DE106923C - - Google Patents

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DE106923C
DE106923C DENDAT106923D DE106923DA DE106923C DE 106923 C DE106923 C DE 106923C DE NDAT106923 D DENDAT106923 D DE NDAT106923D DE 106923D A DE106923D A DE 106923DA DE 106923 C DE106923 C DE 106923C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41BMACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
    • B41B11/00Details of, or accessories for, machines for mechanical composition using matrices for individual characters which are selected and assembled for type casting or moulding

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Description

j de*
kaiserITches
PATENTAMT.
Es wurden bereits verschiedene Versuche angestellt, eine Reihe von gewöhnlichen oder besonderen Typen nach ihrer Zusammenstellung so mit einander zu vereinigen, dafs dieselben als ein starrer zusammenhängender Satz betrachtet werden können.
Die Umwandlung einer Reihe einzelner Typen in einen starren Typensatz ist durchaus verschieden von der Herstellung eines einzelnen starren Typensatzes mittelst Gufs während einer Operation, wie es mit Hülfe der bekannten Linotype- oder Mergenthaler-Maschinen geschieht.
Des Oefteren wurden die zusammengestellten Typen mittelst Draht oder eines Metallstreifens mit einander fest vereinigt. Sodann wurden die zu einer Reihe zusammengesetzten Typen dadurch mit einander starr verbunden, dafs man geschmolzenes Metall auf oder um dieselben gofs. Es wurden auch kurze Typen dadurch zu einem starren Satz gebildet, dafs man eine gemeinsame Fufsplatte daran gofs. Mittelst mehr oder weniger complicirter Methoden und Apparate suchte man die Typen zu einem starren Ganzen zu vereinigen. Jede einzelne, bis jetzt angewendete Methode erforderte jedoch besonders gestaltete Typen, eine Vorrichtung, das Hülfsmetall zusammenzuschmelzen oder endlich Mittel, um die die Typen zusammenhaltenden Vorrichtungen zu verbinden.
Vorliegende Erfindung bezweckt nun, in einfacher Weise eine Reihe einzelner Typen in einen starren Typensatz zu verwandeln, wobei die bei den bekannten Verfahren bestehenden Mangel vermieden werden.
Der Gegenstand der Erfindung besteht hauptsächlich darin, eine Reihe vorher beliebig zusammengestellter Typen in einen starren Typensatz zu verwandeln.
Der Zweck der Erfindung wird dadurch erreicht, dafs man das Metall der einzelnen Typen der betreffenden Reihe stellenweise zum Schmelzen bringt, so dafs hierdurch eine Vereinigung des Metalles stattfindet, während die Typencharaktere vor der Berührung "mit dem schmelzenden Metalle bewahrt bleiben und in der vorher eingesetzten Stellung zusammengehalten werden.
Vorliegende Erfindung ist ebensowohl bei Typenreihen anwendbar, welche mittelst Hand zusammengestellt sind, überall da, wo es sich darum handelt, einen starren Typensatz zu bilden, als auch bei Maschinen, bei denen die einzelnen Typenreihen mittelst Maschine zu Worten zusammengesetzt und die Zwischenräume zwischen den Worten während der Zusammensetzung ausgefüllt werden, sodann auch bei Maschinen, bei denen die Zwischenräume automatisch hergestellt werden. Die Vorrichv tung bei solchen Maschinen, die Zwischenräume zwischen den einzelnen Worten herzustellen, kann bei Anwendung vorliegenden Verfahrens weggelassen werden, da hinreichend Metall von den Typen abgeschmolzen wird, um zwischen den einzelnen Zwischenräumen eine Brücke zu bilden, welche die einzelnen Typen starr'vereinigt.
Der Gegenstand der Erfindung ist auf beiliegender Zeichnung dargestellt worden, und zwar zeigt
Fig. ι eine Reihe gewöhnlicher Typen vor der Verwandlung in einen starren Typensatz,
Fig. 2 einen nach vorliegender Erfindung hergestellten starren Typensatz.
Fig. 3 und 4 zeigen, den Fig. 1 und 2 entsprechend, ein Ausführungsbeispiel.
In den Fig. 5 und 6 ist ebenfalls eine weitere Ausführungsform dargestellt.
Fig. 7 ist die Ansicht einer Typenreihe mit einer zum stellenweisen Schmelzen der Typen verwendeten Eisenstange.
Fig. 8 zeigt ein einzelnes Wort eines starren Typensatzes.
Fig. g, 10 und 11 sind Schnitte durch die Vorrichtung zum Vereinigen der Typen.
Eine Reihe gewöhnlicher Typen (Fig. 1, 3 und 5) wird zusamengestellt und zu einzelnen Worten vereinigt. Darauf wird die Typenreihe theilweise zusammengeschmolzen, und zwar an einer Stelle, dafs weder der Kopf noch der Fufs der Typen beschädigt wird. Die abgeschmolzenen Typentheile vermischen sich und vereinigen sich mit einander, so dafs die vorher getrennten einzelnen Typen an der Stelle mit einander verbunden sind, an welcher das Abschmelzen erfolgte. Es wird infolge dessen ein zusammenhängender, starrer Typensatz erhalten, wie in den Fig. 2, 4 und 6 dargestellt ist.
