeuge vorgesehen sind,
die mit den Öffnungseinrichtungen wirksam verbunden sind und mit den Innenflächen
der Beutelseiten in Eingriff kommen, so daß die öffnungs-und Vorschubeinrichtungen
den Beutel während des Vorschubs ergreifen.
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Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist in den Zeichnungen
beispielsweise veranschaulicht, und zwar zeigt Fig.l eine Seitenansicht einer Vorrichtung
zum Herstellen eines rechteckigen Beutels, Fig.2 eine Draufsicht auf einen Teil
der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung, Fig. 3 eine teilweise geschnittene Draufsicht
auf eine der Beutelöffnungs- und -greifeinrichtungen, Fig.4 eine Einzelansicht der
Falteinrichtung zum Herstellen einer Faltung längs der Längsseitenklappe eines gefalteten
Streifens des beutelbildenden Materials und Fig. 5 eine schematische Darstellung
eines teilweise fertigen Beutels.
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Eine Materialbahn 10 aus in der Hitze verschließbarem, beutelbildendein
Material kann von einer Rolle 12 durch eine Abwickelvorrichtung 14 abgezogen werden
und zum Herstellen des Beutels über die formgebende Einrichtung laufen, die allgemein
aus einem V-förmigen überhängenden formgebenden Teil 16 besteht und zwischen
faltenden Leerlaufrollen 18, 20 hindurchläuft, wodurch die Bahn in der Längsrichtung
gefaltet wird, so daß die gegenüberliegenden oberen und unteren Wandabschnitte der
Bahn aneinanderliegen. Hierauf läßt man den gefalteten Streifen zwischen zusammenarbeitenden
Schließrollen 22, 24 hindurchgehen, von denen die eine oder beide durch geeignete
Heizvorrichtung, beispielsweise einen nicht dargestellten elektrischen Heizkörper,
erhitzt werden.
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Um in dem Beutel eine Luftöffnung vorzusehen und um einen Luftstrom
durch diese Öffnung und in den vordersten Beutelabschnitt zu blasen, wenn derselbe
auf einen Dorn übertragen werden soll, ist ein Luftrohr 26 so angeordnet, daß es
in vertikaler Richtung zwischen den Seitenwänden des Streifens an einer Stelle in
der Nähe des formgebenden Gliedes 16 liegt, bis es einen Punkt in der Mitte zwischen
der oberen und unteren Kante des Streifens erreicht, worauf das Rohr horizontal
und in der Längsrichtung zu dem Streifen zwischen den Seitenwänden verläuft. Das
Luftrohr 26 kann, wie dargestellt, einen verhältnismäßig kleinen Durchmesser haben,
so daß es einen kleinsten Raum''zwischen den Wänden des Streifens einnimmt, und
es kann an dem Ende des Beutelabschnitts enden. Um dasLuftrohr26 zwischen dem Streifen
während der formgebenden und schließenden Arbeitsgänge unterzubringen, kann jede
Rolle 18, 20 mit einer Nut 28 versehen werden, die das Rohr umfaßt, und die Schließrollen
22, 24 haben ähnliche Nuten 30 und lassen hierdurch einen nicht verschlossenen Abschnitt
an der Stelle frei, wo das Rohr zwischen den Wänden des Streifens hindurchgeht.
Die zusammenarbeitenden erhitzten Schließrollen 22, 24 haben zusammenarbeitende
schließende Flächen 23, die die längslaufende Schließung bilden, und einander gegenüberliegende
schließende Flächen 25, die im Abstand befindliche Querschließungen bilden, wobei
der Umfangsabstand zwischen den schließenden Flächen 25
den Abstand
und die Länge jedes Bettelabschnittes bestimmt, so daß in dem Arbeitsgang eine fortlaufende
Längsschließung und aufeinanderfolgende Querschließungen hergestellt werden, um
eine Serie von in gleichmäßigem Abstand hergestellten Bettelabschnitten zu bilden.
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Der Streifen des bettelbildenden Materials wird fortlaufend durch
die formgebenden und schließenden Vorrichtungen durch ein Paar angetriebenerVorschubrollen
32, 34 gezogen, deren mit entsprechenden Nuten versehene Abschnitte 36 das Luftrohr
26 umfassen und die Luftöffnung in dem Querabschnitt des Streifens weiterführen.
