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Greifer für Webmaschinen mit kontinuierlicher Schußfadenzuführung
Die Erfindung bezieht sich auf Webmaschinen mit kontinuierlicher Schußfadenzuführung.
Sie betrifft die Schußeintragvorrichtung mit der Greifernadel und insbesondere das
Greiferorgan, das aus einer Abnehmernadel mit einer federnden Klemme besteht. Eine
derartige Vorrichtung ist in der deutschen Patentschrift 836 326 beschrieben. Die
bekannte Greifervorrichtung ist mit einer Schutzvorrichtung ausgestattet, die Abmessungen
aufweist, die in der Länge wie auch in der Höhe die äußeren .Abmessungen der federnden
Klemmvorrichtung überragen.
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Auf Grund dieser Schutzvorrichtung können die Kettenfäden weder durch
die Enden der Arme der Klemmvorrichtung an der Abnehmernadel, wenn diese in das
Fach eingeführt wird, um an. die Zubringernadel heranzukommen, die ihr den Schußfaden
übergibt, noch durch den: Haken der Abnehmernadel beim Herausführen aus dem Fach
behindert werden.
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Zwischen dem Zeitpunkt, an dem das Ende des Schußfadens -- aus der
festgeklemmten Lage in der Klemmvorrichtung gelöst - aus dem länglichen Schlitz
des elastischen Armes freigegeben wird, und dem Zeitpunkt, an dem, da die Nadel
ihre Rückwärtsbewegung weiter durchgeführt hat, die Spitze der Schutzvorrichtung
aus dem Fach tritt und von diesem Zeitpunkt an den Kettenfäden der Gewebekante gestattet,
sich wieder zu schließen und das besagte Ende des Schußfadens wieder festzuhalten,
vergeht mithin eine kurze Zeitspanne. Während dieser kurzen Zeitspanne kann dieses
Ende des Schußfadens eine geringe Rückwärtsbewegung ausführen oder beginnen sich
aufzudrehen, was in der Warenleiste oder in der Nähe derselben Unregelmäßigkeiten
hervorruft, die das Aussehen des Gewebes beeinträchtigen und daher den Handelswert
desselben verringern.
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Aufgabe der Erfindung ist es, eine Kontrolle der Führung des Fadenendes
zu ermöglichen, und zwar während des kurzen Zeitabschnittes, der zwischen den Zeitpunkten
liegt, an denen das Fadenende vom Klemmorgan freigegeben ist und an dem die Schutzvorrichtung
aus dem Fach herausbewegt wird. Zu diesem Zweck sieht die Erfindung Verbesserungen
vor, bei denen die Schutzvorrichtung ihre Aufgabe hinsichtlich der Kettenfäden weiter
erfüllt, während die zusätzliche Aufgabe darin besteht, eine Kontrolle bei der Führung
des Fadenendes zu gewährleisten, sobald dieses Fadenende aus dem elastischen Klemmorgan
gelöst ist und während die Abnehmernadel aus dem Fach herausgezogen wird.
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Die Erfindung besteht darin, daß die obere Kante der Schutzvorrichtung,
beginnend an der die federnde Klemmvorrichtung überragenden Spitze, folgende verschieden
ausgebildete Abschnitte aufweist: a) einen ersten horizontal angeordneten vorderen
Abschnitt, der die geringste Höhe der Schutzvorrichtung aufweist und unterhalb des
Niveaus der oberen Kante der Schutzvorrichtung angeordnet ist, b) einen zweiten
schräg angeordneten, einen Verbindungssteg zwischen dem vorderen Abschnitt und der
höher gelegenen oberen Kante der Schutzvorrichtung bildenden Abschnitt, c) einen
dritten Abschnitt, der den zweiten Abschnitt mit einer Verbreiterung der oberen
winklig abgebogenen Kante verbindet, die ihre größte Breite in demjenigen Punkt
erreicht, der unmittelbar vor der durch den Haken des Armes gehenden Querebene liegt.
