DE1069317B - Verfahren zur raffinierenden Entschwefelung von Kohlenwasserstoffölen, z. B. olefinischen Benzinen - Google Patents

Verfahren zur raffinierenden Entschwefelung von Kohlenwasserstoffölen, z. B. olefinischen Benzinen

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DE1069317B
DE1069317B DENDAT1069317D DE1069317DA DE1069317B DE 1069317 B DE1069317 B DE 1069317B DE NDAT1069317 D DENDAT1069317 D DE NDAT1069317D DE 1069317D A DE1069317D A DE 1069317DA DE 1069317 B DE1069317 B DE 1069317B
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Crown Point Ind. und Paul N. Rylander Chicago 111. Wilford J. Zimimerschied (V. St. A.)
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Standard Oil Company, Chicago, 111. (V.St.A.)
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G45/00Refining of hydrocarbon oils using hydrogen or hydrogen-generating compounds
    • C10G45/32Selective hydrogenation of the diolefin or acetylene compounds
    • C10G45/34Selective hydrogenation of the diolefin or acetylene compounds characterised by the catalyst used
    • C10G45/36Selective hydrogenation of the diolefin or acetylene compounds characterised by the catalyst used containing nickel or cobalt metal, or compounds thereof
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J23/00Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00
    • B01J23/70Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00 of the iron group metals or copper
    • B01J23/74Iron group metals
    • B01J23/755Nickel

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Description

  • Verfahren zur raffinierenden Entschwefelung von Kohlenwasserstoffölen, z. B. olefinischen Benzinen Die Erfindung betrifft die raffinierende Entschwefelung von Kohlenwasserstoffölen, z. B. olefinischen Benzinen, mittels Wasserstoff unter Verwendung neuartiger Katalysatoren.
  • Erdöl oder andere Kohlenwasserstofföle, die erhebliche Mengen an Schwefelverbindungen enthalten, eignen sich nicht für den Gebrauch als Brennstoff, als Schmieröle, Lösungsmittel oder als Ausgangsstoffe für den Spaltprozeß. Häufig müssen Ursprungs- und Spaltbenzine entschwefelt werden, bevor man sie homogen in Leichtbenzin einmischt oder sie für weitere Prozesse, z. B. die Hydroformierung, durch die ihre Oktanzahl erhöht wird, verwendet. Die hohen Schwefelanteile (Verkoker-Benzin) des Leichtbenzins erfordern eine Entschwefelung, um ein Leichtbenzingemisch mit niedrigem Schwefelgehalt zu erhalten. Für die mit Wasserstoff durchgeführte Entschwefelung von Ursprungsbenzinen sind zahlreiche Katalysatoren bekannt; wenn sie aber bei der Wasserstoffentschwefelung olefinischer Benzine - wie thermisch oder katalytisch gespaltener Benzine - verwendet werden, so katalysieren sie unterschiedslos Entschwefelung und Hydrierung der Olefine mit höherer Oktanzahl unter Bildung von Paraffinen mit niederer Oktanzahl. Die olefinischen Benzine, z. B. beim Verkoken erhaltenes Benzin, können einen Verlust von 10 bis 20 Oktanzahlen erleiden. Außerdem wird zum Sättigen der Olefine eine beträchtliche Menge an teurem Wasserstoff verbraucht.
  • Gegenstände dieser Erfindung sind Verfahren undMittel für die Entschwefelung von Kohlenwasserstoffölen unter Verwendung eines hochaktiven und wirksamen Wasserstoffentschwefelungskatalysators. Ein anderes Ziel ist ein selektiver Entschwefelungskatalysator, der sich zur Entschwefelung olefinischer Kohlenwasserstofföle bei einem Mindestverbrauch an Wasserstoff eignet. Ein wichtiges Ziel dieser Erfindung sind ein wirtschaftliches Verfahren und Mittel, um einen hohen Grad der Entschwefelung olefinischer Benzine zu erzielen, während die Sättigung, d. h. Hydrierung, der olefinischen Komponenten auf ein Mindestmaß gehalten, und um eine entschwefeftes olefinisches Benzin zu erhalten, dessen Oktanzahl während der mit Wasserstoff durchgeführten Entschwefelung nicht wesentlich herabgesetzt wird. Weitere Ziele gehen aus der ausführlichen Beschreibung der Erfindung hervor.