Die Vorschubrollen 32, 34 bewegen den Streifen fortlaufend mit einer wesentlich
gleichbleibenden Geschwindigkeit vorwärts. Wenn der Endabschnitt des Beutels eine
bestimmte Strecke über die Vorschubrollen 32, 34 vorgeschoben ist und wenn Luft
zwischen den Bettelwänden durch das Luftrohr 26 eingeblasen ist, um das Öffnen des
Beutels zu erleichtern, werden die einander gegenüberliegenden Seitenwände des vorderen
Endes oder des Mundes des Beutels ergriffen und durch einander gegenüberliegende
Saugglieder 38 von hin- und hergehenden Beutelöffnungs- und -vorsehubeinrichtungen,
die gemeinsam mit 40 bezeichnet sind, etwas voneinander getrennt, indem diese Einrichtungen
mit derselben Geschwindigkeit wie der Streifen während dieses Arbeitsspiels vorwärts
sich bewegen. Nachdem die Bettelwände ein wenig voneinander entfernt sind, wird
ein hin- und hergehendes Messer 42 als Ganzes mit derselben Geschwindigkeit wie
der Streifen vorwärtsbewegt und schneidet den Endabschnitt des Beutels von dem Streifen
ab, und gleichzeitig hiermit oder unmittelbar hierauf wird die Luftdurchlaßöffnung
durch die erhitzten Schließteile 44, 46 geschlossen, die mit der Schneidvorrichtung42
sich bewegen und mit ihr verbunden sind. Der Schnitt erfolgt vorzugsweise längs
einer Linie unmittelbar hinter jeder Querschließung, so daß letztere das Ende oder
den Bodenverschluß für den Endabschnitt des Beutels bildet, und der daran befindliche
abgeschnittene Abschnitt bildet die Öffnung für den Mund des darauffolgenden Bettelabschnitts,
so daß man einzelne Beutel bildet, die am vorderen Ende offen und am hinteren Ende
oder Boden des Beutels vollständig geschlossen sind. Das Luftrohr 26 kann an einer
Stelle jenseits der V orschubrollen32,34 und unmittelbar vor derSchneidvorrichtung
42 in ihrer weitest zurückgezogenen Lage enden. Nach Abtrennen des Bettelabschnitts
von dem Streifen wird die Geschwindigkeit der bettelöffnenden und vorschiebenden
Einrichtungen 40 vergrößert, und der Mund des Beutels wird weiter auseinandergezogen,
damit der Beutel über einen ausdehnbaren Dorn 48 gezogen werden kann, wobei letzterer
zu einer Anzahl von Dornen gehört, die auf einem absatzweise drehbaren Speichenrad
50 der Maschine zur Fertigung der Beutel befestigt sind. Die hin- und hergehenden
Beutelöffnungs- und -vorschubeinrichtungen 40 und die hin-und hergehende Schneid-
und Schließeinrichtung 42 werden hierauf schnell in ihre Anfangsstellungen mit einer
erhöhten zeitlichen Geschwindigkeit zurückgeführt, um einen nachfolgenden Bettelabschnitt
zu öffnen und von dem fortlaufend sich bewegenden Streifen miteinander verbundener
Bettelabschnitte abzutrennen.
