DE1122876B - Fuer rueckstossfreie leichte Geschuetze bestimmte Lehrpatrone - Google Patents

Fuer rueckstossfreie leichte Geschuetze bestimmte Lehrpatrone

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DE1122876B
DE1122876B DEF23856A DEF0023856A DE1122876B DE 1122876 B DE1122876 B DE 1122876B DE F23856 A DEF23856 A DE F23856A DE F0023856 A DEF0023856 A DE F0023856A DE 1122876 B DE1122876 B DE 1122876B
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Nils Olof Malmstroem
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Forsvarets Fabriksstyrelse
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Forsvarets Fabriksstyrelse
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B8/00Practice or training ammunition
    • F42B8/02Cartridges
    • F42B8/10Cartridges with sub-calibre adaptor

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)

Description

  • Für rückstoßfreie leichte Geschütze bestimmte Lehrpatrone Es sind rückstoßfreie leichte Geschütze für Patronenmunition bekannt, deren Rohr hinten offen ist und bei denen die Patrone am Bodenflansch von einem Verschluß, dessen Düse sich trichterförmig nach hinten erweitert, gehalten wird. Das Abfeuern erfolgt durch Zündung von der Seite durch seitlichen Anschlag auf die Patrone. Für den Durchgang der Schlagbolzenspitze ist ein Loch in der Wandung des Rohres vorgesehen. Das Zündhütchen der Patrone ist am Hülsenmantel unmittelbar vor dem Patronenflansch angebracht. Beim Abfeuern wird der Boden der Patrone zerstört, wobei ein nach hinten gerichteter Gasstrahl entsteht, der gänzlich den Rückstoß der Waffe aufhebt.
  • Die Erfindung bezieht sich auf eine für diese rückstoßfreien leichten Geschütze bestimmte Lehrpatrone, wie sie auch für schwerere Kaliber bereits bekannt ist (schwedische Patentschrift 154 666), bestehend aus einer Mantelhülse, in der ein Einsatzlauf für kleinkalibrige Munition mittels eines Halteringes befestigt ist, einem Verschluß, dessen vorderer Teil mit Gewinde am Ende des Laufes abnehmbar befestigt ist, und einem im Verschluß verschiebbar gelagerten Schlagstück, in dessen vorderem Teil ein Schlagbolzen und in dessen hinterem Teil eine nach hinten offene Hülse angeordnet ist, die zur Aufnahme einer mit einem Zündhütchen versehenen Kartusche dient.
  • Wie üblich gibt man der Lehrpatrone Kaliber, Gewicht, Größe und Form des entsprechenden scharfen Geschosses, um besonders das Laden des leichten Geschützes realistisch üben zu können. Das übungsschießen mit der Lehrpatrone wird mit billiger Gewehrmunition mit dem in der Lehrpatrone befestigten Lauf durchgeführt. Die Kartusche markiert bei Abfeuerung den Knall und die nach hinten gerichtete Treibgasflamme, wie sie beim Abschuß scharfer Munition entsteht.
  • Bei der Lehrpatrone ist es auch notwendig, die seitliche Anschlagbewegung der Schlagbolzenspitze des leichten Geschützes durch Zwischenglieder zur Kartusche radial weiterzuleiten, um auch hier die Zündung von der Seite aus zustandezubringen. Weiter soll gleichzeitig mit der Zündung der Kartusche für die Treibgasflamme auch die Auslösung des Schlagstückes erfolgen, um das kleinkalibrige Geschoß abzufeuern. Weiter besteht der Wunsch, bei gewissen Übungsstufen ohne markierte Treibgasflamme schießen zu können.
  • Die Erfindung bezweckt eine Lösung dieser Aufgaben bei guter Sicherheit gegen unbeabsichtigte Schußauslösung der Lehrpatrone.
  • Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß in der Wandung der Mantelhülse und in dem den Verschluß hinten haltenden Einsatzring innerhalb der Wandung eine Abfeuereinrichtung und eine Sicherungseinrichtung für die Lehrpatrone angeordnet sind, von denen die erstere oder beide mit einem Sperrhaken zum Eingriff mit entsprechenden Teilen am hinteren Teil des Schlagstückes versehen sind, um die durch eine Schlagfeder verursachte Vorwärtsbewegung des Schlagstückes zu verhindern, wobei der Schlagbolzen im Schlagstück verschiebbar gelagert und mit einer vorderen und hinteren Zündspitze versehen ist, von denen die vordere auf eine im Verschluß befestigte Patrone und die hintere durch ein Loch im hinteren Teil des Schlagstückes auf das Zündhütchen der Kartusche einwirkt.
