DE10255C - Neuerungen an dem Ceniralzündapparat der Gufsstahl- und Waffenfabrik Witten für schwere Geschütze - Google Patents

Neuerungen an dem Ceniralzündapparat der Gufsstahl- und Waffenfabrik Witten für schwere Geschütze

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DE10255C
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DE
Germany
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ignition
cartridge
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Application number
DENDAT10255D
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English (en)
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F. BERNHARDI in Witten a. d. Ruhr, Bahnhofstrafse 10 f
Publication of DE10255C publication Critical patent/DE10255C/de
Active legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A19/00Firing or trigger mechanisms; Cocking mechanisms
    • F41A19/06Mechanical firing mechanisms, e.g. counterrecoil firing, recoil actuated firing mechanisms
    • F41A19/25Mechanical firing mechanisms, e.g. counterrecoil firing, recoil actuated firing mechanisms having only slidably-mounted striker elements, i.e. percussion or firing pins
    • F41A19/27Mechanical firing mechanisms, e.g. counterrecoil firing, recoil actuated firing mechanisms having only slidably-mounted striker elements, i.e. percussion or firing pins the percussion or firing pin being movable relative to the breech-block
    • F41A19/29Mechanical firing mechanisms, e.g. counterrecoil firing, recoil actuated firing mechanisms having only slidably-mounted striker elements, i.e. percussion or firing pins the percussion or firing pin being movable relative to the breech-block propelled by a spring under tension
    • F41A19/36Mechanical firing mechanisms, e.g. counterrecoil firing, recoil actuated firing mechanisms having only slidably-mounted striker elements, i.e. percussion or firing pins the percussion or firing pin being movable relative to the breech-block propelled by a spring under tension in block-action guns