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Die in Fig. 2 dargestellten durch Saugdruck betätigten Beutelöffnungs-
und -vorschubeinrichtungen 40 bestehen aus einem Paar einander gegenüberliegender
langgestreckter Saugglieder 38, die auf den Enden einander ähnlicher Arme 52 auf
den oberen Enden entsprechender `Fellen 54 befestigt sind, die im Abstand voneinander
auf einem verschiebbaren Träger 56 gehalten sind. Der verschiebbare Träger 56 ist
für eine hin- und hergehende Bewegung auf einer langgestreckten Welle 58 montiert,
die durch eine Stange 60 mit einer durch Kurve angetriebenen hin- und hergehenden
Einrichtung62 (Fig.1) verbunden ist. Das untereEnde jeder Welle 54 trägt einen mit
ihr verbundenen Arm 64 (Fig. 1) mit einer Nockenrolle 66, die mit einem in der Mitte
angeordneten Kurvenglied 68 (Fig. 1, 2) zusammenarbeitet. An den unteren Enden der
Saugglieder 38 befindliche Zapfen 70 sind drehbar in den Armen 52 gelagert. Um die
Bewegung der Saugglieder während der Schwingbewegung der Arme 52 zu überwachen,
um die wesentlich seitliche Trennung der Seitenwände des Beutels zu bewirken, ist
jedes Saugglied mit einem parallelen Gestänge mit den Armen 72, 74 und 76 ausgerüstet,
von denen die Arme 72, 74 auf den Zapfen 70 bzw. Wellen 54 befestigt sind. Federn
(nicht dargestellt) können vorgesehen werden, um die Saugvorrichtung einwärts zu
drängen und die Nockenrollen 66 gegen das Kurvenglied 68 zu drücken.
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Jedes Saugglied 38 (Fig. 1 und im einzelnen Fig. 3) besitzt eine Anzahl
Saugöffnungen 78 in Verbindung mit einem vertikalen Kanal 80 in dem Saugglied; jede
Saugöffnung ist mit einem kleinen Rohr 82 versehen. das durch einen Gummieinsatz
84 hindurchgeht. Das äußere Ende des Rohres liegt bündig mit der äußeren Fläche
des Gummieinsatzes und ist rund um das äußere Ende mit Öffnungen versehen. Der vertikale
Kanal 80 ist durch ein Nippel und ein biegsames Rohr 86 mit dein verschiebbaren
Träger 56 verbunden. Dieser besitzt einen Kanal, der steuerbar durch ein Rohr mit
einer Saugkammer verbunden ist, die in einem Kolben sich befindet, der in der Tragwelle
58 verschiebbar angeordnet ist. Auf der Unterseite derselben befindet sich eine
Nut, die das Verbindungsrohr zwischen dem Hin- und Hergang des verschiebbaren Trägers
56 passieren läßt. Das äußere Ende des Kolbens kann mit einem Rohr 88 (Fig. 1) verbunden
werden, das zu einem durch Nocken betätigten Ventil 90
führt, und dieses kann
durch ein Rohr 92 mit einem Saugbehälter verbunden werden.
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Wenn der Streifen von miteinander verbundenen Bettelabschnitten ein
vorbestimmtes Stück über die Streifenvorschubrollen 32, 34 vorgerückt ist, wird
der Mund des Bettelendes durch die einander gegenüberliegenden Saugglieder38 der
Beutelöffnungs- und -vorschtrbeinrichtungen 40 ein wenig voneinander entfernt, wobei
die Einrichtungen längs des Streifens sich bewegen, und während dieser Zeit wird
aus dem Rohr 26 durch die Kanalöffnung Luft in den Beutel geblasen, um das Abtrennen
der Seitenwände von den Saugtassen zu erleichtern. Es leuchtet ein, daß die Saugglieder
bei der Betätigung der Vorrichtung von den Seitenwänden des Mundes entfernt sind,
und die Saugwirkung hat eine Trennung der gegenüberliegenden Wände des Mundes zur
Folge und bringt sie auch in Eingriff mit den Sauggliedern, wenn Luft zwischen die
Seitenwände des Beutels geblasen wird und das Abtrennen unterstützt. Die Luftzuführung
zu dem Rohr26 kann durch ein durch Nocken betätigtes Ventil 27 (Fig. 1) überwacht
werden, das an einen üblichen Luftdruckbehälter angeschlossen ist.
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Während der offene Mundabschnitt des Beutels auf diese Weise durch
die Saugglieder 38 getragen wird. wird die Schneideinrichtung 42, die ebenfalls
längs des Streifens sich bewegen kann, betätigt und trennt den Endabschnitt des
Beutels von dem Streifen ab, und die durch Hitze schließenden Einrichtungen 44,46,
die von der Schneideinrichtung getragen werden,
treten in Tätigkeit
und schließen die Kanalöffnung in dem Beutel, worauf die Saugglieder während ihres
Vorschubs auseinandergezogen werden, um den Beutel auf den ausdehnbaren Dorn48 aufzuschieben,
der zu dieser Zeit zusammengefaltet ist.
