DE1069455B - - Google Patents

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DE1069455B
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DE
Germany
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drum
ball mill
rods
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end walls
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Publication of DE1069455B publication Critical patent/DE1069455B/de
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02CCRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
    • B02C17/00Disintegrating by tumbling mills, i.e. mills having a container charged with the material to be disintegrated with or without special disintegrating members such as pebbles or balls

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Crushing And Grinding (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf Kugelmühlen, vorzugsweise zur Vermahlung von Farben, Cremes, Mineralien u. dgl. Solche Kugelmühlen weisen eine zylindrische Mahltrommel auf. Die Arbeitsweise dieser Kugelmühlen vollzieht sich derart, daß die meistens horizontal liegende zylindrische Trommel zu 20 bis 55% mit Mahlkörpern gefüllt ist. Durch die Drehung der Trommel werden diese Mahlkörper angehoben. Sobald die Mahlkörperoberfläche den Schüttwinkel des Mahlkörperhaufens überschreitet, rollen die Mahlkörper nach unten. Das während dieser Rolibewegung zwischen den Mahlkörpern, z. B. Kugeln, befindliche Material wird hierbei gerieben und zum Teil auch zerschlagen.
Im allgemeinen sind im Innenraum solcher Kugelmühlen keine Einbauten vorgesehen. Es hat sich gezeigt, daß in diesem Falle, insbesondere bei Zusatz von Flüssigkeiten, die eine schmierende Wirkung besitzen, das Anheben des Mahlkörperhaufens zum Teil in Frage gestellt ist. Hierbei kann es eintreten, daß ao der gesamte Mahlkörperhaufen an der Innenmantelfläche der Mahltrommel abrutscht. Es findet insbesondere unter solchen Umständen keine oder aber zumindest eine stark verminderte Bewegung zwischen den Mahlkörpern statt, so daß die Arbeitsleistung der Mühle erheblich leidet. Die Trommelinnenwandung stellt dann praktisch die einzige Arbeitsfläche dar. Damit ist der Arbeitswirkungsgrad ganz erheblich verschlechtert. Es kommt hinzu, daß ein einseitiger Anschliff und damit eine vorzeitige Zerstörung der Mahlkörper und ein übermäßiger Verschleiß der Trommelwandung in Kauf genommen werden muß.
Aus dieser Erkenntnis heraus ist bereits vorgeschlagen worden, den Querschnitt der Trommel nicht kreisförmig, sondern viereckig zu gestalten. Andere Vorschlage zielen darauf ab, die glatte Rundtrommelwandung mit eingebauten oder aufgeschweißten Erhöhungen zu versehen, um damit an der Trommelwandung Gleitwiderstände für die Mahlkörperfüllung zu schaffen. Mit solchen Gleitwiderständen kann das Gleiten der Mahlkörpermasse an der Trommelinnenwandung weitgehend unterbunden werden. Der Verschleiß dieser Einbauten ist jedoch erheblich, so daß in mehr oder weniger kurzzeitigen Abständen ein Ersatz notwendig ist. Diese Ausbesserungsarbeiten machen erhebliche Schwierigkeiten und haben eine entsprechend lange Betriebsunterbrechung der Kugelmühle zur Folge. Bei Arbeitsvorgängen mit explosionsgefährlichen Lösungsmitteldämpfen treten in solchen Fällen fast unüberwindliche Schwierigkeiten auf.
Die geschilderten Nachteile können weitgehend beseitigt werden, wenn, wie es auch bekannt ist, im Innenraum der Kugelmühle in der Längsrichtung der Trommel, und zwar mit Abstand von der Trommel-Kugelmühle
Anmelder:
Draiswerke
Gesellschaft mit beschränkter Haftung,
Mannheim - Waldhof
Paul A. Goeser, Mannheim-Feudenheim, und Hermann Hatzinger, Mannheim-Neu-Edingen, sind als Erfinder genannt worden
wandung, Mitnehmerstäbe vorgesehen sind, die mit der Trommel umlaufen. Diese bekannten Mitnehmerstäbe werden im Trommelinnern durch besondere Einbauten gehalten, z. B. durch Anordnung radialer Arme zwischen den Mitnehmerstäben und einer zentral vorgesehenen Welle. Diese Bauart von Kugelmühlen hat sich jedoch deshalb nicht bewährt, weil bei der Verarbeitung von Naßgut oder bei Verarbeitung von solchen Stoffen, die mehr oder weniger schmierende Eigenschaften aufweisen, Gutbestandteile sich an diesen inneren Einbauten wenigstens zeitweise festsetzen. In völlig unkontrollierbarer Weise löst sich ein solcher Ansatz in kleineren oder größeren Zusammenballungen. Hierdurch aber wird das Mahlprodukt ungünstig beeinflußt.
Demgegenüber besteht die Erfindung darin, daß die Kugelmühle in ihrem Innenraum mit Mitnehmerstäben ausgerüstet wird, die mit ihren Enden an den Stirnwänden der Trommel befestigt sind. Hierbei können die Mitnehmerstäbe in an sich bekannter Weise parallel zur Trommelachse angeordnet sein. Die Mitnehmerstäbe können auch im spitzen Winkel zur Trommelachse liegen, um dem Mahlgut bzw. dem Mahlkörper auch eine axiale Bewegungskomponente zu erteilen. Die Mitnehmerstäbe können auch in radialen Ebenen liegen, und ihre Befestigungsstellen können an den Stirnwänden der Trommel in Umfangsrichtung zueinander versetzt sein. Beim Abgleiten der Mahlkörper von den Mitnehmerstäben werden dadurch innerhalb des Gleitstromes zusätzlich Differenzgeschwindigkeiten geschaffen, die eine erhöhte Reibarbeit erzwingen. Dies ist besonders dann der Fall, wenn der Abstand benachbarter Mitnehmerstäbe vom Trommelmantel unterschiedlich ist.
In allen diesen Fällen ist es entscheidend, daß außer den genannten Mitnehmerstäben durch deren Befesti-
909 649/240