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Description

1879.
Klasse 72.
FRIEDRICH BERNHARDI in WITTEN α. d. Ruhr.
Neuerungen an dem Central-Zündapparat der Gußstahl- und Waffenfabrik „Witten" für
. schwere Geschütze.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. September 1879 ab.
Diese Neuerungen an der P. R. No. 6016 haben wie jene den Zweck, das Entweichen von Pulvergasen aus dem Zündloch und die dadurch bewirkten Ausbrennungen desselben zu beseitigen, sowie ein sicheres gefahrloses Abfeuern der Geschütze zu ermöglichen, ohne das Geschütz oder dessen Verschlufs durch grofse zum Befestigen der Apparate nothwendige Ausbohrungen zu schwächen.
Der Apparat besteht (s. Blatt I) aus dem Zündlochstollen A mit kupfernem Liderungsring B, der Schraubenpatrone C und dem eigentlichen Zündschlosse D.
Die Schraubenpatrone C enthält die mit Zündhütchen und Pulver versehene Zündhülse a, sowie den mit einem konisch zulaufenden Kolben versehenen Zündstift b. Das äufsere Schraubengewinde der Patrone C hat den Zweck, einerseits diese Patrone mit dem eigentlichen Zündschlosse D und andererseits mit dem Geschütz fest zu verbinden. Um ein schnelles Einschrauben bezw. Befestigen des mit Patrone versehenen Zündschlosses mit dem Geschütz zu bewirken, ist sowohl das Muttergewinde im Geschützverschlufs als auch das Gewinde der Patrone zweifach ausgeschnitten, letzteres jedoch so, dafs auf einer Seite ein zur Führung dienen-'der Gewindegang noch aus dem Gehäuse c hervorstehen bleibt. Wird das Zündschlofs mit der Patrone in das Muttergewinde des Geschützverschlusses eingeschoben, so genügt eine Viertelumdrehung, um sämmtliche Gewindetheile eingreifen zu lassen und somit die feste Verbindung des geladenen Zündschlosses mit dem Geschütz zu bewirken.
Das Zündschlofs D besteht aus folgenden einzelnen Theilenc
1. dem Gehäuse c mit zwei beim Einschrauben an das Geschütz als Handhaben dienenden Armen,
2. dem Schlagbolzen ä mit Handgriff e,
3. der Schlagfeder/,
4. der Abzugsstange g mit Spiralfeder und Abzugsring h,
5. der Sperrzunge i,
6. dem Sicherheitsschieber k mit Feder /.
Das Muttergewinde im Gehäuse hat, wie
schon erwähnt, den Zweck, das entsprechende Schraubengewinde der Patrone behufs fester Verbindung mit derselben aufzunehmen. Der Sicherheitsschieber k wird, wenn das Schlofs mit seiner Patrone in das Geschütz eingeschraubt ist, durch die entsprechende Oeffnung im Gehäuse in den frei gewordenen Gewindeausschnitt geschoben und verhindert so ein etwaiges Ausschrauben oder Lösen des Schlosses durch den Rückstofs beim Schufs, während die Feder / des Sicherheitsschiebers ein Rückwärtsfliegen desselben unmöglich macht.
Die Handhabung und Wirkungsweise des Apparates ist folgende: Es sei der Verschlufs eines Geschützes mit dem in der Zeichnung dargestellten Zündlochstollen A, mit dem lidernden Kupferring B und mit dem entsprechenden zum Einschrauben dienenden Gewinde versehen.
Zunächst wird das Schlofs durch Zurückziehen des Handgriffes c gespannt und durch eine Drehung desselben um 90 ° gesichert, was dadurch geschieht, dafs die beiden Rippen desselben aus ihren Führungsschlitzen im Gehäuse heraustreten und sich in kleine Einfeilungen auf dem oberen Ende des Gehäuses c einsetzen (s. Fig. 4).
Hierauf wird die mit fertig geladener Zündhülse versehene Patrone C in das Gehäuse des Zündschlosses eingeschraubt und dieses durch Einschieben der Patrone in die Gewindeausschnitte des Geschützverschlusses und durch eine Viertelumdrehung, sowie Vorschieben des Sicherheitsschiebers k mit letzterem fest verbunden (s. Fig. 3 und 2).
Soll das Geschütz abgefeuert werden, so wird das Zündschlofs zunächst entsichert. Dies geschieht dadurch, dafs der Handgriff e um 90 ° gedreht wird, so dafs die Rippen desselben in ihre Führungsschlitze im Gehäuse eintreten. Durch Zug an der vor dem Entsichern bereits in den Abzugsring h, eingehängten Abzugsleine wird das Geschütz auf das Kommando »Feuer« abgefeuert.
Es wird hierbei der Schlagbolzen d ausgelöst und durch die Schlagfeder f auf den Zündstift b der Schraubenpatrone vorgeschnellt, welcher seinerseits das Zündhütchen der Zündhülse α zur Explosion bringt und so die in der
Hülse befindlichen 4 bis .5 g Pulver entzündet. Die sehr energische Flamme dieses verbrennenden Pulvers schlägt nun durch den Zündstollen A, welcher nach rückwärts und seitwärts gut abgedichtet ist, und bewirkt die Entzündung der Geschützpulverladung.
Durch die zurückströmenden Pulvergase der Geschützladung wird der Liderungsring B nach allen Seiten ausgedehnt und bewirkt so ein Abdichten sowohl gegen den Zündstollen, als gegen die Flantsche der Zündhülse bezw. gegen die Schraubenpatrone, während der Zündstift b zurückgeworfen wird und dessen konisch zulaufender Kolben die obere Oeffnung der Patrone verstopft.
Die Construction des Zündschlosses ist aufserdem so eingerichtet, dafs man eine unbedingte Sicherheit hat, dafs vor Abgabe des Schusses dasselbe vorschriftsmäfsig an das Geschütz befestigt worden ist, d. h. dafs die Gewindeausschnitte vollständig ineinander gegriffen haben und dafs der Sicherheitsschieber vollständig eingeschoben worden ist. Wäre ersteres nicht der Fall, so würde sich der Sicherheitsschieber überhaupt nicht einschieben lassen, wäre dagegen letzteres nicht der Fall, so ist es unmöglich das Schlofs abzufeuern, da die durch ein Loch der Abzugsstange g hindurchtretende Sperrzunge i beim Abziehen nicht würde ausschlagen können (s. Fig. 5), weil ihr unterer Theil durch den sie umfassenden Schieberkörper daran verhindert wird (s. Fig. 4).
Das auf Blatt II dargestellte »Zündschlofs mit Schraubenpatrone« beruht auf ganz demselben Princip wie das auf Blatt I dargestellte, und ist die Anordnung der einzelnen Theile dieselbe wie vorher beschrieben.
Die Abweichungen sind folgende: Der Liderungsring B ist in Wegfall gekommen, dagegen ist die Zündhülse des Blattes I durch eine mit Gewinde versehene Hülse, welche in die Schraubenpatrone eingeschraubt wird, ersetzt.
Diese Hülse tritt mit ihrem vorderen aus der Patrone hervorstehenden Theile in eine entsprechende Ausbohrung des Zündstollens. Beim Abfeuern staucht sich das in diesem vorderen Theile der Zündhülse α befindliche Weichbleigeschofs p beim Eindringen in die kleine Bohrung des Zündstollens A und bewirkt hierdurch ein Expandiren und festes Anpressen des vorderen Theiles der Zündhülse an die Wandungen des Zündstollens, wodurch die Liderung der später aus dem Geschütz rückwärtsströmenden Pulvergase erreicht wird.
Der mit konisch zulaufendem Kolben versehene Zündstift b des Blattes I ist durch einen solchen mit cylindrischem, oben abgerundetem und mit Schmiernuth versehenen Kolben ersetzt."
Eine weitere Aenderung der auf Blatt II dargestellten Construction ist die, dafs die Schlagfeder / sich auf einen Ansatz des Schlagbolzens d auflegt, wodurch man die Drehbarkeit desselben erreicht und der Handgriff e des Blattes I jetzt mit dem Schlagstift aus einem Stück hergestellt werden kann. Aufserdem ist die auf Blatt II dargestellte Construction für den bei schweren Geschützen üblichen Rückwärtsabzug eingerichtet (wodurch der Abzugsrihg h des Blattes I in Wegfall kommt), indem die Sperrzunge i die Gestalt eines Winkelhebels bekommen hat, in "dessen Loch q jetzt die Abzugsleine eingehakt wird.