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Aus der Beschreibung ergibt sich, daß, wenn das verschiebbare Glied
56 bei der Betätigung der Vorrichtung in vollständig zurückgezogener Lage sich befindet,
die Saugglieder 38 sich in Abstandslage auf gegenüberliegenden Seiten des Endabschnitts
des Beutels befinden, und wenn das verschiebbare Glied nach vorn sich bewegt, kann
das Vakuumventil 90 betätigt werden und bringt die gegenüberliegenden Seitenwände
des Beutels an den Sauggliedern zum Haften. Hierauf werden beim Abtrennen eines
Beutelabschnitts von dem Streifen mittels der Scheideinrichtung 42 die gegenüberliegenden
Saugglieder 38 voneinander abgezogen, wenn der Beutel gegen den ausdehnbaren Dorn
48 vorgeschoben wird. Wenn der Beutel teilweise geöffnet ist, so ist zu dieser Zeit
Vorsorge getroffen, die Innenflächen der Seitenwände an der Mündung des Beutels
zu fassen, um das Beutelmaterial flach in Eingriff mit den Sauggliedern zu halten,
um hierdurch Kniffe oder Biegungen der Seitenwände, die voneinander getrennt gehalten
sind, zu verhindern. Diese Maßnahme kann durch ein Paar flacher Federblätter94 (Fig.
1 und 3) vervollständigt werden, die an Armen 96 an den oberen Enden der vertikalen
Stangen 98 befestigt sind. Die Stangen 98 können in Lagern 100 gelagert sein, die
an den Sauggliedern 38 befestigt und mit ihnen beweglich sind, und die unteren Enden
der Stangen 98 können ähnliche Arme 102 tragen und Daumenrollen besitzen, die mit
gegenüberliegenden Kurvengliedern 105, 106 zusammenarbeiten; letztere sind auf Säulen
108 unterstützt, die in am Maschinenrahmen befestigten Schienen 109 montiert
sind (Fig.2). Eine Feder 110 (Fig. 3) kann die Federblätter 94 einwärts in Eingriff
mit den Innenflächen der Seitenwände des teilweise geöffneten Beutels schwingen
und die Seitenwände federnd gegen ihre Saugglieder 38 drücken, wobei die Kurvenglieder
105, 106 die Federblätter nach außen schwingen.
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Bei der Betätigung der Maschine werden die Saugglieder während ihres
fortgesetzten Vorschubs weiter auseinander gespannt und öffnen infolge des Eingriffs
der Rollen 66 mit dem mittleren Kurvenstück 68 vollständig den Mund des Beutels,
und letzterer wird auf den Dorn 48 aufgeschoben, wobei die gegenüberliegenden Kurventeile
105, 106 die Federblätter 94 außer Eingriff mit den Seitenwänden des Beutels schwingen
können, sobald die Saugglieder sich dem Ende ihres Hubes nähern. Wenn die Saugglieder
38 hierauf vollständig auseinander gespannt sind, wird der Unterdruck zur Atmosphäre
durch Betätigung des Ventils 90 geöffnet, um den Beutel von den Sauggliedern auszulösen,
worauf letztere schnell in ihre zurückgezogene Anfangslage zurückgeführt werden,
in der sie bereit sind, den nächstfolgenden von dem Streifen abgeschnittenen Beutelabschnitt
zu öffnen und vorzuschieben.
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Beim Rückgang der Beutelöffnungs- und -vorschubeinrichtungen 40 wird
der Dorn im Betriebe auseinander gespannt, um einen rechteckigen Beutel zu bilden
mit einer vorstehenden Seitenklappe 112, einer vorragenden Bodenklappe 114 und vorstehenden
dreieckigen Klappen 116 (Fig. 5). Während der intermittierenden Bewegung des Dornes
zu der nächsten Station des Arbeitsganges kann der aufgespannte Beutel mit einer
feststehenden Schiene in Eingriff kommen, um die vorstehenden Seiten- und Bodenklappen
112, 114 in vorbestimmter Richtung flach gegen den Beutel zu falten und um hierauf
die dreieckigen vorstehenden Klappen einwärts zu falten.