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Die Erfindung betrifft ferner Verbesserungen am elastischen Arm der
Abnehmernadel. Erfindungsgemäß ist in der oberen Fläche des elastischen Armes der
Klemmvorrichtung, und zwar etwa in der Verlängerung des von dem Haken begrenzten-
Schlitzes, ein Einschnitt für den Durchgang des Schußfadenendes und für seine Führung
bis zur Freigabe vorgesehen. Dieser Einschnitt kann winklig oder knieförmig ausgebildet
sein.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachfolgend beschrieben
und schematisch in den Zeichnungen dargestellt.
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Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht - gesehen von der Seite der Fachspitze
- einer elastischen Klemmvorrichtung einer Abnehmernadel, die eine Schutzvorrichtung
gemäß der Erfindung trägt; Fig.2 ist eine Aufsicht der Vorrichtung nach Fig. 1;
Fig.3
bis 8 zeigen in drei Gruppen - in der Seitenansicht und in der Aufsicht - die Vorgänge
bei der Führung des Fadenendes.
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Die Abnehmernadel besteht im wesentlichen aus. folgenden Teilen: dem
elastischen Arm 1 und dem starren Arm 2, der elastischen Klemmvorrichtung, der Schutzvorrichtung
3 und dem Arm 4 der Abnehmernadel. Letztere kann aus einem plastischen Kunststoff
hergestellt sein.- Sie ist mit einer länglichen und seitlich angeordneten Vertiefung
4a versehen, die dem Durchtritt der Freigabeklinge 5 dient.
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Die Schutzvorrichtung besteht aus einem Blatt 3 aus Metall oder einem
anderen -Werkstoff. Ihre Höhe und Länge ist derart bemessen, _ daß sie die äußeren
Abmessungen der Teile 1, 2 der Klemmvorrichtung überragt. Die höheren und -tieferen
Längskanten 3 e des Blattes 3 sind bis zum vorderen Teil winklig abgebogen. Das
vordere Ende der Schutzvorrichtung 3 endet in Form einer Spitze. ...
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Um der Schutzvorrichtung die doppelte Aufgabe eines Schutzes hinsichtlich
der Kettenfäden und einer Kontrolle der Führung des Fadenendes zu ermöglichen, ist
gemäß Fig. 1. und 2 die obere Kante des Blattes 3 in der Weise ausgebildet, daß
anschließend an die Spitze, die das Ende der Klemmvorrichtung 1, 2 überragt, drei
verschiedene . Zonen 3 a, 3 b und 3 c folgen: a) Die erste horizontal angeordnete
Zone 3 a entspricht der geringsten Höhe der Schutzvorrichtung. Sie ist unterhalb
des Niveaus der oberen Kante 3 e angeordnet. Die Aufgabe dieser Zone besteht darin,
zu verhindern, daß die Kettenfäden an den Enden der Klemmvorrichtung beim Eintritt
der Nadel in das Fach hängen bleiben, und außerdem beim Austritt der Klemme zusammen
mit der Schutzvorrichtung aus dem Fach es den Kettenfäden der Gewebekante im der
oberen Fadenebene 8 zu. ermöglichen, mit der oberen Fläche des elastischen Armes
1 der Klemmvorrichtung in Berührung zu kommen.
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b) Die zweite schräg angeordnete Zone 3 b bildet einen Verbindungssteg
zwischen der vorderen Zone 3 a und der höher gelegenen Kante 3 e. Hierdurch soll
ein fortschreitendes Gleiten der Kettenfäden der oberen Fadenebene 8 von der Zone
3 a zur Zone 3 c erleichtert werden und umgekehrt: c) Die dritte Zone 3 c, -die
die zweite Zone 3 b mit einer Verbreiterung der oberen winklig abgebogenen Kante
3 e verbindet, -die ihre größte Breite im Punkt 3 d erreicht, der unmittelbar vor
der durch den Haken 1 d gehenden Querebene liegt. Durch diese Ausbildung wird erreicht,
daß ein Festhalten der Kettenfäden der Gewebekante durch den Haken 1 d beim Herausziehen
der Klemmvorrichtung aus dem Fach verhindert wird.