  • In Weiterbildung der Erfindung ist anstatt des im Schlagstück verschiebbar gelagerten Schlagbolzens eine am vorderen Ende des Schlagstückes fest angebrachte Zündspitze zum Anschlag gegen die kleinkalibrige Patrone und eine mit dem Verschluß fest verbundene Zündspitze vorgesehen, die in einen längsgerichteten Kanal im hinteren Teil des Schlagstückes hineinragt und durch das Loch im hinteren Teil des Schlagstückes auf das Zündhütchen der Kartusche einwirkt.
  • Die Erfindung wird mit Hilfe der Zeichnungen näher beschrieben: Fig. 1 zeigt einen Axialschnitt durch den hinteren Teil der Lehrpatrone; Fig. 2 ist ein Querschnitt nach Linie B-B in Fig. 1; Fig. 3 und 4 sind Querschnitte nach Linie A -A in Fig. 1, die der gesicherten Lage (Fig. 3) bzw. der Abfeuerlage (Fig. 4) entsprechen; Fig. 5 veranschaulicht den eingekreisten Teil nach Fig. 1 mit abgeänderter Zündung; Fig. 6 ist ein Axialschnitt durch den hinteren Teil einer Lehrpatrone mit abgeändertem Mechanismus; Fig. 7 zeigt die Lehrpatrone nach Fig. 6, von hinten gesehen; Fig. 8 ist ein Querschnitt nach Linie C-C in Fig. 6. Die Lehrpatrone besteht aus einer Mantelhülse 1, in der ein Einsatzlauf 2 für kleinkalibrige Munition angebracht ist. Der Einsatzlauf 2 ist hinten an einem Haltering 48 befestigt. In einem Zentrierrohr 5, das vorn vom Haltering 48 und hinten von einem Einsatzring 8 abgestützt ist, ist ein Verschluß 45 drehbar und verschiebbar gelagert, dessen Vorderende 3 ausgenommen und mit einem Innengewinde versehen ist, das das Hinterende des Einsatzlaufes umfaßt. Der hintere Teil des Verschlusses 45 besteht aus einem Zylinder 10 mit verhältnismäßig großem Durchmesser, der im Einsatzring 8 gelagert ist. In der Ausnehmung 3 des Verschlusses 45 ist der Sitz für eine Patrone 47 eingearbeitet und mit einer Bohrung 4 für den Durchgang der Zündspitze 46 versehen. Im Inneren des Verschlusses 45 ist ein Schlagstück 44 verschiebbar gelagert. Das Schlagstück 44 ist von einer Schlagfeder 42 umgeben, die sich gegen einen Flansch 6 am Schlagstück 44 und einen mittels eines Stiftes 41 am Verschluß 45 befestigten Ring 7 abstützt.
