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Für rückstoßfreie leichte Geschütze bestimmte Lehrpatrone Es sind
rückstoßfreie leichte Geschütze für Patronenmunition bekannt, deren Rohr hinten
offen ist und bei denen die Patrone am Bodenflansch von einem Verschluß, dessen
Düse sich trichterförmig nach hinten erweitert, gehalten wird. Das Abfeuern erfolgt
durch Zündung von der Seite durch seitlichen Anschlag auf die Patrone. Für den Durchgang
der Schlagbolzenspitze ist ein Loch in der Wandung des Rohres vorgesehen. Das Zündhütchen
der Patrone ist am Hülsenmantel unmittelbar vor dem Patronenflansch angebracht.
Beim Abfeuern wird der Boden der Patrone zerstört, wobei ein nach hinten gerichteter
Gasstrahl entsteht, der gänzlich den Rückstoß der Waffe aufhebt.
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Die Erfindung bezieht sich auf eine für diese rückstoßfreien leichten
Geschütze bestimmte Lehrpatrone, wie sie auch für schwerere Kaliber bereits bekannt
ist (schwedische Patentschrift 154 666), bestehend aus einer Mantelhülse, in der
ein Einsatzlauf für kleinkalibrige Munition mittels eines Halteringes befestigt
ist, einem Verschluß, dessen vorderer Teil mit Gewinde am Ende des Laufes abnehmbar
befestigt ist, und einem im Verschluß verschiebbar gelagerten Schlagstück, in dessen
vorderem Teil ein Schlagbolzen und in dessen hinterem Teil eine nach hinten offene
Hülse angeordnet ist, die zur Aufnahme einer mit einem Zündhütchen versehenen Kartusche
dient.
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Wie üblich gibt man der Lehrpatrone Kaliber, Gewicht, Größe und Form
des entsprechenden scharfen Geschosses, um besonders das Laden des leichten Geschützes
realistisch üben zu können. Das übungsschießen mit der Lehrpatrone wird mit billiger
Gewehrmunition mit dem in der Lehrpatrone befestigten Lauf durchgeführt.
Die Kartusche markiert bei Abfeuerung den Knall und die nach hinten gerichtete Treibgasflamme,
wie sie beim Abschuß scharfer Munition entsteht.
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Bei der Lehrpatrone ist es auch notwendig, die seitliche Anschlagbewegung
der Schlagbolzenspitze des leichten Geschützes durch Zwischenglieder zur Kartusche
radial weiterzuleiten, um auch hier die Zündung von der Seite aus zustandezubringen.
Weiter soll gleichzeitig mit der Zündung der Kartusche für die Treibgasflamme auch
die Auslösung des Schlagstückes erfolgen, um das kleinkalibrige Geschoß abzufeuern.
Weiter besteht der Wunsch, bei gewissen Übungsstufen ohne markierte Treibgasflamme
schießen zu können.
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Die Erfindung bezweckt eine Lösung dieser Aufgaben bei guter Sicherheit
gegen unbeabsichtigte Schußauslösung der Lehrpatrone.
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Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß in der Wandung der
Mantelhülse und in dem den Verschluß hinten haltenden Einsatzring innerhalb der
Wandung eine Abfeuereinrichtung und eine Sicherungseinrichtung für die Lehrpatrone
angeordnet sind, von denen die erstere oder beide mit einem Sperrhaken zum Eingriff
mit entsprechenden Teilen am hinteren Teil des Schlagstückes versehen sind, um die
durch eine Schlagfeder verursachte Vorwärtsbewegung des Schlagstückes zu verhindern,
wobei der Schlagbolzen im Schlagstück verschiebbar gelagert und mit einer vorderen
und hinteren Zündspitze versehen ist, von denen die vordere auf eine im Verschluß
befestigte Patrone und die hintere durch ein Loch im hinteren Teil des Schlagstückes
auf das Zündhütchen der Kartusche einwirkt.
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In Weiterbildung der Erfindung ist anstatt des im Schlagstück verschiebbar
gelagerten Schlagbolzens eine am vorderen Ende des Schlagstückes fest angebrachte
Zündspitze zum Anschlag gegen die kleinkalibrige Patrone und eine mit dem Verschluß
fest verbundene Zündspitze vorgesehen, die in einen längsgerichteten Kanal im hinteren
Teil des Schlagstückes hineinragt und durch das Loch im hinteren Teil des Schlagstückes
auf das Zündhütchen der Kartusche einwirkt.