  • Die Erfindung schlägt ein Verfahren zur raffinierenden Entschwefelung von Kohlenwasserstoffölen, z. B. olefinischen Benzinen, vor, die organische Schwefelverbindungen enthalten, bei dem das Ö1 in Gegenwart von Wasserstoff bei einer Temperatur zwischen 315 und 5400 C mit einem hochwirksamen und selektiven Katalysator in Berührung gebracht wird, der als wesentlicheKomponente Nickelmetatitanat (NiTiO3) enthält; dieses wird durch Calcinieren eines innigen Gemisches einer Nickeloxyd ergebenden Nickelverbindung und einer Titanoxid ergebenden Titanverbindung hergestellt, wobei die Mischung etwa 0,5 bis 3 Mol Nickel je Mol Titan enthält, und das NiTiO3 durch Erhitzen des Gemisches für mehr als 1 Stunde bei einer Temperatur zwischen etwa 760 und 1095° C, beispielsweise 845 und 1095"C, gewonnen wird.
  • So können Nickeloxyd, Nickelhydroxyd usw. innig mit Titanoxyd, Titanhydroxyd usw. in solchen Mengen vermischt werden, daß das Molverhältnis von Nickel zu Titan in der Mischung zwischen 0,5:1 und 3:1 liegt.
  • Diese innige Mischung, die dann zwecks Umwandlung in Nickelmetatitanat bei stark erhöhten Temperaturen calciniert wird, verwendet man dann für die Entschwefelung von Kohlenwasserstoffölen. Es können benutzt werden: Wasserstoffentschwefelungsbedingungen von 315 bis 5400 C in Gegenwart von Wasserstoff, gewöhnlich 14 bis 140 cbm H2/160 1 Ö1, Verfahrensdrücke zwischen 7 und 210 at und Raumgeschwindigkeiten zwischen 0,5 und 20 Flüssigkeitsvolumina Öl/Stunde/Volumen Katalysator. Er ist sehr gut verwendbar für die Entschwefelung von Erdölbenzinen, speziell von olefinischen Benzinen, z. B. bei der Verkokung gewonnenem Benzin.
  • Nickelmetatitanat ist ein kanariengelber fester Körper mit rhomboedrischer Struktur und einem spezifischen Gewicht von 5,08. Röntgenbilder zeigen, daß es ein hexagonales Zellsystem aufweist mit einer a-Achse von 5,050 Ä und einer c-Achse von 13,84 Å. Die Einheitszelle enthält 6 Moleküle NiTiO3 mit einer Raumlagerung cai.
  • Wie ausgeführt, wird dasNickelmetatitanat durchCalcinieren von Nickel- und Titanverbindungen bei höheren Calcinationstemperaturen von 7600 G und höher hergestellt. Zu den als Ausgangsmaterial benutzten Nickelverbindungen gehören z. B.: NiO; Nu203; Nu304; Ni3O42H2O; Ni(OH)3; Ni(OH)2'I4H2O; NiCO2; 2NiCO3 3Ni(OH)2 . 4H2O; NiCl2 6 6H2O; Ni (HCO2)2 2 H2 O (Nickelformiat) ; Ni (C2H3O2)2 (Nickelacetat), zu den Titanverbindungen Ti (O H)3; Ti (OH)4, H2TiO3,H4TiO4, TiO,Ti203, Ti O2 und Ti O3. Ein sehr zufnedenstellendes Gemisch ist ein solches, das Ni C O3 und TiO2 enthält. Zlellors Comprehensive Treatise on Inorganic and Theoretical Chemistry, Vol. 7, S. 60 (1927), gibt Verfahren zur Herstellung von Nickelmetatitanat an.
  • Das bei hohen Temperaturen calcinierte Gemisch soll ein Molverhältnis von Nickel zu Titan zwischen 0,5:1 und 3:1 enthalten. Wenn niedrigere Molarverhältnisse von Nickel zu Titan angewendet werden, ist das Calcinationsprodukt weniger wirksam als Entschwefelungskatalysator, wahrscheinlich wegen des Überschusses des anwesenden Titanoxyds.
  • Das innige Vermischen kann dadurch geschehen, daß man die besonderen Nickel- und Titanverbindungen im trockenen oder vorzugsweise nassen Zustande in einer Kugelmühle vermahlt und nach inniger Vermischung das Wasser, den Methylalkohol oder das sonst verwendete Anmachmittel in einem besonderen Arbeitsgange oder während der anfänglichen Calcinationsstufen verdampft.