  • Der hintere Teil des Schlagstückes 44 bildet einen Flansch 11, der im hinteren zylindrischen Teil 10 des Verschlusses 45 gelagert ist. Dieser Flansch 11 trägt einen nach rückwärts gerichteten Kragen 12. Die hintere Stirnfläche des Flansches 11 trägt eine kurze Hülse 28, die mit Innengewinde versehen ist und zur Aufnahme eines abschraubbaren Rohrstückes 25 dient, das eine mit einem Zündhütchen 27 versehene Kartusche 26 enthält. Diese Kartusche 26 weist die für das Markieren einer Abschußflamme übliche Beschaffenheit auf und ist mit einem Flansch versehen, mit dem sie vom Rohrstück 25 gegen die Hinterfläche des Schlagstückes 44 gepreßt wird. Im Schlagstück 44 ist ein Schlagbolzen 43 verschiebbar gelagert. Dieser trägt zwei Zündspitzen 46, 39, von denen die vordere, 46, zur Zündung der Patrone 47 und die hintere, 39, zur Zündung des Zündhütchens 27 dient. Die Verschiebung des Schlagbolzens ist durch eine Einfräsung 40 und durch einen mit dieser zusammenwirkenden und im Schlagstück 44 befestigten Sperrstift 9 begrenzt. Dieses Zündsystem, bei dem sowohl Patrone als Kartusche mit derselben Zündvorrichtung zur Zündung gebracht werden, ermöglicht den Gebrauch von serienmäßigen Kartuschen. Die beschriebene Vorrichtung zur Anschlagzündung sowohl der kleinkalibrigen Patrone als der Kartusche fordert eine mechanische Abfeuereinrichtung in engem Zusammenwirken mit der Abfeuerungsvorrichtung des rückstoßfreien Geschützes. Diese Abfeuereinrichtung ist zum Teil in der Wandung der Mantelhülse 1 der Lehrpatrone angeordnet, welche durch einen Ring 18 verstärkt sein kann, der im dargestellten Falle vom hinteren Ende des Einsatzringes 8 gebildet wird, und zum Teil in einem zwischen diesem Ring 18 und dem zylindrischen Teil 10 des Verschlusses verdrehbar gelagerten Ring 19 angeordnet. Die Wandung der Mantelhülse 1 und der Ring 18 tragen in einer Bohrung eine Hülse 37, in der ein Anschlagkolben 35 verschiebbar gelagert ist. Der verdrehbare Ring 19 trägt eine Bohrung, in der der Schaftteil eines Sperrhakens 32 radial verschiebbar ist. Durch Einwirkung einer den Schaftteil umgebenden Feder 33 wird die äußere Endfläche des Schaftteiles gegen den Anschlagkolben 35 gedrückt, wobei die äußere Endfläche des letzteren im wesentlichen in der Außenfläche der Wandung der Mantelhülse 1 zu liegen kommt. Der Sperrhaken 32 erstreckt sich innerhalb des Kragens 12 des Flansches 11 am Schlagstück 44. Dieser Kragen ist auf seiner Innenseite mit einer Einkerbung quer zur Seelenachse versehen, mit der der Sperrhaken 32 im Eingriff steht. Beim Abfeuern des rückstoßfreien Geschützes erteilt der Schlagbolzen 36 am Geschütz einen Schlag auf den Anschlagkolben 35, der seine Bewegung dem Sperrhaken 32 übermittelt, so daß der letztere außer Eingriff mit dem Kragen 12 kommt. Das Schlagstück 44 schnellt unter der Wirkung der Schlagfeder 42 vor, wobei die vordere Zündspitze 46 des Schlagbolzens 43 die Patrone 47 anschlägt. Wegen der Verschiebung des Schlagstückes 44 relativ zum Schlagbolzen 43 schlägt hiernach das Zündhütchen 27 der Kartusche 26 auf die hintere Zündspitze 39 des Schlagbolzens. Da der Anschlagkolben 35 nicht weiter hinaus als bis zur Außenfläche der Mantelhülse 1 verschiebbar ist, ist das Risiko eines unbeabsichtigten Betätigens des Anschlagkolbens 35 klein, auch wenn die Lehrpatrone mit ungesichertem Mechanismus in den Lauf des rückstoßfreien Geschützes eingeführt wird.
  • Um jedoch dieses Risiko zu vermindern, ist die Lehrpatrone des Ausführungsbeispiels mit einer besonderen Sicherungseinrichtung versehen, die ihrer Beschaffenheit und Wirkung nach ähnlich wie die vorher beschriebene Abfeuereinrichtung ausgeführt ist. Sie umfaßt eine in der Wandung der Mantelhülse 1 und im Einsatzring 18 befestigte Hülse 17 mit einem verschiebbar angeordneten Anschlagkolben 16 und einen im verdrehbaren Ring 19 befestigten Sperrhaken 24, dessen Schaftende unter Wirkung einer Feder 22 gegen die innere Endfläche des Anschlagkolbens 16 anliegt. Der innere Teil des Sperrhakens 24 steht ebenfalls im Eingriff mit einer auf der Innenseite des Kragens 12 vorgesehenen Einkerbung quer zur Seelenachse. Da der Anschlagkolben 16 mit einer aus der Mantelhülse 1 hervortretenden Abrundung versehen ist, drückt die Laufwandung des Geschützes, im Augenblick wo die Lehrpatrone völlig in den Gewehrlauf eingeführt wird, den Anschlagkolben 16 ein, wobei der Sperrhaken 24 die Krageneinkerbung freigibt. Wenngleich die hervortretende Abrundung des Anschlagkolbens zu größerem Risiko unbeabsichtigter Einwirkung auf die Sicherungseinrichtung führt, als dies bei der Abfeuereinrichtung der Fall ist, bleibt jedoch das Risiko gleichzeitiger Einwirkung auf beide Einrichtungen klein.