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Die Erfindung wird mit Hilfe der Zeichnungen näher beschrieben: Fig.
1 zeigt einen Axialschnitt durch den hinteren Teil der Lehrpatrone; Fig. 2 ist ein
Querschnitt nach Linie B-B in Fig. 1; Fig. 3 und 4 sind Querschnitte nach Linie
A -A in Fig. 1, die der gesicherten Lage (Fig. 3) bzw. der Abfeuerlage (Fig.
4) entsprechen;
Fig. 5 veranschaulicht den eingekreisten Teil nach
Fig. 1 mit abgeänderter Zündung; Fig. 6 ist ein Axialschnitt durch den hinteren
Teil einer Lehrpatrone mit abgeändertem Mechanismus; Fig. 7 zeigt die Lehrpatrone
nach Fig. 6, von hinten gesehen; Fig. 8 ist ein Querschnitt nach Linie C-C in Fig.
6. Die Lehrpatrone besteht aus einer Mantelhülse 1,
in der ein Einsatzlauf
2 für kleinkalibrige Munition angebracht ist. Der Einsatzlauf 2 ist hinten an einem
Haltering 48 befestigt. In einem Zentrierrohr 5, das vorn vom Haltering
48 und hinten von einem Einsatzring 8 abgestützt ist, ist ein Verschluß
45 drehbar und verschiebbar gelagert, dessen Vorderende 3 ausgenommen und
mit einem Innengewinde versehen ist, das das Hinterende des Einsatzlaufes umfaßt.
Der hintere Teil des Verschlusses 45 besteht aus einem Zylinder
10 mit verhältnismäßig großem Durchmesser, der im Einsatzring 8 gelagert
ist. In der Ausnehmung 3 des Verschlusses 45 ist der Sitz für eine Patrone
47
eingearbeitet und mit einer Bohrung 4 für den Durchgang der Zündspitze
46 versehen. Im Inneren des Verschlusses 45 ist ein Schlagstück
44 verschiebbar gelagert. Das Schlagstück 44 ist von einer Schlagfeder
42 umgeben, die sich gegen einen Flansch 6 am Schlagstück
44 und einen mittels eines Stiftes 41 am Verschluß 45 befestigten
Ring 7 abstützt.
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Der hintere Teil des Schlagstückes 44 bildet einen Flansch
11, der im hinteren zylindrischen Teil 10 des Verschlusses
45 gelagert ist. Dieser Flansch 11 trägt einen nach rückwärts gerichteten
Kragen 12. Die hintere Stirnfläche des Flansches 11 trägt eine kurze
Hülse 28, die mit Innengewinde versehen ist und zur Aufnahme eines abschraubbaren
Rohrstückes 25 dient, das eine mit einem Zündhütchen 27 versehene Kartusche
26 enthält. Diese Kartusche 26 weist die für das Markieren einer Abschußflamme
übliche Beschaffenheit auf und ist mit einem Flansch versehen, mit dem sie vom Rohrstück
25 gegen die Hinterfläche des Schlagstückes 44 gepreßt wird. Im Schlagstück
44
ist ein Schlagbolzen 43 verschiebbar gelagert. Dieser trägt zwei
Zündspitzen 46, 39, von denen die vordere, 46, zur Zündung der Patrone
47 und die hintere, 39,
zur Zündung des Zündhütchens 27 dient. Die
Verschiebung des Schlagbolzens ist durch eine Einfräsung 40 und durch einen
mit dieser zusammenwirkenden und im Schlagstück 44 befestigten Sperrstift
9 begrenzt. Dieses Zündsystem, bei dem sowohl Patrone als Kartusche mit derselben
Zündvorrichtung zur Zündung gebracht werden, ermöglicht den Gebrauch von serienmäßigen
Kartuschen. Die beschriebene Vorrichtung zur Anschlagzündung sowohl der kleinkalibrigen
Patrone als der Kartusche fordert eine mechanische Abfeuereinrichtung in engem Zusammenwirken
mit der Abfeuerungsvorrichtung des rückstoßfreien Geschützes. Diese Abfeuereinrichtung
ist zum Teil in der Wandung der Mantelhülse 1 der Lehrpatrone angeordnet,
welche durch einen Ring 18
verstärkt sein kann, der im dargestellten Falle