  • Wenn auch das innige Gemisch bei einer Temperatur zwischen 760 und 1095° C calciniert werden kann, liegt diese vorzugsweise zwischen 845 und 1095° C. Für einen hochwirksamen erfindungsgemäßen Entschwefelungskatalysator ist die Calcination bei den im vorhergehenden angegebenen Temperaturen wesentlich. Erfolgt diese bei viel niedrigeren Temperaturen oder wird das Gemisch aus Nickel- und Titanverbindung überhaupt nicht calciniert, dann hat das Mischungsprodukt nur eine schwache oder unbefriedigende katalytische Wirkung bei der Wasserstoffentschwefelung. Die Zeit für die CaIcination beträgt 1 bis 24 Stunden oder mehr, vorzugsweise 3 bis 18 Stunden. Da das katalytische Material bei solch hohen Temperaturen erzeugt wird und bei diesen stabil ist, weist es von sich aus einen Vorteil gegenüber anderen Entschwefelungskatalysatoren auf, bei denen die Regeneration des Katalysators bei 6500 C oder darunter erfolgen muß, um Sinterung und Entaktivierung zu vermeiden.
  • Das Calcinationsprodukt kann in einem raffinierenden Entschwefelungsprozeß in Form der aus der Calcinationsstufe erhaltenen Bruchstücke verwendet oder es kann pulverisiert und mit Hilfe von 1 bis 2 °/0 Sterotex (hydriertem Maisöl), Stearinsäure pelletisiert werden; die Bindemittel werden anschließend von den Plätzchen abgebrannt. Wird der Katalysator in Plätzchenform benutzt, so kann er mit einem Träger, z. B. aktivierter Tonerde, wasserhaltigem Tonerdegel oder Bauxit verarbeitet werden. Die verschiedenen Träger oder Verteilermittel für das Calcinationsprodukt kann man dadurch dem fertigen Katalysator einverleiben, daß man dasTrägermaterial, wie z. B. aktivierte Tonerde und wasserhaltiges Tonerdegel, pulverisiert, mit dempulverförmigenCalcinationsprodukt vermischt, dann zu Plätzchen mittels eines Bindemittels verformt und dieses schließlich mit verdünntem Sauerstoff bei einer Temperatur von 260 bis 540" C, aber nicht über 650" C, wegbrennt. Wenn auch das Calcinationsprodukt auf einem Trägermaterial (zwecks Herabsetzung der Kosten) verteilt werden kann, ist dies nicht immer erwünschenswert, da die Wirksamkeit der Entschwefelung etwas herabgesetzt wird.
  • Zu den entschwefelbarenKohlenwasserstoffölen gehören z. B. Erdöl und seine Fraktionen, Kohlehydrierungsöle, Schieferöl, die störende Mengen an Schwefel-, Stickstoff-und Sauerstoffverbindungen enthalten. Das Öl kann ein Ursprungs- oder ein Spaltdestillat sein. Ursprungs- oder Spaltbenzine sind erfindungsgemäß besonders geeignete Beschickungsmaterialien, aber auch höhersiedende Öle, wie beispielsweise Kerosin, Gasöl usw., können Verwendung finden. Olefinische Benzine, die ein Olefin-Paraffin-Verhältnis in dem Bereich von 3:1 bis 1:3 enthalten, sind besonders geeignete Beschickungsmaterialien, weil eine Mindestsättigung des Olefingehalts während des Hydroentschwefelungsprozesses auftritt. Ein ganz besonderes Beispiel für ein hochschwefelhaltiges, olefinisches Benzin ist ein Benzin, das beim Verkoken eines hochschwefelhaltigen reduzierten Rohöles, und zwar nach üblichen Verfahren erhalten wurde. Ein solches Benzin ist bedeutend schwieriger zu entschwefeln nach den herkömmlichen Verfahren als die olefinischen Benzine, die auf dem Wege des thermischen oder katalytischen Spaltens hergestellt wurden.
