DE103992C - - Google Patents

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DE103992C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B17/00Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor
    • G03B17/28Locating light-sensitive material within camera
    • G03B17/32Locating plates or cut films
    • G03B17/34Changing plates or cut films

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Photographic Developing Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 57: Photographs.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 31. Juli 1898 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Auswechseln photographischer Platten ohne Hülfe der Dunkelkammer. Die Platten müssen zu diesem Zweck durch einen lichtdichten Ueberzug von Papier, Zeug oder dergl. geschützt sein. Dieser Ueberzug wird beim Einführen in den photographischen Apparat von der Schichtseite selbsttätig entfernt und beim Herausziehen der Platte ebenfalls selbsttätig wieder über die Platte gedeckt.
Der lichtdichte Ueberzug, am besten aus dem üblichen schwarzen Papier bestehend, erhält genau die Breite der Platte und ist an seinen Längsrändern mit einem nicht erhärtenden Klebstoff präparirt, derart, dafs die Verbindung von Platte und Papier völlig dicht hält, aber stets leicht löslich bleibt. Die Anbringung der Verpackung an der P-latte a (s. Fig. 3a) geschieht in folgender Weise:
Das Papier m, welches die doppelte Länge des Umfanges der Platte hat, wird mit einer Schmalseite an dem einen Ende k auf der ■Rückseite der Platte α befestigt, hierauf auf derselben ■ entlang gestrichen, um das andere Ende / herumgelegt und nach dem Ende k zurückgeführt. Hierbei kommt der Klebstoff mit der Platte in Berührung und befestigt die Papierlage m auf derselben. An dem bei k anliegenden Ende ist das Papier m mit einem Zipfel η versehen, welcher auf die Rückseite der Platte übergreift und ebenfalls mit dem löslichen Klebstoff versehen ist.
Zur Ausübung des neuen Verfahrens ist nun eine besondere Einrichtung in der Cassette nöthig, die es ermöglicht, das Papier beim Einführen in die Camera selbsttätig abzulösen. Ein Ausführungsbeispiel einer solchen Cassette ist auf der beiliegenden Zeichnung veranschaulicht.
Fig. ι zeigt eine Draufsicht der Cassette, zum Theil im Horizontalschnitt,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch die Cassette, Fig. 3 eine Arbeitsstellung und
Fig. 4 eine perspectivische Ansicht des Blechrahmens, welcher die Platte behufs Einführung in die Cassette aufnimmt.
Bei dieser Cassette werden die Platten nicht von oben eingelegt, sondern von einer Schmalseite eingeschoben. Zu diesem Zweck besitzt sie einen seitlichen Schlitz al, welcher nach dem Plattenlager b führt. Vor . dem Platten lager b in der Einführungsöffnung a1 ist eine aus elastischem Material bestehende Walze c federnd gelagert. Diese Walze hat den Zweck, das von der Vorderseite der Platte abzuziehende Papier aufzurollen und gleichzeitig das Plattenlager lichtdicht abzuschliefsen. Die Walze c ist mit einer Klemmvorrichtung versehen, in welche beim Einführen der Platte der Zipfel η der Verpackung eingeklemmt wird. Um das Einklemmen zu erleichtern, ist der vordere Theil d der Cassette gegen den hinteren Theil d1 umklappbar eingerichtet. Vor dem Einführen der Platte α klappt man diesen Theil nach aufsen auf, führt den Zipfel η durch die Eintrittsöffnung a1 hindurch und befestigt ihn in der Klemmvorrichtung der Walze c (Fig. 3). Hierauf klappt man den Vordertheil d wieder zurück und sichert ihn durch den Haken d2.
Ist dieses geschehen, so schiebt man die, zweckmä'fsig in einem Blechrahmen e gelagerte, Platte langsam ein. Hierdurch wird die Walze c in Rotation versetzt und die Packung m von der Vorderseite der Platte allmälig vollständig abgezogen (Fig. 2). Die Belichtung kann jetzt stattfinden. Ist dies geschehen, so hat man nur nöthig, den Blechrahmen e an seinem Handgriff e1 zu erfassen und mit der Platte a nach aufsen zu ziehen. Hierbei wird das auf der Walze c, die jetzt in entgegengesetzter Richtung rotirt, aufgerollte Papier wieder abgewickelt und auf der Vorderseite der belichteten Platte wieder aufgeklebt. Beim Verlassen der Cassette ist die Platte von neuem vollständig bedeckt. Den Zipfel η kann man jetzt ebenfalls auf der Rückseite der Platte festkleben. Hierauf kann man eine neue Platte in derselben Weise, wie vorher beschrieben, in die Cassette einführen.
Ein für das vorliegende Verfahren geeigneter Klebstoff läfst sich beispielsweise aus folgenden Bestandtheilen und auf folgende Weise herstellen:
g (15,7 pCt.) Gelatine übergiefst man mit g (28,6 pCt.) Wasser und läfst sie 4 Stunden quellen, fügt alsdanri 78 g (55,7 pCt.) Glycerin hinzu und erhitzt dieses Gemisch in einem Dampfbad unter langsamem Rühren, bis das Gesammtgewicht 100 g beträgt.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zum Auswechseln photographischer Platten bei Tageslicht, dadurch gekennzeichnet , dafs beim Einführen der Platte in die Cassette ein auf der Schichtseite mit nicht erhärtendem Klebstoff befestigter lichtdichter Ueberzug abgezogen und beim Herausziehen wieder angeklebt wird.
2. Cassette zur ■ Ausführung des durch Anspruch ι geschützten Verfahrens, gekennzeichnet durch eine den Einführungsschlitz (al) federnd abschliefsende drehbare Welle (c), welche mit einer Vorrichtung zum Befestigen des freien Endes des Plattenüberzuges versehen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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