vom hinteren Ende des Einsatzringes 8 gebildet wird, und zum Teil in einem
zwischen diesem Ring 18 und dem zylindrischen Teil 10 des Verschlusses
verdrehbar gelagerten Ring 19 angeordnet. Die Wandung der Mantelhülse
1 und der Ring 18 tragen in einer Bohrung eine Hülse 37, in
der ein Anschlagkolben 35 verschiebbar gelagert ist. Der verdrehbare Ring
19 trägt eine Bohrung, in der der Schaftteil eines Sperrhakens 32 radial
verschiebbar ist. Durch Einwirkung einer den Schaftteil umgebenden Feder 33 wird
die äußere Endfläche des Schaftteiles gegen den Anschlagkolben 35 gedrückt, wobei
die äußere Endfläche des letzteren im wesentlichen in der Außenfläche der Wandung
der Mantelhülse 1 zu liegen kommt. Der Sperrhaken 32 erstreckt sich innerhalb
des Kragens 12 des Flansches 11 am Schlagstück 44. Dieser Kragen ist
auf seiner Innenseite mit einer Einkerbung quer zur Seelenachse versehen, mit der
der Sperrhaken 32 im Eingriff steht. Beim Abfeuern des rückstoßfreien Geschützes
erteilt der Schlagbolzen 36 am Geschütz einen Schlag auf den Anschlagkolben 35,
der seine Bewegung dem Sperrhaken 32 übermittelt, so daß der letztere außer Eingriff
mit dem Kragen 12 kommt. Das Schlagstück 44 schnellt unter der Wirkung der
Schlagfeder 42 vor, wobei die vordere Zündspitze 46 des Schlagbolzens
43 die Patrone 47 anschlägt. Wegen der Verschiebung des Schlagstückes
44 relativ zum Schlagbolzen 43
schlägt hiernach das Zündhütchen 27
der Kartusche 26 auf die hintere Zündspitze 39 des Schlagbolzens.
Da der Anschlagkolben 35 nicht weiter hinaus als bis zur Außenfläche der Mantelhülse
1 verschiebbar ist, ist das Risiko eines unbeabsichtigten Betätigens des
Anschlagkolbens 35 klein, auch wenn die Lehrpatrone mit ungesichertem Mechanismus
in den Lauf des rückstoßfreien Geschützes eingeführt wird.
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Um jedoch dieses Risiko zu vermindern, ist die Lehrpatrone des Ausführungsbeispiels
mit einer besonderen Sicherungseinrichtung versehen, die ihrer Beschaffenheit und
Wirkung nach ähnlich wie die vorher beschriebene Abfeuereinrichtung ausgeführt ist.
Sie umfaßt eine in der Wandung der Mantelhülse 1 und im Einsatzring
18 befestigte Hülse 17 mit einem verschiebbar angeordneten Anschlagkolben
16 und einen im verdrehbaren Ring 19 befestigten Sperrhaken 24, dessen
Schaftende unter Wirkung einer Feder 22 gegen die innere Endfläche des Anschlagkolbens
16 anliegt. Der innere Teil des Sperrhakens 24 steht ebenfalls im
Eingriff mit einer auf der Innenseite des Kragens 12 vorgesehenen Einkerbung
quer zur Seelenachse. Da der Anschlagkolben 16 mit einer aus der Mantelhülse
1 hervortretenden Abrundung versehen ist, drückt die Laufwandung des Geschützes,
im Augenblick wo die Lehrpatrone völlig in den Gewehrlauf eingeführt wird, den Anschlagkolben
16 ein, wobei der Sperrhaken 24 die Krageneinkerbung freigibt. Wenngleich
die hervortretende Abrundung des Anschlagkolbens zu größerem Risiko unbeabsichtigter
Einwirkung auf die Sicherungseinrichtung führt, als dies bei der Abfeuereinrichtung
der Fall ist, bleibt jedoch das Risiko gleichzeitiger Einwirkung auf beide Einrichtungen
klein.
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Um das Abnehmen des verdrehbaren Ringes 19
vom Verschluß
45 zu ermöglichen, ist der hintere zylindrische Teil 10 des letzteren
mit sich nach hinten öffnenden Schlitzen 23, 30 für die Sperrhaken 24, 32 versehen.