  • Um das Abnehmen des verdrehbaren Ringes 19 vom Verschluß 45 zu ermöglichen, ist der hintere zylindrische Teil 10 des letzteren mit sich nach hinten öffnenden Schlitzen 23, 30 für die Sperrhaken 24, 32 versehen. Die Verdrehung des Ringes 19 mit den Sperrhaken wird durch die Querausdehnung der Schlitze 23, 30 (Fig. 2) ermöglicht. Die Verdrehung des Ringes 19 bildet eine weitere Sicherung gegen unbeabsichtigte Schußauslösung. Um bei Verdrehung des Ringes 19 eine Beschädigung der Sperrhaken durch Anschlag gegen die seitliche Begrenzung der Schlitze 23, 30 zu verhüten, ist der Ring 19 mit einer Nase 14 und der hintere zylindrische Teil 10 des Verschlusses 45 mit zwei beiderseitig der Nase 14 angeordneten Anschlägen 49 versehen. Fig. 3 zeigt die Lage der Nase 14 neben einem der Anschläge 49, nach Verdrehung des Ringes 19 im Uhrzeigersinn bis zur Endlage. Fig. 4 zeigt die Nase 14 in der Mittellage zwischen den Anschlägen 49, d. h. in Abfeuerlage. Um den Ring in den Endlagen oder in der dazwischenliegenden Abfeuerlage zu halten, trägt der Einsatzring 8 einen federbelasteten Sperrstift 13, der im Eingriff mit einer von drei Ausnehmungen 15 im Ringe 19 steht, die den obenerwähnten Drehlagen entsprechen.
  • Durch Drehung des Ringes 19 entgegen dem Uhrzeigersinn, wobei Ansätze 34 als Griff dienen, wird der Verschluß 45 abgeschraubt. Dabei nimmt der Ring 19 zuerst die linke Endlage ein, wonach der Verschluß 45 vom Laufhinterende gelöst werden kann. Beim Wiedereinsetzen des Verschlusses 45, nachdem eine neue Patrone 47 und eine neue Kartusche 26 eingesetzt worden sind, wird dieser eingeschraubt, bis die Gewindeverbindung aufsitzt und dadurch der Sperrstift 13 außer Eingriff mit der linken Endlagenausnehmung gebracht wird und der Ring 19 sich im Verhältnis zum Verschluß in die rechte Endlage dreht. Da sich der Ring 19 während des Einschraubens bzw. Ausschraubens in einer der Endlagen befindet, sind auch die Sperrhaken 24, 32 seitlich im Verhältnis zu den Anschlagkolben 16, 35 verschoben, d. h. gegen unbeabsichtigtes Abdrücken gesichert. Zum Anzeigen der gesicherten Lage bzw. der Abfeuerlage trägt der Ring 19 einen Zeiger 21 und der Einsatzringteil 18 einen ortsfesten Strich 20. Um Beschädigungen des Schlagbolzens 36 am Geschütz zu verhüten, ist der verdrehbare Ring 19 mit zwei Ausnehmungen 51 (Fig. 2) versehen, die so angebracht sind, daß stets eine von ihnen in den Endlagen des Ringes 19 sich vor dem Anschlagkolben 35 befindet. Dadurch kann dieser dem Schlagbolzen 36 des Geschützes nachgebend ausweichen.
  • Zur Axialsperrung des verdrehbaren Ringes 19 ist ein Schließring 29 auf den zylindrischen hinteren Teil 10 des Verschlusses 45 angeschraubt.