Claims (12)

P ATENT-Ansprüche:
1. Das Zündschlofsgehäuse mit Gewinde zur Aufnahme der Patrone, wie auf den Zeichnungen, Blatt I und II, dargestellt.
2. Die im Zündschlofsgehäuse und im Verschlufskeil durch abgesetztes Gewinde befestigte, aus einem Stück gefertigte Schraubenpatrone C, aus welcher der Zündstift b nicht vorsteht.
3. Die in Blatt I und II gegebenen neuen und eigenthümlichen Formen des Zündstiftes b.
4. Die im Handgriff des Zündapparates angebrachte, auf den Schlagbolzen wirkende Blattfeder /.
5. Der Schieber k, welcher sowohl in den Schaft des Zündschlosses, als in die Schraubenpatrone und den Verschlufskeil eingreift.
6. Die die Arretirung des Schiebers k bewirkende Federknagge /.
7. Der Schlagbolzen, welcher durch eine Vierteldrehung des an ihm befindlichen Handgriffs gesichert und in den, wie auf Blatt II gezeigt, die Blattfeder eingreift.
8. Die Sperrzunge i, welche ein Zurückziehen des Abzuges g vor dem Einschieben des Schiebers k unmöglich macht.
9. Der im Handgriff angebrachte Abzug g und die an ihm wirkende Spiralfeder.
10. Die nach zwei Seiten^ abgedichtete Zündstollenliderung B.
11. Die sich gegen letztere vermittelst einer Flantsche anlegende Zündhülse a des Blattes I.
12. Die mit einem Bleigeschoss / verschlossene und nach vorn zum Lidern gegen den .Zündstollen vorstehende Zündhülse a des Blattes II.
Alles zum beschriebenen Zweck.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT10255D Neuerungen an dem Ceniralzündapparat der Gufsstahl- und Waffenfabrik Witten für schwere Geschütze Active DE10255C (de)

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