Die Verdrehung des Ringes 19 mit den Sperrhaken wird durch die Querausdehnung
der Schlitze 23, 30 (Fig. 2) ermöglicht. Die Verdrehung des Ringes 19 bildet
eine weitere Sicherung gegen unbeabsichtigte Schußauslösung. Um bei Verdrehung des
Ringes 19 eine Beschädigung der Sperrhaken durch Anschlag gegen die seitliche
Begrenzung der Schlitze 23, 30 zu verhüten, ist der Ring 19 mit einer Nase
14 und der hintere zylindrische Teil 10 des Verschlusses
45 mit zwei beiderseitig der Nase 14 angeordneten Anschlägen
49 versehen. Fig. 3 zeigt die Lage der Nase 14 neben einem der Anschläge
49,
nach Verdrehung des Ringes 19 im Uhrzeigersinn bis zur
Endlage. Fig. 4 zeigt die Nase 14 in der Mittellage zwischen den Anschlägen 49,
d. h. in Abfeuerlage. Um den Ring in den Endlagen oder in der dazwischenliegenden
Abfeuerlage zu halten, trägt der Einsatzring 8 einen federbelasteten Sperrstift
13, der im Eingriff mit einer von drei Ausnehmungen 15 im Ringe 19 steht,
die den obenerwähnten Drehlagen entsprechen.
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Durch Drehung des Ringes 19 entgegen dem Uhrzeigersinn, wobei Ansätze
34 als Griff dienen, wird der Verschluß 45 abgeschraubt. Dabei nimmt der Ring 19
zuerst die linke Endlage ein, wonach der Verschluß 45 vom Laufhinterende gelöst
werden kann. Beim Wiedereinsetzen des Verschlusses 45, nachdem eine neue Patrone
47 und eine neue Kartusche 26 eingesetzt worden sind, wird dieser eingeschraubt,
bis die Gewindeverbindung aufsitzt und dadurch der Sperrstift 13 außer Eingriff
mit der linken Endlagenausnehmung gebracht wird und der Ring 19 sich im Verhältnis
zum Verschluß in die rechte Endlage dreht. Da sich der Ring 19 während des Einschraubens
bzw. Ausschraubens in einer der Endlagen befindet, sind auch die Sperrhaken 24,
32 seitlich im Verhältnis zu den Anschlagkolben 16, 35 verschoben, d. h. gegen unbeabsichtigtes
Abdrücken gesichert. Zum Anzeigen der gesicherten Lage bzw. der Abfeuerlage trägt
der Ring 19 einen Zeiger 21 und der Einsatzringteil 18 einen ortsfesten Strich 20.
Um Beschädigungen des Schlagbolzens 36 am Geschütz zu verhüten, ist der verdrehbare
Ring 19 mit zwei Ausnehmungen 51 (Fig. 2) versehen, die so angebracht sind, daß
stets eine von ihnen in den Endlagen des Ringes 19 sich vor dem Anschlagkolben 35
befindet. Dadurch kann dieser dem Schlagbolzen 36 des Geschützes nachgebend ausweichen.
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Zur Axialsperrung des verdrehbaren Ringes 19 ist ein Schließring 29
auf den zylindrischen hinteren Teil 10 des Verschlusses 45 angeschraubt.
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Die in Fig. 5 gezeigte Ausführungsform ist eine abgewandelte Form
der in Fig. 1 gezeigten. Anstatt eines im Schlagstück 44 gelagerten mit zwei Zündspitzen
versehenen Schlagbolzens 43 ist dieser Abänderung nach die Vorderfläche des Schlagstückes
44' mit einer festen, auf die Patrone 47 einwirkenden Zündspitze 52 versehen. Das
Schlagstück 44' trägt in einer Bohrung 56 eine mit einem Stift 53 am Verschluß verankerte,
nach hinten gerichtete Zündnadel 54, wobei das Schlagstück eine Nut 55 für
den Haltestift 53 aufweist. Da die Bohrung 56 bis zum Zündhütchen
27 der Kartusche offen ist, schlägt bei der Vorwärtsbewegung des Schlagstückes
die Zündspitze 54 dieses an. Gleichzeitig damit erfolgt der Anprall derZündspitze52
auf das Zündhütchen der Patrone 47.