  • Das Kohlenwasserstofföl wird entschwefelt, indem man es zusammen mit Wasserstoff durch einen Reaktor leitet, der den Katalysator enthält. Dieser kann in dem Reaktor in Rohre, Tröge oder andere geeignete Behälter eingebracht sein. Die Bedingungen der Entschwefelung bei Anwendung des Katalysators können je nach dem Typus des zu entschwefelnden Kohlenwasserstofföles und dem gewünschten Ausmaß der Entschwefelung in gewissem Ausmaß variieren. Die Temperaturen können bei 315 bis 5400 C liegen; höhere Temperaturen werden beim Entschwefeln höhersiedender Beschickungsmaterialien angewendet. Bei Benzinfraktionen kann eine Temperatur von 315 bis 425" C, vorzugsweise von etwa 400" C, zur Anwen--dung kommen. Unter solchen Bedingungen wird das Benzin im gasförmigen Zustande entschwefelt, wohingegen beim Entschwefeln von Gasöl eine flüssige Phase vorhanden ist. In dem Reaktor kann der angewendete Druck 7 bis 210 at oder höher sein. Das Öl wird mit dem Katalysator in Gegenwart von Wasserstoff in einer Menge von 14 bis 140, vorzugsweise 42 bis 84 cm/1601 Öl in Berührung gebracht. Der Wasserstoff kann von außen wie beim herkömmlichen Hydrofiningprozeß zugeführt oder innerhalb des Reaktors durch Dehydrierung anwesender Naphthene in der Beschickung, wie beim »Autofining«, erzeugt werden. Die Raumgeschwindigkeiten können zwischen 0,5 und 20, vorzugsweise zwischen 2 und 10 Ölvolumina pro Stunde pro Katalysatorvolumen betragen.
  • Höhere Raumgeschwindigkeiten werden bei leichter entschwefelbarer Beschickung, z. B. Ursprungsbenzin, angewendet, während niedrigere Raumgeschwindigkeiten von etwa 2 bis 5 bei schwieriger zu entschwefelnden Beschickungen, z. B. dem bei der Verkokung gewonnenen Benzin, höhersiedenden Beschickungen, wie Gasöl, in Frage kommen.
  • Der Katalysator kann nach einer längeren Benutzungszeit, nach der seine Aktivität abzunehmen beginnt, durch Wegbrennen des kohlenwasserstoffhaltigen Materials in verdünntem Sauerstoff, z. B. einem Gemisch von Abgas mit Luft, regeneriert werden. Wegen der thermischen Stabilität des Katalysators braucht die Regenerationstemperatur nicht unter 6500 C gehalten zu werden, wie dies für das Vermeiden einer Desaktivierung der zur Zeit benutzten Wasserstoffentschwefelungskatalysatoren notwendig ist. Die Temperatur kann 870 bis 980" C hoch sein.
  • Die Regeneration bei diesen höheren Temperaturen verläuft schneller, und die Stillegezeit der Wasserstoffentschwefelung kann verkürzt werden. Der Gebrauch dieses Katalysators vermindert nicht nur die Kosten der Anlage, sondern bewirkt auch die Herabsetzung ihrer Stillegezeit.
  • Die Wirksamkeit des durch Calcination von Nickel-und Titanverbindungen bei 7600 C und darüber hergestellten Nickelmetatitanats wurde bestimmt und mit der Wirksamkeit eines nicht calcinierten Gemisches von Nickel- und Titanverbindungen verglichen. Die durchgeführten Untersuchungen zeigen die Bedeutung der Calcinierung des Gemisches bei stark erhöhten Temperaturen, bei denen das aktivere Metatitanat erzeugt wird.