  • Die in Fig. 5 gezeigte Ausführungsform ist eine abgewandelte Form der in Fig. 1 gezeigten. Anstatt eines im Schlagstück 44 gelagerten mit zwei Zündspitzen versehenen Schlagbolzens 43 ist dieser Abänderung nach die Vorderfläche des Schlagstückes 44' mit einer festen, auf die Patrone 47 einwirkenden Zündspitze 52 versehen. Das Schlagstück 44' trägt in einer Bohrung 56 eine mit einem Stift 53 am Verschluß verankerte, nach hinten gerichtete Zündnadel 54, wobei das Schlagstück eine Nut 55 für den Haltestift 53 aufweist. Da die Bohrung 56 bis zum Zündhütchen 27 der Kartusche offen ist, schlägt bei der Vorwärtsbewegung des Schlagstückes die Zündspitze 54 dieses an. Gleichzeitig damit erfolgt der Anprall derZündspitze52 auf das Zündhütchen der Patrone 47.
  • Die Mantelhülse 1 in Fig. 6 weist wahlweise die Form eines scharfen Geschosses auf und trägt hinten in einem durch die Innenhülse 60 und die Außenhülse 61 verstärkten Bund die Anschlagkolben 35, 16, die von Schraubenfedern 62 auswärts gedrückt werden. Der Einsatzlauf 2 trägt hinten einen im Inneren der Mantelhülse 1 befestigten Anschlußteil63 für das Vorderende des Verschlusses 45', der hinten Anschläge 64 trägt. Der hintere Teil 65 des Verschlusses 45' ist durch vordere Anschläge 66 (Fig. 8), die mit den Anschlägen 64 zusammenwirken, begrenzt drehbar im Verhältnis zum vorderen Teil des Verschlusses 45'. Die Anschläge 64, 66 entsprechen ihrer sichernden Wirkungsweise nach den Anschlägen 14, 19 in Fig. 1 und 3. Die Verschlußteile 45', 65 sind axial mittels einer Hülse 67 zusammengekuppelt. Der hintere Teil 65 des Verschlusses trägt Ansätze 68, in denen die Sperrhaken 32, 24 um Zapfen 69 drehbar gelagert sind. Die nach vorn gerichteten Eingriffenden 70 der Sperrhaken 32, 24 tragen einwärts zur Achse der Lehrpatrone gerichtete Haken 72 und sind vorn an der Außenseite mit einer abgeschrägten Fläche 71 versehen. Federn 73 drücken die Eingriffenden 70 der Sperrhaken 32, 24 der Patronenachse zu, wobei Stifte 74 diese Drehbewegung begrenzen. Schutzbleche 75 (Fig. 2) bedecken die öffnungen der Ansätze 68 und schützen die Sperrhaken 32, 24 gegen Verschmutzung und unbeabsichtigte Berührung.
  • Das Schlagstück 44' trägt hinten mit den Eingriffenden 70 der Sperrhaken 32, 24 zusammenwirkende Sperrzähne 76.
  • Die Zündspitzen können beim Schlagstück 44' wahlweise entweder nach Fig. 1 oder Fig.5 angeordnet sein. Eine Weiterentwicklung der letzteren Anordnung ist in Fig. 6 gezeigt, wobei ein Querstift 77 beidseitig durch das genutete Schlagstück 44' geführt ist und die hintere Zündspitze trägt. Die Schlagfeder ist im Inneren des Schlagstückes 44' angeordnet, dessen vordere Zündspitze abschraubbar ist.
  • Im Inneren ist die Mantelhülse 1 mit einem Zylinderring 78 versehen, der hinten eine abgeschrägte Ringfläche 79 aufweist, die sich bei eingeschraubtem Verschluß 45 unmittelbar außerhalb der Eingriffenden 70 der Sperrhaken 32, 24 befindet. Die Ringfläche 79, der Zylinderring 78 und die Mantelhülse 1 sind in Abfeuerungslage mit Ausnehmungen 80 versehen, die die radiale Auslösebewegung der Sperrhakenenden zulassen.
  • Wenn beim Einschrauben des Verschlusses einer der Sperrhaken 32, 24 nicht voll eingehakt ist, wird er von der abgeschrägten Ringfläche 79 in Zusammenwirkung mit den abgeschrägten Flächen 71 der Sperrhakeneingriffenden 70 in völlig eingehakte Lage verschoben, was dadurch erleichtert wird, daß die die Sperrzähne fassenden Haken 72 der Sperrhaken 32, 24 auch zum Teil abgeschrägt sind. Die Abfeuerung ist nur möglich, wenn der hintere Verschlußteil 65 so eingestellt ist, daß die Sperrhaken 32, 24 sich mit ihren Eingriffenden 70 unter den Ringflächenausnehmungen 80 befinden. Die Abfeuerung stimmt mit dem Verlauf der Abfeuerung nach Fig. 1 überein. Nach dem Abfeuern legen sich die Eingriffenden 70 auf die Außenflächen der Sperrzähne 76 und sind hierdurch in den Ausnehmungen 80 gesperrt. Erst wenn die Schlagfeder 42 durch Zurückziehen des Schlagstückes 44' erneut gespannt ist, kann der Verschluß 45' ausgeschraubt werden, wodurch Unfälle bei erneutem Laden vermieden werden.