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Um, falls erforderlich und entsprechend den Umständen, die Kontrolle
der Führung des Fadenendes beim Lösen zu vollenden, ist erfindungsgemäß außerdem
in der oberen Fläche des elastischen Armes 1, und zwar in der Verlängerung des längsgerichteten
Schlitzes 1 f, ein Einschnitt 1 e vorgesehen, der vorzugsweise derart ausgebildet
ist, daß er ein Knie bildet, das mit seinem vorderen Teil 1 g gegen den Kamm 6 gerichtet
ist.
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Die technischen Vorteile, die sich gemäß der Erfindung ergeben, werden
nachfolgend aus der Darstellung des Bewegungsvorganges erläutert. Zu diesem Zweck
wird auf die schematischen in Gruppen geordneten Darstellungen in den Fig.3 bis
8 verwiesen, die drei Phasen der- Vorrichtung in Funktion darstellen. In Fig. 3
und 4 ist die Abnehmernadel 4 im Fach gezeigt und befindet sich etwa ain Ende ihrer
Rückwärtsbewegung. Die Klemmvorrichtung, die den Schußfaden 7 zwischen den Armen
1 und 2 einklemmt, und Schutzvorrichtung beginnen das Fach zu verlassen, wobei das
Fadenende noch die Stellung einnimmt, die durch das Bezugszeichen 7a gekennzeichnet
ist. In den Figuren sind die Kettenfäden der Gewebekante in der oberen Fadenebene
mit 8 und die der unteren Fadenebene mit 9 bezeichnet.
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In den Fig. 5 und 6 ist die Abnehmernadel 4 bereits teilweise aus
dem Fach herausgezogen. Die Freigabeklinge 5 hat den elastischen Arm 1 vom starren
Arm 2 etwas abgespreizt, so daß der von der Klemm= vorrichtung 1, 2 festgehaltene
Schußfaden 7 freigegeben wird. In diesem Moment läßt sich das Schußfadenende 7 a
aus dem länglichen Schlitz 1 f des elastischen Armes 1 lösen, auf dessen Fläche
dieses gelöste Fadenende 7a gleitet und hierbei durch den Einschnitt 1 e geführt
ist, in welchem es durch den Druck der Kettenfäden der Gewebekante der oberen Fadenebene
S gehalten wird.
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In der Tat gleiten diese Fäden 8 am Ende der Rückwärtsbewegung der
Klemmvorrichtung und der Schutzvorrichtung über die obere Kante 3 e der Schutzvorrichtung
3 bis in die niedrigere Zone 3a, die es den Fäden gestattet, mit der Fläche des
elastischen Armes 1 der Klemmvorrichtung in Berührung zu kommen, bis die Klemmvorrichtung
das Fach verlassen hat. Dieser Vorgang ergibt sich aus der Darstellung in Fig. 7
und 8, die den dritten Bewegungsvorgang darstellt.
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Es ist ohne weiteres verständlich, daß das Betragen des Endes 7a des
Fadens 7 bis zur vollständigen Freigabe dieses Endes kontrolliert wird, da dieser
Faden dem Einschnitt 1 e folgen muß. Diese Freigabe erfolgt in dem Zeitpunkt, in
dem die Schließung des Fachs zu Ende geht.
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Um die Sicherheit gegen ein Festhalten der Kettenfäden zur Unzeit
durch das Ende des starren Armes 2 zu vergrößern, ist dieses Ende mit einer abgestumpften
Ecke 2 a versehen. Aber infolge der Anordnung einer Schrägfläche 2 b verfügt die
Freigabeklinge 5 über den gleichen Spielraum, wenn die Nadel in das Fach eingeführt
wird.
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Es ist ersichtlich, daß man, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen,
Veränderungen, Verbesserungen und Zusätze vornehmen und die Verwendung von gleichwertigen
Mitteln vorsehen kann. So kann beispielsweise der Einschnitt 1 e, der einen Durchgangspunkt
für den Schußfaden 7 und sein Ende 7a bildet, durch andere Mittel ersetzt werden,
z. B. durch einen heraustretenden Höcker.