  • Der beim ersten Versuch angewendete Katalysator wurde durch Vermischen von 237,4 g NiCO3 und 79,9 g TiO2 (2:1 - Verhältnis von Ni: Ti) mit genügendMethylalkohol zwecks Schlickerbildung hergestellt. Dann wurde der Schlamm etwa 3 Stunden in einer Kugelmühle behandelt und das innige Gemisch aus der Mühle entfernt, der Methylalkohol auf einem Dampfbad abgetrieben, darauf das Gemisch in einen Muffelofen gebracht und über Nacht (18 Stunden) auf annähernd 845" C erhitzt. Die kanariengelben, röntgenologisch erkannten Nickelmetatitanatbruchstücke wurden dann im Versuch 1 benutzt. Der in der zweiten Versuchsreihe verwendete Katalysator wurde durch Vermahlen in einer Kugelmühle als Gemisch aus 74,7 g NiO und 79,9 g Ti O2 (äquimolekulares Gemisch aus Nickel und Titan) hergestellt und als Pulvergemisch dann im Versuch 2 verwendet. Die Durchführung der Hydroentschwefelungsversuche erfolgte so, daß Proben der Katalysatorverbindung (30 ccm) in den mittleren Abschnitt eines elektrisch beheizten rostfreien, vertikalen Reaktors mit 25 mm Innendurchmesser und 914 mm Länge gebracht wurden. Um den Katalysator abzustützen, wurden unter und über ihm Glaskugeln angeordnet, die als Vorerhitzungsabschnitt für die eintretende Beschickung fungieren. Für diese wurde Benzin verwendet, das bei der verzögerten Verkokung eines Gemisches von stark entschwefelten Rohölen, vorzugsweise aus Texas, gewonnen worden war. Das im Versuch 1 verwendete Benzin ist gekennzeichnet durch einen Schwefelgehalt von 0,541 Gewichtsprozent und durch eine Bromzahl von 82,5, dasjenige im Versuch 2 durch einen Schwefelgehalt an 0,604 Gewichtsprozent und eine Bromzahl von 65. Das Verfahren bestand im Durchleiten des Benzins zusammen mit frischem Wasserstoff (im Verhältnis von etwa 28 cm/160 1 Benzin) durch den oberen Teil des Reaktors mit Fließrichtung nach unten. Der gesamte Abfluß wurde in einem unter Druck stehenden Aufnahmebehälter gesammelt und das Benzin darin kondensiert. Die Arbeitsgänge wurden bei einer Temperatur von 400" C, einem Druck von 70 at und einer stündlichen Flüssigkeits-Raumgeschwindigkeit von etwa 2,0 ausgeführt. Eine Anzahl von Fraktionen des entschwefelten Benzins wurden während jeden Versuchs gesammelt und ihr Schwefelgehalt und ihre Bromzahl bestimmt. Die prozentuale Herabsetzung des Schwefelgehaltes und der Bromzahl wurden berechnet und deren prozentuale Verringerung als Prozentsatz der Paraffinierung ausgedrückt. Die Ergebnisse mit den beiden beschriebenen Katalysatormaterialien werden in der Tabelle wiedergegeben: Tabelle Versuch Nr. 1 Katalysator: NiTi O3 (hergestellt durch Calcinieren bei 845" C)
    Beschickungsvolumen/ zu °/0 Entschwe- | O/, Paraf- | Selek-
    Katalysatorvolumen | felung | finierung | tivitätl)
    6,7 95 73 1,3
    14,8 92 70 1,3
    23,0 90 65 1,4
    Selektivität = O/, Entschwefelung zu °/0 Paraffinierung.
  • Versuch Nr. 2 Katalysator: Physikalisches Gemisch aus NiO + TiO2 (nicht calciniert)
    Beschickungsvolumen/ °/0 Entschwefelung
    Katalysatorvolumen
    8,3 95
    25,0 70
    41,7 51
    50,0 38
    Aus diesen Werten ergibt sich, daß das Nickelmetatitanat (NiTiO3) seine hohe Entschwefelungsaktivität behält, während das physikalische Gemisch aus NiO + Ti O2 im Versuch 2 diese ziemlich schnell verlor.
  • Daher war die Verwendung des Katalysatormaterials nach Versuch 2 praktisch bei einem Entschwefelungsprozeß nicht gegeben. Der Katalysator im Versuch 1 ist auch ziemlich selektiv für die Entschwefelung gegenüber der Paraffinierung der Olefine, die in dem Beschickungsmaterial aus durch Verkoken gewonnenem Benzin -vorhanden sind. Dieser Vorteil macht ihn in hohem Maße verwendbar zur raffinierendenEntschwefelung olefinischer Benzine vor dem Einmischen in Leichtbenzin, da die olefinischen Bestandteile im allgemeinen eine höhere Oktanzahl als entsprechende Paraffine aufweisen.
  • PATENTASPROCHE: 1. Verwendung von Nickelmetatitanat NiTiO3, das in an sich bekannter Weise durch Erhitzen eines Gemisches aus einer NiO liefernden Nickelverbindung und einer TiO2 liefernden Titanverbindung auf 760 bis 1095° C für mehr als 1 Stunde erhalten wurde und das auf einem Träger verteilt sein kann, als Katalysator für die raffinierende Entschwefelung von Kohlenwasserstoffölen, z.B. olefinischen Benzinen mitWasserstoff bei 315 bis 540" C unter einem Druck von 7 bis 210 at.

Claims (1)

  1. 2. Nickeltitanatkatalysator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Molverhältnis von Nickel zu Titan in dem Gemisch etwa 2:1 beträgt.
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