  • Der Anschlagkolben 16 besteht aus Stahl, trägt aber auf dem aus der Mantelhülse 1 hervorragenden Teil einen Belag aus weicherem Metall, um das Patronenlager des Geschützes gegen Verschleiß zu schützen.

Claims (14)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Für rückstoßfreie leichte Geschütze bestimmte Lehrpatrone, bestehend aus einer Mantelhülse, in der ein Einsatzlauf für kleinkalibrige Munition mittels eines Halteringes befestigt ist, einem Verschluß, dessen vorderer Teil mit Gewinde am Ende des Einsatzlaufes abnehmbar befestigt ist, und einem im Verschluß verschiebbar gelagerten Schlagstück, in dessen vorderem Teil ein Schlagbolzen und in dessen hinterem Teil eine nach hinten offene Hülse angeordnet sind, die zur Aufnahme einer mit einem Zündhütchen versehenen Kartusche dient, dadurch gekennzeichnet, daß in der Wandung der Mantelhülse (1) und in dem den Verschluß (45) hinten haltenden Einsatzring (8, 18, 19) innerhalb der Wandung eine Abfeuereinrichtung (35, 32) und eine Sicherungseinrichtung (16, 24) für die Lehrpatrone (1) angeordnet sind, von denen die erstere oder beide mit einem Sperrhaken (32, 24) zum Eingriff mit entsprechenden Teilen (12) am hinteren Teil (11) des Schlagstückes (44) versehen sind, um die durch eine Schlagfeder (42) verursachte Vorwärtsbewegung des Schlagstückes zu verhindern, wobei der Schlagbolzen (43) im Schlagstück (44) verschiebbar gelagert und mit einer vorderen und hinteren Zündspitze (46, 39) versehen ist, von denen die vordere (46) auf eine im Verschluß (45) und im Einsatzlauf (2) befestigte Patrone (47) und die hintere (39) durch ein Loch im hinteren Teil (11) des Schlagstückes auf das Zündhütchen (27) der Kartusche (26) einwirkt.
  2. 2. Lehrpatrone nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß anstatt des im Schlagstück (44) verschiebbar gelagerten Schlagbolzens (43) eine am vorderen Ende des Schlagstückes (44) fest angebrachte Zündspitze (52) zum Anschlag gegen die kleinkalibrige Patrone (47) und eine mit dem Verschluß (45) fest verbundene Zündspitze (54) vorgesehen ist, die in einen längsgerichteten Kanal (56) im hinteren Teil des Schlagstückes (44) hineinragt und durch das Loch im hinteren Teil (11) des Schlagstückes (44) auf das Zündhütchen (27) der Kartusche (26) einwirkt.
  3. 3. Lehrpatrone nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kartuschenhülse des Schlagstückes (44) aus einem Rohrstück (25) besteht, das z. B. mit Gewinde so an dem nach hinten gerichteten, kragenförmigen Teil (28) des hinteren Teiles (11) des Schlagstückes (44) abnehmbar befestigt ist, daß die Kartusche (26), die einen Bodenflansch und das am Boden befestigte Zündhütchen (27) aufweist, an den hinteren Teil (11) des Schlagstückes (44) gedrückt wird.
  4. 4. Lehrpatrone nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der hintere Teil des Verschlusses (45) aus einem Zylinder (10) mit verhältnismäßig großem Durchmesser besteht und der hintere Teil (11) des Schlagstückes (44) einen in diesem Zylinder gelagerten Flansch mit rückwärts gerichtetem Kragen (12) bildet, der auf seiner Innenfläche mit Einkerbungen für den Eingriff des Sperrhakens (32) der Abfeuereinrichtung und des Sperrhakens (24) der Sicherheitseinrichtung versehen ist.