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Die Mantelhülse 1 in Fig. 6 weist wahlweise die Form eines
scharfen Geschosses auf und trägt hinten in einem durch die Innenhülse 60 und die
Außenhülse 61 verstärkten Bund die Anschlagkolben 35, 16, die von Schraubenfedern
62 auswärts gedrückt werden. Der Einsatzlauf 2 trägt hinten einen im Inneren der
Mantelhülse 1 befestigten Anschlußteil63 für das Vorderende des Verschlusses 45',
der hinten Anschläge 64 trägt. Der hintere Teil 65 des Verschlusses 45' ist durch
vordere Anschläge 66 (Fig. 8), die mit den Anschlägen 64 zusammenwirken, begrenzt
drehbar im Verhältnis zum vorderen Teil des Verschlusses 45'. Die Anschläge 64,
66 entsprechen ihrer sichernden Wirkungsweise nach den Anschlägen 14, 19 in Fig.
1 und 3. Die Verschlußteile 45', 65 sind axial mittels einer Hülse 67 zusammengekuppelt.
Der hintere Teil 65 des Verschlusses trägt Ansätze 68, in denen die Sperrhaken 32,
24 um Zapfen 69 drehbar gelagert sind. Die nach vorn gerichteten Eingriffenden 70
der Sperrhaken 32, 24 tragen einwärts zur Achse der Lehrpatrone gerichtete Haken
72 und sind vorn an der Außenseite mit einer abgeschrägten Fläche 71 versehen. Federn
73 drücken die Eingriffenden 70 der Sperrhaken 32, 24 der Patronenachse zu, wobei
Stifte 74 diese Drehbewegung begrenzen. Schutzbleche 75 (Fig. 2) bedecken die öffnungen
der Ansätze 68 und schützen die Sperrhaken 32, 24 gegen Verschmutzung und unbeabsichtigte
Berührung.
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Das Schlagstück 44' trägt hinten mit den Eingriffenden 70 der Sperrhaken
32, 24 zusammenwirkende Sperrzähne 76.
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Die Zündspitzen können beim Schlagstück 44' wahlweise entweder nach
Fig. 1 oder Fig.5 angeordnet sein. Eine Weiterentwicklung der letzteren Anordnung
ist in Fig. 6 gezeigt, wobei ein Querstift 77 beidseitig durch das genutete Schlagstück
44' geführt ist und die hintere Zündspitze trägt. Die Schlagfeder ist im Inneren
des Schlagstückes 44' angeordnet, dessen vordere Zündspitze abschraubbar ist.
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Im Inneren ist die Mantelhülse 1 mit einem Zylinderring 78 versehen,
der hinten eine abgeschrägte Ringfläche 79 aufweist, die sich bei eingeschraubtem
Verschluß 45 unmittelbar außerhalb der Eingriffenden 70 der Sperrhaken 32, 24 befindet.
Die Ringfläche 79, der Zylinderring 78 und die Mantelhülse 1 sind in Abfeuerungslage
mit Ausnehmungen 80 versehen, die die radiale Auslösebewegung der Sperrhakenenden
zulassen.
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Wenn beim Einschrauben des Verschlusses einer der Sperrhaken 32, 24
nicht voll eingehakt ist, wird er von der abgeschrägten Ringfläche 79 in Zusammenwirkung
mit den abgeschrägten Flächen 71 der Sperrhakeneingriffenden 70 in völlig eingehakte
Lage verschoben, was dadurch erleichtert wird, daß die die Sperrzähne fassenden
Haken 72 der Sperrhaken 32, 24 auch zum Teil abgeschrägt sind. Die Abfeuerung ist
nur möglich, wenn der hintere Verschlußteil 65 so eingestellt ist, daß die Sperrhaken
32, 24 sich mit ihren Eingriffenden 70 unter den Ringflächenausnehmungen 80 befinden.
Die Abfeuerung stimmt mit dem Verlauf der Abfeuerung nach Fig. 1 überein. Nach dem
Abfeuern legen sich die Eingriffenden 70 auf die Außenflächen der Sperrzähne 76
und sind hierdurch in den Ausnehmungen 80 gesperrt. Erst wenn die Schlagfeder 42
durch Zurückziehen des Schlagstückes 44' erneut gespannt ist, kann der Verschluß
45' ausgeschraubt werden, wodurch Unfälle bei erneutem Laden vermieden werden.
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Der Anschlagkolben 16 besteht aus Stahl, trägt aber auf dem aus der
Mantelhülse 1 hervorragenden Teil einen Belag aus weicherem Metall, um das Patronenlager
des Geschützes gegen Verschleiß zu schützen.