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Um das Biegen der Seitenklappe 112 in eine Richtung in Übereinstimmung
mit den nachfolgenden Faltvorgängen sicherzustellen, sind während der Bildung des
Beutelstreifens Vorkehrungen getroffen, um die Seitenklappe längs der inneren Kante
derselben zu falten. Dies geschieht, wie dargestellt, durch ein drehbares Faltglied
118 in Zusammenarbeit mit einem feststehenden Führungs- oder Druckglied 120, das
zwischen den Schließrollen 22, 24 und den Vorschubrollen 32, 34 (Fig. 1) angeordnet
ist. Das Führungsglied 120 kann mit einer Schiene 122 verbunden sein, die an dem
Maschinenrahmen befestigt ist, und sie kann aus einem Winkelstück mit einem gekrümmten
und geneigten Teil 124 bestehen, um die Längsklappe des Streifens zu fassen und
an dem Führungsglied 120 und in Eingriff mit der Faltrolle 118 zu führen, wobei
die Falte vorzugsweise an der Innenkante der Naht hergestellt wird. Das Faltglied
118 kann drehbar an dem Zapfen 126 angeordnet sein, der mit Gewinde in dem Ende
eines Armes 128 gehalten ist; derselbe ist um einen Zapfen 130 drehbar an einer
Stütze 132 gehalten, die auf der Unterseite des Führungsgliedes 120 befestigt ist
(Fig. 4). Das die Faltung bildende Glied 118 wird in Eingriff mit der inneren Kante
der Faltnaht durch eine Feder 134 gedrängt, die zwischen dem Arm 128 und einem nach
unten ragenden Teil 136 der Stütze 132 gespannt ist. Ein aufwärts gerichteterVorsprung
derStütze132 trägt eineAnschlagschraube 138, die mit einem Anschlagglied 140 zusammenarbeitet
und von dem Arm 128 vorsteht, um den Faltdruck gegen die Naht zu regeln, und ein
zweiter an einem seitlichen Vorsprung der Stütze 132 angeordneter schraubbarer Vorsprung
142 bildet einen Anschlag, der auf einem seitlichen Vorsprung der Stütze 132 befestigt
ist und mit dem Anschlag 140 zusammenarbeiten kann, wenn die Rolle von Hand in eine
arbeitsfreie Lage geschwenkt wird, um zu Beginn das vordere Ende des Beutelstreifens
in die Faltvorrichtung einzuführen. Die gefaltete Naht geht hierauf zwischen Vorschubrollen
32, 34 hindurch, wobei die Naht oder der Saum in seiner normalen gestreckten Lage
sich befindet. Wenn daher während des Arbeitsganges der flache Beutel auf den Dorn
aufgeschoben und in rechteckige Form aufgeweitet ist, wird die in Längsrichtung
verlaufende gefaltete Seitennaht sich natürlich in der vorgeschriebenen Richtung
umbiegen, die mit den nachfolgenden Faltungsarbeiten in übereinstimmung ist, die
während der Bewegung des Dorns in die nächste Arbeitsstation durchgeführt werden.
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Aus der vorstehenden Beschreibung ergibt sich, daß die Vorrichtung
zum Herstellen von rechteckigen Beuteln mit verbesserten Beutelöffnungs- und -vorschubeinrichtungen
ausgerüstet ist, die sich im besonderen dazu eignen, verhältnismäßig steifes oder
in vielfachen Falten herzustellendes Beutelmaterial zu verarbeiten; ferner sind
Einrichtungen vorgesehen, um den Beutel durch die Vorschubeinrichtungen während
des Vorschubs mit Sicherheit zu halten. Es ergibt sich ferner, daß die Vorrichtung
zum Herstellen von rechteckigen Beuteln mit einer Einrichtung versehen ist, um die
Längsnaht des Beutelstreifens während der Bildung des Beutels vorzufalten, um hierdurch
das darauffolgende Falten des Beutels zu erleichtern, nachdem er auf einen Dorn
aufgeschoben und in rechteckige Form aufgeweitet ist.
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DieErfindung ist in einerbevorzugtenAusführungsform dargestellt, und
es ist zu beachten, daß die Vorrichtung
nach der Erfindung noch
in mannigfacher Form verwirklicht werden kann.