  5. 5. Lehrpatrone nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfeuereinrichtung und die Sicherungseinrichtung aus einem in einem Loch in der Wandung der Mantelhülse (1) der Lehrpatrone angeordneten Anschlagkolben (35, 16) bestehen, der in nach außen gepreßter Lage bei der Abfeuereinrichtung (35) höchstens bis zur Mantelfläche reicht und bei der Sicherungseinrichtung (16) außerhalb der Mantelfläche hervorragt, und daß die federbelasteten, mit einem Schaft versehenen Sperrhaken (32, 24) in radial durchgehenden Löchern in einem zwischen dem Einsatzring (8) und dem Verschluß (45) drehbar gelagerten Ring (19) angeordnet sind.
  6. 6. Lehrpatrone nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der drehbare Ring (19) nahe der äußeren Zylinderfläche (10) des Verschlusses (45) vorn mit einer Nase (14) versehen ist und diese Zylinderfläche beiderseitig der Nase (14) in derselben Querschnittsebene Anschläge (49) besitzt, deren gegenseitiger Abstand erlaubt, daß der Ring (19) genügend im Verhältnis zum Verschluß (45) verdreht werden kann, um die Außenenden der Sperrhaken (32, 24) seitlich außer Berührung mit den Anschlagkolben (35, 16) zu verschieben, wobei der zylindrische hintere Teil (10) des Verschlusses (45) mit quer verlaufenden Schlitzen (50) für die Sperrhaken (32, 24) und axial gerichteten Einführungsschlitzen (30, 23) für jeden von diesen versehen ist.
  7. 7. Lehrpatrone nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß in der Wandung der Mantelhülse (1) oder in dem mit der Mantelhülse verbundenen Einsatzring (8) ein federbelasteter Sperrstift (13) angeordnet ist, der in Einkerbungen (15) am Ring (19) eingreift, die den Enddrehlagen und einer Mittellage des drehbaren Ringes (19) entsprechen. B.
  8. Lehrpatrone nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrhaken (32', 24') am hinteren Teil (65) des Verschlusses (45') drehbar (69) gelagert sind und in Abfeuerungslage mit einem Ende die Innenfläche der Anschlagkolben (35', 16') berühren.
  9. 9. Lehrpatrone nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrhaken (32', 24') unter Federdruck (73) stehen und in nach hinten gerichteten Ansätzen (68) am hinteren Teil (65) des Verschlusses drehbar gelagert sind.
  10. 10. Lehrpatrone nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß der hintere Teil (65) des Verschlusses drehbar in bezug auf den vorderen Teil (45') angeordnet ist und diese Teile (65, 45') zusammenwirkende Anschläge (64, 66) tragen, die zur Begrenzung der Verdrehung dienen.
  11. 11. Lehrpatrone nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der hintere Teil des Schlagstückes (44') mit den Eingriffenden (70) der Sperrhaken (32', 24') zusammenwirkende Sperrzähne (76) trägt, die Auflageflächen für die Eingriffenden (70) der Sperrhaken (32', 24') bei entspannter Schlagfeder (42') bilden.
  12. 12. Lehrpatrone nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Eingriffenden der Sperrhaken (32', 24') vorn auf der Außenseite eine abgeschrägte Fläche (71) tragen.
  13. 13. Lehrpatrone nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Mantelhülse (1) hinten eine den hinteren Teil (65) des Verschlusses umgebende abgeschrägte Ringfläche (79) trägt, die beim Einschrauben des Verschlusses in Zusammenwirkung mit den abgeschrägten Flächen (71) der Sperrhaken (32', 24') deren Eingriffenden (70) in völligen Eingriff mit den Sperrzähnen (76) verschiebt, wobei die Ringfläche (79) in Abfeuerungslage mit zwei die Auslösebewegung der Sperrhaken (32', 24') zulassenden Ausnehmungen (80) versehen ist.
  14. 14. Lehrpatrone nach einem der Ansprüche 4 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlagkolben (16) der Sicherungseinrichtung (16, 24) aus Stahl besteht und auf dem aus der Mantelhülse (1) hervorragenden Teil einen Belag aus weicherem Material trägt. In Betracht gezogene Druckschriften: Schwedische Patentschriften Nr. 154 666, 161740.
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