Claims (10)

gung an den Stirnwänden der Trommel keine zusätzlichen Einbauten in der Kugelmühle vorhanden sind. Die geschilderten Klumpenbildungen und deren nachteilige Folgen werden also vermieden. Der Erfindungsgegenstand hat seine besondere Bedeutung dann, wenn in der Kugelmühle eine Naßvermahlung stattfindet, oder aber, wenn solche Stoffe vermählen werden, die an sich als trockene Stoffe bezeichnet werden können, die aber beim Vermahlungsvorgang flüssigkeitsähnliche Eigenschaften zeigen. In solchen Fällen bildet sich an der Trommelwandung am unteren Ende der im Betriebszustand der Mühle schrägliegenden freien Oberfläche der Materialfüllung ein Sumpf. In diesen Sumpf tauchen bei der Drehung der Trommel die Mitnehmerstäbe ein und tragen hierbei zu einer zusätzlichen Verteilung des noch nicht genügend feingemahlenen Mahlgutes bei. Werden gemäß der Erfindung die Mitnehmerstäbe in der Trommel drehbar angeordnet, so wird einer einseitigen Abnutzung dieser Stäbe vorgebeugt. Die Befestigung der Mitnehmerstäbe an den Stirnwänden der Trommel erleichtert deren Auswechselbarkeit. Dies ist besondern dann der Fall, wenn die Mitnehmerstäbe in Lagerbuchsen der Stirnwände liegen, die von außen mit Stopfen verschlossen sind. Eine solche An-Ordnung der Mitnehmerstäbe gewährleistet bei etwa notwendigem Austausch eine kurzfristige Betriebsunterbrechung. Es empfiehlt sich, dafür zu sorgen, daß der Mindestabstand zwischen den Mitnehmerstäben und der Trommehvand dem maximalen Mahlkörperdurchmesser mindestens entspricht. Die Stäbe erfüllen schon weitgehend ihre Aufgabe, wenn sie sämtlich im gleichen Abstand von der Trommelmantelfläche angeordnet sind. Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel. Hier ist eine Kugelmühle im Längsschnitt dargestellt. Die Kugelmühle besteht aus den beiden Stinwänden 1 und dem Trommelmantel 2. Die Stirnwände 1 sind mit Lagerzapfen 3 versehen, die in Lagern 4 gehalten werden. Der Antrieb der Trommel erfolgt über das Stirnrad 5. Der Mitnehmerstab 6 ist mit seinen Enden durch entsprechende Bohrungen der Stirnwand 1 hindurchgesteckt. Beide Enden des Mitnehmerstabes 6 sind mit Gewinde versehen. Dieser Mitnehmerstab wird durch die Mutter 7 und die Hutmutter 8 im Trommelinnenraum verspannt. Der Mitnehmerstab 9 liegt mit seinen Enden, die kein Gewinde aufweisen, lose in den Lagerbuchsen 10, deren Außenöffnungen durch Schraubstopfen 11 verschlossen sind. Diese Anordnung läßt eine Drehbewegung der Mitnehmerstäbe zu, die einen gleichmäßigen Verschleiß sichert. Patentansprüche:
1. Kugelmühle mit im Inneren in der Längsrichtung der Trommel mit Abstand vom Trommelmantel vorgesehenen mitrotierenden Mitnehmerstäben, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmerstäbe mit ihren Enden an den Stirnwänden der Trommel befestigt sind.
2. Kugelmühle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmerstäbe in an sich bekannter Weise parallel zur Trommelachse angeordnet sind.
3. Kugelmühle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmerstäbe im spitzen Winkel zur Trommelaohse angeordnet sind.
4. Kugelmühle nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmerstäbe in radialen Ebenen liegen.
5. Kugelmühle nach Anspruch 3. dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsstellen an den Stirnwänden der Trommel in Umfangsrichtung zueinander versetzt sind.
6. Kugelmühle nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstände der Befestigungsstellen vom Trommelmantel gleich sind.
7. Kugelmühle nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand benachbarter Mitnehmerstäbe vom Trommelmantel unterschiedlich ist.
8. Kugelmühle nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmerstäbe drehbar angeordnet sind.
9. Kugelmühle nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmerstäbe auswechselbar sind.
10. Kugelmühle nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmerstäbe in Lagerbuchsen der Stirnwände liegen, die von außen mit Stopfen verschlossen sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschrift Nr. 2 235 985.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
® 909 649/240 11.59
DENDAT1069455D Pending DE1069455B (de)

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DE1069455B true DE1069455B (de) 1959-11-19

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DENDAT1069455D Pending DE1069455B (de)

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DE (1) DE1069455B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1175061B (de) * 1960-10-07 1964-07-30 Draiswerke Ges Mit Beschraenkt Kugelmuehle mit Mitnehmerstaeben
DE1253563B (de) * 1962-12-20 1967-11-02 Herbert Pontzen Trommelmuehle und Verfahren zu deren Betrieb

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2235985A (en) * 1938-06-10 1941-03-25 Du Pont Ball mill

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DE1253563B (de) * 1962-12-20 1967-11-02 Herbert Pontzen Trommelmuehle und Verfahren zu deren Betrieb

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