In den Fig. 1, 2 und 3 ist eine Typenreihe dargestellt, welche aus den gewöhnlichen Typen A und den Zwischenräumen α besteht. Bei der in Fig. 3 dargestellten Reihe sind die Typen durch besondere mechanische Vorrichtungen zu Worten zusammengestellt. Wenn die Typen nun stellenweise, wie vorher beschrieben , geschmolzen werden, füllt das geschmolzene Metall die zwischen den Worten bestehenden Zwischenräume b aus, so dafs ein einziger starrer Typensatz entsteht (Fig. 4). Bei den in Fig. 5 dargestellten Anordnungen der Typenreihe werden die einzelnen Worte mittelst entfernbarer Zwischensätze c, wie dieselben bei den verschiedenen Formen der Linotypemaschinen gebraucht werden, gebildet. Die Zwischensätze c werden, nachdem die Typen, wie vorher beschrieben, an einzelnen Stellen zusammengeschmolzen sind und die in Fig. 6 dargestellte Form angenommen haben, wieder herausgenommen.
Die Verbindung einer Typenreihe zu einem, starren Satz kann ohne Rücksicht auf das Wesen vorliegender Erfindung in verschiedener Weise hergestellt werden, nur mufs man Sorge dafür tragen, dafs weder Typenkopf noch Fufs der Typen beschädigt wird. Die Typenreihe kann z. B. in einem Halter oder Kanal gehalten und dann mittelst einer von der Seite zugeführten erhitzten Eisenstange H (Fig. 7) theilweise zusammengeschmolzen werden. Wenn das glühende Eisen genügend gegen die Typen geprefst wird, wird das geschmolzene Metall seitlich ausweichen und in die' Zwischenräume treten, die sich zwischen den einzelnen Worten befinden.
Eine Typenreihe kann auch dadurch zu einem starren Ganzen vereinigt werden, dafs man dem; Halter,, mittelst welchen dieselbe gehalten wird, oder dem Kanal, durch welchen die Typenreihe geführt wird, Wärme zuführt. Die Vereinigung kann auch durch Vorbeiführen der Typen an einer Flamme oder auf sonst irgend eine Weise geschehen. Es können auch zwei oder mehrere Erhitzvorrichtungen angewendet werden, die einander gegenüberliegen oder an den Seiten der Typen sich befinden, wie in Fig. 10 dargestellt ist.
In den Fig. 9, 10 und 11 ist eine Vorrichtung dargestellt, mittelst der die Typenreihe zu einem starren Ganzen vereinigt werden kann. Eine zusammengesetzte Typenreihe wird in den Kanal D gesetzt, von dem aus dieselbe mittelst des Plungers d in den Kanal oder Halter E geführt wird. An den Seiten des Kanals befindet sich das erhitzte Eisen F, in dem Boden des Gehäuses oder Kanals E der bewegliche Plunger e, welcher zu geeigneter Zeit gehoben und dadurch die nunmehr zu einem Ganzen vereinigte Typenreihe in den Kanal G bringt, von dem aus sie mit Hülfe des Plungers g zu dem Setzschiff / gelangt.
Die Eisenstange F kann mittelst einer Stichflamme f oder in irgend einer anderen Weise erhitzt und bethätigt werden. Wie aus der Zeichnung hervorgeht, wird der Plunger d mittelst des Gelenkes d1, Hebels d'2 und Gelenkes ds von der auf der Triebwelle T sitzenden Scheibe dl angetrieben. Der Plunger g wird mit Hülfe des Gelenkes g1, ■ Hebels g2 und Gelenkes g 3 von der Scheibe g* aus bethätigt, wärend der Plunger E mittelst des Gelenkes e1 von der Scheibe e2 angetrieben wird. Das Eisen F wird mit Hülfe des Hebels f1, der Stange y2 und der Scheibe fs den Typen genähert oder von denselben entfernt.
Dadurch, dafs nach vorliegender Erfindung das Metall der Typen selbst für die Vereinigung derselben gebraucht wird, wird das Verfahren äufserst vereinfacht. Es ist keine besondere von den gewöhnlichen Typen abweichende Form und Gestalt derselben erforderlich.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung eines starren Typenreihensatzes, dadurch gekennzeichnet, dafs der letztere aus einzelnen, in gewöhnlicher Weise oder mit Hülfe von
    Maschinen zu Worten zusammengesetzten Typen gebildet wird und diese durch Schmelzen des Typenmaterials an den Seitenflächen, ohne dafs Fufs- oder Kopfende der Typen in irgend einer Weise beschädigt wird, zu einem starren Ganzen vereinigt werden.
    Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs die zu einer Reihe zusammengesetzten Typen in einem Halter oder Kanal (D) gehalten, aus diesem mittelst eines Plungers (e) in eine Kammer (G) übergeführt, in dieser durch ein erhitztes und gegen die Typen geführtes Eisen seitlich zusammengeschmolzen und sodann durch einen zweiten Plunger (g) in das Setzschiff (I) geführt werden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1118803B (de) * 1959-06-04 1961-12-07 Dr Julius Schneider Aus Einzeltypen mit seitlicher Nut gebundene Typenzeile und Einrichtung zur Herstellung dieser Typenzeile

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1118803B (de) * 1959-06-04 1961-12-07 Dr Julius Schneider Aus Einzeltypen mit seitlicher Nut gebundene Typenzeile und Einrichtung zur Herstellung dieser Typenzeile

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